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welche Weizensorte

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Sep 17, 2011 15:39

Ich weiß nicht, ob du mit Asano als Stoppelweizen so gut fährst. Das Zeug ist schon sehr krank und wirkliche Spitzenerträge bringt er immer nur nach guter Vorfrucht.
Das würde mir schon ein bisschen weh tun, wenn ich gleichzeitig Inspiration daheim liegen hätte, der als Stoppelweizen geradezu prädestiniert ist. Außerdem ist Asano nicht sooo früh. Also das würde ich mir noch mal überlegen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Nordlicht73 » Sa Sep 17, 2011 19:49

Hm, Asano wollte ich ja deshalb als Stoppelweizen weil er früher reif sein soll, ansonsten würde mir Inspiration auch besser gefallen als Stoppelweizen. Diesen "Sommer" hab ich Inspiration auch erst am 21.8. dreschen können wo danach Raps kam (der jetzt nicht so berauschend aussieht, und wo ich gestern den vielen Ausfallweizen gespritzt hab), wobei er ohne den vielen Regen auch schon 10 Tage früher hätte weg können.
Werd ich mir nochmal überlegen. Danke jedenfalls für die Antworten! :wink:
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » Mo Sep 19, 2011 10:05

NobbyNobbs hat geschrieben:Asano ist im Herbst schon recht flott. Richtig los legt er aber vor allem im Frühjahr. Inspiration bestockt unter Kurztagbedingungen immer wie Sau. Das Zeug ist regelrecht wie Unkraut ( -gras ). Daher: Sä ihn noch eine Spur dünner. Lieber einfach die Saatstärke reduzieren, als den Termin nach hinten schieben. Frühe Saat ist - bei angepasster Produktionstechnik - nicht zu ersetzen.
Ich bin zur Zeit an der Weizenaussaat dran. Asano als Blattfruchtweizen drille ich aber bewusst als letztes. Wird dann vermutlich Mitte nächster Woche sein. 250 K/m² sollten bei guten Saatbedingungen ausreichen.
Diese Woche habe ich "Hekto", "Tobak" und "Inspiration" gedrillt. Hekto mit 270K/m², Tobak mit 240 K/m² und Inspiration mit 220 K/m².

Drillt ihr denn den Weizen vor der Gerste ?? Bringt das Vorteile. Dachte immer die Wintergerste sollte vor dem Winterweizen im Boden sein ?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Mo Sep 19, 2011 14:23

julius hat geschrieben:Drillt ihr denn den Weizen vor der Gerste ?? Bringt das Vorteile. Dachte immer die Wintergerste sollte vor dem Winterweizen im Boden sein ?


Wintergerste sollte man nicht vor dem 20. September säen, weil sie sich im Herbst gerne überwächst und krank wird (Mehltau, Netzflecken, Gelbverzwergung). Darunter leidet dann auch die Winterfestigkeit. Schneeschimmel und Typhula drohen und die Gerste hat es schwer, im Frühjahr wieder in die Gänge zu kommen. Besser ist es, zwischen dem 25. September und 5. Oktober erst die Gerste zu säen und nach Bedarf die Saatstärke geringfügig zu erhöhen.

Viele Winterweizensorten hingegen kann man problemlos schon Mitte September säen und dabei die Saatstärke auf 250-300 Kö/qm reduzieren. Bei bestockungsfreudigen Sorten kann man nach einer Blattvorfrucht auf gutem Boden die Saatstärken z.T. noch weiter reduzieren, aber das soll keine generelle Empfehlung sein. Andere Sorten, die anfälliger für Mehltau sind und sich im Herbst schnell überwachsen, wie z.B. Akteur, sollte man nicht vor Oktober säen (in Höhenlagen nicht vor 25. September), weil sonst die Winterfestigkeit darunter leidet.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon rettel » Mo Sep 19, 2011 14:45

Crazy Horse hat geschrieben:Viele Winterweizensorten hingegen kann man problemlos schon Mitte September säen und dabei die Saatstärke auf 250-300 Kö/qm reduzieren.

Das gilt nur auf Standorten ohne Ackerfuchsschwanz!!!
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Mo Sep 19, 2011 15:57

rettel hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:Viele Winterweizensorten hingegen kann man problemlos schon Mitte September säen und dabei die Saatstärke auf 250-300 Kö/qm reduzieren.

Das gilt nur auf Standorten ohne Ackerfuchsschwanz!!!


Du brauchst nicht zu glauben, dass es hier keinen Ackerfuchsschwanz gibt!
Wenn das Ungraspotential sehr hoch ist, musst Du eben frühzeitig ein Bodenherbizid im Herbst einsetzen (möglichst dann, wenn das Getreide und die Ungräser gerade auflaufen) und ggf im Frühjahr noch mal nachbehandeln. Du musst halt schauen, dass Du innerhalb der Fruchtfolge öfters mal die Wirkstoffgruppe wechselst, dann hast Du auch keine Probleme mit Resistenzen.
Ansonsten kann ich Dir nur raten, frühzeitig das Ausfallgetreide und die Ungräser zum Auflaufen zu bringen und ne Woche vor der geplanten Saat mit nem Glyphosat abzuspritzen. Dann hast Du den größten Ungrasdruck schon mal weg.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon rettel » Mo Sep 19, 2011 17:30

Crazy Horse hat geschrieben:
rettel hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:Viele Winterweizensorten hingegen kann man problemlos schon Mitte September säen und dabei die Saatstärke auf 250-300 Kö/qm reduzieren.

Das gilt nur auf Standorten ohne Ackerfuchsschwanz!!!

Du brauchst nicht zu glauben, dass es hier keinen Ackerfuchsschwanz gibt!
Wenn das Ungraspotential sehr hoch ist, musst Du eben frühzeitig ein Bodenherbizid im Herbst einsetzen (möglichst dann, wenn das Getreide und die Ungräser gerade auflaufen) und ggf im Frühjahr noch mal nachbehandeln. Du musst halt schauen, dass Du innerhalb der Fruchtfolge öfters mal die Wirkstoffgruppe wechselst, dann hast Du auch keine Probleme mit Resistenzen.

Träum weiter....mit der Strategie schon Mitte September auf Ackerfuchsschwanzstandorten Weizen zu säen, wenn du Gerste klimatisch auch noch am 5. Oktober säen kannst, wirst du ackerfuchsschwanztechnisch auf Dauer auf die Schnauze fallen, da nützt auch ein Glyphosateinsatz vorher nichts.
Bei einer Saat Anfang Oktober oder Mitte Oktober laufen DEUTLICH weniger Ackerfuchsschwanzpflanzen auf als Mitte September. Zudem ist die Wirkung von Bodenherbiziden im Durchschnitt der Jahre einfach aus dem Grund, weil der Boden je später es im Jahr ist, weniger leicht abtrocknet, auch nochmal deutlich besser. Und ein Bodenherbizid setzt man übrigens schon möglichst ein, BEVOR das Getreide und die Ungräser auflaufen!
Fakt ist: Bei einer Saat Mitte September wirst du häufiger in die missliche Lage kommen, im Herbst und im Frühjahr ein Gräserherbizid einsetzen zu müssen, als bei einer Saat Anfang Oktober! Wenn du dann vorher schon Glyphosat eingesetzt hast, hast du in einem Jahr gleich 3 Wirkstoffe eingesetzt! Viel mehr bleibt dann nicht über zum Wechseln der Wirkstoffgruppe...
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Falk » Mo Sep 19, 2011 23:05

Also es gibt ja leute die den weizen vor der Gerste sähen...
Aber früher waren das mehr, iund das sicher nicht ohne Grund!

Erst einmal schon wie beschrieben der Ungrasdruck, und auch ein weizen kann überwachsen oder Mehltau im Herbst bekommen, da sind schon einige auf die schautze gefallen mit zu früher saat!

Bei mir kommt die gerste ab dem 20.9 in den Boden und der weizen frühestens am 5.10 eher 10.10
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Di Sep 20, 2011 11:59

rettel hat geschrieben:
Träum weiter....mit der Strategie schon Mitte September auf Ackerfuchsschwanzstandorten Weizen zu säen, wenn du Gerste klimatisch auch noch am 5. Oktober säen kannst, wirst du ackerfuchsschwanztechnisch auf Dauer auf die Schnauze fallen, da nützt auch ein Glyphosateinsatz vorher nichts.
Bei einer Saat Anfang Oktober oder Mitte Oktober laufen DEUTLICH weniger Ackerfuchsschwanzpflanzen auf als Mitte September. Zudem ist die Wirkung von Bodenherbiziden im Durchschnitt der Jahre einfach aus dem Grund, weil der Boden je später es im Jahr ist, weniger leicht abtrocknet, auch nochmal deutlich besser. Und ein Bodenherbizid setzt man übrigens schon möglichst ein, BEVOR das Getreide und die Ungräser auflaufen!
Fakt ist: Bei einer Saat Mitte September wirst du häufiger in die missliche Lage kommen, im Herbst und im Frühjahr ein Gräserherbizid einsetzen zu müssen, als bei einer Saat Anfang Oktober! Wenn du dann vorher schon Glyphosat eingesetzt hast, hast du in einem Jahr gleich 3 Wirkstoffe eingesetzt! Viel mehr bleibt dann nicht über zum Wechseln der Wirkstoffgruppe...


Gut, auf solch heftigen Ackerfuchsschwanzstandorten, sollte man das Konzept vielleicht umstellen. Allerdings frage ich mich dann, ob das Problem nicht eher bei dir oder deinen Vorfahren liegt. Wir haben hier auch einen absolut problematischen Fuchsschwanzstandort. Aber wenn man über Jahrzehnte anständige Arbeit leistet und sich seine Flächen "im Schuss" hält, geht nicht einfach mal Mitte September aus heiterem Himmel eine Fuchsschwanzwiese auf. Wie stellst du dir das denn überhaupt vor? Dann dürftest du ja auch Mitte September erst Recht keine Gerste säen, denn da ist Fuchsschwanz noch schwieriger zu bekämpfen; und der Raps erst. Stell dir vor, der kommt schon Mitte bis Ende August in die Erde... Am besten machst du dann gleich im Dezember Wechselweizen, dass du das große Problem Fuchsschwanz auch nur irgendwie in den Griff bekommst.
Mal Spaß bei Seite- so dramatisch, wie du es hier darstellst, ist es nicht. Wer seinen Pflanzenbau nach allen Regeln des Integrierten Landbaus im Griff hat, der meistert auch das. Dafür nutzt man mechanische Maßnahmen ( Bodenbearbeitung, Randhygiene etc. ) genauso wie Nebenaspekte ( beispielsweise die gute Bestockungs- und somit Unterdrückungsleistung verschiedener Sorten ). Dass ein sachgerechter chemischer Pflanzenschutz das A und O ist, versteht sich von selbst. Aber auch hier sind Resistenzen recht einfach zu umgehen. Das Hauptproblem lag doch Jahre lang darin, dass jede Sau die reichlich vorhandenen ALS-Hemmer (SHS ) jährlich sorglos einsetzte. Der meist günstige Preis, das breite Wirkungsspektrum und die einfach Handhabung waren einfach zu verlockend. 'Klar,wer will schon 40l Boxer in eine Spritze schütten, wenn man den gleichen Effekt mit 500g SHS haben kann.' Solche bescheuerten Denkweisen haben mit Grund für ( teilweise ) Resistenzen gegen diese wertvolle Wirkstoffklasse. Wenn ich allerdings mal die ACCase-Hemmer ( Klasse A ), die ALS-Hemmer ( Klasse B ), die PS-Hemmer ( Klasse C ), die Lipidsynthesehemmer ( Klasse N ), die Zellwachstumshemmer ( Klasse K ), das nichtselektive Glyphosat der Wirkstoffklasse O, sowie die PPO-Hemmer ( E ) und Carotinoid-/HPPD-Hemmer ( Klasse F ) mit Teilwirkung, nehme, fallen mir auf Anhieb aus 6-8 wirksame Wirkstoffklassen ein. Wenn man zwischen diesen konsequent jongliert und auch alle weiteren Aspekte, die für hohe Wirkungsgrade notwenig sind, beachtet, gibt es keine Resistenzen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon rettel » Di Sep 20, 2011 13:17

NobbyNobbs hat geschrieben:Gut, auf solch heftigen Ackerfuchsschwanzstandorten, sollte man das Konzept vielleicht umstellen. Allerdings frage ich mich dann, ob das Problem nicht eher bei dir oder deinen Vorfahren liegt.

Noch haben wir keine Probleme, aber ich will mir keine heranzüchten.
NobbyNobbs hat geschrieben:Wer seinen Pflanzenbau nach allen Regeln des Integrierten Landbaus im Griff hat, der meistert auch das. Dafür nutzt man mechanische Maßnahmen ( Bodenbearbeitung, Randhygiene etc. ) genauso wie Nebenaspekte ( beispielsweise die gute Bestockungs- und somit Unterdrückungsleistung verschiedener Sorten ).

Jap und für mich gehört da der Saatzeitpunkt als entscheidendes Kriterium mit dazu.
NobbyNobbs hat geschrieben:Wenn ich allerdings mal die ACCase-Hemmer ( Klasse A ), die ALS-Hemmer ( Klasse B ), die PS-Hemmer ( Klasse C ), die Lipidsynthesehemmer ( Klasse N ), die Zellwachstumshemmer ( Klasse K ), das nichtselektive Glyphosat der Wirkstoffklasse O, sowie die PPO-Hemmer ( E ) und Carotinoid-/HPPD-Hemmer ( Klasse F ) mit Teilwirkung, nehme, fallen mir auf Anhieb aus 6-8 wirksame Wirkstoffklassen ein. Wenn man zwischen diesen konsequent jongliert und auch alle weiteren Aspekte, die für hohe Wirkungsgrade notwenig sind, beachtet, gibt es keine Resistenzen.

Klasse C ist hier nicht erlaubt.
Klasse N wirkt alleine nicht ausreichend.
Klasse B wird im Mais eingesetzt (Atlantis ist gleiche Wirkstoffklasse, Kreuzresistenzen möglich/wahrscheinlich!).
Eine Wirkung von Klasse E und F gegen Fuchsschwanz ist mir nicht bekannt.
Bleiben im Getreide nur noch Klasse A (sehr schnelle Resistenzbildung) und Klasse K übrig. Klasse K wiederum ist bei früher Saat problematisch wegen trockenem Boden. Klasse B ist letzte Möglichkeit, möchte ich mir jedoch möglichst für den Mais vorbehalten. Und Glyphosat will ich auch nicht jedes Jahr einsetzen!
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Di Sep 20, 2011 22:00

rettel hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:Noch haben wir keine Probleme, aber ich will mir keine heranzüchten.
[Jap und für mich gehört da der Saatzeitpunkt als entscheidendes Kriterium mit dazu.
[Klasse C ist hier nicht erlaubt.
Klasse N wirkt alleine nicht ausreichend.
Klasse B wird im Mais eingesetzt (Atlantis ist gleiche Wirkstoffklasse, Kreuzresistenzen möglich/wahrscheinlich!).
Eine Wirkung von Klasse E und F gegen Fuchsschwanz ist mir nicht bekannt.
Bleiben im Getreide nur noch Klasse A (sehr schnelle Resistenzbildung) und Klasse K übrig. Klasse K wiederum ist bei früher Saat problematisch wegen trockenem Boden. Klasse B ist letzte Möglichkeit, möchte ich mir jedoch möglichst für den Mais vorbehalten. Und Glyphosat will ich auch nicht jedes Jahr einsetzen!



Der Saatzeitpunkt ist natürlich ein Kriterium den Ungrasdruck zu verringern. Aber du darfst nicht vergessen, dass du hier direkt auf die Ertragsanlagen Einfluss nehmen kannst. Grade bei der Saatzeit geht es in 1. Linie darum, die Vegetationszeit zu verlängern und das Zeug anständig in und durch den Winter zu bekommen . Der Weizen darf im Herbst ruhig 2, 3 kräftige Nebentriebe bilden. Zusätzliche Vegetationszeit sorgt dafür, dass sämtliche Entwicklungsstadien langsamer durchlaufen werden. Im Herbst zwei Wochen früher, macht bei der Ernte dennoch nur 3 bis 4 Tage aus. Worauf wirkt das wohl? Brauche ich dir nicht sagen. Dass man sein gesamtes Konzept dann eben darauf ( und zwar auf "intensiv" ) auslegen muss, ist natürlich klar. Jetzt kommt es darauf an, was dein Standort und die Person hergibt. Unser oft geschollener Wini, der Angst hat, gleich seine Eier zu verlieren, nur weil er mal vom Traktor absteigt um den Spritzbelag zu prüfen, wird dieses System nicht fahren. Es würde einfach strikt mit seinen Charaktereigenschaften kollidieren. Umgedreht ich, spritze für mein Leben gerne ( :lol: - ja ich weiß ). Dass ich schon mit 4 Jahren selbst ( verbotenerweise ) meinem Vater hin und wieder mal etwas Pflanzenschutz aus dem Schrank geklaut und damit den Garten vernichtet habe und mein 2. Wort ( nach "Zapfwelle" ) "Atrazin" war, dürfte das etwas verdeutlichen. Hinzu kommt, dass es mein Standort einfach lohnt und ich durch ausreichende Ausbildung auch da know-how habe.
Andererseits wirtschaften wir alle unter unterschiedlichen Bedingungen. Die "Hochgebirgs-7°C- und 30'er BP“-Menschen, die vielleicht auf Grund der Bedingungen noch das meiste Geld im Stall oder mit Grünland verdienen und keine Lust/keine Zeit haben, viel im Feld rumzufahren und sich nicht mit intensiven Landbauformen auseinandersetzen möchten, werden solch ein System seltener wählen, als der eifrige Ackerbauer aus der Köln-Aachener-Bucht mit 95-100 BP, 10 Meter Lössauflage, 700mm Jahresniederschlag und 120 dt Weizen / ha.

Du sollst ja auch die Wirkstoffklassen kombinieren und/oder in der Zusammensetzung variieren. Keiner hindert dich daran, beispielsweise 0,4l Cadou SC mit 3 l Boxer zu mischen. Damit hast du Ruhe und auch was gegen die Resistenzen getan.
E und F bringen maximal eine Ergänzung. Das habe ich aber auch geschrieben. Sumimax z.B.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » So Sep 25, 2011 19:10

Unsere Saatzeitempfehlung vom Amt lautet bei Weizen zwischen 10 - 30 Oktober. Mir kommt das etwas spät vor. Ich drille ab Anfang Oktober.
Wintergerste drill ich ab dem 25. September bis Anfang Oktober.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jul 17, 2012 11:09

Und, was plant ihr sortentechnisch so für die kommende Saison? Nach diesem Horror-Jahr werden vermutlich die meisten eher wieder auf winterharte, robuste und- so wie es sich jetzt entwickelt- wohl 1x mehr auf fallzahlstabile Sorten setzen. Julius wird aus genau diesen Gründen wohl hier die neue Hauptsorte und einen Großteil der Flächen besiedeln.
Ich für meinen Teil plane mit 60% TOBAK, 30% JB ASANO und 10% Neues (Matrix möchte ich z.B. einmal ausprobieren).
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Nordlicht73 » Di Jul 17, 2012 17:29

So siehts aus, Sicherheit geht vor. Sowas das ich allen Weizen umbrechen musste will ich nicht noch mal mitmachen. :twisted:
Wobei ich nächstes Jahr wenig Weizen haben werde. Momentan tendiere ich zu Julius, wobei ich auch gerne den Tobak probieren würde. Aber da warte ich erstmal die Ernteergebnisse ab, und dann mal sehen ob ich den hier überhaupt bekomme.
Generell wäre ich sonst wieder auf Inspiration gegangen, war sehr zufrieden letztes Jahr, und das kleine Stück was ich jetzt noch stehen habe, hat er auch bombastische Ähren. Dafür steht er aber auch dünn...

Also, bin immer wieder gespannt und dankbar wenn hier von den einzelnen Sorten berichtet wird, wie sie sich machen, und wie sie dreschen. :)
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jul 17, 2012 17:47

Nordlicht73 hat geschrieben:So siehts aus, Sicherheit geht vor. Sowas das ich allen Weizen umbrechen musste will ich nicht noch mal mitmachen. :twisted:
Wobei ich nächstes Jahr wenig Weizen haben werde. Momentan tendiere ich zu Julius, wobei ich auch gerne den Tobak probieren würde. Aber da warte ich erstmal die Ernteergebnisse ab, und dann mal sehen ob ich den hier überhaupt bekomme.
Generell wäre ich sonst wieder auf Inspiration gegangen, war sehr zufrieden letztes Jahr, und das kleine Stück was ich jetzt noch stehen habe, hat er auch bombastische Ähren. Dafür steht er aber auch dünn...

Also, bin immer wieder gespannt und dankbar wenn hier von den einzelnen Sorten berichtet wird, wie sie sich machen, und wie sie dreschen. :)




Also beim Tobak kann man sich mittlerweile glaube ziemlich sicher sein, dass er weit überdurchschnittlich drischt. Ich habe bundesweit (außer jetzt Ost-Süd) keinen Versuch der letzten 3-4 Jahre gesehen (und es waren einige), wo er nicht mindestens rel. 100 hatte. Meistens 105-109, manchmal noch mehr.
Die Winterhärte ist auf jeden Fall überdurchschnittlich gut. Er war bei mir eine der wenigen Sorten, die wenigstens noch halbwegs durch den eisigen Februar kamen. Ich hab ihn auf 2,7 ha zur Vermehrung stehen. Vorfrucht war Weizen, dessen Stroh auf der Fläche verblieb. Gedrillt habe ich ihn dann nach einmalig flacher Bearbeitung Ende September. Ab dem Ährenschieben hat sich massiv DTR breit gemacht, was ich hier selten gesehen habe. Das ist allerdings wohl eher den diesjährigen Bedingungen zuzuschreiben (hier ist alles krank wie Hölle). Schätze ihn relativ gesund ein. Die Ähren sind fantastisch.
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