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Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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103 Beiträge • Seite 2 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Obelix » Fr Nov 13, 2009 10:12

Meini hat geschrieben:90% aller Grünen mit gelber Felge sind geleast. 70% davon sind mit den Raten in Verzug. Das dürfte kaum am allgemeinen Größenwahn liegen. Es gibt durchaus Betriebe die ein flottes Wachstum an den Tag legen weil sie erfolgreicher sind wie andere. Nicht jeder Betrieb hat Bauland verkauft um Ställe und Maschinen zu finanzieren. Man kann sich viel einreden warum andere mehr können, aber so wird man nicht überleben.

Es gibt Mäster die die meiste Zeit ihren Schweinen Geld hinter her werfen und welche die in fast jeder Preissituation Geld verdienen.

Folglich nicht jeder der Wächst überlebt. Aber jeder der nicht wächst stirbt.


Hallo,

Leasing ist teuer. Kaum jemand ist in der Lage, auszurechnen, was es effektiv kostet. Es schönt die tatsächlichen Kosten. Es verhindert, dass Reserven entstehen. Es sorgt dafür, dass Geld anderweitig ausgegeben wird und nicht gespart wird. Leasing verhindert Transparenz und verhindert Überblick über die finanzielle Lage.

Jede Bank-Finanzierung kann normalerweise unterm Strich günstiger wie Leasing, da die Banken das Geld günstiger bekommen, als Leasinggesellschaften. Wenn meine Hausbank mir den Trecker nicht finanziert und ich den nur noch über Herstellerleasing bekomme, sollte ich mir Gedanken darüber machen, warum die Hausbank nicht finanziert. Die Bank sitzt in der Regel auf Unsummen von Sparguthaben mit "~1 %" Zinsen, die sie gern, wenn eben möglich, an den Traktorfinanzierer zu "~7 %" abgeben würde. Also wenn die Bank nicht will, ist das ein extrem schlechtes Zeichen. Da muss man nach den Ursachen forschen. Wenn man selbst nicht drauf kommt, muss man mit der Bank mal einen Termin machen, damit die es einem erklären.

"Wer nicht wächst stirbt" würde ich so nicht stehen lassen. "Wer sich der Zeit und den Veränderungen am Markt nicht anpasst, der stirbt" würde ich sagen. Das das oft mit Wachstum einhergeht - kann sein, muss aber nicht.
Grüße
Obelix
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon hans g » Fr Nov 13, 2009 10:31

Obelix hat geschrieben:
Leasing ist teuer. Kaum jemand ist in der Lage, auszurechnen, was es effektiv kostet. Es schönt die tatsächlichen Kosten. Es verhindert, dass Reserven entstehen. Es sorgt dafür, dass Geld anderweitig ausgegeben wird und nicht gespart wird. Leasing verhindert Transparenz und verhindert Überblick über die finanzielle Lage.


leasing ist steuerlich interessant,weil die damit verbundenen kosten als betriebsausgaben gelten,ausserdem ist es günstiger,als ein kredit,weil nur die abnutzung und die zinskosten belastet werden.
das nicht ausgegebene kapital kann man gleichzeitig anderweitig einsetzen---höher verzinst.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Obelix » Fr Nov 13, 2009 11:33

hans g hat geschrieben: ... leasing ist steuerlich interessant ...

Dazu musst Du aber erst mal Steuern zahlen. Wenn man mit der Leasingrate in Verzug ist, sieht das meiner laienhaften Meinung nach nicht danach aus, das man Steuern zahlt.

Nicht leasen ist übrigens steuerlich noch viel interessanter! Hinweis wird immer vergessen, wenn auf die steuerlichen Vorteile des Leasings hingewiesen wird und die steuerlichen Vorteile des Nichtleasings verschwiegen werden.

hans g hat geschrieben: ... ausserdem ist es günstiger, als ein kredit, weil ...

Märchenmodus aus.

hans g hat geschrieben: ... das nicht ausgegebene kapital kann man gleichzeitig anderweitig einsetzen---höher verzinst.

Sollte ein Unternehmer nicht immer direkt in die ertragreichere Sache gehen?

Deine Argumentation ist absolut unlogisch, passt aber ins Bild, was Du so postest: "Hauptsache Vorteile und Gewinne für das Banken- und Finanzsystem."

Grüße
Obelix
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon hans g » Fr Nov 13, 2009 11:59

Obelix hat geschrieben:
Deine Argumentation ist absolut unlogisch, passt aber ins Bild, was Du so postest: "Hauptsache Vorteile und Gewinne für das Banken- und Finanzsystem."


nöö---HAUPTSACHE VORTEILE FÜR MICH :D
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Meini » Fr Nov 13, 2009 12:35

Obelix die Wachstumsgeschwindigkeit muss zum Betrieb und Unternehmer und zur Marktsituation passen :wink: ein gewisses Wachstum ist aber immer nötig und Wachstum hat viele Seiten und Wege.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Nov 13, 2009 13:32

Viele vergessen vor lauter wachsen aber das Geldverdienen. Als Landwirt hast du eh nicht so viel Zeit dafür, weil viele erst mit 30 oder noch später den Hof kriegen, dann wachsen sprich investieren und bis sie mal so weit wären, dass die Schulden weg sind, steht entweder der nächste Wachstumsschritt ins Haus oder schon wieder die Betriebsübergabe.
Was bleibt dann von so einem Arbeitsleben: Die ganze Zeit von der Hand in den Mund gelebt und nix auf der hohen Kante, hinzu kommt die an Lächerlichkeit grenzende Altersvorsorge.
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon automatix » Fr Nov 13, 2009 13:34

Obelix hat geschrieben:
Meini hat geschrieben:90% aller Grünen mit gelber Felge sind geleast. 70% davon sind mit den Raten in Verzug. Das dürfte kaum am allgemeinen Größenwahn liegen. Es gibt durchaus Betriebe die ein flottes Wachstum an den Tag legen weil sie erfolgreicher sind wie andere. Nicht jeder Betrieb hat Bauland verkauft um Ställe und Maschinen zu finanzieren. Man kann sich viel einreden warum andere mehr können, aber so wird man nicht überleben.

Es gibt Mäster die die meiste Zeit ihren Schweinen Geld hinter her werfen und welche die in fast jeder Preissituation Geld verdienen.

Folglich nicht jeder der Wächst überlebt. Aber jeder der nicht wächst stirbt.


Hallo,

Leasing ist teuer. Kaum jemand ist in der Lage, auszurechnen, was es effektiv kostet. Es schönt die tatsächlichen Kosten. Es verhindert, dass Reserven entstehen. Es sorgt dafür, dass Geld anderweitig ausgegeben wird und nicht gespart wird. Leasing verhindert Transparenz und verhindert Überblick über die finanzielle Lage.

Jede Bank-Finanzierung kann normalerweise unterm Strich günstiger wie Leasing, da die Banken das Geld günstiger bekommen, als Leasinggesellschaften. Wenn meine Hausbank mir den Trecker nicht finanziert und ich den nur noch über Herstellerleasing bekomme, sollte ich mir Gedanken darüber machen, warum die Hausbank nicht finanziert. Die Bank sitzt in der Regel auf Unsummen von Sparguthaben mit "~1 %" Zinsen, die sie gern, wenn eben möglich, an den Traktorfinanzierer zu "~7 %" abgeben würde. Also wenn die Bank nicht will, ist das ein extrem schlechtes Zeichen. Da muss man nach den Ursachen forschen. Wenn man selbst nicht drauf kommt, muss man mit der Bank mal einen Termin machen, damit die es einem erklären.

"Wer nicht wächst stirbt" würde ich so nicht stehen lassen. "Wer sich der Zeit und den Veränderungen am Markt nicht anpasst, der stirbt" würde ich sagen. Das das oft mit Wachstum einhergeht - kann sein, muss aber nicht.
Grüße
Obelix


die Herstellerfinanzierung ist im Normalfall günstiger als die von der Hausbank.
leasing ist eine andere Baustelle, zumindest alle Leasingangebote, die man so in den Werbungen der Händler sah sind so sauteuer, daß man mit Finanzieren wesentlich weiter kommt.

Das Thema Wachstum ist das nächste. Wo kann man denn groß hinwachsen? grad bei uns in Bayern sind die meisten Betriebe schon so 'gewachsen', daß da zwei Generationen mit der Arbeit ausgelastet sind - nur, wenn dann einer ausfällt kommt der andere nur noch zum schlafen ins Haus - und dauernd 16 - 18 Stunden tage sind auch nicht wirklich gesund...

Und den ganzen Tag im Stall zu arbeiten, nur um den LU zu füttern, der draußen die ganze Feldarbeit macht - nicht so wirklich das wahre wie ich finde....
Badaboom
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon hans g » Fr Nov 13, 2009 14:11

automatix hat geschrieben:die Herstellerfinanzierung ist im Normalfall günstiger als die von der Hausbank.
Das Thema Wachstum ist das nächste. Wo kann man denn groß hinwachsen? grad bei uns in Bayern sind die meisten Betriebe schon so 'gewachsen', daß da zwei Generationen mit der Arbeit ausgelastet sind - nur, wenn dann einer ausfällt kommt der andere nur noch zum schlafen ins Haus - und dauernd 16 - 18 Stunden tage sind auch nicht wirklich gesund...

die herstellerfinanzierung ist IMMER die teuerste---man MUSS aber HART verhandeln---mit händler und hausbank :!:
wachstum bei ÜBERVOLLEN märkten funktioniert NUR,wenn man die sache im griff hat---AUCH die arbeitswirtschaft.
hans g
 
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Obelix » Fr Nov 13, 2009 17:07

Meini hat geschrieben: ... ein gewisses Wachstum ist aber immer nötig ...


Hatte mal gelesen, dass sich einige Bauern erfolgreich "bio-geschrumpft" haben.

War das eine Fehl-Info?

Grüße
Obelix
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Obelix » Fr Nov 13, 2009 17:12

Oberpfälzer hat geschrieben: ... hinzu kommt die an Lächerlichkeit grenzende Altersvorsorge.


Hat da niemand mal eine Grafik zu? Entwicklung der Altersvorsorge seit 1950: Arbeiter, Angestellte, Beamte, Landespolitiker und Baunern.

Kann es so eine Grafik überhaupt geben? Nein, die Unterschiede überfordern jeden Bildschirm, selbst wenn den Massstab für die Rentenhöhe exponential steigen lässt.

Grüße
Obelix
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Obelix » Fr Nov 13, 2009 17:23

automatix hat geschrieben: ... Das Thema Wachstum ist das nächste. Wo kann man denn groß hinwachsen? grad bei uns in Bayern sind die meisten Betriebe schon so 'gewachsen' ...


... da müssen Straßen, Autobahnen und Stadte beseitigt werden, dass die Flächen noch größer werden können. Die Politik arbeitet ja zielgerichtet genau auf die Wünsche der Bauern hin. Die innereuropäischen Grenzen fallen und engen die landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr ein. Die EU erweitert sich ... bis in die Milchstraße.

Ich sehe schon die Werbung auf einer zukünftigen Agritechnika: "Bohne Schick Mäc extra Größflächenmäher" mit 5.000 PS und 100 m Schnittbreite. Mähen Sie ganz Bayern und Teile von Baden-Württemberg in 3 Stunden.

Grüße
Obelix
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon steel » Fr Nov 13, 2009 19:18

hans g hat geschrieben:das nicht ausgegebene kapital kann man gleichzeitig anderweitig einsetzen---höher verzinst.

bei 1 % Zinsen ? :roll:
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Meini » Fr Nov 13, 2009 19:46

Oberpfälzer hat geschrieben:Viele vergessen vor lauter wachsen aber das Geldverdienen. Als Landwirt hast du eh nicht so viel Zeit dafür, weil viele erst mit 30 oder noch später den Hof kriegen, dann wachsen sprich investieren und bis sie mal so weit wären, dass die Schulden weg sind, steht entweder der nächste Wachstumsschritt ins Haus oder schon wieder die Betriebsübergabe.
Was bleibt dann von so einem Arbeitsleben: Die ganze Zeit von der Hand in den Mund gelebt und nix auf der hohen Kante, hinzu kommt die an Lächerlichkeit grenzende Altersvorsorge.


Ich sagte ja auch Wachstum mit VERSTAND. Deine Altersvorsorge ist dein Problem oder jedem das eigene.Dürfte jedem klar sein das wir nur noch das Zahlen was die heutigen Rentner bekommen und selber in die Röhre gaffen.

Wachstum ist nicht nur immer das Gleiche und davon immer mehr :roll:
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon hans g » Fr Nov 13, 2009 21:02

steel hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:das nicht ausgegebene kapital kann man gleichzeitig anderweitig einsetzen---höher verzinst.

bei 1 % Zinsen ? :roll:

pro woche :D
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon tiger12 » Fr Nov 13, 2009 21:24

Obelix hat ne ganze Menge Sinnvolles geschrieben..

Was man auch nicht außer acht lassen sollte, nur wer einen Hof, der für den Nachwuchs wirklich interessant ist, aufbaut, hat eine Chance zum Überleben. Egal, wie er das macht. Der Nachwuchs ackert in der Regel nicht 14 Stunden für lau und mit schlechten Perspektiven. Der sieht die Aufgabe - mit Recht - viel entspannter.

Könnt ihr übrigens dieses ewige Kopieren der Beiträge der Vorredner vielleicht mal reduzieren, das nervt.

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