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Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon euro » So Nov 15, 2009 18:52

Firlefanz hat geschrieben:
Euro,
würdest Du das bitte einem Unwissenden erklären.
Ist die Übernahme von "Eigenkapitalbetrieben" in Luxemburg steuerlich so teuer?
Sind in Luxemburg die Bodenpreise so dramatisch gestiegen?

Für eine Erklärung wäre ich dankbar.
Firlefanz


Das landwirtschaftliche Erbschaftsgesetz sieht eine Entschädigung an Geschwister in einer bestimmten Höhe pro ha vor.Ausgeklammert bleiben Flächen die sich innerhalb von Bauperimetern befinden (meist hofnahe Flächen) die werden zum Marktpreis berechnet.Der Wert des eigentlichen Betriebes (Vieh, Gebäude, Maschinen jeweils ein Drittel) wird am Viehbesatz festgemacht so dass viehreiche Übernehmer in alten Gebäuden klar benachteiligt werden.Wenn innerhalb von 5 Jahren nach Betriebsübernahme ein Wachstumsschritt erfolgt wird dieser höher gefördert.So kommt es dann halt oft dass der Jungbauer einige 100K an Schulden vom Start weg summiert.Hat man es bis 40 nicht geschafft den Betrieb zu übernehmen gibts keine Beihilfe mehr.
Seit ich meinen Betrieb übernommen habe (1983) haben sich die Bodenpreise in etwa verzehnfacht.
euro
 
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon Firlefanz » So Nov 15, 2009 20:25

Euro,
danke für Deine Erklärung, ich glaube das haben im Forum viele nicht gewußt.

Firlefanz
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon spielmann » So Nov 15, 2009 20:35

Nur das bei uns sich die Bodenpreise nicht verzehnfacht haben!
In Luxemburg ist durch den Bauboom das Land so Teuer geworden, so das sich ein Bauer kein Land mehr kaufen kann außer er verkauft Bauland. Oder er Kauft in Grenznähe zu Frankreich, Belgien oder Deutschland Land da ist es noch bezahlbar, was aber auch wieder Steit mit den ortsansässigen Bauern gibt.
MfG Emilson
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon automatix » So Nov 15, 2009 21:02

spielmann hat geschrieben:Ob ein Hof bleibt, liegt ist nach meiner bescheidenen Meinung, das er sich fortwährend weiterentwickelt und nicht stehen bleibt. Das heißt aber gesundes Wachstum keine extremen Schritte und in der jetzigen Zeit vorsichtiger!
Die nächste Generation wird dann entscheiden, wenn Interesse besteht den Hof weiterzuführen oder auch nicht!
Und wenn die junge Generation keine Interesse am Hof hat, wird man einen gut geführten Hof auch noch los und wenn er nicht total überschuldet ist bleibt auch was für die Altersvorsorge übrig.
Und um zu den Spekulationen, brauche ich kein Bauer zu sein, das kann jeder! und die es am meisten machen sind die die nichts zu verlieren haben.
Ich Spekuliere auch aber mit Dünger-, Maschinen-, Futtermitteleinkauf und Vieh- und Getreideverkauf.
MfG Emilson


werden bei euch echt Höfe an 3. abgegeben, weil in der Familie keiner weitermacht?
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon spielmann » So Nov 15, 2009 21:11

Wenige, kommt schon mal vor meist etwas kleinere Betriebe, größere geht es im normalfall weiter.
Wie das sich in den nächsten Jahren entwickelt mal abwarten.
MfG Emilson
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon H.B. » So Nov 15, 2009 21:36

euro hat geschrieben:Seit ich meinen Betrieb übernommen habe (1983) haben sich die Bodenpreise in etwa verzehnfacht.


Flächendeckend? Wo steht ihr ungefähr? (preislich, der Standort ist natürlich Privatsache)
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon euro » So Nov 15, 2009 21:42

Von damals 100 000 bis 200 000 Franken(lux) zu heute 30 000 bis 50 000 €. (1€= 40,34 Luf)
Musste damals aber infolge der Gesetzlage schon 80 000/ha an die Geschister abdrücken und das mit damals 13,5% Zinsen.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon H.B. » So Nov 15, 2009 21:56

euro hat geschrieben:Geschister

aaaber...

Hm, je nach übernommenen Hektar kann da schon was zusammenkommen, und 13,5% ist gnadenlos :regen:

Aber insgesamt über all die Jahre ist ne Verzehnfachung des Eigenkapitals schon beachtlich.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon euro » So Nov 15, 2009 22:08

War ein Schreibfehler, hab nämlich ein sehr gutes Verhältnis mit Schwestern und Schwägern.
Nichdestotrotz ist die Differenz zwischen Übernahmewert und reellem Marktpreis inzwischen sehr gross und so steigt logischereweise der Druck von abziehenden Geschwistern auf potentielle Übernehmer.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon fasan » Mo Nov 16, 2009 8:06

Von unseren 3 Söhnen wird der älteste demnächst 18. Wir überlegen zur Zeit, ob wir jeden einzelnen an seinem 18. Geburtstag eine Pflichtteilverzichtserklärung unterschreiben lassen sollen, um einen Übernehmer den Pflichtteil zu ersparen.

Als ich von meinem Vater den Hof übernahm war es Ähnlich. Je Älter und Selbstständiger die Geschwister werden, umso schwieriger wird es sein über dieses Thema zu reden. Es geht schließlich um viel Geld.
Helft den Armen vögeln
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon H.B. » Mo Nov 16, 2009 9:00

Ganz leer sollten die nicht vom Hof müssen. Es kommt sich natürlich auch auf die Anzahl der Geschwister und die Größe sowie den Wert des Betriebes an. Ein EFH sollte zumindest ermöglicht werden.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon hans g » Mo Nov 16, 2009 10:20

H.B. hat geschrieben:Ganz leer sollten die nicht vom Hof müssen. Ein EFH sollte zumindest ermöglicht werden.

wow---ich habe 10 geschwister und den langjährig verpachteten hof von der oma geerbt,nach nem langen rechtsstreit und abfindungen an omas töchter---wenn ich die geschwister auch abgefunden hätte,wäre schluss gewesen.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Nov 16, 2009 12:46

Nach ständiger Rechtsprechung kann man das aber (Gott sei Dank) nicht anrechnen. Ansonsten finde ich es schlimm, wie da Kinder bereits in jungen Jahren in ein bestimmtes Schema gepresst werden sollen.

Warum lässt man denn die Jungen nicht machen was sie wollen und lässt Ertragswert Ertragswert sein??? Eine Einstellung jeder werde nach seiner Facon selig, würde viel Zank und menschliches Leid auf den Höfen ersparen.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Nov 16, 2009 14:13

@Frankenvieh, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass zumindest ein Erststudium = Ausbildung und dies gehört nun mal nach abendländischer Rechtsauffassung zu den Kosten der allgemeinen Lebensführung.

Ich verstehe partout nicht warum der potentzielle Hoferbe denn kein Studium absolvieren soll?? Wenn jetzt das Argument kommt, der wird zur Maloche gebraucht, dann muss ich gleich sagen, dass ein solcher Laden nicht zur Zukunft taugt!!!

Erschwerend kommt noch hinzu, dass die steuerlichen Einkommen der allermeisten landw. Betriebe so niedrig sind, dass die Abkömmlinge volles BAFÖG bekommen, insofern alles umso unverständlicher.
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Re: Welcher Hof bleibt und welcher geht - langfristig ?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Nov 16, 2009 15:22

Ja, alle Zunkunftsbetriebe auf jeden Fall!!!
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