tyr hat geschrieben:Kyoho hat geschrieben:Crazy Horse hat geschrieben:Sag mal Kyoho, bekommst Du überhaupt noch irgendwas mit, was hinter den Kulissen passiert?
Warum nicht? Die H4 Reform die Rot.grün durchge´zogen hat, war die neoliberalste Maßnahme seit Gründung der Bundesrepublik. Nicht die Konservativen.... Rot/Grün haben das gemacht.
Aus dieser Sicht ist ein Spinner wie Gauck nur konsequent.
Befass die mal mit den wirtschftlichen Zielen der GRÜNEN, mit ihren Aussagen und Statements jenseits der 20Uhr Nachrichten und der Agrarblätter. Und ignorier mal der ihr ökologisches Gesülz. Es gibt in D. keine neoliberalerer marktgläubigere Partei wie die heutigen GRÜNEN.
Die Bürgerlichen hätten die Hartzgesetze alleine gar nicht auf den Weg gebracht, da ihnen SPD, Grüne und Linke in den Rücken gefallen wären. Nur in dieser Konstellation waren sie umsetzbar, das hat vor allem der SPD Wähler gekostet und der Lafontaine ist denen weggelaufen. Respekt damals vor Schröder, Clement und Joschka Fischer, dass sie das so durchgezogen hatten. Jetzt macht die Kanzlerin dagegen sozialdemokratische Politik, weil die Opposition bei der dünnen Mehrheit mitregiert und das schmeckt einigen aus ihren Reihen nicht. Das jüngste Beispiel war, wie ihr den Gauck als Kandidaten aufgezwungen wurde. Schachzug der FDP war wohl, dass sie sich vorher schon hinter Gauck gestellt haben, um nicht hinterher im Regen zu stehen.
Warum tut sich Grün-rot im Ländle gerade so schwer, ihre Wahlkampfversprechen zur Zwangsökologisierung in der deutschen Landwirtschaft umzusetzen? Na weil die Opposition und die Bauern die Grünen ordentlich auflaufen lassen und Widerstand leisten. Grünlandumbruchverbot und Naturpark Nordschwarzwald sind neben Stuttgart 21 Reizworte gegen grüne Politik geworden.
Nein, die Grünen sind zu unterschiedlich als dass man sie neoliberal und marktgläubig bezeichnen kann. Im Agrarbereich und bei ihrer Energiepolitik sind sie alles andere als neoliberal und marktgläubig. Diese heiligen Kühe werden sie wohl niemals opfern. Sie kokettieren zwar mit den Wählern der Liberalen, nicht aber mit deren Inhalten. Dass die Grünen sich nicht als Partei der kleinen Leute sehen, hat mit ihrer eher elitären und jungen Wählerschaft zu tun. Die SPD wird darauf aber schon ein Auge haben, wenns wieder auf Rot-grün im Bund hinauslaufen sollte. Daher kann ich deiner These der neoliberalen Grünen nicht viel abgewinnen und wenns so wäre, was wäre dann schlimm dran, allemal besser wie verbohrte Alt-Ideologen.
