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Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Pauer » Fr Apr 08, 2011 15:58

Hallo,
ich würde gerne die Bodenqualität meiner Ackerflächen (welche verpachtet sind) verbessern.

Ich will weg von der künstlichen Düngung, ich will weg von den Pestiziden.

Macht es Sinn, die Ackerfläche z.B. 10 Jahre lang nur als Wiese zu benutzen, damit sich der Boden erholt?

Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch, die Bodenqualität zu verbessern bzw. den Boden zu "entgiften"?
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon agrarstudent » Fr Apr 08, 2011 16:12

Was ist nach deiner Definition überhaupt Boden ?

Was verstehst Du unter Bodenqualität ?

Warum soll die Bodenqualität deiner Flächen schlecht sein ?

Wie sicherst Du Deine Böden durch Qualitätsminderung, wie Spaltprodukte aus Autoabgasen ( so werden z.B. großtechnisch die meisten Chemikalien hergestellt ), Grundwasser oder Staub von anderen Flächen ?
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon automatix » Fr Apr 08, 2011 17:05

an einen Biobauern verpachten, dann wirst schon sehen, wie sich die nach 10 Jahre machen die Flächen.
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Pauer » Fr Apr 08, 2011 17:56

Jetzt mal im Ernst: würde sich die die Bodenqualität verbessern, wenn die Ackerfläche 10 Jahre oder mehr nur als Wiese genutzt werden würde?
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Anwärter » Fr Apr 08, 2011 19:44

Wenn man seine Wiese gut pflegt,Unkraut mechanisch entfernt,immer schön Heu macht und keine Pferde drauf lässt,dann denke ich schon.
Deine Gedanken gefallen mir,meiner Meinung sollte man in Zukunft erst auf Pestizide verzichten und Kunstdünger Ausbringung mindern.
Ich denke,dass Düngemittel,hab besonders AHL in Gedanken,die Bodenstruktur verändern,sodass sich weniger Kluten bilden und dafür viel mehr Staub entsteht,nur ein Gedanke der mir so in letzter Zeit auffällt...
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon agrarstudent » Fr Apr 08, 2011 19:55

Wie auch immer ...... ihr müsst erst mal Boden definieren, dann euch fragen was ist daran gut oder schlecht. Darauf müsst hier erst mal eure Vorstellung von Bodenqualität definieren. Erst dann könnt ihr die Frage danach stellen, wie man die "Bodenqualität" verbessern kann. Es gibt gar keine "die Bodenqualität". Soweit ich mich erinnern kann möchte jeder mit 20er Sandboden, die Qualität von Bördeland haben.

In der Reichsbodenschätzung haben wir mind. 10 Kriterien der Bodenqualitätsbestimmung ...... dann noch die Qualität die sich aus dem Betrieb und der Wirtschaftsweise ableitet. Ist die Wiese perse eine Qualität an sich ? brauch ich den Tiefwurzeler ? ..... überlegt euch was ihr schreibt, bevor es jemand über google findet und es zum allgemein gültigen Standard erklärt. Was glaubt ihr wie oft ich schon versucht habe Tiefbauern "Boden" zu erklären....... lol
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Frankenbauer » Fr Apr 08, 2011 20:51

Nach zehn Jahren als Wiese kannst Du anfangen die jetzige Bodenqualität wieder herzustellen, denn dann hat sich Dein Bodenhumus abgesetzt. Ohne Düngung wachsen dann auch auf einer Wiese nur noch Ampfer und Disteln.
Der beste Weg den Wert Deines Erbes zu erhalten ist, dieses von jemanden bewirtschaften zu lassen, der über das nötige Wissen verfügt anstatt die Plattitüden von Bauernfängern zu wiederholen, denen selbst jedes Wissen fehlt (Was ist künstlicher Dünger?).

Gruß

Werner
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Uwe » Fr Apr 08, 2011 21:48

Böden bringen heute bedeutend mehr Erträge als noch vor einigen Jahrzehnten.
Dies hat z.B. mit Aufdüngung und Krumenvertiefung zu tun.
Ich würde also sagen ein konventionell bewirtschafteter Boden wurde "in seiner Qualität verbessert",
wenn man Erträge bzw. Wachstumsbedingungen für Pflanzen zugrunde legt.

In Masuren habe ich dieses Jahr eine Fläche wieder in Kultur genommen, die wurde 10 Jahre nicht richtig bewirtschaftet.
Wenn es hoch kommt, dann wurde der Schlag einmal im Jahr gemäht.
In diesem Fall wurde die "Bodenqualität" nach meiner Definition stark gemindert.

In Pommern kenne ich einen Hof, der ökologisch bewirtschaftet wurde ("Bio").
Auf den Flächen wächst heute fast nur Quecke und die Erträge sind extrem niedrig,
weil viele Jahre lange kein Grunddünger ("künstlicher Dünger") gestreut wurde.
Der Boden ist regelrecht ausgehagert.
Auch in diesem Fall wurde die "Bodenqualität" nach meiner Definition stark gemindert.

Eine Bewirtschaftung nach "guter fachlicher Praxis" ist sicherlich der beste Weg die "Qualität des Bodens" (nach meiner Definition)
zu erhalten oder gar zu mehren. Eine vielfältige Fruchtfolge schadet dabei natürlich nicht.

Uwe

PS : Wenn Du eine Wiese nur mähst, das Heu abfährst und keine "künstlichen" Dünger streust, dann entziehst Du dem Boden jedes Jahr >200kg Kali.
Das wäre dann ein Verlust von rund 150€/Jahr nur beim Kalium...
...das nur als kleines Rechenexempel.
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Josse » Sa Apr 09, 2011 8:34

Ein Acker, welcher meh als sechs Jahre hintereinander Ackergras in dem Prämienantrag stehen hat, wird dann automatisch als Dauergrünland eingestuft und da herscht, je nach Bundesland, umbruchverbot. Bei uns in NRW ist es dieses Jahr so weit, das Dauergrünland nur noch mit Genehmigung umgebrochen werden darf...
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Pauer » Fr Okt 07, 2011 12:00

Ich muss dieses Thema nochmal aufgreifen.

Diese "aggresive" Ackerboden-Nutzung bereitet mir Kopfzerbrechen. Vor allem finde ich es beängstigend, dass immer mehr Pestizide eingesetzt werden. Angeblich wird in Deutschland sogar "Round Up" eingesetzt (z.B. nach der Ernte von Raps).
Ich möchte mein Ackerland, das ich bisher verpachtet habe, nicht länger vergiften.
Nur, was kann ich tun?
Hier schreiben die Forenuser, dass der Boden an Qualität verliert, wenn ich den Acker brach liegen lasse bzw. als Wiese "umfunktioniere". Ich kann das aber nicht so richtig glauben. Ich besitze z.B. auch eine kleine Wiese, auf der sich inzwischen 60 bis 100 cm (!!!) Humus gebildet hat (das kleine Grundstück wurde viele Jahrzehnte nur als Wiese genutzt).

Auf vielen Äckern ist nicht einmal mehr ein Wurm zu finden, da der Boden "tot" ist!

Wäre es denn keine gute Idee, dass Ackerland einfach "verwildern" zu lassen? Oder sollte es nicht doch eine Wiese werden, die 2x im Jahr abgemäht wird? (das abgemähte Gras kann man ja liegen lassen)
Zuletzt geändert von Pauer am Fr Okt 07, 2011 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Baghira » Fr Okt 07, 2011 12:09

Mal abgesehen Deine seltsame Idee funktioniert und der Boden verbessert sich wenn Du es verwildern lässt, 2 x im Jahr mähst (besser: mulchst) Was hast Du dann davon? Außer einem "tollen" Boden?? Wo ist der wirtschaftliche/finanzielle Vorteil??? Außer Spesen nichts gewesen oder? Du wirst kaum einen Pächter finden der da mitmacht :lol:
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Wolfgang77 » Fr Okt 07, 2011 12:13

mach mal ne Bodenprobe und teil uns mal die Ergebnisse mit.

Nebenbei bemerkt kann auch (und gerade) ein Biobauer den Boden erstklassig ruinieren. Mit Hirn geht beides...
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Pauer » Fr Okt 07, 2011 12:24

Baghira hat geschrieben:Wo ist der wirtschaftliche/finanzielle Vorteil???

DAS ist eben der kleine, aber feine Unterschied: ich will keinen finanziellen Vorteil!!!
Ich möchte einfach nur der Mutter Natur etwas Gutes tun.
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon SHierling » Fr Okt 07, 2011 12:34

Meine Güte. So schwer ist das ja nun nicht.

Das, was Du da als Boden hast, kann man auf unterschiedliche Weise betrachten, und wenn Du einen Boden "verbessern" willst, dann solltest Du erstmal eine Vorstellung davon haben, was "gut" ist.

"Gut" im landläufigen Sinn ist ein Boden dann, wenn dauerhaft und nachhaltig etwas darauf wachsen kann, egal ob Gras oder Marktfrüchte. Und _alles was wächst_ hat nun mal einen Bedarf an Nährstoffen, die in diesem Boden _in verfügbarer Form_ und _in ausreichnder Menge_ vorliegen müssen, sonst wächst nichts. Soweit klar?

Die Nährstoffe, die Du dem Boden mit einer Ernte entziehen willst, müssen also

- vorhanden sein und

- verfügbar sein.

Vorhanden sind sie, oder sind sie nicht, weil
- ständig Boden abgebaut wird, also die "Gesteinsanteile" im Boden verwittern, zerfallen etc. Das nennt man "Nachlieferung".
- ständig Nährstoffe ausgewaschen werden und in tiefere Bodenschichten bzw ins Grundwasser wandern

und Verfügbar sind sie, weil
- ständig Nährstoffe je nach Art und Zustand des Bodens gebunden ("festgelegt") werden, oder in Lösung gehen.

Je nach Art und Zustand des Bodens und je nach Klima / Kleinklima passieren diese Vorgänge gleichzeitig in verschiedenem Umfang, und Dein Job als Bewirtschafter eines Bodens ist es, die Balance dieser Einflüsse herzustellen und zu erhalten ("Bodenfruchtbarkeit" = "Möglichkeit, Früchte zu tragen"!).

Eine "Erholung" des Bodens, zB über Brache, findet also dann statt, wenn die Nachlieferung größer ist als der Entzug, und die Auswaschung gering, weil die Nährstoffe in Pflanzen gebunden werden und auf der Fläche verbleiben. Das funktioniert natürlich nur in dem Umfang, wie die vorhandenen Pflanzen die Nachlieferung auch binden können, und sozusagen "zusätzlich vorhanden sind", in dem Moment wo die entstehenden Pflanzenreste im Boden auch wieder abgebaut werden, werden sie auch wieder ausgewaschen, dann hast Du zwar ein Gleichgewicht, das Dir aber nichts nutzt, weil Du es nicht "beernten" kannst.

Was festgelegt wird und was verfügbar ist, steuerst Du über den pH-Wert eines Bodens, guckst Du zB da:
http://beratung.pecudis.de/bilder/boden_ph.jpg und ggf auch über den Humusgehalt.

Und wenn Du etwas ernten willst, dann mußt Du dem Boden eben genau die Nährstoffe zuführen, die Du dann als Ernte wieder wegnehmen willst, egal ob als Gras, als Tier oder als Frucht. Alles andere ist Raubbau.

Wenn Du nichts ernten willst, tust Du einfach gar nichts, dann bekommst Du über kurz oder lang (auch wieder je nach Boden) von selber eine "Natur"-Landschaft zum angucken (aber eben wie gesagt: nicht zum Nutzen, also auch nicht zum beweiden), und nach ein paar Jahren hast Du Wald, das ist in unseren Breitengraden der natürliche Bewuchs.
Zuletzt geändert von SHierling am Fr Okt 07, 2011 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie kann man die Bodenqualität verbessern?

Beitragvon Elsaer » Fr Okt 07, 2011 12:36

Wo kommst du genau her?

Vielleicht kann ich dir einen guten Bodenkundler vermitteln.
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