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Wieviel GV pro ha

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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83 Beiträge • Seite 1 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Wieviel GV pro ha

Beitragvon Neuland79 » Mo Apr 20, 2020 17:48

Ausgangsdiskussion:
Neuland79 hat geschrieben:Z.B. dass die Felder überdüngt sind und nicht mehr als eine GVE pro Hektar zugelassen sein sollte

Isarland hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:die Bios, die ich kenne, sind alle der Meinung, dass man mindestens 2GV braucht, um vernünftig Bioackerbau zu betreiben.
Aber schlecht ausgebildete Betriebsleiter gibt es in jeder Sparte.

Richtig so. Die Obergrenze liegt bei uns Bio´s bei 2GV, und die sind wichtig, um vernünftige Erträge zu haben.


https://de.wikipedia.org/wiki/Viehbesatz
Legt man Maßstäbe der Ökologie und des Naturschutzes zu Grunde, darf man natürlich nur die Fläche berechnen, von der sich „eine Großvieheinheit“ tatsächlich ernährt, also die tatsächlich genutzte Futterfläche.
...
In der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und nach Grundsätzen der Anthroposophie wirtschaftenden Betrieben geht man dabei von einem maximalen Wert von 1 bis 1,5 (2,0) GV/ha aus, was je nach Betriebsstruktur 0,5 bis 0,8 GV/ha LF bedeuten kann.


Nun zu meiner Frage. Ist bei einem durchschnittlichen Boden im Bio-Bereich wirklich möglich 2GV pro ha zu halten/ernähren (ohne Zukauf von Futtermittel)?
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon T5060 » Mo Apr 20, 2020 18:28

Soviel wie vernünftig in den Stall passt und wie Leute da sind das Vieh ordentlich zu versorgen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon rottweilerfan » Mo Apr 20, 2020 18:37

.... ein klares nein! die romane sollen andere schreiben,ich begründe meine antwort mit einer über 40 jährigen berufserfahrung.
Deutschland,ein Paradies für Schmarotzer und Taugenichtse...
" Der Rottweiler ",in seiner Familie gutmütig,treu und ergeben...
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon cerebro » Mo Apr 20, 2020 18:42

In Regionen mit guten Böden und gutem Niederschlag klappt ohne Probleme. Zumindest bei der Rinderhaltung
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Isarland » Mo Apr 20, 2020 18:54

cerebro hat geschrieben:In Regionen mit guten Böden und gutem Niederschlag klappt ohne Probleme. Zumindest bei der Rinderhaltung

So ist es. Mit diesem Statement beschließe ich die Diskussion von meiner Seite.
Mit dem ganzen Anthroposophen- Zeugs geh ich eh keine Diskussion ein.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Harald » Mo Apr 20, 2020 21:05

Neuland79 hat geschrieben:Ist bei einem durchschnittlichen Boden im Bio-Bereich wirklich möglich 2GV pro ha zu halten/ernähren (ohne Zukauf von Futtermittel)?


Schweinemast, gaanz grobe Hausnummern:

2 GVE = ca. 15 Mastschweine. Bei 2 kg Futter pro Tier und Tag wären das im Jahr:
15 * 2 kg/d * 365 d/a = 11 Tonnen Futter pro Jahr

Wenn wie in der "guten" alten Zeit Fettschweine mit Kartoffeln gemästet werden sollen, wäre die Futtererzeugung auf einem Hektar theoretisch wohl denkbar, wenn man die Fruchtfolge außer Acht lässt.
Zur Fruchtfolgeproblematik könnte man ja noch irgendwas in Sachen Flächentausch konstruieren. Ist ja gerade bei Kartoffeln nicht ganz unüblich.

Bei Magerfleischerzeugung mittels Getreide-Leguminosenmischung... nun ja...
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon LUV4.0 » Di Apr 21, 2020 7:17

Neuland79 hat geschrieben:
Nun zu meiner Frage. Ist bei einem durchschnittlichen Boden im Bio-Bereich wirklich möglich 2GV pro ha zu halten/ernähren (ohne Zukauf von Futtermittel)?


Für was?

Mutterkühe?
Milchvieh?
Mast?


Und was ist ein "durchschnittlicher" Boden? Die Region in der man das vor hat spielt auch eine Rolle..
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Osceola » Di Apr 21, 2020 7:26

[quote="rottweilerfan"].... ein klares nein! die romane sollen andere schreiben,ich begründe meine antwort mit einer über 40 jährigen berufserfahrung.[/quote

Unser Standort Mittelgebirge 400 m . Fast 20 Jahre Bio im Schnitt auf Grünland 3 Schnitte . Die Konvis machen bestenfalls 5 hier herum .
Allerdings bringt die Futtergrundlage das Ackerfutter . Da waren bei uns durchaus in guten Jahren 35-40 120-er RB pro Schnitt und Hektar bei Klee & Luzernegras drin . Ich habe während der Winterfütterung Pauschal immer mit 180 Tagen gerechnet . Das würde bei einem Verbrauch von 1 RB pro Tag bei 10-12 MuKuh , Deckbulle und anteiligen Remontierungsfärsen schon fast reichen .
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 21, 2020 8:01

LUV4.0 hat geschrieben:Für was?

Milchkühe

LUV4.0 hat geschrieben:Und was ist ein "durchschnittlicher" Boden? Die Region in der man das vor hat spielt auch eine Rolle..

Ich dachte eher an eine allgemeine Diskussion.
Franken, soweit ich das als Laie einschätzen kann Lehmboden mit zum Teil unterlagertem Sandstein, laut Internet ~700mm Niederschlag in der Region, Bodenpunkte weiß ich nicht
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon DWEWT » Di Apr 21, 2020 8:49

Neuland79 hat geschrieben:Ausgangsdiskussion:

Nun zu meiner Frage. Ist bei einem durchschnittlichen Boden im Bio-Bereich wirklich möglich 2GV pro ha zu halten/ernähren (ohne Zukauf von Futtermittel)?


Gesamtbetriebsfläche oder Raufutterfläche? Wenn beide Flächen identisch sind, mag das in guten Jahren funktionieren. Ich kenne allerdings keinen Betrieb hier im Norden, bei dem das so ist. Die meisten guten Milchviehbetriebe liegen bei 1,5 bis 1,7 GV/ha Gesamtbetriebsfläche. Wenn Betriebe die gute Vorfruchtwirkung vom Kleegras für Marktfrüchte nutzen möchten, sinkt der GV-Anteil entsprechend.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 21, 2020 9:20

Osceola hat geschrieben:
rottweilerfan hat geschrieben:.... ein klares nein! die romane sollen andere schreiben,ich begründe meine antwort mit einer über 40 jährigen berufserfahrung.


Unser Standort Mittelgebirge 400 m . Fast 20 Jahre Bio im Schnitt auf Grünland 3 Schnitte . Die Konvis machen bestenfalls 5 hier herum .
Allerdings bringt die Futtergrundlage das Ackerfutter . Da waren bei uns durchaus in guten Jahren 35-40 120-er RB pro Schnitt und Hektar bei Klee & Luzernegras drin . Ich habe während der Winterfütterung Pauschal immer mit 180 Tagen gerechnet . Das würde bei einem Verbrauch von 1 RB pro Tag bei 10-12 MuKuh , Deckbulle und anteiligen Remontierungsfärsen schon fast reichen .

10-12 Milchkühe (einschließlich Bulle und ~30% Nachwuchs) brauchen demnach 180 120er Rundballen für die Winterfütterung (180 Tage) -> ~18 Rundballen pro Kuh (auf 365 Tage gerechnet ~36 RB pro Kuh)
35-40 RB pro ha x 3 Schnitte wären dann schon fast 3 Kühe pro ha?!
Hm, das bedeutet, dass man bei 1GV/ha nur max. 15 RB pro Schnitt erntet.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon Neuland79 » Di Apr 21, 2020 9:28

DWEWT hat geschrieben:Gesamtbetriebsfläche oder Raufutterfläche? Wenn beide Flächen identisch sind, mag das in guten Jahren funktionieren. Ich kenne allerdings keinen Betrieb hier im Norden, bei dem das so ist. Die meisten guten Milchviehbetriebe liegen bei 1,5 bis 1,7 GV/ha Gesamtbetriebsfläche. Wenn Betriebe die gute Vorfruchtwirkung vom Kleegras für Marktfrüchte nutzen möchten, sinkt der GV-Anteil entsprechend.

Gesamtbetriebsfläche, Verhältnis Acker / Weide weiß ich nicht, kein Anbau von Marktfrüchten und halt Bio.
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon LUV4.0 » Di Apr 21, 2020 9:50

Bei so vielen Infos kann man natürlich eine detaillierte Auskunft geben..
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon T5060 » Di Apr 21, 2020 10:32

Also freiwillig BIO ist glaube ich Geschichte.
Es ist Schluß mit dem Party-Wohlfühl-Gedöns.
Jetzt zählen Fakten.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Wieviel GV pro ha

Beitragvon LUV4.0 » Di Apr 21, 2020 10:54

Da viele BIO mit regional in Verbindung bringen, würde ich sogar davon ausgehen, dass Bio zukünftig mehr nachgefragt wird.
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