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Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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119 Beiträge • Seite 1 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Michl34 » Mi Jul 14, 2010 14:13

Hallo miteinander,
wir sind gerade dabei einen Stall zu planen nun haben wir die meisten Sachen schon beieinander wie er aussehen soll, nur bei zwei Dingen bin ich mir noch unsicher:

1. Wie groß sollte er werden?
Also das hört sich jetzt doof an aber es ist so, wir haben unser System wie wir es machen wollen und Raumaufteilung schon zusammen aber ich bin mir noch nicht sicher für wieviele Milchkühe. Durch das, dass es bei uns in Bayern eine Förderung von 35% der Investition dieses Jahr noch gibt möchten wir diesen Stall beantragen, obwohl wir erst in zwei Jahren bauen wollen.
Die Frage wo sich stellt ist jetzt wenn ich erst in 2 Jahre baue, dann bau ich wenn ich für 70-75 Kühe baue schon wieder einen "kleineren" Stall. Was meint ihr sollte ich mit 100 vorhalten oder doch nur für 70?
Flächenmäßig wäre es kein Problem.

2. Melktechnik?
So nun zur Melktechnik. Ich stelle mir eigentlich einen Melkroboter vor, weil bei uns die AKs ein bisschen knapp sind und ich meine Zeit flexibler einteilen kann. ( ich melke gerne, also nicht melkfaul )
Also folgendes mich zieht es ein bisschen zu den Mehrboxsystemen, da ich denke, dass ich da flexibler in der Erweiterung bin. Am besten gefällt mir eigentlich der Mione oder der von Happel. Beim Mione hab ich schon einen angeschaut, der hat in der Anfangsphase enorme Probleme gehabt mit der Technik aber jetzt läuft der echt gut.
Was haltet ihr davon, welchen würdet ihr kaufen und welche Erfahrungen habt ihr?

Bitte ernst gemeinte Kommentare und keine rot oder blau sind sowieso die besten.
Michl34
 
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon marius » Mi Jul 14, 2010 14:49

Im Vollerwerb würde ich von 150 Kühen + Nachzucht ausgehen, vorläufig wohlgemerkt und ohne Angestellten. Alles andere ist Unfug.
Roboter wäre bei 130 Kühen machbar, gibt dann wieder Probleme beim nötigen erweitern, deshalb wär wohl ein Mellkstand klüger.


Aber nun zu meinem ehrlichen, ernstgemeinten, neutralen Rat, da du danach gefragt hast.
Ich würde weder für 100, noch für 150 oder 200 Kühe bauen. Warum hatte ich hier im Forum erklärt. Informier dich was du mit deinem Geld anstellen kannst. Da gibts wesentlich sinnvollere Verwertungsmöglichkeiten, wie du ohne nochmehr an Arbeit und Stress bis ans Lebensende, Geld verdienen kannst. Wenn du erstmal für 150 Kühe gebaut und gepachtet hast, gibts KEIN zurück mehr. Überleg es dir gut, ich kenne einige Ehrliche, die diesen Schritt bereut haben. Bedenke auch das sich die Pachtpreise je nach Lage die nächsten Jahre mind. verdoppeln werden, geh mittelfristig in ackerfähigen Lagen von 1000 euro/ha aus. Bei diesen Preisen musst du mit der drastisch steigenden Anzahl an Biogasbetreibern mitbieten. Die EU Prämien werden drastisch gekürzt. Und lass dich hier nicht von einigen grössenwahnsinnigen, schönrednerischen Milchviehhaltern einseifen. Betrachte dein Vorhaben objektiv und überleg es sehr genau und vor allem, ob du deiner Frau und deinem Hofnachfolger damit überhaupt einen Gefallen tust. Denn diese werden ebenfalls in diese Schublade gezwängt.
Ein ernstgemeinter Rat !
marius
 
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Dschingis_Khan » Mi Jul 14, 2010 16:14

Bei dem momentan schlechten Milchpreis kannst du 1000 Kühe melken, und du verdienst kein Geld damit!
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Dschingis_Khan » Mi Jul 14, 2010 21:16

Ist halt immer eine Frage wieviel du verdienen möchtest. Ist doch ganz leicht nachzuprüfen: Ein duchschnittlicher Betrieb in Bayern mit 50 Kühen erwirtschaftet einen Gewinn von 50000 Euro. Davon kommen 25000 Euro als Ausgleichszahlungen vom Staat. Verbleiben 25000 Euro "Arbeitsgewinn" für meist 2 Arbeitskräfte, oft helfen die Altenteiler noch viel dazu. Sind 12500 Euro für eine Arbeitskraft für 7 Tage Arbeit und Bereitschaft in der Woche mit meistens 60 - 70 Stunden. Das hohe Risiko für Wetterkapriolen, Tierkrankheiten usw. kommt noch dazu.
Und jetzt möchte ein junger Landwirt einen neuen Stall bauen. Wenn nicht Papi sein gesamtes Geld da mit rein stecken würde, dann würde er nicht mal von der Bank einen Kredit dafür bekommen.
Ich möchte bestimmt nicht schlecht über die Landwirtschaft reden, aber eine große Investition würde ich mir gründlich überlegen!

Und wenn der Forenautor wirklich einen Stall bauen möchte, dann soll er halt für 70 Kühe bauen mit Möglichkeit einer Erweiterung.

Wie leicht kann der Bayerische Staat 35 % Investitonszuschuss geben. Mehr als 19 % kommen durch die Mehrwertsteuer wieder rein. Die Stallbaufirmen machen ihren Reibach und zahlen brav Gewerbesteuer. So ist das.

Zu meiner Aussage mit den 1000 Kühen sollte ich den Satz anfügen: ... , wenn du einen neuen Stall baust.
Der Satz hab ich halt von einen Ackerbauern mit 1000 Hektar abgeleitet. Der hat letzes Jahr zu mir gesagt, dass du bei diesem Getreidepreis 10000 Hektar bewirtschaften kannst und du verdienst immer noch nichts damit. Eher im Gegenteil. Wenn du viel hast, kann dir viel kaputt gehen.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Michl34 » Do Jul 15, 2010 7:16

Danke mal für eure Beitregäge.
Aber seht doch mal nicht so schwarz das geht schon mal wieder Berg auf.
Ich mein ich kann auch rechnen und weiß auch wie der Verdienst aussieht. Das ist nur so wenn ich bestehen bleiben will muss ich was tun oder ansonsten muss man weichen und das will ich eigentlich vermeiden. Das Geld andersweitig Anlegen ist ja ne schöne Sache, aber ich glaub da mach ich mehr hin wie Gut wenn ich 800000 - 1Mio verwallten soll und auch noch hoch gewinn bringend, ich bin nämlich leider kein Bänker, wobei ich im Prinzip zustimmen muss.
Und zu den Beratern: da haben wir genug, aber ich hätte das hald mal von "unabhängiger" Stelle wissen wollen.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Dschingis_Khan » Do Jul 15, 2010 9:05

Kauf dir halt für 1 mio Aktien. Bei 6000 DAX Punkten bist du jenseits von Gut und Böse. Irgendwann gehts runter, und irgendwann geht mal wieder rauf. Und du lebst von der Diffidende. Damit hätte ich kein Problem
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon hans g » Do Jul 15, 2010 9:12

Dschingis_Khan hat geschrieben:Kauf dir halt für 1 mio Aktien. Bei 6000 DAX Punkten bist du jenseits von Gut und Böse. Irgendwann gehts runter, und irgendwann geht mal wieder rauf. Und du lebst von der Diffidende. Damit hätte ich kein Problem

HALT HALT---SO EINFACH ist das nicht---damit muss man sich beschäftigen und VIEL GLÜCK braucht man auch.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Michl34 » Do Jul 15, 2010 9:59

hahaha, ne die Kohle hab ich nicht, des wär natürlich schon cool.
Ich weis ja nicht aber ich kenn nicht so viel bis gar keinen wo ohne Kredit baut.
und, dass ich aufm Finanzmarkt gescheit Kohle machem kann muss ich dann mindestens soviel Geld aufnehemen und des dann zu besseren konditionen Anlegen. => haufen Kohle :lol: ( theoretisch )
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Hoschscheck » Do Jul 15, 2010 10:52

Michl34 hat geschrieben:Danke mal für eure Beitregäge.
Aber seht doch mal nicht so schwarz das geht schon mal wieder Berg auf.
Ich mein ich kann auch rechnen und weiß auch wie der Verdienst aussieht. Das ist nur so wenn ich bestehen bleiben will muss ich was tun oder ansonsten muss man weichen und das will ich eigentlich vermeiden. Das Geld andersweitig Anlegen ist ja ne schöne Sache, aber ich glaub da mach ich mehr hin wie Gut wenn ich 800000 - 1Mio verwallten soll und auch noch hoch gewinn bringend, ich bin nämlich leider kein Bänker, wobei ich im Prinzip zustimmen muss.
Und zu den Beratern: da haben wir genug, aber ich hätte das hald mal von "unabhängiger" Stelle wissen wollen.

Wenn ich eine Mille ausgeben wollte, würde ich nicht in einem Forum rumtrollen. Für o,5% bis 1% von einer Million würde ich mich in einen Flieger setzen USA, Neuseeland, Südamerika, ... .
Zumindest mal mit dem Auto ne West=>Ost-Route: Holland, Nord- und Ostdeutschland, Polen.
Zwei Wochen für die Tour hilft dir zwanzig Jahre "Krampf" zu vermeiden.
Und die drei Stellen, wo du es besonders schön findest, da machst du mal drei Wochen Praktikum: :mrgreen:
Ah, ist bestimmt zu Anstrengend und du findest jetzt auch keinen geeigtneten Ersatz für dich, ....so kurzfristig, ... sicher.


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BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Dschingis_Khan » Do Jul 15, 2010 10:58

Das mit der Landerkundung in Osteuropa und Übersee finde ich auch einen sehr guten Vorschlag. Es gibt so tolle Plätze auf der Welt wo man Landwirtschaft betreiben kann. Also ich würde mir eine Landwirtschaft mit Beregnungsmöglichkeit aussuchen. So im Donauraum, also Ungarn, Bulgarien, Rumänien. Man braucht ja nicht gleich was kaufen, mal probeweise pachten ist doch auch schon was.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon marius » Fr Jul 16, 2010 9:17

Michl34 hat geschrieben:Danke mal für eure Beitregäge.
Aber seht doch mal nicht so schwarz das geht schon mal wieder Berg auf.
Ich mein ich kann auch rechnen und weiß auch wie der Verdienst aussieht. Das ist nur so wenn ich bestehen bleiben will muss ich was tun oder ansonsten muss man weichen und das will ich eigentlich vermeiden. Das Geld andersweitig Anlegen ist ja ne schöne Sache, aber ich glaub da mach ich mehr hin wie Gut wenn ich 800000 - 1Mio verwallten soll und auch noch hoch gewinn bringend, ich bin nämlich leider kein Bänker, wobei ich im Prinzip zustimmen muss.
Und zu den Beratern: da haben wir genug, aber ich hätte das hald mal von "unabhängiger" Stelle wissen wollen.

So unterschiedlich sind Finanzgeschäfte und Landwirtschaft gar nicht. Beide müssen sich im Markt zurechtfinden und diesen genau beobachten um erfolgreich zu sein.
Geb dir mal ein Beispiel. Als die Dürre langsam ein Thema wurde und von ersten Ausfällen berichtet wurde, zudem der Wetterbericht EU-weit anhaltend heisses, trockenes Wetter prophezeite, hab ich um den 30.06. für ca. 13 Euro Weizen in Form von Aktien via PC an der Börse im GROSSEN Umfang gekauft, obwohl ich sonst eher weniger Aktien halte. Möglich das der Preis von jetzt 16,50 jetzt noch weiter ansteigt, hab sie dennoch für 16,50 Euro an der Börse wieder verkauft. Sind dann + 27 % innerhalb von gut 2 Wochen, ohne damit ein Feld befahren zu haben oder irgendwas körperlich gearbeitet zu haben, allerdings im Büro. Die Getreidebauern veranstalten jetzt Jubelschreie, obwohl sie aufgrund des geringeren Ertrags nichtmal mehr verdienen als letztes jahr. Ich hab mit meiner Geschäftspraktik mal eben + 54 000 Euro in 2 Wochen mit Weizen verdient, ohne gezaubert zu haben !!! Zudem hab ich noch die Pachteinnahmen, von den verpachteten Flächen, da ich diesen Weizen nichtmal selbst angebaut habe. So eine Rendite wird niemals ein Ackerlandwirt vorweisen können, der auch noch jeden Tag hart dafür arbeitet. Ist in der Gegenwart wer hart arbeitet nicht der Dumme ? Ich meine schon.
Deshalb käme es mir niemals in den Sinn, für 1 Million meinen Betrieb zu vergrössern um dann noch teuer pachten zu dürfen. Da hol ich woanders mit weniger Arbeit mehr dabei raus, bei insgesamt bestimmt nicht mehr Risiko als mit einem landw. Vollerwerbsbetrieb. Hatte als ungefähr 20 Jähriger den Plan meinen Betrieb 3fach zu vergrössern usw. Heute bin ich froh das ich das damals nicht gemacht habe und den Betrieb mit vorhandener Grösse immer noch weiterführe. Gibt heute, wie eben beschrieben genug Mittel und Wege erfolgreich zu sein, ohne sich selbst und seine Familie mit einem Grossbetrieb über Jahrzehnte mit Arbeit und wenig Freizeit zu versklaven. Ich hasse derartige feste Planungen bis ans Lebensende, die nichtmal gut bezahlt sind.
Das wollte ich in meinem letzten Beitrag mitteilen. Du musst dich natürlich selbst etscheiden und wenn du dich zum Kredit und Neubau entschliesst, ist das voll in Ordnung. Wollte nur das dir einer die andere Seite und Möglichkeiten mitgeteilt hat und es nicht irgendwann mitleidig heisst, hätte ich das nur vorher gewusst...
marius
 
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon Dschingis_Khan » Fr Jul 16, 2010 11:59

Da muss man Marius total recht geben! Machst du auch meinen Finanzberater? :D
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Jul 16, 2010 15:26

marius hat geschrieben:So unterschiedlich sind Finanzgeschäfte und Landwirtschaft gar nicht. Beide müssen sich im Markt zurechtfinden und diesen genau beobachten um erfolgreich zu sein.
Geb dir mal ein Beispiel. Als die Dürre langsam ein Thema wurde und von ersten Ausfällen berichtet wurde, zudem der Wetterbericht EU-weit anhaltend heisses, trockenes Wetter prophezeite, hab ich um den 30.06. für ca. 13 Euro Weizen in Form von Aktien via PC an der Börse im GROSSEN Umfang gekauft, obwohl ich sonst eher weniger Aktien halte. Möglich das der Preis von jetzt 16,50 jetzt noch weiter ansteigt, hab sie dennoch für 16,50 Euro an der Börse wieder verkauft. Sind dann + 27 % innerhalb von gut 2 Wochen, ohne damit ein Feld befahren zu haben oder irgendwas körperlich gearbeitet zu haben, allerdings im Büro. Die Getreidebauern veranstalten jetzt Jubelschreie, obwohl sie aufgrund des geringeren Ertrags nichtmal mehr verdienen als letztes jahr. Ich hab mit meiner Geschäftspraktik mal eben + 54 000 Euro in 2 Wochen mit Weizen verdient, ohne gezaubert zu haben !!! Zudem hab ich noch die Pachteinnahmen, von den verpachteten Flächen, da ich diesen Weizen nichtmal selbst angebaut habe. So eine Rendite wird niemals ein Ackerlandwirt vorweisen können, der auch noch jeden Tag hart dafür arbeitet. Ist in der Gegenwart wer hart arbeitet nicht der Dumme ? Ich meine schon.
Deshalb käme es mir niemals in den Sinn, für 1 Million meinen Betrieb zu vergrössern um dann noch teuer pachten zu dürfen. Da hol ich woanders mit weniger Arbeit mehr dabei raus, bei insgesamt bestimmt nicht mehr Risiko als mit einem landw. Vollerwerbsbetrieb. Hatte als ungefähr 20 Jähriger den Plan meinen Betrieb 3fach zu vergrössern usw. Heute bin ich froh das ich das damals nicht gemacht habe und den Betrieb mit vorhandener Grösse immer noch weiterführe. Gibt heute, wie eben beschrieben genug Mittel und Wege erfolgreich zu sein, ohne sich selbst und seine Familie mit einem Grossbetrieb über Jahrzehnte mit Arbeit und wenig Freizeit zu versklaven. Ich hasse derartige feste Planungen bis ans Lebensende, die nichtmal gut bezahlt sind.
Das wollte ich in meinem letzten Beitrag mitteilen. Du musst dich natürlich selbst etscheiden und wenn du dich zum Kredit und Neubau entschliesst, ist das voll in Ordnung. Wollte nur das dir einer die andere Seite und Möglichkeiten mitgeteilt hat und es nicht irgendwann mitleidig heisst, hätte ich das nur vorher gewusst...




Das ist doch hervorragend, das versetzt dich in die Lage, deine Ldw weiter hobbymässig zu betreiben, ohne jemanden für eine "Wende am Milchmarkt" überzeugen zu müssen.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon marius » Fr Jul 16, 2010 15:57

schimmel hat geschrieben:marius, es hieß schon immer: der Teufel scheißt auf den größten Haufen!
Wer schon viel hat dem wird noch mehr gegeben....wer nichts hat der wird auch nie etwas bekommen....Die 200.000Euronen haste so rumfliegen wies scheint...

Reini

nicht rumfliegen, umgeschichtet. 200 000 haben über viele Jahre gesehen viele Landwirte verdient. Ist die Frage was der Einzelne damit anstellt. Der eine investierts wieder im Betrieb um ihn zu vergrössern und zupachten, andere investieren GEWINNBRINGEND ausserhalb der Landwirtschaft... Ich kann nur für mich persönlich sprechen, für mich war in der Vergangenheit der 2. Punkt der wesentlich profitablere, sonst hätte ich nicht mein Vermögen aufbauen können.
der Teufel scheißt auf den größten Haufen!

Dann würde ich mich Fragen warum ? Oder ist alles nur Zufall ?
Nur mal so am Rande, als ich meinen Betrieb mit 20 Jahren übernahm hatte ich kein Bargeld, nur 20 ha Eigenfläche, der Betrieb wurde zwischenzeitlich zwar modernisiert, aber nicht vergrössert. Aus den 20 ha Eigenfläche wurden bis jetzt 100, davon teilweise teuer verpachtet, da ich das erwirtschaftete Geld nach wie vor ausserhalb der Landw. reinvestiere und den Betrieb dadurch nicht vergrösserte. Die zugekauften 80 ha könnte ich jetzt 70 % teurer verkaufen wie zum Einkauf. Dazu noch eine Windkraftanlage, Immobilien usw ( was ich nicht alles erwähnen möchte ). Das wurde zum Großteil nicht in der Landwirtschaft verdient, was verständlich ist. Bleibt zu erwähnen das dies keine Erbschaft oder dergleichen war, sondern jeder Cent wurde verdient. Hätte ich wie viele meiner Berufskollegen jeden erwirtschafteten Cent in den Betrieb in Form von Erweiterungen, Maschinen, Pachtflächen gesteckt, wär ich seit meinen Anfängen keinen Schritt weiter gekommen, von einem grösseren Stall mal abgesehen, die vielen Pachtflächen nutzen dem aktiven Landwirt wenig, wohl aber dem Verpächter ! Ich habe das frühzeitig erkannt und habe sehr viele Neider, vor allem aus den Reihen der Landwirtschaft und dort vor allem bei den Grossbetrieben.
Vor 30, 40 jahren konnte man als gewöhnlicher Bürger NUR durch harte Arbeit Geld verdienen, das hat sich zum Glück geändert und ich hab das frühzeitig erkannt.
Ich denke bei vielen der jungen Generation an Landwirten wird von selbst ein umdenken stattfinden.
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Re: Wieviele Kühe, welche Melktechnik??

Beitragvon marius » Fr Jul 16, 2010 16:09

Dschingis_Khan hat geschrieben:Da muss man Marius total recht geben! Machst du auch meinen Finanzberater? :D

Das schaffst du auch alleine. Das war zu meiner Zeit ohne PC wesentlich schwieriger als heute. Heute gibts im Netz über ALLES Informationen, bzw. kannst übers Internet sämtliche Geschäfte selbstständig abwickeln.
Von Finanzberatern, Bankberater und dergleichen hatte ich mich immer fern gehalten und mein eigenes Ding gemacht. Die sind in den seltensten Fällen unbefangen und verstehen vom Immobilien.-Finanzmarkt weniger, als jemand der sich selbst lückenlos informiert.
Werde mich jetzt aus diesem Thread zurückziehen. Ist das falsche Thema, sollte nur einen Denkanstoss geben.
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