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wildplage

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Re: wildplage

Beitragvon Ford8210 » Do Okt 25, 2012 14:34

@steeg
Das Wildschwein ist ein Kulturfolger. Das heißt, es wird sich die Eigenheit des menschlichen Tuns zu Nutzen machen. Das Wildschwein profitiert von der Art der Landbewirtschaftung.
Es heißt zwar "dumme Sau", aber das stimmt nicht. Wildschweine sind -wie alle Schweine übrigens- äußerst intelligent und wissen genau wie sie Gefahren aus dem Weg gehen können. Ich übertreibe hier nicht (es ist kein Jägerlatein) wenn ich sage, daß die Sauen genau wissen, wo die Hochsitze stehen und daß von denen eine gewisse Gefahr ausgeht. Auch können sie die Lichtverhältnisse einschätzen, um die Gefahren zu minimieren. So wird in den seltensten Fällen ein Wildschwein bei Neuschnee und Vollmond (was für die Bejagung hervorragende Lichtverhältnisse bedeutet) im Wald unterwegs sein, geschweige denn sich auf einen blanken Acker trauen. Lieber fressen die ein/zwei Tage nichts. Dann müssen sie halt, denn Hunger tut weh.
Bei uns gab es auch das eine oder andere Revier, in dem kein Schwarzwild vorkam. Vielleicht kam eine Sau mal während der Durchreise dort vorbei, blieb aber nicht. Mittlerweile sieht es ganz anders aus. Die Sauen ziehen sich immer mehr in die Reviere zurück, in denen der Jagddruck fehlt. So war es bis vor drei jahren so, daß der Wildschaden in dem Revier, in dem ich wohne, seit über 50 Jahren bei unter 500,-- DM/jetzt 250,--€ lag. Vor drei Jahren stieg der Wildschaden verursacht durch Schwarzwild auf schlagartige 5.000,--€ -mit steigender Tendenz- an. In diesem Revier wird der Jagdpächter (Unternehmer, 86 Jahre, des Gehens so gut wie nicht mehr mächtig) durch seinen Adlatus (78 Jahre, der abends -geschweige denn nachts- nicht mehr im Revier zu sehen ist und für den die Arbeit immer dann anfängt, wenn er einen Schuß abgegeben hat) mit einem Pajero tagsüber durch die Gegend kutschiert. Ab und zu -jedoch mehr ab- taucht noch der Bruder des Adlatus auf und fährt am hellichten Tag durchs Revier. Das war´s. Die Sauen haben das kapiert und machen es sich mittlerweile hier gemütlich. Warum die Jagdgenossenschaft an diesem Jagdpächter festhält und vor 2 Jahren den Pachtvertrag verlängert hat ist schnell erklärt: Er zahlt eine überdurchschnittliche Pacht und -ohne auch nur im entferntesten aufzumucken- den Wildschaden. Auch ist er bereit, der Jagdgenossenschaft das eine oder andere -wie z.B. einen neuen Stehendspalter von Posch- nebenbei zukommen zu lassen. Als Vertreter meines grundstückbesitzenden Vaters bei der Jagdgenossenschaft bin ich nicht damit einverstanden, daß der Pachtvertrag nochmals verlängert wurde. Auf Nachfrage durch ein Vorstandsmitglied, ob ich nicht in diesem Revier mitgehen wolle, habe ich mit dem Hinweis, daß ich das meinem alten Herrn nicht antun werde (es gibt Animositäten zwischen meinem Vater und dem Jagdpächter, die aus dem Verhalten des jetzigen Jagdpächters vor dessen Erstpachtung im Jahr 1965 herrühren) und daß die Jagdgenossenschaft ihn doch unbedingt haben wolle und jetzt dies auch ertragen müsse, abgelehnt. Es gibt aber noch viele Gründe, warum es zur "Explosion" der Wildschweinpopulation kam. Zu nennen sind, außer dem verbesserten Futterangebot durch Getreideanbau noch die milden Winter der letzten Jahre, Wiebke -der Sturm, der durch den vielen Windwurf ausgezeichnete Deckungsmöglichkeiten für das Schwarzwild hervorbrachte-, Förderung durch die Abschußregelung in Staatsrevieren/Staatsforst (z.B. doppelter Jagdbetriebskostenersatz beim Erlegen eines Stückes Schwarzwild über 30 Kg bei Drückjagdten, was für den Schützen einen Preis von ca. 1.000,--€ bei einem 100 Kg Schwein bedeuten würde) usw.

@ Badener
Leider ist es so, daß man Wildschweine nicht für eine Drück-/Treibjagd einladen kann. Es kommt sehr oft vor, daß bei Treiben kein Wild vor die Flinte kommt, weil sich just zu diesem Zeitpunkt in diesem Revierteil kein Wild aufhält. Oder weil es durch vorangegangene Treiben bereits frühzeitig die Gefahr erkennt und beim Angehen der Jäger diesen zu durchdrückenden Revierteil klammheimlich verläßt. Oder auch, weil die Wildschweine z.B. im Mais zwischen den Treibern hindurchrennen und sich auch nicht herausdrücken lassen. Beim letzten Maisdrücken in dem Revier, in dem ich mitgehe, waren in einem Maisschlag von ca. fünf Hektar acht große Wildschweine (um die 100 Kg) drin. Diese wurden von den Treibern gesehen. Die Wildschweine haben mit den Treibern und 9 Jagdterriern in dem Mais Katz und Maus gespielt und sind bis auf eine nicht rausgekommen.
Auch bleiben die Wildschweine bei günstigen Boden- und Deckungsverhältnissen wirklich so lange liegen, bis man fast auf sie drauf tritt. ist mir selbst schon als Treiber passiert, daß direkt unter meinem Fuß ein Wildschwein auf und ab ist, was ich bis dahin nicht gesehen habe. Ich wäre sonst auf das Schwein getreten.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
Ford8210
 
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Re: wildplage

Beitragvon gundhar » Do Okt 25, 2012 15:18

Ford8210 hat geschrieben:... Ich übertreibe hier nicht (es ist kein Jägerlatein) wenn ich sage, daß die Sauen genau wissen, wo die Hochsitze stehen und daß von denen eine gewisse Gefahr ausgeht...


Ford, ich sehe Du kennst Dich aus! Ich behaupte mal daß die Schweine sogar wissen, wer auf dem Hochsitz hockt und teilweise entsprechend Abstand halten.

Ist ernst gemeint!!!
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Re: wildplage

Beitragvon Justice » Do Okt 25, 2012 15:45

Ehrlich gesagt kann ich nicht nachvollziehen, warum durch Getreide und Mais die Schweine mehr werden sollen. Zum einen steht das halbe Jahr über weder Getreide noch Mais und zum anderen ist die Landwirtschaftlich genutzte Fläche in den letzten 20 Jahren eher zurückgegangen, sprich: Es gibt genau soviel Getreideflächen wie vor 20 Jahren. Zumindest keine Nennenswerten Unterschiede. Was den Mais angeht bin ich auch der Meinung, das die Anbauflächen mehr wurden. Wenn man aber die Biogaserer in anderen Foren fragt, dann sind die nur sehr wenig bis garnicht mehr geworden.

Was mich allerdings viel mehr verwundert ist, das es keine Wildschweine gab als noch Futterrüben und Kartoffeln in der Fruchtfolge waren. Dabei sollte man doch meinen, das dies richtige Lekereien sind für Wildschweine. Früher waren bei uns auch viele Hopfenfelder. Die bieten doch auch guten Sichtschutz vor Jägern.
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Re: wildplage

Beitragvon Badener » Do Okt 25, 2012 16:28

Hallo,

Ford8210 hat geschrieben:@ Badener
Leider ist es so, daß man Wildschweine nicht für eine Drück-/Treibjagd einladen kann. Es kommt sehr oft vor, daß bei Treiben kein Wild vor die Flinte kommt, weil sich just zu diesem Zeitpunkt in diesem Revierteil kein Wild aufhält.

Warum werden dann in Gottes Namen eigentlich Treibjagdten veranstaltet? Deiner Aussage nach ist die Chance höher das Wild zu erlegen, wenn es nicht getrieben wird?
Ford8210 hat geschrieben:Oder weil es durch vorangegangene Treiben bereits frühzeitig die Gefahr erkennt und beim Angehen der Jäger diesen zu durchdrückenden Revierteil klammheimlich verläßt. Oder auch, weil die Wildschweine z.B. im Mais zwischen den Treibern hindurchrennen und sich auch nicht herausdrücken lassen.

Bei uns ist es zugegebenermaßen so, dass das Gelände nicht für die Jagd geeignet ist. Wir haben Steilhänge mit bis zu 150m Tiefe. Teils sehr starker Aufwuchs auch großflächig, weil wir durch den Käfer und Lothar extrem gebeutelt wurden. Zudem habe ich das Gefühl, dass manche Waldbesitzer es überhaupt nicht für nötig erachten ihren Aufwuchs zu pflegen.....
Ford8210 hat geschrieben:Beim letzten Maisdrücken in dem Revier, in dem ich mitgehe, waren in einem Maisschlag von ca. fünf Hektar acht große Wildschweine (um die 100 Kg) drin. Diese wurden von den Treibern gesehen. Die Wildschweine haben mit den Treibern und 9 Jagdterriern in dem Mais Katz und Maus gespielt und sind bis auf eine nicht rausgekommen.
Auch bleiben die Wildschweine bei günstigen Boden- und Deckungsverhältnissen wirklich so lange liegen, bis man fast auf sie drauf tritt. ist mir selbst schon als Treiber passiert, daß direkt unter meinem Fuß ein Wildschwein auf und ab ist, was ich bis dahin nicht gesehen habe. Ich wäre sonst auf das Schwein getreten.

Naja Maisfelder würde ich jetzt nicht unbedingt mit Waldflächen vergleichen wollen. Unglücklicherweise haben wir relativ kleine Jagdreviere (ca. 400ha) und revierübergreifende Jagdten kreigen die i-wie auch nicht gerade gut organisiert.


Gruß
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen bis man ihn bewundert, braucht er - bedenke es - ein Jahrhundert.

"Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt man hat die Mittel."
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Re: wildplage

Beitragvon ohmeyer » Do Okt 25, 2012 19:36

so jetzt muss ich dazu auch mal was los werden. Es wurden ja schon eine Menge Gründe genannt warum das Wild zur sogenannten "Plage" wurde. Der Hauptgrund ist es nach meiner Ansicht jedoch nicht. Und das ist der enorme Landverbrauch der letzten Jahre für Infrastruktur, Bauplätze für Wohnhäuser und Gewerbegebiete sowie eine Agrarpolitik die nur auf betriebswirtschaftliche Faktoren abgestellt ist, trotz aller Lippenbekenntnisse zu Natur und Umweltschutz.
Plage ist es doch deshalb geworden weil immer noch jemand da ist, der Lebensräume aus wirtschaftlichen oder anderen "höherwertigen" Gründen beansprucht. Beispiel in Niedersachsen, die Y-Trasse der DB, es soll für eine Zeitersparniss von ca. 10 - 15 Minuten auf der Strecke Hamburg-Hannover einer der wenigen, nicht durch Verkehrslinien zerschnitten Lebensräume einer Mengen seltener Pflanzen- und Tierarten, geopfert werden.

Ist einer von denen die da so laut Schimpfen bereit auf etwas zu verzichten? Flugreise in den Urlaub? Auto, Eigenheim, Umgehungsstraße etc.? Es ist halt einfacher den Dorn bei den anderen zu suchen als eigene Ansprüche zurückzustellen.
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Re: wildplage

Beitragvon Steeg » Fr Okt 26, 2012 5:31

moin ford8210! ich seh die sache so wie du. ein früherer jagdpächter schaffte die drückjagden ab und machte nur ansitzjagden.auch waren die einheimischen jäger mehr eingebunden. der jetzige macht drei treibjagden und ansonsten sitzen nur amwochenende 2-3leute aufm sitz. bei den treibjagden in schwierigen gelände sind fast nur ortsunkundige treiber und jäger dabei. auch fehlen meistens gute hunde. ich arbeitete ende der 7oer jahre im staatsforst,da wurden die waldarbeiter auch während der woche mal zukesseltreiben abgezogen.ich weis es ist jetzt alles anders aber jagd brauch zeit.man kannes nicht nebenher machen,nur weil man das geld hat.ich hätte schon längst den schein gemacht,aber deswegen könnteich mir keine jagd erlauben.(jagdFläche ca965ha) :roll:
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Re: wildplage

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 27, 2012 16:05

Hallo,
Jetzt muß ich auch wal was los werden. Wir haben seit 20 Jahren den gleichen Jagdpächter. Und die Zusammenarbeit zwischen Wald-, Landwirtschaft und Ihm lief auch die meiste Zeit wirklich gut. Auf der Fläche, wo vor 12 Jahren mein Mais ohne nennenswerte Schäden wuchs, hat mir vor 3 Jahren das Rotwild bei 1ha Triticale komplett die Ähren weggefressen. Die Schweine liefen vor 4 Wochen nächtelang am Ortseingang umher und haben mir im Sommer 20 Prozent meines gesamten Hafers nieder gemacht.
Auf meine Frage nach Entschädigung bekam ich vom Pächter einen Vortrag was es ihn angeblich kosten würde, daß er auf die Jagd geht anstatt in der Zeit Geld zu verdienen.
Wieso muß er da 3 Reviere pachten anstatt sein eines in Schuß zu halten ???
Wenn er den ganzen Winter Futter bei zerrt und raus karrt reut ihn das Geld auch nicht. Auf den Hinweis zur ilegele Größe der Kirrungen kommt die Standart - Atwort:" Wenn ich jeden Tag 10kg fütter, ist es am Ende auch soviel."
Die übertriebene nahezu ganzjährige Fütterung (als Kirrung getarnt) ist auch daran schuld, daß sich das Wild an solchen Stellen zusammenzieht.

Ich bin nicht alleine der Meinung daß die Jagd in unserer Region langsam von der hohen Kunst des Weidwerkes zu einem Wettfüttern verkommt!
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Re: wildplage

Beitragvon Steeg » So Okt 28, 2012 20:27

wie ich lese haben andere die gleichen probleme.ich bin kein jagdgegner nur es sollte sie auch richtig ausgeübt werden,und nicht nur am wochenende. :lol: :lol:
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Re: wildplage

Beitragvon schweinefreund » So Okt 28, 2012 20:40

Steeg hat geschrieben:wie ich lese haben andere die gleichen probleme.ich bin kein jagdgegner nur es sollte sie auch richtig ausgeübt werden,und nicht nur am wochenende. :lol: :lol:

Sowas nennt man JAGDPFLICHT !! Wird der nicht nachgekommen und es kommt zum Wildschaden gehts an den Geldbeutel! Faulheit muß nicht belohnt werden.
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Re: wildplage

Beitragvon rägemoli » So Okt 28, 2012 21:37

schweinefreund hat geschrieben:
Steeg hat geschrieben:wie ich lese haben andere die gleichen probleme.ich bin kein jagdgegner nur es sollte sie auch richtig ausgeübt werden,und nicht nur am wochenende. :lol: :lol:

Sowas nennt man JAGDPFLICHT !! Wird der nicht nachgekommen und es kommt zum Wildschaden gehts an den Geldbeutel! Faulheit muß nicht belohnt werden.

HA HA HA sehr schlaue Beiträge .
Dem Schwarzwild kommt man nicht so leicht bei .
Stellt doch Berufsjäger an ,die sich den ganzen Tag im Revier rumtreiben .
Bezahlt diese auch !
Könnte aber sein die erwischen auch nichts .
Beim Schwarzwild sollten ALLE (Grundeigentümer,Jagdpächter ,Förster ,Jäger ,Landwirte)zusammenarbeiten .
Sonst bekommt man das nicht in Griff .
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Re: wildplage

Beitragvon langholzbauer » So Okt 28, 2012 22:21

Soll ich dem Herrn Jagdpächter noch um sonst die Wildäcker zurecht machen obwohl ich schon 15 Monate auf den Wildschadensausgleich warte?
Das kann ja auch nicht "die Zusammenarbeit" sein, die Du meinst?

Klar lässt sich ein "dummer" großer Hirsch leichter erwischen als die dumme Sau. :lol:
Und ich würde lieber heute als morgen ein selbs bewirtschaftetes Revier hier in der Region sehen.
Die Jagdgenossenschaft muß nicht verpachten!
Sie kann auch das Jagdrecht selber ausüben und statt des Berufsjägers Begehungsscheine ausstellen. - gegen Geühr z.B. in Höhe des Erlöses für das zu erlegenden Wild!
Der Begehungsschein hat den Vorteil, daß mann den unbequemen Jäger schneller zum Teufel Jagen kann. Dadurch muß er sich ständig ansträngen. und nicht nur alle 9 bzw 12 Jahre kurz vor Pachtablauf.

Aber leider haben in den Jagdgenossenschaften die Leute die Mehrheit, die sich das ganze Jahr nicht um ihre Flächen kümmern brauchen weil sie verpachtet sind oder von der FBG bewirtschaftet werden. Die Mehrzahl der Jagdgenossen weiß schon gar nicht mehr wo genau ihre Flächen liegen. Da kommt der einzige Erwebs-Landwirt im Ort nicht gegen die Fans des "großzügigen" Jagdpächters an. Nur weil er 3,50€ mehr Pacht bezahlt und der Jagdvorsteher Jährlich seine Wildbraten bekommt.
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Re: wildplage

Beitragvon schweinefreund » Mo Okt 29, 2012 8:54

rägemoli hat geschrieben:
schweinefreund hat geschrieben:
Steeg hat geschrieben:wie ich lese haben andere die gleichen probleme.ich bin kein jagdgegner nur es sollte sie auch richtig ausgeübt werden,und nicht nur am wochenende. :lol: :lol:

Sowas nennt man JAGDPFLICHT !! Wird der nicht nachgekommen und es kommt zum Wildschaden gehts an den Geldbeutel! Faulheit muß nicht belohnt werden.

HA HA HA sehr schlaue Beiträge .
Dem Schwarzwild kommt man nicht so leicht bei .
Stellt doch Berufsjäger an ,die sich den ganzen Tag im Revier rumtreiben .
Bezahlt diese auch !
Könnte aber sein die erwischen auch nichts .
Beim Schwarzwild sollten ALLE (Grundeigentümer,Jagdpächter ,Förster ,Jäger ,Landwirte)zusammenarbeiten .
Sonst bekommt man das nicht in Griff .

Das bedeutet doch das der JAGDPÄCHTER auch schießen muß oder ? Das Problem sind nicht nur die Schwarzkittel! Auch der Jagdpächter müßte sich seiner Verpflichtung bewusst sein!
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Re: wildplage

Beitragvon Steeg » Di Okt 30, 2012 19:15

die probleme sind ja nicht von heute auf morgen entstanden.es gab mal hier einen hegering da sollten keine schweine über 40kg geschossen werden.es fielen auch keine :lol: :lol: dann wurden die schäden grösser auch in den weinbergen.siehe da eswurden schweine von80-90 und mehrgeschossen.ein winzer machte damals grossen druck auf die pächter.heute ist er selbst mit hilfe des damaligen pächter pächter eines revieres.man hört nichts mehr von ihm :roll: :roll: auch ist die einigkeit unter den verbliebenen landwirten nicht sehr gross .auch hat langholzbauer die sache gutbeschrieben.die jagdpflicht und deren ausführung wird nur ganz schwer wenn sie fehlerhaft ist nach zuweisen sei.man brauch nur ein paar hochsitze made in polen auf zustellen dann hat man schon fast gewonnen.nur nützt das wenig wenn niemand drauf sitzt. hat man dann noch einen anwalt der jagdberechtigt ist geht einiges von selbst.
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Re: wildplage

Beitragvon Ford8210 » Do Nov 01, 2012 10:06

@Badener
Treibjagdten werden aus verschiedenen Gründen veranstaltet. Um z.B. Wildschweine aus einem Maisschlag herauszutreiben, oder um den Abschuß zu erhöhen (also zusätzlich verwertbare Beute zu machen) oder auch zur Pflege der Jagdgemeinschaft. Diese Faktoren hängen zusammen, wobei jedoch der einzelne Beweggrund jeweils etwas stärker hervortreten könnte. Und leider ist es so, daß Sauen schon fest waren, dies per Zufall festgestellt, eiligst eine Treibjagd organisiert wurde und dann doch kein Schwarzwild mehr in dem Revierbereich zu finden war. Da steckt man halt nicht drin.
Der Vorteil einer Treibjagd ist, daß das Wild im Regelfall aus der Deckung kommt und direkt am Schützen vorbeiläuft. Anders bei der Ansitzjagd. Der Nachteil ist, das Wild kommt teilweise mit ordentlich Dampf aus der Deckung oder es kann sich in der Deckung drücken, oder sogar vorher verschwinden.

@langholzbauer
Auf deine Frage, wieso er 3 Revier pachten muß anstatt eines in Schuß zu halten ist gibt es eine einfache Antwort: Weil es die Jagdgenossenschaften zulassen! Eine Jagdgenossenschaft, die einem Jäger ein Revier verpachtet, obwohl er bereits ein weiteres oder sogar zwei weitere hat, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn´s nicht läuft. In einem solchen Fall hatten und haben die Jagdgenossen nur die Dollarzeichen in den Augen.
Und noch was: Wenn du keinen Wildschadenersatz bekommst, obwohl du ihn rechtzeitig bei der Gemeinde gemeldet hast, dann wende dich an die jagdgenossenschaft. Diese ist per Gesetz zum Wildschadenersatz verpflichtet. Auch wenn sie die Ersatzpflicht per Jagdpachtvertrag auf den Pächter übertragen hat und der aber trotz mehrfacher Aufforderung nicht zahlt.
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
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Re: wildplage

Beitragvon langholzbauer » Do Nov 08, 2012 23:57

Hallo;
heute morgen stand unser Jagdpächter vor der Tür. Wir haben uns über die vergangenen Schäden geeinigt. Um des Friedens Willen habe ich sein angebot angenommen obwohl damit grade mal die Unkosten der Schadflächen gedeckt sind.
Aber richtig stutzig bin ich geworden als er mir eine Vereinbarung über eine jähliche Wildschadenspauschale in eben dieser Höhe angeboten hat. Damit währen dann alle Schäden bis zum Doppelten der Pauschale abgegolten.

Was Haltet Ihr von so was?

Dabei will ich doch gar kein Geld von ihm, sondern nur, daß er sein Revier so in Schuß hält wie wir es bis vor drei Jahren gewohnt waren.
Bei mir läuten alle Alarmglocken, wenn auf einmal einem einzelnen Landwirt solche Pauschalen angeboten werden. Und das mit Beträgen die vor zehn Jahren noch ganzen Jagdgenossenschaften geboten wurden. :klug:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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