julius hat geschrieben:Wir haben hier für Getreide abgesehen vom hohen Krankheitsdruck bisher ein Top Getreidewetter. Also abgesehen von hohen Fungizidkosten eigentlich Idealbedingungen.
Bei genauerem hinsehen gehört der Getreideanbauer hier selbst bei 10 Tonnen Ertrag zum Verlierer, wenn diese 10 Tonnen überhaupt erreicht werden sollten.
Wie es aussieht werden für Weizen keine 15 Euro und bei Gerste und Triticale keine 14 Euro / dt erreicht. Das ist nichtmal so schlecht sondern ist ein Durschnittspreis der letzten Jahre.
Man könnte, alles in allem, in Freudentänze verfallen.
Bei 10 Tonnen Ertrag kommt man mit Getreide im Schnitt auf vielleicht 1600 Euro / ha Einnahmen brutto.
Wenn ich dann die Anbaukosten ( ca. 900 Euro/ha ) zusammen mit den Pachtpreisen ( ca. 850 Euro / ha ) für Ackerland berücksichtige, hat man mit sehr viel Glück genau soviel erwirtschaftet, wie der Verpächter in der Hängematte.![]()
Dann hätte man sich noch die ganze Arbeit und das Risiko gespart.
Bevor sich die ersten beschweren : Das soll keine jammern auf hohem Niveau sein, sondern ist lediglich eine traurige Feststellung der Realität.
Puuh, die 850 Euro/ha Pachtpreis sind natürlich eine Hausnummer, mit der es schwierig wird überhaupt eine Rentabilität herzustellen. Das ist in meinen Augen für "normale" Kulturen schon Wucher.

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