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Winterweizen 2016

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Todde » Sa Apr 16, 2016 22:00

Mad hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:... selbst eine hellere Blattfarbe der Weizens ist heute schon Thema in der Wissenschaft, wenn es um Klimaschutz geht.


Dahingehend ist ja dann die Düngung mit stabilisierten Düngern genau die richtige. Keine sehr dunklen Bestände durch Luxuskonsum, wie er oft bei Nitratbetonten Düngern auftritt, sondern eine stetige bedarfsgerechte Pflanzenernährung.


Die Sorten allein haben ja zum Schossen schon unterschiedliche Helligkeiten, in GB arbeitet man daran.
Weizen macht weltweit einen erheblichen Anteil der Erdoberfläche aus, ein wenig hellere Blattfärbungen hat erheblichen Anteil an der Reduktion der Erderwärmung aus, so die These. Nutzpflanzen könnten durch hellere Blattfärbungen mehr Klimaschutz erreichen, wie alles andere wo wir dran rumspielen, eben wie auch Dauerbewachsene Flächen. Schwarze Böden erhöhen die Erdtemperatur.
Ist halt eher unkonventionell, denn durch diese Ansätze kann man weder Biolandwirtschaft fördern noch andere Industrien zur Kasse bitten.
Es ist für die Industrie lukrativer Milliarden zu bekommen, um eine unsinnigen Batteriemotor zu bauen, als wenige Millionen in die Pflanzenforschung zu stecken.


Eigentlich ist das seit über 100 Jahren bekannt, heute hält man sich aber lieber mit Unsinn auf, wie wir laufend von Pevo lesen dürfen.
http://www.gil-net.de/Publikationen/1_55-60.pdf
Zuletzt geändert von Todde am Sa Apr 16, 2016 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon adefrankl » Sa Apr 16, 2016 22:03

Todde hat geschrieben:
bindes hat geschrieben:Erster Versuch, oder schon öfter praktiziert?


Arbeite mich seit 4 Jahren an dem System an, Ziel ist auch auf Sandböden auf tiefere Lockerung zu verzichten.
Nachhaltige Landwirtschaft wird dauerhaft nur mit Dauerbregrünung und minimaler Bodenbewegung stattfinden, auch wenn momentan in Deutschland anderes propagiert wird, weltweite Universitäten und Institute arbeiten an diesen Systemen, selbst eine hellere Blattfarbe der Weizens ist heute schon Thema in der Wissenschaft, wenn es um Klimaschutz geht. In Deutschland überraschend bislang eher nicht beachtet, Klima- und Bodenschutz wird hier halt eher über Spenden definiert.

Sweit Zustimmung. Hier in Mittelfranken ist die Idee Dauerbegrünung in den letzten Jahren im Sommer aber am Wassermangel gescheitert.
Und was den Klimaschutz betrifft, so sind die geplanten Maßnahmen auch nur bedingt zielführend. So wäre diesbezüglich ein Humusaufbau eigentlich wünschenswert, da dieser CO2 bindet (und auch mögliche Folgen wie Trockenperioden abmildert). Dies ist aber in Zukunft kaum noch möglich, weil das Düngerecht den für den Humusaufbau notwendigen Stickstoff kaum noch zulässt.
(Rein theoretisch könnte man es natürlich so regeln, dass der Humusauf- bzw. Abbau bei der Stickstoffbilanz zu berücksichtigen ist. Nur sehe ich nicht wie man zuverlässige (realitätsnahe) Humusbilanzen mit vertretbaren Aufwand erstellen könnte)
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Hellere Blätter

Beitragvon adefrankl » Sa Apr 16, 2016 22:12

Todde hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:... selbst eine hellere Blattfarbe der Weizens ist heute schon Thema in der Wissenschaft, wenn es um Klimaschutz geht.


Dahingehend ist ja dann die Düngung mit stabilisierten Düngern genau die richtige. Keine sehr dunklen Bestände durch Luxuskonsum, wie er oft bei Nitratbetonten Düngern auftritt, sondern eine stetige bedarfsgerechte Pflanzenernährung.


Die Sorten allein haben ja zum Schossen schon unterschiedliche Helligkeiten, in GB arbeitet man daran.
Weizen macht weltweit einen erheblichen Anteil der Erdoberfläche aus, ein wenig hellere Blattfärbungen hat erheblichen Anteil an der Reduktion der Erderwärmung aus, so die These. Nutzpflanzen könnten durch hellere Blattfärbungen mehr Klimaschutz erreichen, wie alles andere wo wir dran rumspielen, eben wie auch Dauerbewachsene Flächen. Schwarze Böden erhöhen die Erdtemperatur.
Ist halt eher unkonventionell, denn durch diese Ansätze kann man weder Biolandwirtschaft fördern noch andere Industrien zur Kasse bitten.
Es ist für die Industrie lukrativer Milliarden zu bekommen, um eine unsinnigen Batteriemotor zu bauen, als wenige Millionen in die Pflanzenforschung zu stecken.


Eigentlich ist das seit über 100 Jahren bekannt, heute hält man sich aber lieber mit Unsinn auf, wie wir laufend von Pevo lesen dürfen.
http://www.gil-net.de/Publikationen/1_55-60.pdf


Da bleibt aber die Frage, inwieweit hellere Blätter auch eine geringere Photosyntheseeffizienz zur Folge haben. Denn ein derartiger Zielkonflikt ist zunächst zu vermuten.
Und solange in Städten helle Dächer noch durch Bebbauungspläne oft untersagt werden, ist es sowieso lächerlich wegen der Lichtabsorption an der Pflanzenfarbe drehen zu wollen. Denn deren Fläche ist zwar geringer. Aber da könnte man die Absorption oft von 80% auf 20% reduzieren und nicht nur um 1 oder 2%.
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Todde » Sa Apr 16, 2016 22:18

adefrankl hat geschrieben:Sweit Zustimmung. Hier in Mittelfranken ist die Idee Dauerbegrünung in den letzten Jahren im Sommer aber am Wassermangel gescheitert.


Hier herrschte bis auf 2015 auch immer Saharadürre, Wassersparen fängt bei der Bodenbewegung an, je weniger man beweget, desot weniger verdunstet, je mehr Mulchmaterial auf dem Boden liegt, desto mehr Feuchtigkeit bildet sich darunter.
Bei mir sind Zwischenfrüchte auch grundsätzlich daran gescheitert, weil man vorher alles eingearbeitet hat.
Erst die Versuche mit für mich extrem geringer Bearbeitung haben eigentlich zum "Erfolg" geführt.

Und was den Klimaschutz betrifft, so sind die geplanten Maßnahmen auch nur bedingt zielführend. So wäre diesbezüglich ein Humusaufbau eigentlich wünschenswert, da dieser CO2 bindet (und auch mögliche Folgen wie Trockenperioden abmildert).


CO2 ist ein Bestandteil, ein hellgrüner Planet wird sich immer weniger erwärmen, wie ein dunkelgrüner oder eine öko-Schwarzbrache.
Klimagase sind ein Teil, der andere ist eben auch die Farbe der Erdoberfläche.

Dies ist aber in Zukunft kaum noch möglich, weil das Düngerecht den für den Humusaufbau notwendigen Stickstoff kaum noch zulässt.


Humusaufbau beruht aber einfach auch nur auf dem Tunnelblick CO².
Leg mal Schwarze Folie zwischen die Getreidereihen und weiße, führe dann mal Temperaturmessungen im Bestand durch!

(Rein theoretisch könnte man es natürlich so regeln, dass der Humusauf- bzw. Abbau bei der Stickstoffbilanz zu berücksichtigen ist. Nur sehe ich nicht wie man zuverlässige (realitätsnahe) Humusbilanzen mit vertretbaren Aufwand erstellen könnte)


Theoretisch könnte man viel, CO² Bindung wird bei einer dunklen Bebauung der Erdoberfläche nicht dazu führen, Klimaziele zu erreichen,
da wurden wir leider jahrelang geblendet. Dazu gehört wesentlich mehr, als Landwirt können wir einiges tun Züchter können vieles leisten, einen Anspruch auf Anerkennung sollten wir nicht erheben, denn momentan sind die Klimaretter im Tunnel.
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Re: Hellere Blätter

Beitragvon Todde » Sa Apr 16, 2016 22:22

adefrankl hat geschrieben:Da bleibt aber die Frage, inwieweit hellere Blätter auch eine geringere Photosyntheseeffizienz zur Folge haben. Denn ein derartiger Zielkonflikt ist zunächst zu vermuten.

Finde es nicht wieder, in GB gibt es dazu wirklich aufwendige Forschung.

Und solange in Städten helle Dächer noch durch Bebbauungspläne oft untersagt werden, ist es sowieso lächerlich wegen der Lichtabsorption an der Pflanzenfarbe drehen zu wollen.


Weizen macht wie viel der Erdoberfläche aus?
Die Amis malen ihre Dächer weiß, das ist eher lächerlich und dürfte höchsten dem Haus- oder Straßenklima zuträglich sein.

Denn deren Fläche ist zwar geringer. Aber da könnte man die Absorption oft von 80% auf 20% reduzieren und nicht nur um 1 oder 2%.


1% beim Weizen sind aber mal eben x-Millionen Hektar Erdoberfläche!

Sind eben Themen, die vielleicht mehr ausmachen aber für die Ökoindustrie uninteressant,
denn es lässt sich mehr damit verdienen wenn furzende Kühe das Klima schädigen, welcher Spendenkonzern würde damit Geld verdienen, wenn er sagt Monsanto solle doch hellere Weizensorten züchten?
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Re: Hellere Blätter

Beitragvon Mad » Sa Apr 16, 2016 22:40

Todde hat geschrieben:1% beim Weizen sind aber mal eben x-Millionen Hektar Erdoberfläche!


Laut IGC 224 Millionen Hektar in 2015/2016. :mrgreen:

Versiegelte Fläche: um die 250 Millionen Hektar.

Todde hat geschrieben:Sind eben Themen, die vielleicht mehr ausmachen aber für die Ökoindustrie uninteressant,
denn es lässt sich mehr damit verdienen wenn furzende Kühe das Klima schädigen, welcher Spendenkonzern würde damit Geld verdienen, wenn er sagt Monsanto solle doch hellere Weizensorten züchten?


Es würde niemanden interessieren, wenn ein Sortenzüchter mit einer Sorte um die Ecke kommt, die tatsächlich durch die Farbe Abkühlung bringt. Ausgenommen natürlich, diese Eigenschaft wäre genetisch eingekreuzt worden. Dann müssten alle Pflanzen und jegliches Saatgut auf der Stelle vernichtet werden, nachdem der Ökomob auf der Straße gegen eine (ohnehin unwahrscheinliche) Zulassung demonstriert hätte.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Freakshow » So Apr 17, 2016 10:24

Nur so als Gedankenexperimtent zum Thema Humus/CO²:

Das sind Zahlen von der LfL:
Ein durchschnittlicher Ackerboden mit einem Anteil an organisch gebundenem Kohlenstoff (Corg) von 1,5 % enthält in der Krume (0-30 cm, Rohdichte 1,4 g/cm3) ca. 60.000 kg Corg /ha und 6.000 kg N/ha (Corg/Nt = 10).
Man schätzt, dass etwa 2-3 % davon (1800 kg Corg/ha) in der mikrobiellen Biomasse und ca. 0,3 % (200 kg Corg/ha) in den Bodentieren enthalten sind.

Würde es also demnach gelingen den Anteil an Corg von 1,5% auf 2% zu steigern wären das 20.000kg Corg mehr je ha. (Den Zeitraum in dem das geschehen kann/soll lasse ich bewusst aus der Rechnung draußen, 20-50 Jahre sind realistisch.) 1kg C entsprechen 3,67 kg CO². Das bedeutet für uns wir hätten also damit 73.400kg CO² aus der Atmospähre in den Boden verlagert. (Ertragseffekte, leichtere Bodenbearbeitung etc. lasse ich mal unbeachtet.)
Der "Durchschnittsdeutsche" verursacht im Vergleich pro Jahr ca. 11.600kg CO² all inclusive (wohnen, fahren, fliegen, konsum etc.)...

Da steckt also richtig Musik drin. Einziger Nachteil: Man müsste im selben Zug 2.000 kg N/ha aufdüngen - dank neuer DüngeVO unmöglich.
Wieder einmal zeigt sich: "Grüne" Umweltpolitik ist nicht zu Ende gedacht, denn was macht der durchschnittliche Landwirt (und viele Bio-Bauern sowieso) angesichts drohendem Glypho-Verbot, Verschärfung der DüngeVO etc.? Erstmal kräftig vom "Bodenkonto" abheben :mrgreen:
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Welfenprinz » So Apr 17, 2016 11:04

Also nach allen Regeln der "klassischen" Bodenkunde ist es nicht möglich eine derartige Humusgehaltserhöhung dauerhaft umzusetzen.
Es pendelt sich -gleichartige Bewirtschaftungsform vorausgesetzt- immer wieder ein standorttypischer Wert ein auch wenn zwischenzeitlich für eine massive Zufuhr organischen Materials gesorgt wurde.

https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/25484
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Lonar » So Apr 17, 2016 12:59

Welfenprinz hat geschrieben:Also nach allen Regeln der "klassischen" Bodenkunde ist es nicht möglich eine derartige Humusgehaltserhöhung dauerhaft umzusetzen.
Es pendelt sich -gleichartige Bewirtschaftungsform vorausgesetzt- immer wieder ein standorttypischer Wert ein auch wenn zwischenzeitlich für eine massive Zufuhr organischen Materials gesorgt wurde.

https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/25484


Wenn ich die Krume allerdings alle Jahre mal ein bisschen tiefer mache sollte ich dabei doch etwas mehr Humus in den Boden bekommen, oder nicht?
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Mad » So Apr 17, 2016 13:35

Lonar hat geschrieben:Wenn ich die Krume allerdings alle Jahre mal ein bisschen tiefer mache sollte ich dabei doch etwas mehr Humus in den Boden bekommen, oder nicht?


Du vergisst dabei den Humusabbau, den du dadurch immens förderst. Bodenbewegung, -erwärmung und Sauerstoffeintrag fördern den Humusabbau enorm.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Lonar » So Apr 17, 2016 15:27

Mad hat geschrieben:Du vergisst dabei den Humusabbau, den du dadurch immens förderst. Bodenbewegung, -erwärmung und Sauerstoffeintrag fördern den Humusabbau enorm.


Du erzählst doch immer das man mit dem Pflug organische Masse beerdigt, weil sie sich da unten nicht mehr ordentlich zerzetzt. :mrgreen:
Dann müsste man doch einmal bei wenig org Masse den schlechten Boden nach oben holen um ihn zu verbessern und den guten nach unten bringen damit er lange Wasser und Nährstoffe abgeben kann und nicht sofort austrocknet. :klug:
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Mad » So Apr 17, 2016 18:11

Lonar hat geschrieben:Dann müsste man doch einmal bei wenig org Masse den schlechten Boden nach oben holen um ihn zu verbessern und den guten nach unten bringen damit er lange Wasser und Nährstoffe abgeben kann und nicht sofort austrocknet. :klug:


Klar. Bei einmaliger Sache ist das tatsächlich eine Humusanreicherung, weil der Humusarme Unterboden, den man nach oben dreht, keinen Verlust darstellt. Wiederholt man das allerdings, so wie dein ursprünglicher post zu verstehen ist, war es rausgeworfene Mühe.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Lonar » So Apr 17, 2016 18:43

Sorry ich hatte in Deutsch immer ne 4.
:mrgreen:
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon Grenzwächter » So Apr 17, 2016 19:32

Kannst auch einen Hochdrusch machen und dann die langen Stoppel nur flach bearbeiten wenn man dann die Folgekultur nur einschlitzt kann sich nach und nach Humus bilden. Scheitert meist an nicht vorhandener Sätechnik.

Dieses System hat aber so manchen Haken (Fruchtfolge, Dünge Strategi, Technik...)
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Re: Winterweizen 2016

Beitragvon adefrankl » So Apr 17, 2016 20:00

Mad hat geschrieben:
Lonar hat geschrieben:Dann müsste man doch einmal bei wenig org Masse den schlechten Boden nach oben holen um ihn zu verbessern und den guten nach unten bringen damit er lange Wasser und Nährstoffe abgeben kann und nicht sofort austrocknet. :klug:


Klar. Bei einmaliger Sache ist das tatsächlich eine Humusanreicherung, weil der Humusarme Unterboden, den man nach oben dreht, keinen Verlust darstellt. Wiederholt man das allerdings, so wie dein ursprünglicher post zu verstehen ist, war es rausgeworfene Mühe.

Ein Anhaltspunkt sind ja die Untersuchungen zu den Flächen die in den 50er Jahren mal tief (~ 1 m) gepflügt wurden. Da würde man in der Tiefe immer noch eine Humusanreicherung finden.

Wenn man es nur vom Humusaufbau her sieht (!) müsste man eigentlich zuerst oben den Humus anreichern, dann richtig tief pflügen (wenn es der Untergrund zulässt) dann wieder oben Humus anreichern, dann wieder tief pflügen, aber so, dass die Humusschicht vom ersten Pflügen unten bleibt. usw. bis der
gesamte Untergrund mit Humus angereichert ist. (und dann irgendwann wieder von vorne). Das wäre ein Bewirtschaftungssystem welches den Humusgehalt (gemessen in kg/ha) deutlich erhöht. Allerdings dürfte sich das ökonomisch kaum rechnen. Und es wurde ja auch schon vorgerechnet, dass mit der aktuellen Düngeverordnung dies schon am Stickstoffbedarf scheitert.
Ansonsten führen höhere Erträge meist auch zu mehr Ernterückständen (bei gleicher Bewirtschaftung) und sollten auch zum Humusaufbau beitragen.
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