Forchhammer hat geschrieben:Problem war bei mir nicht der einseitige Herbizideinsatz, sondern das keiner gegen AFS und Co stattfand.....als ich noch nicht viel damit zu tun hatte
Hier im Forum gruseln viel genug Bilder davon rum......
@ Jungspund
1.Ausbildung mach ich noch keine, ich verhaue meine Zeit mit Landwirtschaft studieren und bin dementsprechend wenig daheim, abgesehen von ein paar Stunden Schlaf.....
2. Ich mache bei Landwirtschaft erst seit letztem jahr selber mit, halbwegs so wie ich es will. Dementsprechend setze ich mich auch seitdem erst mit der ganzen Sache intensiver auseinander. Zudem kommt noch das Unverständnis von Mami und Papi, wieso AFS und Co. böse ist, eine richtige Düngung mehr Ertrag bringen sollte und das kostet ja alles soviel Geld.....und dann kommt hald auch so ne Sache, wo der Pap dann bei nassestem Boden nach dem Sähen mit der Walze noch mal drüber walkt (wenn ich nicht da bin, "vorschreiben" lässt er sich sowieso nix. Ja und dann isser wieder mal für 2 Wochen stinkbeleidigt und lauter so Zeugs hald, wo mir dann einfach auch alles stinkt.)
3. Ich schäme mich nicht für solch hochgeladene Bilder.Für die Felder natürlich schon, aber warum sollts ich nicht öffentlich stellen? Meinst Mad, CrazyHorse etc. kommen dann zu mir und verhauen mich?![]()
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Achja: Nur die letzten 3 Bilder sind Weizen, die Wiese bei dem einen Tritifeld entstand auch durch untergepflügten AFS-Samen.
Die restliche packende, spannende und nervenzerreissende Geschichte kann man hier lesen:
der-liebe-ackerfuchsschwanz-t84251.html
In diesem Thread gehts aber ned darum, sondern nur um Berichterstattung....
Dein Vater sollte mal überlegen, was da an Zeit, Diesel und Materialverschleiß verloren geht, wenn er einen Tonboden kurz vor der Aussaat noch mal pflügen muss, um das Stroh und das Unkraut zu vergraben. Tonböden trocknen in der kühleren Jahreszeit nur sehr schlecht ab und an einer Herbizidbehandlung kommt man auch nach einem Pflugeinsatz nicht vorbei.
Ich kann Dir bzw. Deinem Vater nur raten, frühzeitig nach der Ernte einen saatfertigen Boden herzurichten, den Boden ruhen zu lassen und das Ausfallgetreide samt Unkräutern und Ungräsern vor der Saat mit einem billigen Glyphosat abzuspritzen. Damit schonst Du Deinen Schlepper, den Boden und Deinen Geldbeutel.
Ich lass das Getreide (mit Ausnahme der Sommergerste) etwas höher dreschen (Strohverteilung vom Mähdrescher ist eh nicht die beste) und mulch die Stoppeln dann ab. So hab ich gleichmäßig verteiltes, kurzes Stroh, das dann später bei der Aussaat keinen großen Ärger mehr macht. Ich grubber auch nur einmal tief, um das Stroh einzuarbeiten und mach die Äcker dann gleich mit der Kreiselegge fein, um die Verdunstungsrate zu senken und bessere Auflaufbedingungen für die Ausfallsämereien zu schaffen.
In einem trockenen Jahr ziehe ich die Äcker vor der Saat noch mal mit einem Federzinkengrubber ab. Letztes Jahr wäre das allerdings kontraproduktiv gewesen, weil es dafür untendrin zu feucht war. Da hab ich den Weizen dann direkt mit der Drillkombination in die abgespritzten, oberflächlich abgetrockneten Äcker gedrillt.
Ich bin mit dem Stoppelweizen mittlerweile recht zufrieden. Der hat sich die letzten Tage wirklich schön weiterentwickelt. Was so ein bisschen Sonne nicht alles ausmacht!

