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Aktuelle Zeit: Mo Jun 15, 2026 21:11

Wirtschaft in Deutschland....

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon T5060 » Di Jun 02, 2026 21:18

Es ist halt so, dass wenn man erpreßbar ist, in dem Moment alles los wird.

Wenn halt jemand weis, dass dein Getreidesilo voll ist und du Geld nötig hast,
dann will dir niemand viel dafür geben. Umkehrt wenn dein Silo leer ist und dein
Gegenüber weis, dass du Ware brauchst, wirst du ordentlich dafür zahlen.

So ist das ja mal den Herrn Wedeking und Merckle mit leerverkauften VW Aktien gegangen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon Lenkfix » Di Jun 02, 2026 21:55

T5060 hat geschrieben:Und warum gehen nur wenige insolvent und was ist mit den ganz ganz vielen, die aktuell nicht insolvent gehen ?

Also Momentmal, es gab noch nie soviel und zu keiner Zeit soviel Insolvenzen und Firmen schließungen wie aktuell, allein in der Landtechnik und Großhandel z.b. Stihl-Endress.
T5060 hat geschrieben:Was machen die Nicht-Insolventen anders ?

Die fahren den Betrieb kontrolliert herunter mit Staatl. Kurzarbeit-Geld und Entlassungen bzw. Freistellungen, die groß Produktion ist bereits ins Ausland verlagert, Amazon liefert frei Gehsteigkante.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon Manfred » Mi Jun 03, 2026 7:51

Lenkfix hat geschrieben:Die fahren den Betrieb kontrolliert herunter mit Staatl. Kurzarbeit-Geld und Entlassungen bzw. Freistellungen, die groß Produktion ist bereits ins Ausland verlagert, Amazon liefert frei Gehsteigkante.


Das ist kein Widerspruch zu dem, was T5060 schreibt. Das kannst du nur, wenn du den wirtschaftlichen Freiraum dazu hast. Eine hoch fremdfinanzierte Fabrik samt vom Arbeitsrecht geschützter Belegschaft fährst du nicht einfach so runter.
Du brauchst das Geld für den Stellenabbau und muss weiter den Kapitaldienst leisten können.
Kannst du das nicht, gehst du in die Insolvenz.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon 210ponys » Mi Jun 03, 2026 10:08

eine Insolvenz ist aber auch die Möglichkeit Altlasten loszuwerden.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon Lenkfix » Mi Jun 03, 2026 12:45

Manfred hat geschrieben:Das ist kein Widerspruch zu dem, was T5060 schreibt. Das kannst du nur, wenn du den wirtschaftlichen Freiraum dazu hast.

Davon bin ich ausgegangen und mMn. ist ein entsprechend wirtschaftlicher Freiraum das A & O und Voraussetzung für einen soliden Geschäftsbetrieb, wie sagte mal ein Händler zu mir, selbst wenn das Lager voll ist "muß ich nicht verkaufen" sondern kann gelassen abwarten bis die Preise wieder ansteigen.
Manfred hat geschrieben:Eine hoch fremdfinanzierte Fabrik samt vom Arbeitsrecht geschützter Belegschaft fährst du nicht einfach so runter.

Wenn so eng gestrickt dann hast ganz einfach beim Risikomanagement eben nicht korrekt danach gehandelt. Bei den aktuellen Insolvenzen sind aber zumeist Uralt-Eingesessene Firmen betroffen bei denen die fremdfinanzierte Fabrik eher Zweitrangig sein wird, aber eben durch geänderte Marktbedingungen, Gewerkschaften usw. im heimischen Platzhirschmodus den rechtzeitigen Absprung verpasst haben.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon T5060 » Mi Jun 03, 2026 14:00

Alteingessen steht bei mir für

veraltete Produkte und Anlagen,
weil unzählige Erbengesellschafter,
nix schaffen, aber von der Dividende leben wollen.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon 304 » Mi Jun 03, 2026 15:32

Lenkfix hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Eine hoch fremdfinanzierte Fabrik samt vom Arbeitsrecht geschützter Belegschaft fährst du nicht einfach so runter.

Wenn so eng gestrickt dann hast ganz einfach beim Risikomanagement eben nicht korrekt danach gehandelt.

Die Insolvenz einer Tochtergesellschaft ist doch fest eingeplant um Altlasten loszuwerden.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon langholzbauer » Mi Jun 03, 2026 15:44

@T5060
Zählst Du dich , als Hofnachfolger, bzw. jetzt bald Altenteiler auch dazu?
Ich frage für einen Freund. :wink:
Es gibt kaum was "Alteingesesseneres", als die lw. Familienbetriebe.
In vielen anderen Fäden favorisiert du ja auch dieses Modell?
Der Rest trennt sich an der Qualität der Bildung des Nachwuchses.

Dazu fällt mir ein schönes Zitat aus " den Guldenborgs" ein:
"Junge,
Sei mit Lust bei den Geschäften bei Tage!
Aber mache nur solche, dass Du nachts ruhig schlafen kannst!" :klug:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon T5060 » Mi Jun 03, 2026 16:35

@langholzi ... landw. Betriebe haben meist einen einzigen Eigentümer,
ich meinte eher mehr oder weniger kleine oder große Unternehmen im gewerblichen Bereich,
die es hier bei uns im demokratischen Westen der Republik noch in Hülle und Fülle einst mal gab.
Ich habe da viele dieser Familienvermögen erlebt und auch viel gelernt dabei.
Zu dem Thema könnte ich stundenlang dozieren.

Und was mir die Tage so aufgefallen ist, wenn reiche Leute irgendwann mal anfangen in Landwirtschaft zu investieren,
dann ist das oft, der Anfang vom Ende der nichtlandwirtschaftlichen Unternehmensaktivitäten.

Also @langholzi achte zukünftig bitte darauf, nicht gleich Beiträge negativ zu Lasten des Verfasser zu interpretieren.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon langholzbauer » Mi Jun 03, 2026 17:02

Bitte nicht negativ!
Es geht doch um die kritische Betrachtung.
Der LT darf dir dankbar sein, dass du die Besonderheiten der lw. Betriebe im Bewertungs- und Erbrecht hier immer wieder aufführst.
Abgesehen davon ist es aber in vielen anderen Branchen oft gleich der alten Regel.
Einer baut's auf, die 2. Generation entwickelt es erfolgreich weiter und vergisst darüber der extern bestens ausgebildeten Nachfolgergeneration die Verantwortung für Standort und Personal richtig zu vermitteln....
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon Lenkfix » Mi Jun 03, 2026 18:26

T5060 hat geschrieben:Alteingessen steht bei mir für
veraltete Produkte und Anlagen,

Das kommt auf die Sichtweise drauf an, bei mir steht Alteingesessen z.b. mehr für gefestige Strukturen, in der Branche bewährt und fest verankert.
T5060 hat geschrieben:@langholzi ... landw. Betriebe haben meist einen einzigen Eigentümer,
ich meinte eher mehr oder weniger kleine oder große Unternehmen im gewerblichen Bereich,

Moderne Landw.-Zukunftsbetriebe haben teils nichtmehr nur einen einzigen Eigentümmer sondern sind zuoft in GbR oder gar GmbH eingebunden, wobei kleine oder große Unternehmen im gewerblichen Bereich zumeist auch in Familiengeführt als Einzelunternehmen agieren.
langholzbauer hat geschrieben:Bitte nicht negativ!
Es geht doch um die kritische Betrachtung.

So siehts aus, den ewigen schönrednern mit einem scheinbar biegsamen Rückgrad aus evtl. Zitzengummi etwas zwischen den Zeilen zu belesen.
Übrigens D. hat die Wahl zum Sicherheitsrat gegen z.b. Österreich usw. verfehlt, das Ranking geht weiter nach unten.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon T5060 » Mi Jun 03, 2026 22:22

Wir hatten die Zäsur: Wiederaufbau nach dem zw. Weltkrieg und dann der folgende Wirtschaftsaufschwung mit Inflation, neuen Technologien und Hochzinsphasen.
Für kapitalintensive familiengeführte Industrieunternehmen war es schwierig, wie z.B. Borgward, Stumm oder Henschel, Krupp lag was anders.
Siemens und Bosch haben die Familienanteile reduziert. Fam. Thyssen, Quandt und Flick haben umgeschichtet, ALDI und LIDL gab es so noch nicht richtig.
Branchenrotation, Alleinstellungsmerkmale (!!Eigentumsflächen gehören m.E. auch dazu !!), kostengünstiges Wirtschaften und zeitgemäße Produkte
braucht man um existenzfähig zu sein. Um es auf die Bauernschiene zu schieben, man muss nicht zwingend ein SuperMegaVollerwerbsbauer sein,
um den Laden über Wasser zu halten, es reicht wenn man im Nebenerwerb den Status erhält und immer mal ein Hektar zukauft oder es reicht
auch wenn man einen wachstumsfähigen Kern am laufen hält wie z.B. einen 60ziger oder 80ziger Milchkuhbestand im aktualisierten 40 Jahre alten Laufstall,
den man dann bei guter Flächen - und/oder AK-Verfügbarkeit skalieren kann. Und so muss man seinen Weg finden.
In der Landwirtschaft kann man viel anbauen und produzieren, das Problem sind aber mittlerweile brauchbare Vermarktungswege.

Es ist wie es überall ist: Sich weiter entwickeln, aus alten Branchen in Neue wechseln, soviel Geld und stille liquide Reserven im Unternehmen/Betrieb lassen,
das Luft zum Atmen bleibt. Geld über den WK II zu retten hätte nichts gebracht, wer aber in 50ziger Jahren Holz (stille Reserve) verkaufen konnte, hatte es leichter
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon Manfred » Do Jun 04, 2026 7:27

Lenkfix hat geschrieben:Übrigens D. hat die Wahl zum Sicherheitsrat gegen z.b. Österreich usw. verfehlt, das Ranking geht weiter nach unten.


Das war eine gewaltige Watsche. Man hörte unter den Teilnehmern oft, Deutschland sei für dieses Amt nicht mehr geeignet, wegen seiner Verlogenheit.

Die deutsche Politik ist sich keiner Schuld bewusst und regiert mit Drohungen, dass man jetzt die Zahlungen an die UN reduzieren werde.
die Vereinten Nationen haben aktuell mit erheblichen Finanzdefiziten zu kämpfen, weil auch die USA den Geldhahn zugedreht haben, weil die UN sich ihnen in der Israel-Frage nicht beugen wollen.
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon elchtestversagt » Do Jun 04, 2026 7:33

Man kann auch "clever" in eine Insolvenz gehen, um Altlasten los zu werden. Und das passiert momentan doch.
Viele Insolvenzen sind von langer Hand geplant, schon seit Corona weiss man, das es nichts mehr wird in Deutschland, vor allen Dingen wegen dem unterschwelligen Arbeitskampf, den es mittlerweile gibt, über den keiner spricht. Und damit meine ich Verwaltung/Büro vs. Arbeiter. Erstere pochen immer mehr auf Home office und work-life-balance sowie 8h Arbeitstage, was der Bandmitarbeiter, der Handwerker, der Industriemitarbeiter und viele andere nicht können. Und als "Krönung" obenauf gibt es noch die Pendlerpauschale, die die Home-office-Anwender auch ansetzen können, obwohl man selten fahren muss...
Dann werden halt Firmenteile "eigenständig", nach guter alter Heuschreckenart von Anfang der 2000ender mit Schulden voll gepumpt und dann fallen gelassen...Ab ins Ausland und dann für biliges Geld die Firmen respektive das Know-how zurück übernommen und weiter geht es.
Warum fragt es sich keiner, das Firmen immer nur von Ausländern übernommen werden ( auch in der Landtechnik..). Das "verdiente " Geld geht zum Mutterkonzern, da haben wir nichts von, und wenn es nicht läuft, ist man die Mitarbeiter ganz schnell los...
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Re: Wirtschaft in Deutschland....

Beitragvon AEgro » Do Jun 04, 2026 10:43

Manfred hat geschrieben:
Das war eine gewaltige Watsche. Man hörte unter den Teilnehmern oft, Deutschland sei für dieses Amt nicht mehr geeignet, wegen seiner Verlogenheit.

Die deutsche Politik ist sich keiner Schuld bewusst und regiert mit Drohungen, dass man jetzt die Zahlungen an die UN reduzieren werde.
die Vereinten Nationen haben aktuell mit erheblichen Finanzdefiziten zu kämpfen, weil auch die USA den Geldhahn zugedreht haben, weil die UN sich ihnen in der Israel-Frage nicht beugen wollen.

Das seh ich positiv !
Was soll Deutschland in dem verlogenen Sicherheitsrat.
Aber dass unsere Regierung ihre Drohung war macht, und die Mittel an die UN kürzt, wäre schön, ist aber nicht zu erwarten.
Eher stocken sie die Zahlungen noch auf, man will sich ja wieder einschleimen.
Was ist die UN überhaupt noch ?
Nicht mal mehr ein Debatierclub. Nur noch ein sehr teure Politiker-Abschiebepöstchen-Versorgungs-Alibi-Behörde.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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