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ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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79 Beiträge • Seite 2 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon LUV » Fr Mai 26, 2017 11:17

Reinhold, ich habe doch gerade betont, dass es keine einseitige Ausrichtung geben wird. Was du machst ist ständig Öl ins Feuer der Diskussion gießen. Ich habe nirgends auch nur ansatzweise eine LPG-Landwirtschaft angepriesen. DU redest immer von der Angst vor den LPGen....warum, weiß ich auch nicht. Die Vielfalt wird erhalten bleiben, aber regional völlig unterschiedlich aufgestellt sein. Regionen werden wüst fallen und Grenzertragsböden werden zu Naturschutzflächen. ......
Die Veränderungen aufgrund fehlender Nachfolge oder nicht vorhandenem Kapital sind dann noch mal ganz andere Gründe, aber eben auch Gründe, des Wandels.
Wenn Städte wie unsere 23ha besten Ackerbodens zu Gewerbeflächen machen, Betriebe dafür aufgeben müssen, dann interessiert es keine Sau. Wenn aber in der gleichen Stadt Attac eine Veranstaltung zum Thema Grundwasser und Landwirtschaft austrägt, und alle Mitglieder ins agrarindustrielle Horn blasen, dann erklär du mir nicht, wer oder was den Wandel beschleunigt oder nicht.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Mai 26, 2017 11:27

LUV hat geschrieben:Der Begriff "bäuerliche Landwirtschaft" an sich hat ja keine Wertigkeit. Er ist Synonym für ein Gefühl, für Kindheitserinnerung und heile Welt. Das ist ein Trugbild. Andererseits wird als Pendant der Begriff "industrielle" Landwirtschaft entgegen gesetzt, der wiederum ausschließlich negativ besetzt ist. Der Wandel in der Landwirtschaft ist doch nichts anderes, als die Anpassung an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Man muss sich dem ja nicht unterwerfen, man kann und darf andere Wege gehen. Es wird dauernd wie eine von unsichtbarer Hand gesteuerte Unausweichlichkeit dargestellt, was den Wandel angeht. Die Kohlezechen sind zu, die Tante - Emma - Läden dicht. Dutzende von Handwerksberufen sind nicht mehr da und neue Berufe sind entstanden. Es scheint, als wäre Wandel etwas Schlechtes, anstatt das Gute darin zu sehen.....
Und wenn Leute, wie der Grönemeyer diese Heiteitei - Sichtweise auch noch medial untermauern, dann hilft das den weiter Wirtschaftenden wenig, weil sie eben als "Agrarindustrielle" übrigbleiben, die perse schlecht sind. Die Solidarische Landwirtschaft ist eine Nische für Verbraucher, die ihr Gewissen beruhigen und "Gutes" tun wollen....ein gutes Konzept, das nichts anderes ist, als ein Konzept der Vermarktung.


Ich hab da persönlich keine Grenze, hab nur versucht, das zu umreißen, was wahrscheinlich die allermeisten darunter verstehen. Ich werte das auch nicht. Ich hab Bekannte mit 30 und mit 500 Kühen. Danach messe ich nicht die Wertigkeit der Arbeit, geschweige denn das persönliche Ansehen.
Aber zumindest in meinem Umfeld beobachte ich, dass gerade diejenigen, die die "Bäuerlichkeit" erhalten wollen, ganz massgeblich am Fehlen der zukünftigen Nachfolger Verantwortung tragen. Neben den wirtschaftlichen Gegebenheiten natürlich.
In Deutschland gibt es mittlerweile zu viele "Mitdenker" und Kontrolleure und zu wenige Macher. Das betrifft aber nicht nur die Bauern.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon LUV » Fr Mai 26, 2017 11:35

Meyenburg, ich sehe die von dir angesprochene Problematik auch in der Landwirtschaft selbst begründet. Es kommt von innen heraus. Die starke Diversifizierung und die Geschwindigkeit der Veränderung, die regionalen Unterschiede und die mentalen Unterschiede, die Unterschiede in der Ausbildung, usw. usw. führen zu einem inhomogenen Bild "des Bauern" Da möchten etliche eben festhalten am "Alten".....bevor man das "Neue" falsch macht. Wenn sich die Klientel schon aber nicht einig ist im Selbstbildnis, dann wird sie dies auch so widerspiegeln.
Deshalb gibt es ja "whes" und "wir machen euch satt". Die eigene Akzeptanz und das Widerspiegeln des eigenen Standes ist gestört. Es bedarf eines neuen Selbstbildnisses, das wird aber nie wieder so sein, wie es sich einige vorstellen oder wünschen.
Wäre ja schon ein Fortschritt, wenn sich die Bauern nicht gegenseitig an die Gurgel gingen.... :mrgreen:
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 26, 2017 11:40

Die Sache ist doch ganz einfach : Streicht die Prämien und bezahlt vernünftige Preise
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon LUV » Fr Mai 26, 2017 11:49

T5060 hat geschrieben:Die Sache ist doch ganz einfach : Streicht die Prämien und bezahlt vernünftige Preise


Dubiose Forderung an wen? Hier streicht keiner Prämien oder ermöglicht Preisfindungen.... :roll:
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon Eicher1950 » Fr Mai 26, 2017 12:10

T5060 hat geschrieben:Die Sache ist doch ganz einfach : Streicht die Prämien und bezahlt vernünftige Preise




Das klingt in der Theorie sehr einfach und verlockend, ich würde das sofort unterstützen. Aber wen interessiert denn ob du ohne Unterstützung von den aktuellen Preisen leben kannst oder nicht ? Wenn du nicht mehr liefern willst kommt die Ware halt aus dem Ausland.


Fressen ist nix wert bei uns, ein Smartphone hat aber jeder :).
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 26, 2017 12:56

Eicher1950 hat geschrieben:Wenn du nicht mehr liefern willst kommt die Ware halt aus dem Ausland.


Ist das Ausland billiger ? Selbst Neuseeland bezahlt mehr wie DMK oder Hochwald für die Milch ..... :mrgreen:
Die Franzosen haben OMIRA gekauft, wegen der billigen deutschen Milch 6 Cent billiger wie Frankreich.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon LUV » Fr Mai 26, 2017 13:12

T5060 hat geschrieben:
Eicher1950 hat geschrieben:Wenn du nicht mehr liefern willst kommt die Ware halt aus dem Ausland.


Ist das Ausland billiger ? Selbst Neuseeland bezahlt mehr wie DMK oder Hochwald für die Milch ..... :mrgreen:
Die Franzosen haben OMIRA gekauft, wegen der billigen deutschen Milch 6 Cent billiger wie Frankreich.



Na, dann streiche die Prämien und lass zu den Kosten, wie in Neuseeland produzieren und schon ist es nach deinem Wunsch .....vorbei mit Milcherzeugung in diesem Land. Was für eine Logik Reinhold. :?
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 26, 2017 16:44

Rede doch nicht bei Neuseeland von den Kosten, sondern rede von deren nicht deren nicht vorhandenen Auflagen, da wären :

Bullenkälber werden von der Herde entfernt und sich selbst überlassen
Zellzahl - und Hemmstoffkontrollen gibt es 2x jährlich, in dem der Landwirt selbst eine Probe zieht und diese dem Labor bringt
GVO ist dort Standard
Weidegang ist dem Klima und der Natur geschuldet

Sorry LUV dein ganzes Getue um "größere Bestände", die du als das wirtschaftlich erfolgreichere Modell darstellst,
ist nichts anderes als dummes Nachplappern von Kammerexperten, denen insgesamt aber meist oft selbst der Plan fehlt.
Ich hingegen orientiere mich an der gelebten Wirklichkeit.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon Eicher1950 » Fr Mai 26, 2017 17:09

Neuseeland, Kanada,USA...das kann man alles nicht mit hier vergleichen. Aber dieses "wachsen oder weichen" ist keine Lösung. Wenn ich mit einem 50 ha Betrieb nicht wirtschaften kann, dann kann ich das auch mit 500 ha nicht. Man muss und sollte einfach mal andere Wege gehen, wie man es die letzten 40 Jahre gemacht hat.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 26, 2017 17:31

Die Geflügelwirtschaft ist da schlauer, viel schlauer.
Dort werden auch Ställe nicht entwertet und nicht so gedrängelt wie in der Milchwirtschaft.
Da wird über das untere Viertel diskutiert und nicht nur dem oberen Viertel eine Zukunft prognostiziert.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon geestbauer » Fr Mai 26, 2017 17:39

Das obere Viertel und die großen Zukunftsbetriebe sind aber nicht immer deckungsgleich.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 26, 2017 18:12

geestbauer hat geschrieben:Das obere Viertel und die großen Zukunftsbetriebe sind aber nicht immer deckungsgleich.


Das "obere Viertel" sind jedes Jahr andere. Nach der Definition der k(j)ämmerlichen Vierteleinteilung kommt ein Zukunftsbetrieb nie ins "oberere Viertel",
weil die Wachstumsinvestitionen stetig am Ertrag zerren.
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon marius » Fr Mai 26, 2017 19:42

Paule1 hat geschrieben:Wer hat den Bericht heute gesehen, ich schaue ihn mir gerade mal an

Kaum Alternativen für Landwirte



https://www.zdf.de/gesellschaft/dietrich-groenemeyer-leben-ist-mehr/film-von-christian-schnelting-und-florian-beck-100.html


Guter Beitrag, der sich an der Realität orientiert.
Im Endeffekt haben die aber nur meine Aussagen hier im Forum wiederholt, bzw abgeschrieben. :evil:
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Re: ZDF--Das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft?

Beitragvon marius » Fr Mai 26, 2017 19:45

meyenburg1975 hat geschrieben:
Wenn man bäuerlich mal als Betrieb definiert, in dem die Familie (vielleicht mit Azubi und/oder ein/zwei Festangestellten) den wesentlichen Anteil der Arbeit erledigt,


Das sind doch Betriebe die teilweise schon verschwunden sind und noch verschinden werden, wo Frau, KInder und Altenteiler als Zwangsarbeiter gehalten werden, die kostenlos mitarbeiten MÜSSEN, ob sie wollen oder nicht.
Erinnert irgendwie an die Sklaverei damals...

Besonders die Kinder haben heute andere Interessen in ihrer Freizeit wie noch vor 20 Jahren, als auf dem Betrieb mitzuarbeiten

Hier noch ein anderes passendes Video aus der ZDF Mediathek

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in ... oplay=true
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