Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Feb 11, 2026 17:40

Zukunft der Gentechnik in der Landwirtschaft

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
211 Beiträge • Seite 13 von 15 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15
  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » Sa Dez 16, 2006 15:50

Hallo,
ich hab das schon verstanden - ich seh halt nur die Möglichkeiten etwas anders, und anscheinend rechne ich auch anders als Du?
Wer heutzutage seine Schweine oder Legehennen, oder Masthähnchen gentech-frei füttern will, ist mit 20-30% Aufschlag gegenüber der Fütterung mit RR-Soja dabei, bei extremst schlechter Verfügbarkeit der Futtermittel überhaupt, und zudem noch schlechteren Zunahmen und Mangelerscheinungen, wenn er auch keine (gentech-)Aminosäuren einsetzen will/darf. Wer soll das bezahlen, wenn dem Endkunden, UND der Molkerei , Schlachterei, Mühle etc . diese Problematik völlig egal ist?

Und so eine Art "Halb Ja, Halb Nein", also die "guten" naturidentischen Gentech-AS ins Futter , aber die "schlechten" BT-Maispflanzen nicht auf den Acker, das ist leider nicht zu verkaufen, siehst Du hier im Forum ja auch, das meiste ist Schwarz-Weiß-Malerei a la Egbert.

Was die Haftung angeht, stimme ich Dir zu, da könnte man sicher noch ein bißchen dran drehen. Aber auch da ist der erste, der sein Saatgut billiger bekommt weil er selber haftet, im Vorteil, denn beim Verkauf an die Mühle interessierts ja wieder keinen. Nicht mal die Frühstücks-Müsli sind noch Gentech-frei, sind ja Corn-Flakes drin, da kann Kölln-Flocken schlecht sagen, ok, WIR machen aber dazu die superökologischen Haferflocken und haften selber für evtl. Schäden.

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Notill33 » Sa Dez 16, 2006 17:19

hallo,

nun ihre Argumente sind im Großen und Ganzen stimmig.
Allerdings ist GVO freies Soja nicht teurer als das Vermischte. (oder kaum).
Und den Mühlen ist das mit den GVO, zumindest im Süden, nicht egal.
Es gibt mit Sicherheit regionale Unterschiede.

Aber worauf kommt es denn an?
Wir können nur was bewegen durch unser Konsum- oder Einkaufverhalten. dies ist die einzige Möglichkeit seiner Stimme Gewicht zu verleihen. Ein protest von 1000 Bauern interessiert nicht, wenn diese dann das Saatgut kaufen, das nicht GVO frei ist, ich rede nicht von GVO Saatgut, sondern von nicht näher untersuchtem Saatgut...

Aber wenn 20 Bauern (wenn möglich große Betriebe) ihr Saatgut nach gewissen Kriterien einkaufen... das kann mehr bewegen...

Nur die Verkaufszahlen interessieren die Konzerne, und wenn die kleinen Saatgutfirmen plötzlich Marktanteile gewinnen, weil sie unsere Wünsche bedienen können, dann wird spätestens reagiert.

Und noch was solte uns im Hinterkopf gespeichert sein. Das Image der Landwirtschaft ist dank der deutschen Presse eh nicht das Beste, also machen wir damit echte Imagepflege, oder sehe ich das Falsch?

Ich weiß, das im Norddeutschen Bereich kaum GVO freies Soja angeboten wird, aber Der Süden ist doch gerne bereit zu Liefern..grins.
Und sie werden sehen wie schnell es dann auch bei euch angeboten wird.

Ich denke der Markt (so kaputgeregelt er auch ist) wird entscheiden.
Und ein großer Teil dieses Marktes sind wir

Natürlich müssen wir untereinander das ganze Diskutieren, aber wir sollten uns unserer Position bewust werden, der Risiken, welche alle bei uns liegen, und der Möglichkeiten, die jeder einzelne von uns hat.

So dumm es klingt, aber es liegt an uns und unseren Kollegen!
Das wichtigste ist Information! Nicht von den Konzernen oder Greanpeace, die haben ganz andere Interessen als wir, wir wollen doch unseren Betrieb irgendwann weitervererben.... oder?

P.S.: hab nix gegen kritik, das eröffnet neue Denkweißen
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Egbert » Sa Dez 16, 2006 17:35

So ist es Notill 33. Deinem Beitrag ist uneingeschränkt zuzustimmen. Wie sagte einer meiner Lehrer, bei einer guten Antwort ? Eins, setzen !
Es geht doch, vollkommen ohne Chemie in der Landwirtschaft
" Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die "Normalen" gebracht haben. "

George Bernard Shaw
Herzlichen Gruß

Egbert
Ostfriesland
Egbert
 
Beiträge: 457
Registriert: Mi Aug 02, 2006 18:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Der Maiszünsler

Beitragvon Notill33 » Sa Dez 16, 2006 17:44

Anmerkung an Seite 12

Wie Egbert sagte:

Wer freilich durch “pfluglose Bearbeitung” des Bodens, praktisch den Ersatz des Pflügens durch Herbizid-Einsatz und leichtes Grubbern, und kurze Fruchtfolgen Mais auf Mais anbaut, der züchtet auch den Zünsler heran.

(Sorry Egbert aber das ist nur noch im bayrischen Rottal das Evangelium)



Wir sind wie mein Name schon sagt ein Betrieb ohne Pflug. Wir haben ca. ein drittel Körnermais in der Fruchtfolge.

Die einzige sinnvolle Bekämpfung gegen den Zünsler ist das saubere Abschlägeln der Stoppeln, das kann ich nur auf einem absolut ebenem Feld, d.h. keine Fahrspuren, d.h. kein Pflug.
Die Mortalitätsrate ist mindestens so gut wie beim Pflug, eher besser.
Pflügen ist bei uns aufgrund der Steine eine eher sehr schlechte Idee.

Es stimmt, das der Zünsler im Laborversuch sehr starke Kälte überlebt...
Aber er erfriert auch nicht, er vertrocknet an der oberfläche, wenn er keinen Stängel hat um sich darin zu verstecken. Die Krähen freuen sich auch und lassen meine hochgeschätzten Regenwürmer in ruhe (hoffe ich)
Wir haben es in unseren eigenen versuchen noch nicht geschaft unter Freilandbedingungen an der Bodenoberfläche einen Zünsler über den Winter zu bringen.

Wir kämen nie auf die Idee Bt Mais anzubauen, das Abschlägeln brauche ich um gut sähen zu können, kann also nix sparen.
Sollte der Befall wirklich mal eine Behandlung mit Insektizid oder Tricho rechtfertigen, (maximal einmal in 5 Jahren) dann ist diese Maßnahme mit abstand billiger als wenn ich jedes jahr Bt Mais kaufen würde....

Abgesehen davon daß ich keinen Abnehmer für solche Ware finden würde.
Zuletzt geändert von Notill33 am Sa Dez 16, 2006 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » Sa Dez 16, 2006 17:45

Hallo,
Egbert: _Deine_ Schwarz-Weiß-Malerei besteht darin, daß Du Gentechnik komplett ablehnst und weder bei Pflanzen, Tieren noch Menschen bereit (oder in der Lage) bist zu Differenzieren.

@Notill: ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Du glaubst, wenn ich das richtig verstanden habe, man könne so eine Art "gentechnikfreie Zone" aufrecht erhalten, das finde ich ok, siehe oben, geht sicher für einige wenige, die sich einig sind. Ich sehe nur nicht, wie man den jetzt vorhandenen Käufermarkt, egal ob Zwischenstufe oder Endverbraucher, überhaupt wieder gentechnikfrei bekommen sollte - und das wäre doch die Voraussetzung für jede weitere Aktion, bzw zumindest das Streben danach.
Was willst Du dagegensetzen, wenn jemand damit Argumentiert, daß inzwischen bereits mehr als 10 Jahre jeder Deutsche Bürger wissentlich oder weil es ihm egal ist täglich mit Gentech-Nahrung gefüttert wird (es sei denn er kauft ausschließlich im Bioladen) - und bisher ist ihm doch noch nichts passiert. Warum also nicht auch hierzulande das anbauen, was im wahrsten Sinne des Wortes längst gegessen ist?

Nicht falsch verstehen, ich bin nicht für den Anbau genetisch manipulierter Pflanzen (wohl aber für den Einsatz der Gentechnik im Konverter, um z.B. vom Soja unabhängig zu werden) - ich versuche nur mal die Argumente der Gegenseite anzuführen, weil ich denke, daß der Verbraucher, und in der zwangsläufigen Folge dann auch der Zwischenhandel gar nicht so weit denkt wie wir.

Grüße
Brigitta
PS: an den Import von "gentechnik-freiem Soja" glaube ich eher nicht mehr, man muß da auch mal Realist sein und sich die Schiffe angucken und die Verladevorgänge. Wer _wirklich_ sauber produzieren und füttern will, wird sich langfristig mit einheimischem Futter begnügen müssen (Lupinen, Erbsen, Bohnen etc + L-AS aus dem Konverter), ist ja auch nichts Schlechtes!
Und vererben will ich ganz bestimmt nichts - wenns mir darum ginge, würde ich den Laden hier lieber anstecken - aber das soll jeder halten wie er will.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Notill33 » Sa Dez 16, 2006 18:07

Servus,

Ehrlich gesagt interessiert mich die Dummheit des Verbrauchers nicht...
Mich interessiert die Erhaltung der Recourcen meines Betriebes.

Wir (Landwirte) verkaufen an Abnehmer die bestimmte Qualitätskriterien haben.
Wir als Landwirte sollen diese erfüllen, und da setzt die Idee von einer organisation namens Zivil Courage an.
Wir sind es doch die von unseren Lieferanten das gleiche verlangen können. Wir bestimmen doch die Qualtätseigenschaften der Dinge die wir auswählen, oder nicht?
Im Supermarkt schau ich mir ja auch an was ich kaufe, oder?
Sicher gibt es viele die das nicht machen, aber die halten auch Sojamilch für was gesundes.... und protestieren gleichzeitig gegen Gentechnik...

Ich sollte vielleicht darauf hinweisen, das ich kein Öko bin, ich bin aber einer der gerne von Leuten lernt, die was anderes machen, vieles davon ist in unserem Betrieb eingeflossen und mitlerweile selbstverständlich.
Bei uns kommt nix mit E-Nummern oder Glutamat und solchen dingern auf den Tisch... das Zeug ist aber in vielen Öko- bzw BioProduckten drinn.

Ich bin auch kein Freund von schwarz - weiß Malerei.
Das machen hier die wenigsten.

Wenn jemand wissen will wie es funktioniert mit Landwirtschaft ohne Gentechnik, der kann sich ja mal bei: www.ZivilCourage.ro informieren.

Im Süden ist das Thema ein ganz anderes, hier wird diskutiert wie mann es los wird, und nicht ob man es braucht.

Ich gebe zu das ich für Gentechnik bin.... aber nur in der Medizin.
Insulin ohne GVO währe unbezahlbar.

Aber wir brauchen im Joghurt oder Käse kein GVO
Und in der Fütterung schon gar nicht.

Was wir nach meiner Meinung bekommen werden ist eine weitere Spaltung des Marktes in Öko, Normal und GVO.

Wer allerdings bis dahin es nicht auf die Reihe bekommt, GVO frei zu bleiben, hat nur noch sehr begrenzte Vermarktungsmöglichkeiten und damit weniger Gewinn....



P.S.: ich will niemanden zu nahe treten der Sojamilch trinkt, sind ja auch allergiker darunter. Ich selbst bin auf Sojaproduckte allergisch.
Zuletzt geändert von Notill33 am So Dez 17, 2006 10:47, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » Sa Dez 16, 2006 19:27

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie Du immer auf Sojamilch kommst?
Die ist meiner Meinung nach auf dem deutschen Markt völlig irrelevant. "Gentechnik" trinkt der normale Verbraucher mit der ganz normalen Deutschen Frischmilch und ißt sie mit dem ganz normalen Joghurt.

Ehrlich gesagt interessiert mich die Dummheit des Verbrauchers nicht...
Mich interessiert die Erhaltung der Recourcen meines Betriebes.
Wir (Landwirte) verkaufen an Abnehmer die bestimmte Qualitätskriterien haben.

Ich glaube, da denkst Du zu kurz. Deine Abnehmer sind andererseits doch die Anbieter auf dem Verbrauchermarkt, und deswegen bist Du mittelbar von genau der "Dummheit der Verbraucher" abhängig die Dir egal ist. Oder glaubst Du, Dir kauft jemand Sachen ab, die er dann nicht wieder (konkurrenzfähig) an die "dummen Verbraucher" los wird?
Abgesehen davon sind die "Dummen Verbraucher", die Dir so egal sind, immerhin die Mehrheit der Wähler in diesem Land, nämlich die, die Dir den rechtlichen Rahmen setzen, in dem Du Deinen Betrieb überhaupt führen kannst. (und nicht zu vergessen: die ihn Dir zu einem guten Teil finanzieren...)

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Notill33 » Sa Dez 16, 2006 21:34

servus,

zum thema finanzieren durch die verbraucher.... sagen wir mal so, Die verbraucher subventionieren die Rohstoffkosten für die Industrie.

Und Ja! Sie haben vollkommen recht, daß mir der Verbraucher nicht egal ist... war auch eher als Provokation gedacht....

Aber Tatsache ist, das ich nur indirekt mit dem zu tun habe...

Der Verbraucher will gentechnikfreie Ware, und die billig....
Der Handel will das Liefern und verpflichtet die Zulieferer....
Der Zulieferer verpflichtet seine Lieferanten für Rohstoffe....
Der wiederum bekommt seine Rohstoffe vom Bauern, der wiederum verpflichtet wird....

Wenn jetzt irgendwo irgendwas nachgewiesen wird, dann hat der Bauer den schwarzen Peter in der Hand.

Darum verpflichten wir unsere Lieferanten, und ihr werdet nicht glauben wie die darauf anspringen. Das ist fast wie wenn man offene Türen einrennt. Zugegeben, manche machen nicht mit.... aber das ist eine frage des Marktanteils.

Wenn wir nachweisen können, daß wir alles getan haben (untersuchtes Saatgut, Futter, usw.) dann sind wir rechtlich schon mal auf der besseren Seite.
Sollte in unserem Produkt trotzdem GVO nachgewiesen werden, kann unsere Versicherung sich schon mal nicht mehr herauswinden...

Und durch die vertragliche Absicherung, bekommen auch die Konzerne mit woher der wind weht.... nicht zu glauben wie die das interessiert, aber es ist so. Die Kämpfen eben um Marktanteile. Und wenn die es durch das Zertifikat GVO-Frei schaffen ist ihnen das auch recht, die wollen kein GVO, die wollen Marktanteile.

Das ganze hat natürlich noch den psychologischen Hintergrund, daß das Image der Landwirtschaft verbessert wird. Wir werden ja von der Presse hingestellt als würden wir für die GVO kämpfen....


Erklärung:
Das mit der Sojamilch auf der ich so gerne rumreite.....
Ich kenne zwei Lehrerehepaare, die nicht nur alles wissen sondern alles noch besser wissen. Und die sind voll auf dem Ökotrip und Gentechnikgegener... und weil ja Kuhmilch sooo ungesund ist, trinken sie Sojamilch, ist ja viel gesünder..... Naja wer das synthetische Zeug mag....

P.S.: Habe nix gegen Lehrer im Allgemeinen....
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Egbert » Sa Dez 16, 2006 22:10

Lieber Notill33, wenn ich auch sonst Deinen Ausführungen zur Gentechnik zustimmen kann. Nur in einem Punkt irrst Du Dich gewaltig, wenn Du schreibst :
Sollte in unserem Produkt trotzdem GVO nachgewiesen werden, kann unsere Versicherung sich schon mal nicht mehr herauswinden...


Da ist der Knackpunkt beheimatet. Keine Versicherung der Welt wird Dir Deine ganz persönliche Haftung bei evtl. genverunreinigten Produkten abnehmen. Nicht einmal für alles Geld dieser Welt. Das ist ja auch noch solch eine vage Hoffnung unseres Herrn Genhofer, nur die Versicherungswirtschaft hustet dem Herrn Minister was !

Auch die die Hersteller des Gensaatgut weisen jegliche Haftung ihrerseits für ihre Produkte zurück. Warum wohl, in aller Welt ?

Wo bleibt die Lobby des DBV um die Landwirte aus der Haftung zu befreien ? Auch der wird nichts tun, will doch dieser insgeheim, trotz gegenteiliger vollmundiger Erklärungen, der Gentechnologie zum Durchbruch verhelfen. Dazu ist er allein schon aus seiner Mitgliedschaft in der www.fnl.de verpflichtet, zumal Sonny ( Sonnleithner ) der Vorsitzende dieser ehrenwerten mafiösen Gesellschaft ist !

Hier die bundesweiten Bezugsquellen für gentechnikfreies Kraftfutter :

http://www.abl-ev.de/gentechnik/aktuell ... ittel.html
Es geht doch, vollkommen ohne Chemie in der Landwirtschaft
" Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die "Normalen" gebracht haben. "

George Bernard Shaw
Herzlichen Gruß

Egbert
Ostfriesland
Egbert
 
Beiträge: 457
Registriert: Mi Aug 02, 2006 18:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Notill33 » Sa Dez 16, 2006 22:28

Servus,

Nun ja die Produkthaftungs-Versicherung beschreibt in etwa alle Fälle in denen das Produkt durch einen unverschuldeten Produktfehler, Kosten verursacht. z.B.: Frachtkosten, Vernichtung, Räumung von Regalen Rückholaktionen....

Die Versicherung wird mit Sicherheit die Ursachen der Verunreinigung ermitteln wollen.

Das Liegt ja wohl auch in unserem Interesse, die Versicherung hat aber einen wesentlich besseren finanziellen Spielraum zur Ermittlung des, oder der Übeltäter.

Ich bin also auch abgesichert, wenn selbiges bei einem Nachbarn passiert, da ich ja nachweisen kann, daß ich alles getan habe um dieses zu vermeiden.

Meine große Hoffnung ist, das wir die Lücken im Netz bald schließen und dadurch ein GVO freies Arbeiten nachhaltig hinbekommen.

Es gibt immer mehr Abnehmer, die nur nachweißlich GVO freie Ware ankaufen (oder für bestimmte Vrmarktungsschienen).... Also sollten wir es doch auch schaffen das nur ebensolches Saatgut nachgefragt wird, oder?

Der DBV ist nicht für GVO, sondern eher für finanzielle Zuwendung aller Art bei minimalem Einsatz.... Oder anders formuliert: da werden Leute fürs Nixtun bezahlt. Diesesmal sind damit nichtmal Beamte gemeint....

wir sollten es auf jeden Fall versuchen... Es gibt nix Gutes außer man tut es
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Egbert » Sa Dez 16, 2006 23:09

Nein mein lieber Notill33 damit liegst Du was die Entschädigung bei gentechnisch verunreinigten Produkten angeht, total daneben.

Ich bin also auch abgesichert, wenn selbiges bei einem Nachbarn passiert, da ich ja nachweisen kann, daß ich alles getan habe um dieses zu vermeiden.


Weltweit haben alle Versicherer es offiziell und immer wieder ausdrücklich betont, dass diese in Sachen Produkthaftung bei Gentechnik, keine Verträge anbieten werden. Die normale Produkthaftpflicht versichert
keine Haftung für gentechnisch verseuchte Produkte ! Gerade das ist das Problem unseres Herrn Minister Genhofer !
Es geht doch, vollkommen ohne Chemie in der Landwirtschaft
" Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die "Normalen" gebracht haben. "

George Bernard Shaw
Herzlichen Gruß

Egbert
Ostfriesland
Egbert
 
Beiträge: 457
Registriert: Mi Aug 02, 2006 18:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » So Dez 17, 2006 10:01

Ich bin also auch abgesichert, wenn selbiges bei einem Nachbarn passiert, da ich ja nachweisen kann, daß ich alles getan habe um dieses zu vermeiden.
Sieh es mal so: was "alles" soll Dein Bemühen denn sein? Anbau unter Glas mit Tropfberegnung und Luftfilter?
Es gibt inzwischen Gemüse aus dem Container - DIE sind einigermaßen sicher. Sonst nix.
Da muß ich Egbert recht geben, nicht nur, das man nicht sicher ist, sondern man zahlt auch noch drauf (Lizenzgebühren) selbst wenn man selbst nachweisen kann, das man Z-Saatgut gedrillt hat - das ist nun wirklich inzwischen Kalter Kaffee.

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Notill33 » So Dez 17, 2006 10:33

Servus,

mir ist klar, das Z-Saatgut GVO untermischung hat.... vermutlich sogar absichtlich.

Genau darum sichern wir uns durch zusätzliche zertifikate ab.
Die Rechtslage ist im Moment so, das der Verursacher einer genetischen Verseuchung zahlen muß. (Ist ja auch sinnvoll)
Die Versicherung streckt das Geld nur vor und holt es sich dann beim Verursacher des Schadens. Ähnlich wie bei der Autoversicherung.

Es währe schlimm wenn die Vwersicherung das wirklich zahlen würde....
Dann würden viele ohne nachzudenken das Zeug anbauen.... passiert ja nix, bin ja versichert...

Wenn ich aber nachweisen kann, das ich ausdrücklich GVO-Frei gekauft habe, und das Saatgut nicht GVO-Frei ist, ist der Lieferant der Verursacher im rechtichem Sinne. Darum wird das Saatgut vom Lieferanten getestet, der will ja ach nicht blöd dastehen.

Wenn die Verunreinigung der Ware durch Eintrag aus dem Nachbargrundstück erfolgt ist der Landwirt, Gärtner oder was auch immer der Verursacher meiner Verunreinigung, und der Zahlt dann auch (Ist so festgelegt im GVO-Gesetz)
Da ich nicht Zahlen will, und auch kein GVO anbauen will, laß ich mir das ganze Saatgut zertifizieren, ist ja kein Problem, das Zahlen sogar die Lieferanten, die wollen ja liefern, und schon gar keine negativen Schlagzeilen....
was glaubt ihr passiert wenn ein Landwirt einem Reporter sagen würde: dieses oder jenes Lagerhaus verkauft kein GVO-Freies Saatgut?
Gäbe ne tolle Titelseite in den großen Zeitungen.... hm?

Es ist klar das die Versicherung die Kosten nicht tragen wird, aber sie wird das Ganze vorfinanzieren und sich das Geld an geeigneter Stelle wieder holen... und ich hab keine Lust diese Stelle zu sein.

Ich bin auch nicht verpflichtet meine Produkte im Keller anzubauen, es ist aber wichtig für mich und meine Umwelt, das die eventuelle verunreinigung nicht von meinen Flächen ausgeht. Und wenn genug so denken, oder besser alle, dann haben wir das ganze Problem nicht.

Wir sollten uns mehr darüber unterhalten was wir tun, als darüber was ander tun.
Die Informationsgrundlage des einzelnen und die Einstellung des selbigen sind wichtiger als irgendwelche gesetze, deren Umsetzung millionen kostet und den Ehrlichen nur behindert, während sich der nicht so ehrliche nicht darum kümmert.
Solange sich jeder bewußt ist, das wir in Deutschland kein GVO Brauchen, weil alles was die Pflanzen können, mit den gleichen oder weniger Kosten erreicht werden kann ohne Risiken usw. dürfte es doch keine Probleme geben.

Ehrlich gesagt möchte ich kein Gemüse aus dem Container, schmeckt vermutlich wie Tomate aus Holland... bäh..

Ich möchte aber auch kein Gemüse aus dem Bereich Ingolstadt-Ost.
Seid dem Störfall in der Esso ist das irgendwie alles schwarz..... (und nicht nur die Schwarzwurzeln)

Ich bin der Meinung der Markt wirds regeln... wenn wir bischen nachhelfen.
Benutzeravatar
Notill33
 
Beiträge: 95
Registriert: Do Dez 14, 2006 16:58
Wohnort: Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Egbert » So Dez 17, 2006 11:34

@ Notill33

Ein Beispiel aus dem realen Leben.

Ein Berufsimker aus dem Bereich Neuburg / Donau, hat Lieferverträge mit einer bundesweit agierenden Verbrauchermarktkette. Seit neuestem verlangt dieser Kunde vom Berufsimker ein Zertifikat, dass der Honig keine Gentechpollen enthält. Er läßt also die betreffende Charge auf Gentechpollen analysieren. Ergebnis 1,8 % Gentechpollen haben seinen Honig unverkäuflich gemacht. Warum, was ist passiert ?

In der Nähe eines seiner Bienenstände war seit Jahren ein Gentechversuchsfeld der LMU München , verantwortlich Weihenstefan , installiert. Der verantwortliche Minister Miller der bay. Staatsregierung lehnte öffentlich jeden Schadensersatz ab, ( in der Fernsehsendung " Jetzt red i " ).

Begründung für den ablehnenden Bescheid : " Der Staat haftet nicht bei von ihm betriebenen Versuchsfeldern. Im übrigen sei der Honig ja ein tierisches Produkt und somit nicht kennzeichnungspflichtig ! "

Jahrtausende galt der Honig als pflanzliches Produkt. Das wurde aber flugs, im Hinblick auf die kommende Gentechnik , schnellstens von der EU in ein tierisches Produkt uminterpretiert. Ohne jegliche wissenschaftliche Grundlagen ! Im Text der EU zum Honig heißt es schön interpretierbar : " Der Honig wird als tierisches Produkt angesehen... ! "

Auf der anderen Seite ist es so,wenn es bei der pflanzlichen Herkunft geblieben wäre, hätte der Genpollenanteil deklariert werden müssen. Aber dann hätten keine PSM im Honig sein dürfen. Im tierischen Produkt sind PSM in Höchstgrenzen aber zugelassen. Darüber hinaus gibt es eine Vereinbarung der Honigimporteure und Honigabfüller mit der EU, das diese PSM, auch wenn die Höchstgrenzen überschritten werden, nicht benannt und auch nicht bekannt gegeben werden dürfen. So beschlossen im EU- 'Beratungsausschuß für Landwirtschaft Copa Copeka.

Allerdings recherchiert z. Zt. mit meiner Hilfe, ein namhafter ARD - Sender über PSM Rückstände im Honig !
Es geht doch, vollkommen ohne Chemie in der Landwirtschaft
" Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die "Normalen" gebracht haben. "

George Bernard Shaw
Herzlichen Gruß

Egbert
Ostfriesland
Egbert
 
Beiträge: 457
Registriert: Mi Aug 02, 2006 18:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon SHierling » So Dez 17, 2006 11:39

Momeeeent, da fehlt ein Teil:
Wenn die Verunreinigung der Ware durch Eintrag aus dem Nachbargrundstück erfolgt ist der Landwirt, Gärtner oder was auch immer der Verursacher meiner Verunreinigung, und der Zahlt dann auch (Ist so festgelegt im GVO-Gesetz)

So einfach ist das nicht, sondern da steht - meines Wissens - wenn der Nachbar als Verursacher NACHGEWIESEN werden kann, ist das so.
Und das ist in den seltensten Fällen möglich, wie auch. Steht ja keiner daneben und zählt Pollen. Wenn er aber nicht nachgewiesen werden kann, stehst Du da, und darfst zur Haftung auch noch die Lizenzen nachzahlen.

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
211 Beiträge • Seite 13 von 15 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: Allradwilli, Bing [Bot], eifelrudi, Google [Bot], Google Adsense [Bot], MiQ

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki