Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: So Nov 30, 2025 20:42

Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
Antwort erstellen
137 Beiträge • Seite 8 von 10 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10
  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Mi Jan 26, 2022 11:40

Sturmwind42 hat geschrieben:
826 hat geschrieben:
so stirbt die schweinehaltung in Deutschland aus, vor allem weil der Steurberater weit vernetzt ist und echt einblick hat.
aber nur die Konventionelle.


Gab es jemals eine BIO Schweineproduktion in Deutschland, die den Anspruch hatte erwähnt zu werden ?
Nicht mal 50 % der BIO Ferkel für die wenigen BIO Mastschweine werden in Deutschland erzeugt.
Und das Eiweiss für die säugenden Sauen und die Saugferkel aus dem Ausland ist alles andere als BIO.
Ich kenne da genug.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35084
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon DWEWT » Mi Jan 26, 2022 12:19

T5060 hat geschrieben:
Gab es jemals eine BIO Schweineproduktion in Deutschland, die den Anspruch hatte erwähnt zu werden ?
Nicht mal 50 % der BIO Ferkel für die wenigen BIO Mastschweine werden in Deutschland erzeugt.
Und das Eiweiss für die säugenden Sauen und die Saugferkel aus dem Ausland ist alles andere als BIO.
Ich kenne da genug.


Informiere dich, bevor du hier Unfug verbreitest!
Die deutsche Bio-Schweinehaltung ist so bedeutend, dass sich zukünftig sogar die konventionelle Erzeugung am biologischen Standard zu orientieren hat! :wink: Lediglich bei der EU-Bio-Schweinehaltung gibt es nennenswerte Ferkelimporte!
Seit dem 01.01.2022 ist konv. Eiweiß, per EU-Regelung, in der gesamten Bio-Fütterung verboten! Auch zuvor war ein Import von konv. Eiweiß nicht notwendig, da aus der konv. Karftoffelverarbeitung genügend zur Verfügung stand!
Eine nennswerte Schweineproduktion mit Haltungssystem 3 oder 4 wird es in D. nicht geben können. Die notwendigen Preisaufschläge würden große Teile der deutschen Verbraucherschaft zu Alternativprodukten greifen lassen. Haltungsstufe 3 und 4 würde, nach derzeitigen Erkenntnissen, auf ca. 10% des bisherigen Absatzes begrenzt sein.
DWEWT
 
Beiträge: 10032
Registriert: So Aug 08, 2010 11:24
Wohnort: Vierländereck/ST/Nds/Bbg/MV
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon DWEWT » Mi Jan 26, 2022 12:29

Sturmwind42 hat geschrieben:
aber nur die Konventionelle.


Die Öko-Schweinehaltung macht derzeit ca. 2% der deutschen Schweinehaltung aus! Bestrebungen diesen Markt auszubauen, scheitern am Erzeugerpreis! Jeder sucht händeringend Bioschweine aber keiner will sie entsprechend bezahlen. Dazu kommt jetzt noch das Problem des Ersatzes für das konv. Eiweiß. Kalkulierte Erzeugerpreise liegen bei 4,30 bis 4,60€/kg! Gezahlt werden zwischen 3,75 und 3,95 €/kg! Die Situation ist vergleichbar mit der der Biomilch. Der Erzeugerpreis liegt bei 0,62 bis 0,68€ct/kg und gezahlt wird um 50€ct/kg. Trotzdem reden immer noch einige vom Bioboom! Diese Situation ist ein Armutszeugnis für die Rechenkünste vieler Bio-Bauern.
DWEWT
 
Beiträge: 10032
Registriert: So Aug 08, 2010 11:24
Wohnort: Vierländereck/ST/Nds/Bbg/MV
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Sturmwind42 » Mi Jan 26, 2022 12:45

T5060 hat geschrieben:Und das Eiweiss für die säugenden Sauen und die Saugferkel aus dem Ausland ist alles andere als BIO.
Ich kenne da genug.
Nicht ein jeder setzt auf importiertes Soja, kenne auch ein paar die ihr komplettes Futter selbst erzeugen und sich auch nicht über zu niedrige Preise beschweren, das sind alles Selbstvermarkter .
Sturmwind42
 
Beiträge: 5824
Registriert: Mo Apr 16, 2012 12:04
Wohnort: Bayern-südlich Donau
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Mi Jan 26, 2022 13:17

Sturmwind42 hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Und das Eiweiss für die säugenden Sauen und die Saugferkel aus dem Ausland ist alles andere als BIO.
Ich kenne da genug.
Nicht ein jeder setzt auf importiertes Soja, kenne auch ein paar die ihr komplettes Futter selbst erzeugen und sich auch nicht über zu niedrige Preise beschweren, das sind alles Selbstvermarkter .


Wir reden hier über Eiweiß auf Basis von Milch oder Kartoffeln. Mit 100% Erbsen - oder Ackerbohneneiweiß wird das bei säugenden Sauen nix.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35084
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon langholzbauer » Mi Jan 26, 2022 13:29

Einige Fragen dazu:

Wie verträgt sich die Frischlufthaltung mit der steigenden ASP-u.sonstigen Seuchengefahr?
Dank WTO , EU etc. dürfen ja nicht mal mehr bewärte Impfstoffe gegen "harmlosere" Seuchen flächig eingesetzt werden.
Was praktisch schon gegen die Anforderungen des modernen Tierschutzes verstößt. :klug:

Wie wenige % macht die selbstversorgte und selbstvermarktete Bioschweinehaltung am dt. Inlandsverbrauch aus?
Selbst am Bio- Umsatz ist das ein verschwindend geringer Anteil,
da ja die Regierung und die Bioverbände den großen Handelskonzernen bis an die Hüfte in den Arsch kriechen.

Was bleibt dabei wirklich als Gewinn aus der Schweinehaltung übrig?
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 12819
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Mi Jan 26, 2022 14:34

Sturmwind42 hat geschrieben:
826 hat geschrieben:" genau richtig. die umstellung auf tierwohlstufe sonstwiewas kann keiner schaffen....."
Kannst du das mal genauer erklären warum das nicht zu schaffen ist ? Es kann doch nicht das Problem sein an den zweireihigen Ställen ( wie sie so viele rumstehen ) ein Loch nach aussen zu brechen und dort eine Veranda mit Schleppdach anzubauen, dann ist doch das meiste schon geschafft .

so stirbt die schweinehaltung in Deutschland aus, vor allem weil der Steurberater weit vernetzt ist und echt einblick hat.
aber nur die Konventionelle.



Zum ersten bekommt gar nicht oder nur sehr schwierig für sowas ne baugenehmigung, und wenn dann wird wahrscheinlich diese schon teuer. Normalerweise kann man so eine
Baugenehmigung (+ Gutachten, etc.) aus dem laufenden Betrieb bezahlen. Nur leider lässt die aktuelle Liquidität und wahrscheinlich auch die Zuküntige das nicht zu. Und dafür ein darlehen aufnehmen, wenn man nicht mal weiss ob gebaut werden darf oder kann (Finanzierung in 2 jahren bis man sows wenn denn genehmigt hat), ist ja auch nicht so prickelnd....
Und die Bioschweinehaltung ist in wirklichkeit noch nichtmal geboren, bei den geringen Marktanteilen...
826
 
Beiträge: 332
Registriert: Fr Nov 29, 2019 22:11
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Fendt 308 ci » Mi Jan 26, 2022 20:19

T5060 hat geschrieben:Rukwied hat aber gestern die Lösung präsentiert: THC-Hanf ... also Hanf in die Schweineställe

Unser Unternehmer-Gen wird auf das brutalste herausgefordert. Wir müssen alle noch mal irgendwie ran


Auch der Rukwied wird die Auswirkungen der politischen Entscheidungen spüren, und zwar am Geldbeutel, Stichwort Mindestlohn.
Wer mit wenig begann, oder wie mein Vater in den 60ern mit beinahe Null, musste schon was mehr Unternehmer Gen haben, als diejenigen, die in einen gut ausgestatteten Hof hineingeboren wurden.

Was mich aber am meisten am jetzigen Verhalten der Verbandsfunktionäre stört ist, dass die in manchen Bereichen der Landwirtschaft miserable Situation einfach totgeschwiegen wird.
Dämmert es den Herren, dass sie mit schuldig an der Misere sind?
Fendt 308 ci
 
Beiträge: 1733
Registriert: Sa Okt 20, 2018 18:54
Wohnort: Kaiserstuhl
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 304 » Mi Jan 26, 2022 23:52

https://www.agrarheute.com/markt/milch/ ... ise-589646
Nach Einschätzung des Kartellamtes wäre das Modell wegen der angestrebten branchenweiten Geltung auf eine flächendeckende Erhöhung der Milchpreise hinausgelaufen. Damit würden aber gerade die Verbraucher, die Milch und Milchprodukte kaufen, günstige Ausweichmöglichkeiten verlieren, argumentiert die Behörde.


Alles steigt im Preis, nur der Bauer darf keine höheren Preise (bei gestiegenen Kosten) verlangen, weil sonst die Preise für den Endkunden steigen :cry: n8

Wenns noch 3-4 Jahre so weitergeht, dann brauchts bei der derzeitigen Stimmung und Gewinnentwicklung auch keine Preissteigerung mehr.
304
 
Beiträge: 1106
Registriert: Do Okt 18, 2018 20:55
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Do Jan 27, 2022 0:04

304 hat geschrieben:Wenns noch 3-4 Jahre so weitergeht, dann brauchts bei der derzeitigen Stimmung und Gewinnentwicklung auch keine Preissteigerung mehr.


Da braucht man nicht lange überlegen, dass man als produzierender Bauer CDU, CSU, Grüne, SPD und FDP nicht mehr wählen braucht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35084
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Hauptmann » Do Jan 27, 2022 17:10

T5060 hat geschrieben:
304 hat geschrieben:Wenns noch 3-4 Jahre so weitergeht, dann brauchts bei der derzeitigen Stimmung und Gewinnentwicklung auch keine Preissteigerung mehr.


Da braucht man nicht lange überlegen, dass man als produzierender Bauer CDU, CSU, Grüne, SPD und FDP nicht mehr wählen braucht.

Na dann wird es aber langsam eng. Willst die Linken wählen?
Deutschland ist durchgeknallt.
Hauptmann
 
Beiträge: 1351
Registriert: Do Jul 07, 2016 17:40
Wohnort: Oberbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Do Jan 27, 2022 17:15

Hauptmann hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:
304 hat geschrieben:Wenns noch 3-4 Jahre so weitergeht, dann brauchts bei der derzeitigen Stimmung und Gewinnentwicklung auch keine Preissteigerung mehr.


Da braucht man nicht lange überlegen, dass man als produzierender Bauer CDU, CSU, Grüne, SPD und FDP nicht mehr wählen braucht.

Na dann wird es aber langsam eng. Willst die Linken wählen?


Stimmt wir sind ja nicht in Russland, sonst täte der deutsche Bauer Wladimir Putin wählen :lol:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35084
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon mau 67 » Do Jan 27, 2022 19:46

Enteignungen ohne Gerichtsverfahren haben wir ja schon

Facebook Christian Mau ,Risum
mau 67
 
Beiträge: 96
Registriert: Di Jan 21, 2020 21:46
Wohnort: Mau,Risum
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Englberger » Do Jan 27, 2022 21:38

Quote DWEWT
Jeder sucht händeringend Bioschweine aber keiner will sie entsprechend bezahlen.
Hallo,
meine "beste Frau von allen" verwurstet grad eins.
Wir haben 3,5 Euro/kg ausgeblutet mit Klauen und Kopf und Innereien bezahlt.125kg am Haken ohne Blut.
Ist ein Belgier mit dem ich öfters in der Kneipe zusammen bin, aber der Preis hat mich schon überrascht.
Dann erzählt der Nachbar der meine Skiurlaubsvertretung gemacht hat(kam zum Stundenzettel unterschreiben) er zahlt 3,20Euro/kg bei einer Bäuerin fertig zerlegt und vakuumverpackt, dazu 3Sorten Wurst im Darm, + Patee d Campagne im Eimer,.
Da ist Bio schon mehr als 3mal so teuer. Kottelet Mittag hat auch arg Biss gehabt.D.h. das Tier war austrainiert, viel Auslauf.
Gruss Christian
Englberger
 
Beiträge: 5283
Registriert: Fr Mai 09, 2008 13:29
Wohnort: Zentralfrankreich nähe Montlucon
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Neo-LW » Do Jan 27, 2022 23:25

Moin,

Englberger hat geschrieben:Quote DWEWT
Jeder sucht händeringend Bioschweine aber keiner will sie entsprechend bezahlen.

Da ist Bio schon mehr als 3mal so teuer.



Deswegen brauchen wir die Fleischpreisbremse.


Olli
Chief Executive Officer of Agriculture
Neo-LW
 
Beiträge: 9559
Registriert: So Feb 19, 2012 1:21
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
137 Beiträge • Seite 8 von 10 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10

Zurück zu Agrarpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: 2810, 826, Bing [Bot], Cheffe, fendt schrauber, Google [Bot], Google Adsense [Bot], osterhase, sim2009, Sturmwind42

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki