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Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » So Jan 23, 2022 19:40

Ich beobachte das im Vogelsberg, zunehmende Extensivierung, Basaltverwitterung (damit hohe natürliche Schwermetallgehalte im schwach sauren Boden), sinkende ph-Werte und dagegen höhere Schwermetallgehalte im Trinkwasser mit steigender Tendenz. Der NABU hat hier ein großes finanzielles Risiko.

Übrigens: Nachdem die Mitglieder des BDEW über Jahrzehnte mit Schwefeldioxid aus ihren Drecksschleuder-Kraftwerken unsere Böden versauert haben und wir Bauern auf unsere Kosten, das Trinkwasser vor Schwermetallausfällungen geschützt haben, werden wir nun zum Dank dafür beim Nitrat schikaniert.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Südheidjer » So Jan 23, 2022 19:53

Sturmwind, die "Restlandwirtschaft" werden ein paar wenige Betriebe pro Gemeide sein. Die beackern dann 500 ha aufwärts mit hohem Maschineneinsatz. Diese wenigen Betriebe bestimmen dann auch Pacht- und Kaufpreise. Für Grünland bleiben noch die paar Hobby-Pferdehalter als Interessenten.
Ich glaube nicht, daß die z.B. von den Grünen und vielen Städtern angestrebte "bäuerliche Landwirtschaft" funktionieren wird, es sei denn man schaltet den Markt vollkommen aus. Dann werden die Landwirte indirekt Angestellte des Staates.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » So Jan 23, 2022 19:58

Die deutsche Landwirtschaft und Wohlfühldenken scheitert nicht am Markt, sondern einfach an den Kosten, die auch jedem 500 ha-Betrieb Kopfzerbrechen bereiten werden.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Südheidjer » So Jan 23, 2022 20:54

T5060 hat geschrieben:Die deutsche Landwirtschaft und Wohlfühldenken scheitert nicht am Markt, sondern einfach an den Kosten, die auch jedem 500 ha-Betrieb Kopfzerbrechen bereiten werden.

Wenn die Preise, die man am Markt für seine Produkte erzielen kann, nicht mehr ausreichen, die Kosten zu decken, dann war's das.
Also entweder Kosten runter oder Preise am Markt hoch. Solange woanders auf der Welt zu günstigeren Kosten (inkl. Transport) produziert werden kann und die Ware auf unserem Markt landet, wird der deutsche Landwirt vermutlich keine höheren Preise erzielen können.
Wenn man es natürlich hinbekommen würde, daß die deutsche Kartoffel so hipp wie ein iPhone ist, dann könnte es anders aussehen.
Der Konsument muß stolz drauf sein, sich deutsche Ware leisten zu können.
Bei dem reicheren Teil der Bevölkerung läuft das teilweise bereits so bei den hochpreisigen Fleischwaren. Da wird dann auf Haltung geachtet, damit man ein gutes Gewissen hat. Da kann das Kilo dann auch 25,- Euro aufwärts kosten.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Fendt 308 ci » So Jan 23, 2022 21:01

Die Erlöse können gar nicht so schnell steigen, wie die Kosten momentan in die Höhe schnellen.
In Folge ist klar, wie sich die Gewinne entwickeln werden.

Fahren auf Sicht ist momentan angesagt, keine Großprojekte in den aktuell unsicheren Zeiten.
Ohne Fremdkapital schläft sichs ruhiger und was übrig ist wird in Landkauf gesteckt oder die Gebäude in Schuss gehalten.
So jedenfalls meine Vorgehensweise mit 100 % Einkommen aus der Landwirtschaft.

Einzig diejenigen, die in größerem Umfang außerlandwirtschaftliche Geldquellen haben spielen hier noch verrückt und die Hobbyfraktion kauft sich für ein paar Hektar einen neuen Vario :mrgreen:
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon clemi » So Jan 23, 2022 21:59

moinsen,

ja es geht nix über einen guten ruhigen schlaf.... n8

aber bei der inflation in zukunft sind hohe schulden angesagt.....die infaltionieren ja dann nur so weg.. :idea:

aber bei allem immer bedenken....deutschland ist keine insel......und den richtig großen wird immer geholfen!

"too big to fail" sagt da der amerikaner.....da kann die schwäbische hausfrau einpacken.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Botaniker » So Jan 23, 2022 22:03

Um die Landschaftspflege, den Schutz vor Verbuschung würde ich mir als Verantwortlicher die geringsten Sorgen machen. Was kostet es einen ha jährlich zu mulchen? 50 EUR netto oder brutto?
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon DWEWT » So Jan 23, 2022 22:04

T5060 hat geschrieben:Die deutsche Landwirtschaft und Wohlfühldenken scheitert nicht am Markt, sondern einfach an den Kosten, die auch jedem 500 ha-Betrieb Kopfzerbrechen bereiten werden.


Das Kopfzerbrechen nimmt natürlich mit der Intensitätsstufe zu. Eher extensiv wirtschaftende Betriebe überlegen sich, ob Maßnahmen notwendig in Sinne der wirtschaftlichen Erfordernis sind oder eben nicht. Auch in Zeiten guter Erzeugererlöse gilt es, die Kosten im Griff zu haben. Ich denke da an Julius, der im Frühwinter schon mal angedeutet hatte, dass im kommenden Frühjahr auf jeden Fall "gut" gedüngt werden wird. Die Düngerpreise kennt man jetzt, die Erzeugerpreise noch nicht!
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon meyenburg1975 » So Jan 23, 2022 22:57

Botaniker hat geschrieben:Um die Landschaftspflege, den Schutz vor Verbuschung würde ich mir als Verantwortlicher die geringsten Sorgen machen. Was kostet es einen ha jährlich zu mulchen? 50 EUR netto oder brutto?

Mit 150€ Grundprämie ist da aber nix mehr über. 50€ für den Lohner ist eher knapp kalkuliert. BG, Grundsteuer und hier bei uns auch die Deich- und Sielachtbeiträge wollen auch alles bezahlt werden.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Botaniker » So Jan 23, 2022 23:07

meyenburg1975 hat geschrieben:Mit 150€ Grundprämie ist da aber nix mehr über. 50€ für den Lohner ist eher knapp kalkuliert. BG, Grundsteuer und hier bei uns auch die Deich- und Sielachtbeiträge wollen auch alles bezahlt werden.


Wenn die (Kommunal)politik oder auch andere ihre Landschaft vor Verbuschung schützen wollen, müssen die sich um die von dir beschriebenen Dinge nicht kümmern außer dem Preis den der Lohner verlangt.

In dem Scenario sind die Bauern in anderen Jobs beschäftigt.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Mo Jan 24, 2022 0:36

Fendt 308 ci hat geschrieben:Fahren auf Sicht ist momentan angesagt, keine Großprojekte in den aktuell unsicheren Zeiten.


Man darf vor der aktuellen Diskussion auch nicht vergessen, dass in den nächsten 5 - 15 Jahren sich die Zahl der familieneigenen Arbeitskräfte bundesweit um die Hälfte reduziert.
Die Karten in der Branche werden jetzt völlig neu gemischt, vergleiche hier zu den Zeitraum um 1970 oder um 1990. Allerdings haben wir damals SKAT gespielt und jetzt POKER.

@DWEWT Ich weis ja wo der Julius daheim ist und das ist eine vollständig andere Gegend, dort sind 6 Schnitte vom Grünland das Normale. Grünland auf guten Lehmböden und immer ausreichend Niederschläge.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon 826 » Mi Jan 26, 2022 0:49

Heute mitm steuerberater gesprochen, wegen anderer dinge. Aber das gespräch kam natürlich auch auf die allgemeine betriebliche Lage und speziell die schweinemast. "was istihr plan?" Meine Antwort: "abbezahlen was geht und dann den richtigen zeitpunkt zum ausstieg finden...."
Seine Antwort." genau richtig. die umstellung auf tierwohlstufe sonstwiewas kann keiner schaffen....."
so stirbt die schweinehaltung in Deutschland aus, vor allem weil der Steurberater weit vernetzt ist und echt einblick hat.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon T5060 » Mi Jan 26, 2022 1:01

Getreide zieht ja gut an, an der MATIF 290,75 + 9,25

https://www.raiffeisen.com/markt/telegr ... index.html

Wenn man aber den deutschen Getreidemarkt und die Arten für die angestrebten Fruchtfolgen kennt,
dann weis man welchen riesigen Getreidemengen exportiert werden müssen.
Das macht 30 € die Tonne, also 200 € / ha, dazu kommen noch mal 150 € / ha Zukaufdünger.
Der Ackerbau wird damit auch so rd. 200 - 400 € / ha verlieren, was nicht kompensiert werden kann.

Rukwied hat aber gestern die Lösung präsentiert: THC-Hanf ... also Hanf in die Schweineställe

Unser Unternehmer-Gen wird auf das brutalste herausgefordert. Wir müssen alle noch mal irgendwie ran
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Sturmwind42 » Mi Jan 26, 2022 8:02

826 hat geschrieben:" genau richtig. die umstellung auf tierwohlstufe sonstwiewas kann keiner schaffen....."
Kannst du das mal genauer erklären warum das nicht zu schaffen ist ? Es kann doch nicht das Problem sein an den zweireihigen Ställen ( wie sie so viele rumstehen ) ein Loch nach aussen zu brechen und dort eine Veranda mit Schleppdach anzubauen, dann ist doch das meiste schon geschafft .

so stirbt die schweinehaltung in Deutschland aus, vor allem weil der Steurberater weit vernetzt ist und echt einblick hat.
aber nur die Konventionelle.
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Re: Zukünftige Gewinnentwicklung in der Landwirtschaft?

Beitragvon Englberger » Mi Jan 26, 2022 8:48

826 hat geschrieben: genau richtig. die umstellung auf tierwohlstufe sonstwiewas kann keiner schaffen....."

Hallo,
so muss es wohl laufen. Das Schweinepreisniveau muss sich verdoppeln damit der Abstand zu unserem Rindfleisch nicht zu gross wird.
Und : ganz Zentralfrankreich erfüllt mit ca 8-9Monaten Weidehaltung und 3 Monate Tieflaufstall schon alle Haltungsbedingungen die da kommen sollen. Noch besser wäre 12 Monate draussen und weniger Vieh und bessere Preise bzw geringere Kosten.
Aber gefühlt bläst sich die Verwaltung grad kräftig auf, alle haben Angst um ihre warmen Büros/Sessel. Ergo kommt jede Woche ein neuer Blödsinn raus.z.B. Lois Egalim 2 hier.
Wir müssen jetzt Abnahmeverträge mit dem Handel machen zu kostendeckenden Preisen. Machen die Schlachthöfe natürlich nicht.
Aber Hauptsache viel Papier zum sich wichtigmachen.
Gruss Christian
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