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1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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655 Beiträge • Seite 27 von 44 • 1 ... 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30 ... 44
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon H.B. » Fr Dez 18, 2009 10:36

Es zwingt dich niemand, Milch über die Nachfrage hinaus zu produzieren. Eine Produktionskostensteigerung für alle deutschen Milchbauern wird dein Problem nicht lösen können.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon steel » Fr Dez 18, 2009 10:56

H.B. hat geschrieben:Es zwingt dich niemand, Milch über die Nachfrage hinaus zu produzieren.

Deshalb muss die Quote beibehalten werden, auch für diejenigen, die keine haben.

Man kann auch den anderen Weg gehen und sagen, wir produzieren nur die Hälfte und kassieren dafür das Doppelte. Allerdings ist diese Wirtschaftsform ohne den Markt und ohne den Verbraucher gedacht.

Nicht die Hälfte, der Nachfrage angepasst.
Schau dich mal in der Wirtschaft um, genau das wird fabriziert.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Firlefanz » Fr Dez 18, 2009 12:02

Reini,

Danke. :idea:

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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon H.B. » Fr Dez 18, 2009 14:23

steel hat geschrieben:Nicht die Hälfte, der Nachfrage angepasst.

...schön, daß du immernoch im Glauben bist, ohne den politischen Willen sei von Europa aus eine weltweite Anpassung des Angebots an die weltweite Nachfrage möglich. So nach dem Motto: Es wird immer nur dann produziert, wenn die anderen aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sind, unsere Märkte zu bedienen. Dann stimmt dein folgender Satz....
Deshalb muss die Quote beibehalten werden, auch für diejenigen, die keine haben.

....denn so ca. 90% der Milcherzeuger haben keine Quote. Nach 2015 wird das auf freiwilliger Basis flexibel weiterlaufen, ohne Geld in die Hand nehmen zu müssen, kannst du deine Quote verdoppeln, du mußt es wahrscheinlich nur deiner Molkerei im Vorfeld mitteilen, sonst wissen sie ja nicht, wieviel Quote du gerade gedenkst zu haben..
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon steel » Fr Dez 18, 2009 16:50

HB, wenn das stimmen würde was du sagst, hätten wir in den letzten 20 Jahren trotz Quote 20 cent wie z.b. die Amis bekommen. Dem war nicht so, wir hatten 10 cent mehr. Erst seit die Quote in der EU ständig verwässert wurde, viel der Preis ins Bodenlose. Das solltest auch du verstehen.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon CarpeDiem » Fr Dez 18, 2009 17:52

Ihr verkürzt die Probleme der Landwirtschaft immer nur auf den Milchsektor. Bei dieser Geschichte kann und will ich allerdings nicht mitreden. Die Probleme umfassen jedoch mittlerweile alle landwirtschftlichen Produktionsbereiche.

Ein Problem der übervollen Märkte ist jedoch die Tatsache, dass ganze Generationen landw. Betriebsleiter lediglich den Blick für Produktivität und Kosten geschärft bekamen, der Blick für den Absatz gab es nicht, dafür gab es ja den Vater Staat.

Ein Kunde ist für einen LW allenfalls ein völlig unbekanntes Wesen und deshalb zu vernachlässigen. Aber in diesem Punkt ist ein radikales Umdenken notwendig, wer produziert muss auch sehen, dass er für seine Produkte einen Abnehmer findet. Wer glaubt die Stückkostendegression allein wird es richten, wird dauerhaft nicht bestehen können.

Deshalb wird eine Molkerei, abgeleitet von ihren Absatzplänen, Lieferrechte vergeben müssen. U.U. müssen diese Rechte sogar bezahlt werden, dann hat man die Quote auf andere Weise wieder, sie hat nur einen etwas schöneren Namen und den Preis bestimmt das Management.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon H.B. » Fr Dez 18, 2009 20:43

steel hat geschrieben:HB, wenn das stimmen würde was du sagst, hätten wir in den letzten 20 Jahren trotz Quote 20 cent wie z.b. die Amis bekommen. Dem war nicht so, wir hatten 10 cent mehr. Erst seit die Quote in der EU ständig verwässert wurde, viel der Preis ins Bodenlose. Das solltest auch du verstehen.

Und was war schuld? Es wurde mittels Garantiepreisen auf Halde produziert, und mit Erstattungen verschleudert, damit die Garantiepreise erhalten bleiben konnten und sich die Bauern Quote leisten konnten. Funktioniert hat das nur aufgrund von Zöllen, welche es in dieser Größenordnung nie wieder geben wird, nicht durch die Quote. Ohne Quote hätte das Garantiepreissystem weiterhin funktioniert, nur eine Quote nicht ohne Garantiepreise.

Das Problem hätte anfangs der 80iger durch die Nichteinführung einer Quote an der Wurzel gepackt werden können. Das Quotensystem mit all ihren Facetten hat den Steuerzahlern eine Menge Geld aus den Taschen gezogen, welches nie bei den aktiven Milcherzeugern angekommen ist. Auch in dieser Zeit kam es entscheidend auf das Geschick des Betriebsleiters an, wie sich der Betrieb entwickelt hat, nicht auf die staatliche Regulierung. Lediglich Aufgabebetriebe hatten vom System profitiert, weil sie Quoten verkaufen konnten, statt Flächen - so ist der prozentuale Pachtflächenanteil Jahr für Jahr gestiegen, bis die Milcherzeuger mit den anderen Bereichen nicht mehr mithalten konnten.

Carpe, es wird sicherlich Versuche von Lieferrechten geben - alle werden bis in kürzester Zeit kläglich scheitern, weil die Bauern diese Mehrkosten auf internationalen Märkten nicht erwirtschaften werden können. Entweder geht die Molkerei ein, weil sie dadurch Mitglieder verliert, oder sie geht samt den Bauern ein, weil dieser Kostenblock samt Verwaltung von den Märkten in keinster Weise honoriert wird. Und was passiert wenn ein Teil der Erzeugung bei stabiler Nachfrage wegbricht? Der Preis ......?

Das Rad beginnt sich wieder zu drehen..... bis.....
.... und dann bricht wieder ein Teil von unten weg ..... und das Rad beginnt sich wieder zu drehen. Nach der Krise ist vor der Krise, nach dem Boom ist vor dem Boom. Wer die Krise nutzt, um sich besser aufzustellen, wird nach der Krise Geld verdienen, während der andere versucht, alte Verluste wieder einzufahren. Wer Geld verdient hat, wird zB. den Eigenflächenanteil während der nächsten Krise (verhältnismäßig günstig) erweitern, der andere zahlt weiter horende Pachtsummen und fährt die nächsten Verlsute ein. Das Rad beginnt ........
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Paule1 » So Dez 20, 2009 14:12

War vor einigen tagen bei einem Vortrag, der Redner sprach vom Wachsen der Betriebe welche in Zukunft weiter machen wollen.
Er sprach von Kooperrationen, er sprach von Freizeit und zuvor überlegen.
:mrgreen: Er sprach allerding NICHT von eine Bäuerlichen Landwirtschaft, was wir als Bauern eigentlich wollen und was die Dörfer stark machen würde.

Diese Landwirtschaft haben wir im Osten und wenn die kleinen Bayerischen-Hessischen Betriebe mit 15-25ha dorthin wollen, dann werden die meisten ALLES verlieren, d.h. Haus und Hof und vorallem die Landwirtschaftlichen Flächen das Opjekt der Begierte aller außerlandwirtschaftliche Geldanleger
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon CarpeDiem » So Dez 20, 2009 14:43

Gut aber genau das Paule1, wird der Weg einer zukünftigen Landwirtschaft sein und gar nichts anderes. Dies habe ich schon vor vielen Jahren propagiert und auch gelebt. Ich habe mich vor fast dreissig Jahren an einer Gemeinschaftsmastanlage für Schweine beteiligt, bei der aber die Schweine vom Einlegen bis zum Verkauf mein Eigentum waren. Man kann dagegen vieles sagen, aber als vor zwei Jahren, sowohl meine Wenigkeit als auch einige Miteigentümer altershalber die Mast beenden wollten, hatten wir überhaupt keine Probleme die gesamte Anlage zu verkaufen.

Stell dir vor jeder hätte seinen eigenen Stall gehabt, kein Mensch hätte diese Klitschen gekauft, sie wären nur Ruinen gewesen.

Kannst du dir denn nicht vorstellen, die Flächen in einer Gemarkung freiwillig zusammen zu legen und gemeinsam zu bewirtschaften?? Als nächsten Schritt könnte man eine gemeinsame Lager, Reinigungs- und Verladestelle zu installieren. Deshalb hast du doch noch immer eine bäuerliche Landwirtschaft oder seht ihr dies anders?????
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon H.B. » So Dez 20, 2009 17:11

Ich denke, wer bei Marktdruck Freude am Beruf haben will, muß unabhängig von einer Kuhzahl all diese Fähigkeiten vereinen.

Paules Vorstellungen von bäuerlicher Landwirtschaft ist Streichelzoo, um das zu erhalten, wird wahrscheinlich außerhalb Touristenregionen niemand dafür aufkommen.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon xyxy » Mo Dez 21, 2009 8:50

Naja, von der Sorte ganz rechts auf der Tabelle haben hier die Meisten in den letzten 25 Jahren
die Milchproduktion eingestellt und auf Anraten des Landvolkverbands auf Ochsenhaltung umgestellt und das
sehr erfolgreich und es reicht heute auch noch für den Lebensunterhalt, Urlaub/Wohnwagen, Mietwohnungen
u.s.w.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon steel » Mo Dez 21, 2009 10:27

Wenn die Grafik stimmen sollte, ist klein besser wie groß.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon xyxy » Mo Dez 21, 2009 11:03

Was ist denn ein Allrounder? :roll:
Handmelker mit Tmr im eigenen Selbstfahrfuttermischwagen?
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon schakschirak » Mo Dez 21, 2009 11:41

frankenvieh hat geschrieben:Schaut euch die grafik mal an, dann seht ihr wer übrig bleibt

Hab eben nach Ansicht der Grafik meinen Viehhändler telefonisch verständigt. Kühe verkaufen. :D
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Hill Rake » Mo Dez 21, 2009 12:34

Sind das nicht alles Zahlen und Fakten, mit denen uns die "sogenannten Experten" vom gesunden Bauernverstand weggelockt haben...und uns eindringlich gemahnt haben auch vom "Apfelbaum im Paradies" zu naschen.

Mir sagen die Zahlen nichts, ausser dass groß nichts ist, klein schon überhaupt nichts und dazwischen hast du allemal keine Chance...

Und was ist dann die Moral: Die besten werden´s überleben, wie schon im Krieg...oder waren das die Arschkriecher, Drückeberger, Bleistiftspitzer, Einpeitscher und EK II Fanatiker ?

:oops:
...und der Spieler schmähte: Als ich meine Ehrlichkeit verspielt hatte, fing ich an zu gewinnen.
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