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Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 26, 2022 16:31

Hobbyfarmer01 hat geschrieben:@Wini, ich lade Dich zu mir auf die schwäbische Alb ein, da kannst Du mir zeigen wie Du den Afs sauber unterpflügst.


Die Äcker, die letztes Jahr zur Herbstaussaat gepflügt wurden, haben mit den höchsten Ackerfuchsschwanzbesatz. Man muss allerdings dazu sagen, dass diese Felder bereits ordentlich vorbelastet waren.

Aber der Pflug hat auf unseren (letztes Jahr recht feuchten) tonigen Böden dazu geführt, dass der Boden mehr geklebt als gekrümelt hat. Da war die Bodenstruktur schlechter und auch die Bodenherbizide haben schlechter gewirkt, und viel Fuchsschwanz ist über Winter noch aufgelaufen.

Ich seh das aber auch bei mir. Dort wo ich recht flach gegrubbert hab, sieht man nur ganz vereinzelt ein paar AFU-Pflanzen, weil der Boden bei der Aussaaat feiner war. Aber dort wo der Junior meinte, er müsse den Grubber etwas tiefer in den Boden lassen ("Boden muss nach dem feuchten Jahr mal ordentlich gelockert werden"), weil seine Freunde das ja auch so machen, dort ist der AFU-Besatz deutlich höher - aus dem gleichen Grund wie bei den Pflügern. Aber wenigstens hat er das Ergebnis jetzt gesehen. Die Steine, die er hochgeholt hat, durfte er selber ablesen.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon T4512 » So Jun 26, 2022 18:03

Ein Bauer hat auf teilweise lehmigen und auch tonigem Land letztes Jahr Rüben angebaut und dieses Jahr Winterweizen. Nach den Rüben hat er aus meiner Sicht erstmals gegrubbert und nicht gepflügt. Nun hat er dort 4 Nester mit AFS auf 10ha. jeweils ca. 20m^2. Aber dort sehr dick und Fett der AFS. Aber nur dort und am Wegrand etwas. Aber es mag sein das er natürlich tief gelockert hat. Aber so dicke Nester habe ich dort noch nie gesehen. Wir haben aber auch mit Pflug AFS Nester. Das ist eine Beobachtung und das hier dient der Diskussion ob Pflug oder lieber nicht Pflug.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon GeDe » So Jun 26, 2022 20:43

T4512 hat geschrieben:Nun hat er dort 4 Nester mit AFS auf 10ha. jeweils ca. 20m^2.

Das werden Spritzfenster sein...
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Limpurger » Mo Jun 27, 2022 4:52

Warum glauben hier noch immer manch die Mär vom gelben oder grünen Bodenbearbeitungsgerät das angeblich das Problem mit AFS oder was auch immer vermeidet oder verursacht? Oder daran das mit Prinzip 0815 auf jedem Standort ein ackerbauliches Problem gelöst werden kann? Zu unterschiedlich sind da doch die einzelbetrieblichen Verhältnisse und Witterungen. Es hat doch fast jeder im eigenen Betrieb schon unterschiedliche Böden mit ihren jeweiligen Eigenschaften, da funktionieren die betriebsüblichen Praktiken doch auch nicht über all gleich gut! Herbst-Behandlung, Strohstriegel, ultra flache Bearbeitung, Scheinsaatbett und viele andere genannte Maßnahmen halten den AFS idR. in Schach, um ihn ganz zu verbannen braucht es aber einen sehr langen Atem.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 27, 2022 5:38

Immerhin hat es bis zur dritten Seite gedauert, bis mal wieder eine dogmatische Einstellung zur Bodenbearbeitung geäußert wird. Auf Wini gehe ich nicht ein, weil der den Pflug zu seiner Weltanschauung gemacht hat.
Wie Limpurger schon geschrieben hat, darf es keine Tabus geben, wenn AFU und Co. auf einem zu akzeptierenden Niveau gehalten werden sollen. Wir werden uns zukünftig gar keiner Maßnahme mehr verweigern können und die fortschreitende Verbotswelle bei den PSM wird das Problem zusätzlich verstärken. Als Öko mit Kleegrasanbau und dessen sinnvoller Verwertung, betrifft mich das Problem bisher nur perifär. Anders als in der Vergangenheit jedoch könnte AFU von den konv. Flächen einwandern. Hygiene bei den Geräten des LU sind schon lange gängige Praxis, auch aus anderen Gründen. Die Regel, wonach bei den Beikräutern eine gewisser Anteil zu akzeptieren ist, gilt für einige Pflanzen nicht! AFU und Quecke sind da nur 2 Beispiele. Eine erfolgreiche Maßnahme gegen das Umsichgreifen von z.B. AFU kann natürlich nur gelingen, wenn alle an einem Strick ziehen und zwar in die gleiche Richtung!
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon countryman » Mo Jun 27, 2022 10:17

Es ist m.E. grundsätzlich noch nicht verstanden, welche Ursachen das Afu-Problem hochgeschaukelt haben.
Wenn Schadgräser auftraten, war das früher bei uns auf mildem bis mittelschwerem Lehm eher der Windhalm, und das auch in eher feuchten Lagen. Afu war bekannt und kam vor, aber selten als massives Problem.
Nachdem auch Pflugbetriebe eine Vermehrung des Afu feststellen, kann Pflugverzicht ja nicht der alleinige oder überwiegende Grund sein.

Es muss an grundlegenden Änderungen der Bestellverfahren liegen, deren Effekt jahrzehntelang durch Herbizide überdeckt wurde. Mit dem Durchmarsch der Resistenzen haben wir nun den Salat. Die Möglichkeiten der Chemie scheinen erschöpft, ganz unabhängig von politischen Vorgaben.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Mo Jun 27, 2022 18:05

Doch AF Bekämpfung mit dem Pflug geht. Alle 8 Jahre pflügen, so lange bleiben nämlich die Samen im Boden keimfähig. Kapiert nur leider kein Pflug-Bauer, die pflügen und pflügen und pflügen...
Aluhut Akbar !
Die Bundestagsabgeordneten sind nicht die Elite des deutschen Volkes, sondern dessen Vertreter. - Michael Glos
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Wini » Mo Jun 27, 2022 20:12

Hier noch ein Video zum Thema Pflügen und AFS.
Ein 20-jähriger Dauerversuch auf zwei benachbarten Feldern!

https://youtu.be/38Nl3FDTlmo

Ist das Video nicht gut gelungen ?

Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Gruß
Wini
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Limpurger » Di Jun 28, 2022 7:33

Wini hat geschrieben:Hier noch ein Video zum Thema Pflügen und AFS...
https://youtu.be/38Nl3FDTlmo
Ist das Video nicht gut gelungen ?...

So ein Schmarrn, diese Momentaufnahme sagt doch nur folgendes aus: Links wurde der AFS begraben, rechts ist er aufgegangen. Mehr sieht man auf dem Bild nicht.
Bin jetzt aber trotzdem etwas enttäuscht von deiner Video-Auswahl - eigentlich hätte das "ach so saubere" Konvi-Pflugfeld links einem total versauten "Bio-Grubber"-Feld gegenübergestellt werden müssen, dann wäre deine Sicht auf diese Dinge doch allumfänglich abgebildet worden. :)
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon gaugruzi » So Nov 06, 2022 18:41

Hallo. Habe eine Frage zu Bodenbearbeitung im Herbst. Bei meinem Acker wurde vom Nachbarn Ackerfuchsschwanz eingetragen :-(

Ich habe heuer nach der Getreideernte 2 x gegrubbert ( 1 x 5 - 10cm tief und 1 x 10 - 15 cm tief) und vor ca. 14 Tagen 1 x mit der Kreisselegge gearbeitet (Bild anbei)

Bei einem nicht belasteten Acker würde ich nichts mehr machen und im Frühjahr 1 x mit der Kreisselegge drüber und dann den Silomais rein säen.

Soll ich heuer noch 1 x mit der Kreisselegge drüber oder mit dem Grubber (Doppelherzschare mit ca. 10 - 20 cm Arbeitstiefe ) ?

Ich bin der Meinung dass ich bereits 1 x "tief" gegrubbert habe und bei AFU die flache Bodenbearbeitung (mit der Kreisselegge 5 - 10 cm) die bessere Vorgehensweise ist.

Ich habe evtl. nur noch die kommende Woche die Chance, da bei feuchten Bodenverhältnissen die Bodenbearbeitung im Herbst bei diesem Schlag "begrenzt ist" und beim Grubber die Stabwalze sich auch schnell zufährt. Danke.
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Acker Bodenbearbeitung.JPG (60.91 KiB) 1176-mal betrachtet
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Bison » So Nov 06, 2022 20:15

Würde nichts mehr machen. Die Tage des Afu sind nun hoffentlich bald gezählt, bestocken wird er sich nicht mehr. Dann im Frühjahr mechanisch oder mit Zaubersaft bekämpfen.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Quereinsteiger13 » So Nov 06, 2022 20:37

Das Saatbett ist sicherlich nicht optimal um AFS zum Keimen anzuregen. Aber der Zeitpunkt für optimale Keimbedingungen ist so langsam vorbei, Bodentemperaturen fallen etc. Deshalb würde ich jetzt nichts mehr machen. Eine Bekämpfung im Mais ist ja im Normalfall kein Problem.

Grundsätzlich habe ich vor Mais eine Zwischenfrucht (Wasserschutzgebiet) und damit quasi auch ein falsches Saatbett. Da die Zwischenfrucht dieses Jahr auf vielen Flächen erst im September aufgelaufen ist, konnte man schön beobachten, wie parallel der AFS aufgelaufen ist. Wenn die Durchwurzelung noch ausreichend wird, folgt im Frühjahr nur ein flacher Grubberstrich mit Gänsefußscharen vor der Saat.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon Limpurger » Mo Nov 07, 2022 17:13

gaugruzi hat geschrieben:...Habe eine Frage zu Bodenbearbeitung im Herbst...

Was versprichst du dir von einer weiteren Bodenbearbeitung?
Was hast du dir von der Bearbeitung mit der KE erhofft?
Jeder Bearbeitungsgang kostet, wenn du dir davon einen positiven Effekt versprichst fahr raus, wenn nicht lass es bleiben.
Ich persönlich sehe keinen Sinn in einem weiteren Arbeitsgang, wäre mit der KE schon nicht angerückt. Wenn schon keine ZF auf der Fläche ist sollte die Scholle eigentlich recht grob über den Winter, Oberfläche verwittert und je rauher desto besser trocknet es ab.
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon egnaz » Mo Nov 07, 2022 18:04

Ich gehe mal davon aus, das viel Fucksschwanz vorhanden war. Dann hast du mit dem tiefen Grubbern die Fuchsschwanzsamen schön für die kommenden Jahre vergraben und den Samenvorrat aufgefüllt.
Wenn du schon keine Zwischenfrucht über den Winter haben möchtest, hätte ich die Stoppel nur mit dem Strohstriegel oder dem Mulcher behandelt.
Bis zur Maisaussaat wäre das Stroh weitestgehend verschwunden und der meiste Fuchsschwanzsamen gekeimt oder vergammelt.
Gruß Eckhard
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Re: Ackerfuchsschwanz Durchwuchs

Beitragvon gaugruzi » Mo Nov 07, 2022 19:29

Hallo,
wir reden über eine Fläche von 1,3 Hektar.

Ich erhoffen mir von einer Kreisseleggenbearbeitung eine Zerstörung der aufgelaufenen AFU Pflanzen. Wir hatten in den letzten 3 Wochen recht warmes und feuchtes Wetter. Wenn der AFU nach dem Winter zügig keimt und wächst und es im Frühjahr feucht ist, dann ärgere ich mich, dass ich evtl. nicht rein fahren kann. Dann habe ich einen Denkfehler nun drin ? Dann doch lieber mit Grubber und Doppelherzschar ("flach") drüber, damit etwas Schollen oben drauf liegen ? Dann vergrabe ich doch den Samen wieder ???

Eine Zwischenfrucht / Greening habe ich nicht angebaut, da ich diese bis September hätte säen müssen und ich dann im Herbst nicht mehr drüber fahren kann.

Danke für Eure Tipps.
gaugruzi
 
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