Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: So Nov 30, 2025 22:51

Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
Antwort erstellen
556 Beiträge • Seite 13 von 38 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 38
  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Mo Aug 21, 2023 16:33

langholzbauer hat geschrieben:Auch das;
böser wolf hat geschrieben:Ich hänge es mal hier an , weil ich es schon interessant finde

https://youtu.be/xabZjjkivEE


Passt hier mit rein.
Das, durch die offizial empfohlene , chemisch vernichtete bodenständige Pilz- und Kleinstleben im Boden hat mit der Ernährung aus regionalen Tierausscheidungen bessere Chancen auf Regeneration, als rein mineralisch ausgeglichene Nährstoffversorgung.


Bedenkt bitte: Bis 1950 wurde fast gar keine Chemie eingesetzt, von 1965 bis 1990 war der Chemieeinsatz sehr hoch und heute sind wir unter dem notwendigen Minimum. Nur komisch das man heute erst von einem Artensterben redet, die Arten hätten nach Adam Riese schon 1975 alle vernichtet sein müssen, einschl. Bodenleben und Pilze
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35085
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mo Aug 21, 2023 17:59

In den Sechzigern und Siebzigern war die Landschaft aber nicht so clean wie sie es heute ist. Heute kann man zwar auf einer Radtour von 5 Kilometern mit Dosenpfand sein Eis nach der Tour finanzieren, und sieht wie erfolgreich der Verkauf beim Gasthof zur goldenen Möwe war, aber die Ackerränder waren ,,wilder". Hecken wurden auch dem entsprechend gepflegt, und bei der Jagd hat man seinen Auftrag der Artenvielfalt auch ernster genommen.

Heute wird ja auch ständig gemulcht. Zwischenfrüchte lassen auch oft zu wünschen übrig. Früher war nicht alles besser, aber vieles anders.
LUV4.0
 
Beiträge: 4604
Registriert: Mi Jul 04, 2018 14:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon langholzbauer » Mo Aug 21, 2023 20:21

Hinzu kam der Strukturwandel.
Während bis in die späten 70er und 80er noch sehr viele klein strukturierte Flächen mit überwiegend viehhaltenden Betrieben die Landschaften prägten, ist seit der '93er EU Agrarreform Größe und Marktfruchtbau das Ziel der meisten.
Die Jagd ist auch nicht zu unterschätzen.
Der überzogene Schutz der Rabenvögel(Krähenarten und Elstern) und Raubvögel ( z.B. Milan) macht mehr Artenvielfalt unter den Singvögeln kaputt, als uns Landwirten immer wieder vorgeworfen wird.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 12819
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Mo Aug 21, 2023 20:43

Feldrandhygiene ? Das wurde mit dem Balkenmäher gemäht und von Hand aufgeladen als Grünfutter. Die waren früher tiptop sauber, da haben ganze Straßenzüge von Hüttnern ihre Kuh mit gefüttert. Auch Kaninchen oder Ziegen. Futtervergeudung durch Mulchen ist so eine neue Mode. Als ich 1990 das erste Mal in die DDR kam, da standen noch angekettet Rinder im Straßengraben und haben den sauber gefressen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35085
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Todde » Mo Aug 21, 2023 21:58

T5060 hat geschrieben:Bedenkt bitte: Bis 1950 wurde fast gar keine Chemie eingesetzt


Da hat man noch biologisch mit Quecksilber gebeizt.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Mo Aug 21, 2023 22:33

Todde hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Bedenkt bitte: Bis 1950 wurde fast gar keine Chemie eingesetzt


Da hat man noch biologisch mit Quecksilber gebeizt.


Ja wurde 1907 von diesem https://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Hiltner entwickelt
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35085
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon DWEWT » Di Aug 22, 2023 6:00

langholzbauer hat geschrieben:
Passt hier mit rein.
Das, durch die offizial empfohlene , chemisch vernichtete bodenständige Pilz- und Kleinstleben im Boden hat mit der Ernährung aus regionalen Tierausscheidungen bessere Chancen auf Regeneration, als rein mineralisch ausgeglichene Nährstoffversorgung.


Wer hat offiziell chemische Maßnahmen empfohlen? Will sich hier ein Teil der Landwirtschft aus der Verantwortung stehlen? Oder ist evtl. sogar die chemische Industrie verantwortlich, weil sie das Zeugs hergestellt hat? :wink:
Beginnt jetzt der argumentative Rückzug, weil der Druck von Seiten der Politik und der Öffentlichkeit zu groß wird? Wer diese Mittel eingesetzt hat, der sollte dazu stehen. Es gab/gibt gute Gründe dafür aber die Verantwortung lag/liegt allein beim Anwender.
DWEWT
 
Beiträge: 10032
Registriert: So Aug 08, 2010 11:24
Wohnort: Vierländereck/ST/Nds/Bbg/MV
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon DWEWT » Di Aug 22, 2023 7:04

Bezüglich der politischen Strategie die ldw. Flächen zu einer CO²-Senke zu machen muss man sich als Landwirt die Frage stellen, warum man seine Flächen dafür zur Verfügung stellen sollte. Gut, der Humus hat, zumindest als Nährhumus, eine sehr große Bedeutung. Für Ökobetriebe ist er oft die einzige Nährstoffquelle für die Kulturpflanzen. Dazu kommen Puffer-, Stabilisierungs und Wasserspeicherungsfunktionen. Und dann? Warum sollten wir, die wir den CO²-Kreislauf schon optimiert haben, uns diese, wenn man es etwas spektakulär ausdrücken will, Entsorgungsfunktion aufdrängen lassen? Es geht um einen "Abfallstoff" aus einer oft völlig sinnbefreiten Verwendung von fossilen Rohstoffen! Was geht das uns an? Da wo der Humusgehalt des Boden schon seinen optimalen Wert erreicht hat, ist eine weitere Speicherung eh unsinnig. Es besteht sogar die Gefahr, dass die das Verfahren begleitenden Behörden, bei sehr hohen Bodengehalten, evtl. sogar regulierend auf die Bewirtschaft Einfluss nehmen, um den Bodengehalt an Humus konservieren zu können. An gute Absichten als Motivation für das politische Handeln mag glauben wer will, ich jedenfalls nicht. Aber, ich bin mir sicher, es werden genügend auf die Köder hereinfallen.
DWEWT
 
Beiträge: 10032
Registriert: So Aug 08, 2010 11:24
Wohnort: Vierländereck/ST/Nds/Bbg/MV
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Estomil » Mi Aug 23, 2023 7:43

Humus kann nicht das Allheilmittel sein. Alleine schon weil durch höhere weltweite Temperaturen in Zukunft eher Humus verloren geht.
Der Erhalt wird schon eine grosse Aufgabe.
Die Zukunft kann da eigentlich auch nur in Stabilisierungsaktionen liegen.
Wenn wir es schaffen größere Mengen Kohlenstoff zu stabilisieren und zurück in den Boden zu bringen wäre allen geholfen. Das Verfahren der Wahl wäre da die hydrothermale carbonisierung und müsste zwingend an die Biogasanlagen angegliedert werden.

Das wäre dann ein Kreislauf der nachhaltig CO2 senken schafft denn der Kohlenstoff wird über Jahrtausende stabil im Boden bleiben.
Estomil
 
Beiträge: 4062
Registriert: So Dez 19, 2010 16:06
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon böser wolf » Mi Aug 23, 2023 8:13

LUV4.0 hat geschrieben:In den Sechzigern und Siebzigern war die Landschaft aber nicht so clean wie sie es heute ist.

Heute wird ja auch ständig gemulcht. Zwischenfrüchte lassen auch oft zu wünschen übrig. Früher war nicht alles besser, aber vieles anders.


Mal eine Erinnerung aus meiner Kindheit, mein onkel hat unsere privaten Gräben und vorfluter im Spätsommer mit seinem u 411 und fricke aufbauspritze mit einem totalherbizid, keine Ahnung was genau das war, behandelt , als alles an Schilf und röhrrecht tot und trocken war wurde es abgebrannt.
Und das war keine einzelbetrieblche Massnahme.
böser wolf
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 9:04

Das kann wohl sein. Gülle wurde auch großzügiger ausgebracht als heute, hat trotzdem keiner von Nitrat erzählt. Aber wir hatten viel mehr Weidewirtschaft, Mist durfte noch auf dem Acker gelagert werden und die Wegeseitenränder wurden regelmäßig für Kleinvieh mit der Sense bearbeitet.
LUV4.0
 
Beiträge: 4604
Registriert: Mi Jul 04, 2018 14:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Aug 23, 2023 9:58

Früher hatte man 20 Misthaufen im Dorf. Bei jedem Hof, und nicht nur dort, größer Gemüsegarten mit allem möglichen. Fast jeder hatte einen ha hiervon und einen ha davon, die durchschnittliche Parzellengröße war viel kleiner.
Heute sind die Kulturen deutlich weniger und wenn das Wetter passt, ist in weniger als einer Woche alles weg, was sich früher viel länger hingezogen hat.
Die Zeit ist vorbei und kommt auch nicht wieder.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12877
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Mi Aug 23, 2023 10:57

LUV4.0 hat geschrieben:Das kann wohl sein. Gülle wurde auch großzügiger ausgebracht als heute, hat trotzdem keiner von Nitrat erzählt. Aber wir hatten viel mehr Weidewirtschaft, Mist durfte noch auf dem Acker gelagert werden und die Wegeseitenränder wurden regelmäßig für Kleinvieh mit der Sense bearbeitet.

das stimmt schon mal gar nicht! Das allermeiste würde zu Heu und Öhmd verarbeitet und somit maximal eine dreischnitt Nutzung, zudem waren diese Güllemengen gar nicht vorhanden!
210ponys
 
Beiträge: 7573
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Todde » Mi Aug 23, 2023 11:19

Früher ist man mit dem Springenden Trecker und Fass auf die Hofflächen mit der Gülle geblieben und hat mineralisch die entfernteren Flächen gedüngt.
In den meisten Regionen wird heute wohl meist mit dem LKW als Zubringer gearbeitet.

Der gute Misthaufen am Hof hatte direkte Grabenanbindung, wo das Regenwasser und die Jauche gut ablaufen konnten.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
Benutzeravatar
Todde
 
Beiträge: 11807
Registriert: Fr Mai 26, 2006 11:57
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 11:24

210ponys hat geschrieben:das stimmt schon mal gar nicht! Das allermeiste würde zu Heu und Öhmd verarbeitet und somit maximal eine dreischnitt Nutzung, zudem waren diese Güllemengen gar nicht vorhanden!


Wieso nicht? Haben die Viecher früher weniger gekackt? :)

Unser Melker ist jeden Abend nach der Arbeit mit Handwagen und Sense los, um Karnickel und anderes Kleinvieh zu versorgen.
LUV4.0
 
Beiträge: 4604
Registriert: Mi Jul 04, 2018 14:23
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
556 Beiträge • Seite 13 von 38 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 38

Zurück zu Agrarpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki