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Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Todde » Mi Aug 23, 2023 11:27

LUV4.0 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:das stimmt schon mal gar nicht! Das allermeiste würde zu Heu und Öhmd verarbeitet und somit maximal eine dreischnitt Nutzung, zudem waren diese Güllemengen gar nicht vorhanden!


Wieso nicht? Haben die Viecher früher weniger gekackt? :)


Überlauf und Undichtigkeit der Güllelager regelten das :mrgreen:
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Mi Aug 23, 2023 11:58

LUV4.0 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:das stimmt schon mal gar nicht! Das allermeiste würde zu Heu und Öhmd verarbeitet und somit maximal eine dreischnitt Nutzung, zudem waren diese Güllemengen gar nicht vorhanden!


Wieso nicht? Haben die Viecher früher weniger gekackt? :)

Unser Melker ist jeden Abend nach der Arbeit mit Handwagen und Sense los, um Karnickel und anderes Kleinvieh zu versorgen.

die Kühe wurden auf Stroh gehalten und jeden Tag gemistet (Stroh+Scheisse) nur das Flüssige würde in die Güllegrube geleitet. Und auf Grünland konnte nur 1-2 mal Mist gestreut werden, zudem wirkt Mist langsam und gleichmäßig. Heute Fahren die aufs Grünland 5 mal Gülle und einen Haufen Kas...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 12:27

Keine Ahnung wann du geboren wurdest aber: Kühe wurden in der Regel in Anbindehaltung gehalten und haben dann auf die Spalten hinter ihnen geschissen. Bullen standen wenn nicht auch in Anbindehaltung, schon in den Siebzigern auf Vollspalten.

Mein Nachbar hatte Mitte der Siebziger 450 Schweine (damals war das viel) auf Spalten in Intensivmast. Auf die Äcker kam ,,ordentlich" Mist und Gülle, da würden die Grünen heute ein Burnout bekommen, da träumt der Führer von.

Die Viecher die auf Mist gestanden haben hat man im Winter auch kaum ausgemistet. Da kam immer mal wieder eine Schicht frisches Stroh drüber, das hat schön gewärmt, und danach hatte man richtigen Mist.. :mrgreen:.



5 mal aufs Grünland zum Gülle fahren? Das ist wohl auch eher aus dem Paulanergarten :wink:
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Botaniker » Mi Aug 23, 2023 12:41

Ich könnte mir vorstellen, dass es in den 70igern bis auch noch später eklatante Unterschiede zwischen der schwäbischen Alb (Realteilungsgebiet) und der norddeutschen Tiefebene gab. (Vielleicht auch noch gibt :D)
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Qtreiber » Mi Aug 23, 2023 13:01

LUV4.0 hat geschrieben:Keine Ahnung wann du geboren wurdest aber: Kühe wurden in der Regel in Anbindehaltung gehalten und haben dann auf die Spalten hinter ihnen geschissen. Bullen standen wenn nicht auch in Anbindehaltung, schon in den Siebzigern auf Vollspalten.

In den frühen 80ern habe ich im Rheinland (ziemlich gleichmäßige Anteile Acker- und Grünland) Milchkontrolle gemacht. Von den 11 Betrieben, die ich damals kontrollieren durfte (wegen der Verdienstgrenze), hatten 2 (!) eine Schwemm- oder Treibentmistung. Alle anderen haben eingestreut und mit Schubstangen, Schlitten, oder sogar von Hand (teilweise) entmistet.
Wenn Bullen vorhanden waren, standen die zumeist auf Tiefstreu.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 13:17

Von welcher Größenordnung sprechen wir? Sind wir im Norden tatsächlich so fortschrittlich? :mrgreen: Selbst die LPG's in Meck-Pomm waren weiter...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Aug 23, 2023 14:14

Todde hat geschrieben:Der gute Misthaufen am Hof hatte direkte Grabenanbindung, wo das Regenwasser und die Jauche gut ablaufen konnten.

Was für ein Insektenparadies :mrgreen:
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Aug 23, 2023 14:18

LUV4.0 hat geschrieben:Keine Ahnung wann du geboren wurdest aber: Kühe wurden in der Regel in Anbindehaltung gehalten und haben dann auf die Spalten hinter ihnen geschissen.

Das ist denke ich sehr Unterschiedlich. Ich hab hier in Ostfriesland keinen alten Stall mit Rosten oder ähnliches gesehen.
Schubstangen, Kettenrundlauf und später der Hoftrac haben den Mist rausgebracht. Oder in kleineren Ställen halt per Hand.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Qtreiber » Mi Aug 23, 2023 14:43

LUV4.0 hat geschrieben:Von welcher Größenordnung sprechen wir?

17-35 Kühe. Ein Ausreisser (reiner Grünlandbetrieb) mit 48 Kühen. (der war auch einer der Beiden mit Treibentmistung)
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 14:54

Ich mach mal ein Foto von unserem Stall, bevor es in den Laufstall ging. Steht jetzt mit anderen Dingen voll, aber die Umrisse wo damals die Spalten waren, kann man glaube ich noch ganz gut erkennen.

Mein Opa musste auch noch Mist schieben. Ich kann mich da nicht mehr dran erinnern und bis Ende der Neunziger, Anfang der Zweitausender haben die ,,kleineren" Betriebe das auch alle mit Spalten gehabt.

Schweine hatten wir solange ich zurück denken kann alle auf Spalten. Allerdings gab es da auch Betriebe, die eingestreut haben. Die hatten aber auch nur ne Handvoll Schweine. Der Übernachbar hat 15 Hektar Acker und 8 Kühe plus Nachzucht im Vollerwerb gemacht. Lange her..aber so gut ging es der Landwirtschaft mal. Heute wärs bezahltes Hobby.. :(
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Südheidjer » Mi Aug 23, 2023 15:33

Der Nachbarbetrieb hatte bis ca. 1980 13 Milchkühe plus Nachzucht. Entmistung der 13 Milchkühe mir Schubstange auf einen Misthaufen. Das Jungvieh stand auf Mist und von oben wurde neu eingestreut. Ab und an (2x im Jahr?) wurde dann mit kleinem Frontlader, Schubkarre und Mistforke entmistet.
Im Sommer kamen die Milchkühe nur zum Melken rein. Vorher und nachher waren sie auf der Weide.
Dann ab ca. 1980 der Laufstall für 40 Milchkühe. Melkstand 2 x 3 Plätze?..könnten auch 2 x 4 sein.
Der Laufstall hat Spaltenboden.
Der alte Stall wurde etwas umgemodelt und beherbergt seitdem das Jungvieh (das ältere Jungvieh steht im Sommer auf der Jungviehweide), die Kälber und ich glaube auch die Kühe, bei denen die Kalbung bevorsteht. Ausgemistet wird mit Frontlader und jeden Tag gibt's frisches Stroh. Wenn ich sehe, was da alle 2 Wochen an "Mist" rauskommt...sieht aus, wie reines Stroh...die Kühe sehen aber auch aus wie geleckt. Dieser "Mist" geht dann wohl in die Biogasanlage.
Die Milchkühe sind im Sommer seit ein paar Jahren nur noch tagsüber auf der Weide, wegen den Wölfen.
Alles in allem immer noch eine ziemliche Idylle und die Kühe sehen sehr gepflegt und gesund aus.
Das kann sich übrigens jeder Mitbürger ansehen, der sich den täglich Auf- und Abtrieb auf die Weide ansieht. Weidetierhaltung ist quasi "öffentliche Kontrolle" bzgl. Tierwohl.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Fassi » Mi Aug 23, 2023 16:02

Unsere Milchkühe, sowohl von väterlicher als auch mütterlicher Seite, wurden im Stallgang eingestreut und dort auch entmistet. Bei uns mit Hilfe von einem Mistschlitten, bei meinen anderen Großeltern mit nem Gabelstapler und Schaufel. Da gab's in beiden Ställen nur die Jaucherinne. Und an beide Mistvarianten kann ich mich erinnern, bzw. den Gabelstapler hab ich gelegentlich auch gefahren (die Haltung wurde ja erst vor 10 Jahren aufgegeben). Spalten in den Anbindeställen waren eher selten, die meisten liefen auf Stroh und wenn wurde direkt auf Laufstall umgebaut.

Auch die 20 Sauen sowie die Läufer bei uns daheim standen bis zum Ende der Schweinehaltung in 93 auf Stroh. Gemistet mit Gabel und Schubkarre bzw die Läufer mit dem Schlitten, die standen ja im alten Kuhstall, da die Mutterkühe, die ab Mitte der 70er nach und nach das Milchvieh ersetzten, auf Tiefmist gehalten wurden. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass ab Anfang der 80er feststand, dass der Betrieb entweder im Nebenerwerb weiterläuft oder gar ganz ausläuft. Und an Mitte der 80er, dass die Schweine verschwinden, wenn Opa nicht mehr wollte oder könnte.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon tyr » Mi Aug 23, 2023 16:23

Estomil hat geschrieben:Humus kann nicht das Allheilmittel sein. Alleine schon weil durch höhere weltweite Temperaturen in Zukunft eher Humus verloren geht.
Der Erhalt wird schon eine grosse Aufgabe.
Die Zukunft kann da eigentlich auch nur in Stabilisierungsaktionen liegen.
Wenn wir es schaffen größere Mengen Kohlenstoff zu stabilisieren und zurück in den Boden zu bringen wäre allen geholfen. Das Verfahren der Wahl wäre da die hydrothermale carbonisierung und müsste zwingend an die Biogasanlagen angegliedert werden.

Das wäre dann ein Kreislauf der nachhaltig CO2 senken schafft denn der Kohlenstoff wird über Jahrtausende stabil im Boden bleiben.


Wieso sollte durch weltweit höhere Temperaturen Humus verloren gehen? Weil durch die höhere Verdunstung, und damit höhere Niederschläge Teile der heutigen Wüsten wieder ergrünen?
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Mi Aug 23, 2023 16:41

tyr hat geschrieben:Wieso sollte durch weltweit höhere Temperaturen Humus verloren gehen? Weil durch die höhere Verdunstung, und damit höhere Niederschläge Teile der heutigen Wüsten wieder ergrünen?


Mesophile Bakterien verstoffwechseln den Humus zu CH4. So passiert wo Boden durch erdverlegte Leitungen erwärmt wird.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Englberger » Mi Aug 23, 2023 17:26

Südheidjer hat geschrieben:Weidetierhaltung ist quasi "öffentliche Kontrolle" bzgl. Tierwohl.

Hallo,
die Humpler und lahmen bleiben bei uns im Stall bis auskuriert ist. Müssen draussen oft weit zur Tränke laufen.
Gruss Christian
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