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Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Mi Aug 23, 2023 17:59

LUV4.0 hat geschrieben:Keine Ahnung wann du geboren wurdest aber: Kühe wurden in der Regel in Anbindehaltung gehalten und haben dann auf die Spalten hinter ihnen geschissen. Bullen standen wenn nicht auch in Anbindehaltung, schon in den Siebzigern auf Vollspalten.

Mein Nachbar hatte Mitte der Siebziger 450 Schweine (damals war das viel) auf Spalten in Intensivmast. Auf die Äcker kam ,,ordentlich" Mist und Gülle, da würden die Grünen heute ein Burnout bekommen, da träumt der Führer von.

Die Viecher die auf Mist gestanden haben hat man im Winter auch kaum ausgemistet. Da kam immer mal wieder eine Schicht frisches Stroh drüber, das hat schön gewärmt, und danach hatte man richtigen Mist.. :mrgreen:.



5 mal aufs Grünland zum Gülle fahren? Das ist wohl auch eher aus dem Paulanergarten :wink:

ne in Paulanergarten gehe ich nicht, aber vielleicht solltest Du da mal hingehen. Was glaubt den ein Praktiker wie Du das Grünland Scheiße bekommt?Und Misten war früher ganz normal, erstaunlich das in einem Landwirtschaftsforum manchen so etwas fremd ist...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Mi Aug 23, 2023 18:57

LUV4.0 hat geschrieben:5 mal aufs Grünland zum Gülle fahren? Das ist wohl auch eher aus dem Paulanergarten :wink:


Naja vor der 170 kg N/Grenze waren oft sechsmal Gülle die Regel.

Vor dem ersten Schnitt und dann fünfmal nach jedem Schnitt. Ganz normal, erfolgreich und das Trinkwasser hatte auch keine Probleme, weil die Region immer Wasserüberschuß hat.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Todde » Mi Aug 23, 2023 19:23

Im guten Früher wurde eben in 1, 2 Ausbringungen die Gesamtmenge rausgehauen im zeitigen Frühjahr und Winter, heute mit moderner Technik macht man das in 4 bis 5 Gängen bedarfsgerecht.
Aber wie Pony schreibt, wir sind in einem lw Forum...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon tyr » Mi Aug 23, 2023 20:22

T5060 hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Wieso sollte durch weltweit höhere Temperaturen Humus verloren gehen? Weil durch die höhere Verdunstung, und damit höhere Niederschläge Teile der heutigen Wüsten wieder ergrünen?


Mesophile Bakterien verstoffwechseln den Humus zu CH4. So passiert wo Boden durch erdverlegte Leitungen erwärmt wird.


das ist aber kein einseitiger Vorgang... :roll:
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Mi Aug 23, 2023 21:06

Todde hat geschrieben:Im guten Früher wurde eben in 1, 2 Ausbringungen die Gesamtmenge rausgehauen im zeitigen Frühjahr und Winter, heute mit moderner Technik macht man das in 4 bis 5 Gängen bedarfsgerecht.
Aber wie Pony schreibt, wir sind in einem lw Forum...

im guten Früher war die menge gar nicht vorhanden... Wie wir gelernt haben wurde gemistet!
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Botaniker » Mi Aug 23, 2023 21:41

Im "guten Früher" war die Menge des landwirtschaftlichen Viehzeugs erheblich größer als heute.
Gekackert und gepieselt haben die ebenso viel wie heute bei nem Bruchteil der Leistung.
Die Dörfer waren voller Viecher und Bauern und es war gleichmäßiger verteilt im Land.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Mi Aug 23, 2023 21:57

Botaniker hat geschrieben:Im "guten Früher" war die Menge des landwirtschaftlichen Viehzeugs erheblich größer als heute.
Gekackert und gepieselt haben die ebenso viel wie heute bei nem Bruchteil der Leistung.
Die Dörfer waren voller Viecher und Bauern und es war gleichmäßiger verteilt im Land.

glaube ich nicht das die 60 Milchlieferanten die es hier gab, mehr Tiere hatten als die paar verbliebenen!
Und es ist sicher richtig das die Kühe Früher nicht diese Menge Milch gegeben haben, aber dafür wurden Sie auch deutlich älter!
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Botaniker » Mi Aug 23, 2023 22:34

210ponys hat geschrieben:Und es ist sicher richtig das die Kühe Früher nicht diese Menge Milch gegeben haben, aber dafür wurden Sie auch deutlich älter!


Kacken und pieseln die im Alter weniger? :lol:

Wie alt bist du eigentlich?
Von den Dörfern der 60iger, 70iger hast du nix mitgekriegt, oder?
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » Mi Aug 23, 2023 22:36

@210ponys: Du musst mir nicht irgendwas in den Mund legen, was ich nicht gesagt (geschrieben) habe! Ich habe die Landwirtschaft aktiv schon in den frühen Sechziger Jahren mitbekommen, ich weiß sehr wohl, dass damals mehr gemistet wurde. Auch weiß ich, dass wir hier Anfang der Siebziger Schweine auf Spalten hatten. Genau so wie Bullen. Und noch viel mehr weiß ich, wie damals Gülle bzw Mist ausgebracht wurde.

Die Nutztiere in Deutschland sind seitdem aber stetig zurück gegangen. Es gab seinerzeit also wesentlich mehr Scheiße von Rind und Schwein. Die vielen Viecher der Menschen ohne Landwirtschaft garnicht eingerechnet.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon langholzbauer » Mi Aug 23, 2023 23:31

Botaniker hat geschrieben:Im "guten Früher" war die Menge des landwirtschaftlichen Viehzeugs erheblich größer als heute.
Gekackert und gepieselt haben die ebenso viel wie heute bei nem Bruchteil der Leistung.
Die Dörfer waren voller Viecher und Bauern und es war gleichmäßiger verteilt im Land.

Aber in diesem " guten Früher" haben nahezu alle Bauern sowohl für den Eigenbedarf inkl. aller Tagelöhner , als auch für die regionalen Märkte neben Kartoffeln und Rüben reichlich Feldgemüse angebaut.
Was davon nicht den , damals sehr geringen , Ansprüchen der Kunden genügte, wurde selbstverständlich möglichst im eigenen Haushalt verarbeitet um nur den geringsten Teil davon immer noch als Tierfutter zu verwertet.
Die gleichmäßige Verteilung der Tierhaltung bis hin zum eigenen Schwein, Schaf/Ziege oder Karnickel sehr vieler Arbeiterfamilien wird heute gern verdrängt.
Auch wenn ob der Vielzahl der Tierhalter ein Tierschutz mit artgerechter Haltung erst ins Spiel kam, wen die Leistungen unterdurchschnittlich waren,
so hatte doch die ganze Gesellschaft eine deutlich höhere Wertschätzung für alle tierischen Erzeugnisse.
Und damals wurde deren Mist bis hin zu den Fäkalien der Menschen ganz bewusst gesammelt und auf den eigenen par m² ausgebracht , damit was wächst....
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » Do Aug 24, 2023 0:17

Die Arbeiterkinder haben früher gerne das Schwein gefüttert und sich dann aufs Schlachten gefreut, denn dann gabs die gute Wurscht.
Da haben die Kids beim Schlachten gerne mit geholfen. Ganz stolz war, wer ne Metzgerlehre machen konnte, denn der hatte den ganzen Tag gute Wurst zu essen.

Und wie haben dann die Alten über ihren Stift geredet: Der hat mehr gefressen, als er geschafft hat

Bei uns war das noch so, wer so 12/13 war, konnte schon ein Karnickel schlachten oder einen Hasen abziehen

Von meinem 14. - 17. Lebensjahr (dann Fremdlehre) hab ich 20.000 - 30.000 DM im Jahr mit Karnickelmast umgesetzt.
Verkauft wurde an einen Händler, Richtung RheinMain.

Ohne Telefon, Mail oder Fax, genutzt wurde der alte Hühnerstall. Nach den Karnickeln gings dann fließend mit Aktien weiter.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon DWEWT » Do Aug 24, 2023 7:28

T5060 hat geschrieben:
Von meinem 14. - 17. Lebensjahr (dann Fremdlehre) hab ich 20.000 - 30.000 DM im Jahr mit Karnickelmast umgesetzt.
Verkauft wurde an einen Händler, Richtung RheinMain.



Naja, was hätte aus einem jugendlichen Massentierhalter auch anderes werden können, als jetzt draus geworden ist.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Qtreiber » Do Aug 24, 2023 8:11

Botaniker hat geschrieben:Im "guten Früher" war die Menge des landwirtschaftlichen Viehzeugs erheblich größer als heute.

Wann ist das "gute Früher"?
Von 1950 bis 2000 war die Anzahl Rinder und Schafe ziemlich konstant, die Anzahl der Schweine und des Geflügels hat kräftig zugenommen.

https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/



In "meinem" Dorf hat sich der Bestand der Milchkühe in dem Zeitraum nicht (wesentlich) verändert, nur die Zahl der Halter hat sich auf 1/30 der ursprünglichen Zahl vermindert.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon 210ponys » Do Aug 24, 2023 8:33

Botaniker hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:Und es ist sicher richtig das die Kühe Früher nicht diese Menge Milch gegeben haben, aber dafür wurden Sie auch deutlich älter!


Kacken und pieseln die im Alter weniger? :lol:

Wie alt bist du eigentlich?
Von den Dörfern der 60iger, 70iger hast du nix mitgekriegt, oder?


wie Du noch immer nicht verstanden hast... Mist (Scheiße+Stroh) war noch nie ein Problem egal ob früher oder heute! Und nicht nur in den 60iger und 70iger wurde gemistet, wie kommst Du zu dieser Behauptung überhaupt?
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Botaniker » Do Aug 24, 2023 8:41

210ponys hat geschrieben:
wie Du noch immer nicht verstanden hast... Mist (Scheiße+Stroh) war noch nie ein Problem egal ob früher oder heute! Und nicht nur in den 60iger und 70iger wurde gemistet, wie kommst Du zu dieser Behauptung überhaupt?


Welche Behauptung? Ich habe Fragen gestellt.
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