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Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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556 Beiträge • Seite 19 von 38 • 1 ... 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22 ... 38
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 17, 2023 5:24

Neuland79 hat geschrieben:Schade, dabei ist es in der Stadt in einer Dreizimmerwohnung mit vier kleinen Kindern, selbstverständlich ohne Unterstützung und mind. 11h täglich außer Haus (8h Arbeit + 1h Pause + 2h Weg + Überstunden) zzgl. Hausarbeit, Kochen, Einkaufen, Kinderbetreuung (ach nein, die Kinder beschäftigen sich ja alleine und wollen morgens immer gerne unbedingt in den Kindergarten und kommen total glücklich zurück) so easy. Du könntest die Zeit so richtig genießen und müsstest nicht überlegen, wohin mit dem (Schwarz)Geld. Einfach Miete bezahlen und was sonst noch so anliegt


Ohne Unterstützung? Interessant. 1949 war das wahrscheinlich so. Der Alte ist im Krieg geblieben, die Mutti mit den Kindern irgendwo in der neuen Heimat gestrandet, musste dann auch noch die Familie ernähren..

11 Stunden außer Haus mit 4 kleinen Kindern war damals garnicht unrealistisch. Heute gibt's da Muddis die machen Homeoffice. Geht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht. Vom Landwirtschaftssimulator spielen ist die Arbeit nicht erledigt.

Du hättest vielleicht einfach aufs Land ziehen sollen. Du würdest vermutlich in Geld schwimmen, und müsstest nicht ein frustriertes dasein in der großen Stadt ertragen. Oder aber, was realistischer ist: Du würdest in der Realität ankommen und den Unterschied zwischen Realität und ,,ich spiele ab und zu mal Bäuerin" um der Großstadt zu entfliehen erkennen.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon DWEWT » So Sep 17, 2023 6:51

Südheidjer hat geschrieben:
P.S. Wie macht man bei Landwirtschaft eigentlich Schwarzgeld? Kartoffelverkauf an der Straße wäre vielleicht 'ne Quelle.....aber sonst? In der Forst könnte man Schwarzgeld ggf. über Brennholzverkauf machen. Kackt dich einer an, dann haste die Betriebsprüfung anstehen.


Mein Betrieb z.B. ist komplett transparent. Null € Schwarzgeld. Beim anfallenden Holz bin ich froh, wenn es kostenlos abgeräumt wird; natürlich incl. Schwachholz. Im letzten Herbst war die Nachfrage nach Holz sehr groß. Aktuell fragen allerdings schon wieder nur noch die altbekannten Holzselbstwerber nach. Der Vorteil ist, dass mich das FA, nach drei wenig ergiebigen Prüfungen, jetzt in Ruhe lässt.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Gazelle » So Sep 17, 2023 7:42

.
bauer hans hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:
P.S. Wie macht man bei Landwirtschaft eigentlich Schwarzgeld?

wer viel damit angibt,hat eh nix oder wird verpfiffen.
ein insider erzählte,es gäbe mitteilungen,denen auch nachgegangen würde.


Also, mein Schwiegervater hat jede Menge Schwarzgeld eingenommen.

Mieten und Verkäufe hat er klaglos in bar an der Buchhaltung vorbei opperiert.

Weil über 10 Jahre her, bleibt er straflos.

Wir haben heute diese Möglichkeiten nicht mehr.

Und da wundert er sich, das derzeit so wenig übrig bleibt.


.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon tyr » So Sep 17, 2023 8:04

Südheidjer hat geschrieben:[..]
P.S. Wie macht man bei Landwirtschaft eigentlich Schwarzgeld? Kartoffelverkauf an der Straße wäre vielleicht 'ne Quelle.....aber sonst? In der Forst könnte man Schwarzgeld ggf. über Brennholzverkauf machen. Kackt dich einer an, dann haste die Betriebsprüfung anstehen.


Mir fällt da auch nichts so richtig ein, wo man in der LW größere Mengen Schwarzgeld erwirtschaften könnte. Zumal sich das Risiko, ob der steuerlichen Sonderstellung der LW, sich kaum lohnt.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 17, 2023 8:07

Wahrscheinlich ist das endlose Vermögen, welches man beispielsweise durch den ab Hof Verkauf erzielen kann gemeint.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon tyr » So Sep 17, 2023 8:09

haha :lol:
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 17, 2023 8:32

tyr hat geschrieben:haha :lol:


:wink:
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon langholzbauer » So Sep 17, 2023 8:46

T5060 hat geschrieben:Schwarzgeld machen geht einfach, aber so zu wirtschaften, dass man das Schwarzgeld dann im Betrieb nicht braucht oder das Schwarzgeld wieder im Betrieb einzubringen, das ist die Kunst.

Stimmt!
Wer zu wenig Fantasie hat, welches zu verdienen, braucht sich auch keine Sorgen drum zu machen, was er damit anstellt. :wink:
Da wird lieber noch ein witerer Acker oder größerer Schlepper auf Kredit gekauft...
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » So Sep 17, 2023 10:38

Wenn man die Fantasie für die ganze Schwarzgeldwirtschaft nimmt und die Fantasie ins Positive umsetzt, lebt es sich besser und ruhiger.
Digitalisierung und KI machen Schwarzgeld eigentlich unmöglich. Der Steuersektor ist der erste Sektor der von KI profitiert.

Alle Buchungen und Zahlungen der Deutschen national und international, sind heute keine große Datenmenge mehr.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon meyenburg1975 » So Sep 17, 2023 11:51

LUV4.0 hat geschrieben:11 Stunden außer Haus mit 4 kleinen Kindern war damals garnicht unrealistisch.


Loki Schmidt war ja Lehrerin. In einem Interview hat sie mal erzählt, dass sie ihre Tochter desöfteren im Kinderwagen in die Büsche parkte, während sie unterrichtete.

Schwarzgeld gibt es hier schon lange nicht mehr auf dem Betrieb. Früher gab es noch was zum mauscheln. Heute ist alles registriert und digitalisiert.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon T5060 » So Sep 17, 2023 12:16

Ich soll leicht zu halten gewesen sein: Ich brauchte viel Sachen wie Prospekte mit Bilder, LEGO, Matchbox, was zum Buddeln und Kälberstall.
Wenn ich was zu tun hatte und genug Bausteine hatte gab es nie Probleme.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Neuland79 » So Sep 17, 2023 12:30

LUV4.0 hat geschrieben:Du hättest vielleicht einfach aufs Land ziehen sollen. Du würdest vermutlich in Geld schwimmen, und müsstest nicht ein frustriertes dasein in der großen Stadt ertragen.

Völlig richtig. Später ist man immer klüger. Heute 20 Jahre zurück wäre ich nach Westdeutschland gegangen, hätte 1/3 mehr verdient als im Osten, vorzugsweise einen Landwirt geheiratet und mind. 6 Kinder bekommen. Ich hätte wie hier einen Kindergarten aufgebaut, der mir hoffentlich nicht von einer narzisstischen Schwiegermutter kaputt gemacht wird. Ich wäre nach dem 3. Kind wahrscheinlich erstmal nicht mehr arbeiten gegangen und hätte mich Vollzeit um die Kinder gekümmert. Ich hätte nicht so einen komischen Ostmann gehabt, der mich als faul beschimpft, weil ich nach dem 3. Kind von 40h/Woche auf 35h/Woche reduziere. Meine Schwiegereltern hätten hoffentlich Kontakt zu ihren Enkeln gesucht. Ich hätte hier und da auf dem Hof geholfen und ein ruhiges ländliches Leben geführt. Und irgendwann hätte ich beruflich wieder durch gestartet. So und jetzt gehe ich mit meinen Kindern erstmal baden. Wie gesagt, wem das Leben auf dem Land zu schwer wird, der ist hier in der Stadt herzlich willkommen.
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon Marian » So Sep 17, 2023 12:41

Die Zeiten mit Schaska Moos bis der Hugo lacht und Betriebsleitern die noch nie eine Rechnung geschrieben haben, sind lange vorbei.
In der Direktvermarktung geht vielleicht hier und da noch was bzw wer zu Märkten fährt.
Aber alles in allem will jeder eine Rechnung um es absetzen zu können. Heu und Stroh Verkauf braucht auch Belege für die Nährstoffbilanz...

Offtopic.
Traurig zu lesen wie unglücklich du bist Neuland.
Ob das auf dem Land im Westen aber besser gewesen wäre? Hier gibt's auch Ar.....Cher und fiese Schwiegereltern.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 17, 2023 15:10

Garnichts wäre hier besser gewesen. Dass man einen Deppen zum (Ex)Mann hat ist ja auch ein Stück weit eigenverschuldet. Gut..für blöde Schwiegereltern kann man nur indirekt was.

Aber wer so naiv an das Landleben heran geht fällt früher oder später auf die Schnauze. Beispiele gibt es genug. Ich wollte garnicht in der Stadt leben, auch wenn vieles einfacher ist. Die Leute auf dem Land sind vielleicht nicht ganz so hipp, aber bodenständig.
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Re: Ackern oder aufgeben | Bauernhöfe vor dem Aus

Beitragvon meyenburg1975 » So Sep 17, 2023 17:47

Auf einem (Vollerwerbs) Hof gibt es vieles. Aber ruhige Zeiten sind doch eher dünn gesät. Insbesondere mit Tieren. Gerade erst Samstag wieder. Eigentlich "Kurzarbeit" eingeplant und was kommt dabei raus? Frühstück um halb eins :?
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