Neuland79 hat geschrieben:Schade, dabei ist es in der Stadt in einer Dreizimmerwohnung mit vier kleinen Kindern, selbstverständlich ohne Unterstützung und mind. 11h täglich außer Haus (8h Arbeit + 1h Pause + 2h Weg + Überstunden) zzgl. Hausarbeit, Kochen, Einkaufen, Kinderbetreuung (ach nein, die Kinder beschäftigen sich ja alleine und wollen morgens immer gerne unbedingt in den Kindergarten und kommen total glücklich zurück) so easy. Du könntest die Zeit so richtig genießen und müsstest nicht überlegen, wohin mit dem (Schwarz)Geld. Einfach Miete bezahlen und was sonst noch so anliegt
Ohne Unterstützung? Interessant. 1949 war das wahrscheinlich so. Der Alte ist im Krieg geblieben, die Mutti mit den Kindern irgendwo in der neuen Heimat gestrandet, musste dann auch noch die Familie ernähren..
11 Stunden außer Haus mit 4 kleinen Kindern war damals garnicht unrealistisch. Heute gibt's da Muddis die machen Homeoffice. Geht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb nicht. Vom Landwirtschaftssimulator spielen ist die Arbeit nicht erledigt.
Du hättest vielleicht einfach aufs Land ziehen sollen. Du würdest vermutlich in Geld schwimmen, und müsstest nicht ein frustriertes dasein in der großen Stadt ertragen. Oder aber, was realistischer ist: Du würdest in der Realität ankommen und den Unterschied zwischen Realität und ,,ich spiele ab und zu mal Bäuerin" um der Großstadt zu entfliehen erkennen.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 