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„Auf dem Weg in die Hölle“

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Prisca » Di Okt 09, 2012 10:08

Kerimo hat geschrieben:Im Vergleich zum Einkommen wurde übrigens überhaupt nichts teurer


Ah, danke, dann ist also mein Eindruck, daß ich mir mit meinem Gehalt jetzt deutlich weniger leisten kann, nur subjektiv.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Kerimo » Di Okt 09, 2012 10:19

Prisca hat geschrieben:
Kerimo hat geschrieben:Im Vergleich zum Einkommen wurde übrigens überhaupt nichts teurer


Ah, danke, dann ist also mein Eindruck, daß ich mir mit meinem Gehalt jetzt deutlich weniger leisten kann, nur subjektiv.

Ja, das ist so, deshalb der gesetzte Link um diese Studie selber nachzulesen.
Der Deutsche jammert ja generell gerne. Kenne einige Kandidaten die bauen ihr Eigenheim und wollen trotzdem jedes Jahr noch mindestens 2 Wochen in den Urlaub fliegen und ein neues Auto sollte es auch noch sein.
Einige sollten mal 50 oder 60 Jahre in die Geschichte zurückgehen und den Lebensstandart von damals mit heute vergleichen.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Prisca » Di Okt 09, 2012 11:52

Mein Gehalt ist brav per Umrechnungsfaktor "reduziert" worden, lediglich die Centbeträge wurden auf die nächste 0 aufgerundet, Gehaltserhöhungen gab es kaum und wenn, dann wirklich nicht übppig. Ich habe keine nennenswerten Neuanschaffungen gemacht, kaufe keine oder nur sehr selten Luxusartikel (Dinge die man nicht wirklich braucht, aber gerne hätte), Klamotten und Schuhe nur wenn absolut notwendig. Mein altes Auto habe ich abgewrackt und gegen einen Kleinwagen mit weniger Verbrauch eingetauscht. Einkauf der normalen Verbrauchsartikel bei Aldi & Co, nur bei Lebensmitteln kaufe ich wenn irgend möglich vom Markt, beim Metzger oder Bauern.

Trotzdem reicht die Kohle nicht mehr, was ich mir mal leisten konnte habe ich so nach und nach abgeschafft, Essen gehen ein Luxus, Urlaub sowieso und bei den Spritpreisen muß ich demnächst noch Geld mitnehmen, damit ich in meinem Job weiter arbeiten kann. Am Monatsende war noch Geld übrig, jetzt bin ich froh, wenn nur noch wenig Monat bei Geldende übrig ist.

Sorry, Studien sind schön und gut, aber wenn ich früher beim Discounter für eine Dose Mais 49 Pfennig gezahlt habe, kostet die jetzt bald nen Euro, Salat für 30 Pfennig der Kopf sind nun 50 Eurocent usw. Das einzigste was wirklich reel umgerechnet wurde ist das Gehalt, bei vielem anderen wurde nur die Bezeichnung getauscht.

Der Lebensstandard vor 50 oder 60 Jahren war natürlich ein anderer, da gab's einige Sachen auch noch gar nicht und die Leute hatten deutlich mehr Zeit, da mußten nicht beide in die Arbeit rennen, damit man Kinder aufziehen kann, oder einen Zusatzjob annehmen, damit man mit den Kindern auch mal in den Urlaub fahren kann. Ok, Urlaub in dem Sinne, wie es heute viele verstehen gab es nicht, Campingausflüge oder Wandertage waren damals angesagt.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon µelektron » Di Okt 09, 2012 15:08

Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Prisca hat geschrieben:
Der Lebensstandard vor 50 oder 60 Jahren war natürlich ein anderer, da gab's einige Sachen auch noch gar nicht und die Leute hatten deutlich mehr Zeit, da mußten nicht beide in die Arbeit rennen, damit man Kinder aufziehen kann, oder einen Zusatzjob annehmen, damit man mit den Kindern auch mal in den Urlaub fahren kann. Ok, Urlaub in dem Sinne, wie es heute viele verstehen gab es nicht, Campingausflüge oder Wandertage waren damals angesagt.


Genau daran erkennt man doch das seine Aussage einfach Unfug ist!
Früher wars ganz normal das der Mann arbeiten ging, und die Frau sich um die Kinder gekümmert hat.
Das ist heute aber gar nicht mehr möglich.


Das ist so nicht ganz richtig ... oftmals haben dann die Muttis noch Heimarbeiten gemacht um was dazu zu haben und für kleine Extras. Wenn ich mir anschau was früher Leute bei uns in der Weinlese waren und wieviele da noch Schlange standen und wieviele heute um nen Nebenjob anfragen, dann gehts den Leuten heute noch nicht schlecht, im Gegenteil.

Das "früher war alles besser" Weltbild ist doch sehr romantisch verklärt, vieles bekam man als Jugendlicher oder Heranwachsender nicht mit. Wie schon geschrieben, da ging's wenn überhaupt einmal im Jahr in Urlaub, mit dem Käfer über die Alpen ne Woche und gut war, heut muss es mit dem SUV an den Flughafen 2 Wochen Kreuzfahrt 3 mal im Jahr muss schon sein, drunter ist man ein armer Schlucker.

Früher waren viele schon froh, wenn sie ein Fahrrad hatten, heute sind die Drahtesel für die Fahrt zum Bäcker hightechgeräte mit Carbonrahmen etc..

Was die Zeit angeht, die 5-Tage-Woche ist noch nicht so alt, das waren mal Standard 6 und weit über 40h, man hat die Freizeit nur evtl. bewusster genutzt, wenn Papa frei hatte hat er mit den Kindern in der Laube gebuddelt an Statt in der Muckibude abzuschwitzen.

http://de.wikipedia.org/wiki/40-Stunden-Woche
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Matz » Di Okt 09, 2012 17:19

Hobbit-Hunter hat geschrieben:Früher wars ganz normal das der Mann arbeiten ging, und die Frau sich um die Kinder gekümmert hat.
Das ist heute aber gar nicht mehr möglich.


Und warum nicht? Heute muss jedes zweite Jahr eine neue Wohnzimmergarnitur her, Zweitwagen ist auch Standard, Moped, am liebsten Harley, in jedem Zimmer ein Flachbildfernseher mit Sky, dazu Computer, Iphone, natürlich immer vom Neuesten und selbstverständlich mindestens zweimal im Jahr in den Urlaub. Nicht erfunden, ich muss nur zu meinen Nachbarn rüberschauen. Ach ja, der Junior trägt selbstverständlich nichts von KiK oder vom Discounter.
Er ist KFZ-Mechatroniker, sie Bürokraft. Aber sie jammern nicht, geniessen ihren hohen Standard.
Und so sah es noch 1950 aus:

http://www.gesamtmetall.de/gesamtmetall ... enDocument

48 Stunden- und 6-Tage-Woche, 12-15 Werktage (da zählt der Samstag zu) Urlaub. Der Durchschnittsverdiener gab 44% seines Einkommens für Lebensmittel aus und war der Meisenkaiser in seiner Strasse, wenn er sich ein Moped leisten konnte. Später ging es mit dem Heinkel-Roller über die Alpen, das war schon endgeil.

Heute müssen wir deutlich unter 10% vom Einkommen für Lebensmittel ausgeben. Was ihr hier schreibt, nenne ich mal Jammern auf allerhöchstem Niveau. Es ist nunmal die Globalisierung über uns gekommen und wir müssen uns mit Billiglohnländern messen; Länder, deren Arbeiter es uns ermöglichen, dass wir T-Shirts für 5,00 Euro kaufen können. Leider bauen die inzwischen auch die Autos billiger als wir, aber es beschwert sich keiner und jeder feilscht um den höchsten Rabatt beim Neuwagenkauf.
Hört um Gottes willen auf, hier rumzuheulen. Macht euch selbständig, wenn euch der Neid zerfrisst. Dann habt ihr auch wieder die 50 Stunden und 7-Taage-Woche......... :mrgreen:
Viele Grüße, M a t t h i a s
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Kerimo » Di Okt 09, 2012 17:23

µelektron hat geschrieben:
Hobbit-Hunter hat geschrieben:
Prisca hat geschrieben:
Der Lebensstandard vor 50 oder 60 Jahren war natürlich ein anderer, da gab's einige Sachen auch noch gar nicht und die Leute hatten deutlich mehr Zeit, da mußten nicht beide in die Arbeit rennen, damit man Kinder aufziehen kann, oder einen Zusatzjob annehmen, damit man mit den Kindern auch mal in den Urlaub fahren kann. Ok, Urlaub in dem Sinne, wie es heute viele verstehen gab es nicht, Campingausflüge oder Wandertage waren damals angesagt.


Genau daran erkennt man doch das seine Aussage einfach Unfug ist!
Früher wars ganz normal das der Mann arbeiten ging, und die Frau sich um die Kinder gekümmert hat.
Das ist heute aber gar nicht mehr möglich.


Das ist so nicht ganz richtig ... oftmals haben dann die Muttis noch Heimarbeiten gemacht um was dazu zu haben und für kleine Extras. Wenn ich mir anschau was früher Leute bei uns in der Weinlese waren und wieviele da noch Schlange standen und wieviele heute um nen Nebenjob anfragen, dann gehts den Leuten heute noch nicht schlecht, im Gegenteil.

Das "früher war alles besser" Weltbild ist doch sehr romantisch verklärt, vieles bekam man als Jugendlicher oder Heranwachsender nicht mit. Wie schon geschrieben, da ging's wenn überhaupt einmal im Jahr in Urlaub, mit dem Käfer über die Alpen ne Woche und gut war, heut muss es mit dem SUV an den Flughafen 2 Wochen Kreuzfahrt 3 mal im Jahr muss schon sein, drunter ist man ein armer Schlucker.

Früher waren viele schon froh, wenn sie ein Fahrrad hatten, heute sind die Drahtesel für die Fahrt zum Bäcker hightechgeräte mit Carbonrahmen etc..

Was die Zeit angeht, die 5-Tage-Woche ist noch nicht so alt, das waren mal Standard 6 und weit über 40h, man hat die Freizeit nur evtl. bewusster genutzt, wenn Papa frei hatte hat er mit den Kindern in der Laube gebuddelt an Statt in der Muckibude abzuschwitzen.

http://de.wikipedia.org/wiki/40-Stunden-Woche


und auch @ Matz, Volle Zustimmung.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 09, 2012 22:09

Kerimo hat geschrieben:Hier wird ja seit langem der Weltuntergang, Währungsreform und das totale Chaos vorhergesagt. Wie das einige ( wenige ) Protagonisten auch immer wieder gerne im Internet auf ihren Seiten verbreiten, um ihre Bücher etc. besser verkaufen zu können, bzw. um ihr Gold oder ähnliche Produkte besser an den Mann zu bringen oder dafür Werbegelder kassieren... :roll:

Unter diesem (immerhin offensichtlichem) Aspekt sind durchaus einige websites mit Vorsicht zu genießen.

Dennoch:
Was glaubst du, was der sich seit Jahren abzeichnende Kollaps des weltweiten Finanzsystems anderes nach sich ziehen wird, als totales Chaos. Und dass dieser Kollaps droht, wenn einfach so weiter gewurstelt wird, davor warnt zwischenzeitlich sogar der ansonsten "unverdächtige" IWF: http://www.welt.de/finanzen/article1097 ... stems.html

Matz hat geschrieben: Heute muss jedes zweite Jahr eine neue Wohnzimmergarnitur her, Zweitwagen ist auch Standard, Moped, am liebsten Harley, in jedem Zimmer ein Flachbildfernseher mit Sky, dazu Computer, Iphone, natürlich immer vom Neuesten und selbstverständlich mindestens zweimal im Jahr in den Urlaub ... Heute müssen wir deutlich unter 10% vom Einkommen für Lebensmittel ausgeben.

Exakt. Deshalb hat die Landwirtschaft in diesem auf WW fixiertem System im Vergleich zu anderen Branchen auch die absolute A-Karte gezogen.

Gruß
Flower
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Matz » Di Okt 09, 2012 23:45

Jupp1303 hat geschrieben:Chaos wird es keins geben, aber die Party ist definitiv zu Ende !


Wie wahr, das ist der Spruch des Tages. Viele haben es nur noch nicht gemerkt oder, genauer gesagt, wollen es nicht merken. Audi A8 für alle ist nicht mehr und die in wallenden, naturgefärbten Biostoffen gekleidete Naturkosmetik-verseuchte pensionierte Lehrerin wird hoffentlich bald auch begreifen, dass sich kein Normalverdienender Familienvater Schnitzel von zu Tode gestreichelten Freilandschweinen leisten kann.

n8
Viele Grüße, M a t t h i a s
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon flower-bauer » Mi Okt 10, 2012 7:20

Matz hat geschrieben:Wie wahr ... Viele haben es nur noch nicht gemerkt oder, genauer gesagt, wollen es nicht merken.

http://www.youtube.com/watch?v=hzP8znpQ ... lpage#t=8s !!!
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon meyer wie mueller » Mi Okt 10, 2012 9:31

Kerimo hat geschrieben:
Im Vergleich zum Einkommen wurde übrigens überhaupt nichts teurer

Herzlichen Glückwunsch, dass Du wohl nur Dinge kaufen muss, die im Vergleich zu Deinem Einkommen nicht teurer geworden sind.
- Ich jedoch muss wöchentlich mein Auto vollanken und zahle jetzt 1,50 Euro für den Liter Diesel. 2001 hab ich zu Spitzenpreiszeiten 1,28 D-Mark gezahlt.
Mein Einkommen stieg in dieser Zeit genau um minus 10%, da der Arbeitgeber "freiwillige" Zulagen gestrichen hat und zudem mit seinen Leute ernsthafte Einzelgespräche geführt hat, worauf die Leute auf das Weihnachtsgeld freiwillig verzichtet haben. (Ich muss wohl leider Ihre Abteilung schließen und diese Leistungen extern einkaufen, wenn .......). Er zahlt nach diesen Gespächen nur noch in Anlehnung an den Tarif.
Unberücksichtigt bleibt bei der ganzen Debatte bezüglich der Inflationsrate, dass da nur ein repräsentativer Warenkorb von KONSUMGÜTERN berücksichtigt wird, aber die Preise für Anlagegüter überhaupt nicht angesehen werden.
Die Preise für Konsumgüter sind deshalb so moderat gestiegen, da die Lebensmittelerzeugerpreise teilewiese stark gesunken sind und die meisten Konsumgüter in Billiglohnländern produziert werden.


Und noch ein Beispiel aus der Verwandtschaft:
Früher war es eher die Ausnahme als die Regel, dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten mussten um den Familenunterhalt zu sichern:
Der kleine Beamte H.M. hatte als Verwaltungsobersekretär (Gehaltsstufe Mittlerer Dienst A7) in den 70er Jahren so viel verdient, dass er ein Eigenheim bauen konnte, einen Audi 80 fahren konnte (alle 2 Jahre neu), 2 x im Jahr in den Urlaub für insgesamt 6 Wochen nach Italien fahren konnte (Campingplatz Marina di Venecia, bei Jesolo) 4 Wochenendtrips zum Skifahren machen konnte und seine Frau musste nicht zuverdienen.
A.M war Arbeiter in der Telefonzentrale einer Autobahnmeisterei. Genau zu dieser Zeit baute er sich ein großes Haus für 2 Generationen, fuhr einen Ford Taunus (den mit der Knudsen-Nase). Seine Frau kümmerte sich um die Erziehung der 2 Kinder und ging nicht arbeiten. Als Zusatzeinkommen hatten sie die Möglichkeit an durchreisende Urlauber 2 Übernachtungszimmer (Zimmer mit fliesend Wasser) zu vermieten. Sie fuhren aber nur 1 x jährlich in den Bayerischen Wald in den Urlaub.
F.F arbeitete bei Audi in Ingolstadt am Band. Seine Frau kümmerte sich ausschließlich um die 2 Kinder. Auch er baute sich Anfang der 70er Jahre ein Stockhaus (3-Familienhaus) in einer Kleinstadt in der Nähe von Ingolstadt. Er hatte als Werksangehöriger die Möglichkeit alle 6 Monate ein Auto mit 20% Rabatt zu kaufen, und es nach dem halben Jahr zum Einkaufspreis weiterzugeben. Die Autos wurden von den Werksangehörigen so bestellt, wie es der nächste Besitzer haben wollte. Auch F.F. fuhr jedes Jahr nach Italien in den Urlaub (zu Pfingsten und im Sommer), hatte das Hobby Skifahren und ging schon im Alter von 54 Jahren mit der damals üppigen Abfindung von 74000 Mark in Rente. (Er war halt offiziell bis zur vorgezogenen Altersrente ein paar Jahre arbeitslos, und verdiente sich als Handwerker so ein paar Mark nebenbei)
Das sind keine Ausnahmen: So war es in den 70er Jahren überall!!!

Damals galt noch die Devise, dass der Kapitalismus zeigen muss, dass er dem Kommunismus überlegen ist. Und Adenauer hatte als Ziel ausgegeben. "Jeder Deutsche muss die Chance haben, durch ehrliche harte Arbeit ein Häuschen und einen Mercedes davor bekommen zu können"

Jetzt gilt die Devise von Kohl: "Leistung muss sich lohnen". Wobei die Leistung am realen Einkommen gemessen wird. Wer wenig verdient, der leistet auch wenig! Deshalb werden die Leistungsträger entlastet.


Gruß
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon flower-bauer » Mi Okt 10, 2012 10:14

meyer wie mueller hat geschrieben:"Leistung muss sich lohnen". Wobei die Leistung am realen Einkommen gemessen wird. Wer wenig verdient, der leistet auch wenig! Deshalb werden die Leistungsträger entlastet.

Und vor Adenauer hieß es mal: "Arbeit macht frei." *Zynismus off*
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Kerimo » Mi Okt 10, 2012 11:23

Nun. Es wird ja seit vielen Jahren immer wieder vom Untergang, Währungscrash, Kollaps geredet. Nicht wenige reden schon seit 20 Jahren das es in wenigen Tagen passieren wird.
Die Politik incl. der Notenbanken haben da viel zu viele Möglichkeiten um das zu verhindern. Deshalb wird das Untergangsszenario noch lange auf sich warten lassen.
Das wir seit der enormen Geldmengenausdehnung 2008 nun nach 5 Jahren weit und breit keine Hyperinflation sehen habe ich schon erwähnt. Wo ist sie denn ? Ganz im Gegenteil, wir haben aufgrund der Sparpakete eher Deflationstendenzen.
Ebenso wie die gestern angehängte, unabhängige Studie, das die Kaufkraft gemessen am Lohn seit 20 Jahren unverändert ist. Ich weiß deshalb nicht wo das Problem liegt.

Auch wenn einige Goldhändler bzw. deren Werbe.- oder Geschäftspartner immer wieder das Gegenteil behaupten und so ihr Geschäft ankurbeln bzw. ihre Buchverkaufszahlen anheben.

Und... sollte Deutschland aus dem Euro austreten, wird die neue deutsche Währung enorm aufwerten, das ist klar. Somit wird das Geld auf dem Sparbuch des Deutschen wesentlich "mehr" wert, also eine höhere Kaufkraft.
Das ist nämlich auch eine Möglichkeit.
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon VARIUS » Mi Okt 10, 2012 11:38

"Arbeit macht frei!" Das hat ja nichts miteinander zu tun. Solche Sprüche gibt es zuhauf. Ich gebe dem Mayer Recht. Vor allem Ende der 70er und in den 80ern, das waren goldene Zeiten im Vergleich zu heute. Die Arbeiter konnte sogar um die 35 Std Woche kämpfen und hatten immer noch genug. Fast Niemand litt unter Depressionen wegen dem Arbeitsplatz und spätestens nach 8 Std. Arbeit war Freizeit angesagt. Heute??? Die meisten leiden unter einem kolossalen Leistungsdruck und werden krank. Ich vermute ja, dass das mit der Globalisierung zusammen hängt. Und mit dem Goldstandart, obwohl der schon 1971 durch Nixon abgeschafft worden ist. Aber bis dahin gab es kaum Verschuldung und die Volkswirtschaft war eben nicht durch die Zinsen belastet. Heute sind die Staaten froh, wenn sie überhaupt die anfallenden Zinsen erwirtschaften können und keine Neuschulden aufnehmen müßen. Schafft übrigens nicht mal Deutschland! Da wir aber viele Produkte importieren, verlieren wir Arbeitsplätze, die früher da waren.
Also das System fährt voll an die Wand. Und die Chinesen schwimmen im Geld. Wir nur noch in den Schulden!
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon Einhorn64 » Mi Okt 10, 2012 12:12

VARIUS hat geschrieben:"Arbeit macht frei!" Das hat ja nichts miteinander zu tun. Solche Sprüche gibt es zuhauf. Ich gebe dem Mayer Recht. Vor allem Ende der 70er und in den 80ern, das waren goldene Zeiten im Vergleich zu heute. Die Arbeiter konnte sogar um die 35 Std Woche kämpfen und hatten immer noch genug. Fast Niemand litt unter Depressionen wegen dem Arbeitsplatz und spätestens nach 8 Std. Arbeit war Freizeit angesagt. Heute??? Die meisten leiden unter einem kolossalen Leistungsdruck und werden krank. Ich vermute ja, dass das mit der Globalisierung zusammen hängt. Und mit dem Goldstandart, obwohl der schon 1971 durch Nixon abgeschafft worden ist. Aber bis dahin gab es kaum Verschuldung und die Volkswirtschaft war eben nicht durch die Zinsen belastet. Heute sind die Staaten froh, wenn sie überhaupt die anfallenden Zinsen erwirtschaften können und keine Neuschulden aufnehmen müßen. Schafft übrigens nicht mal Deutschland! Da wir aber viele Produkte importieren, verlieren wir Arbeitsplätze, die früher da waren.
Also das System fährt voll an die Wand. Und die Chinesen schwimmen im Geld. Wir nur noch in den Schulden!


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In 20 jahren wird von den goldenen zeiten die wir heute haben erzählt, jede wette!
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Re: „Auf dem Weg in die Hölle“

Beitragvon flower-bauer » Mi Okt 10, 2012 14:36

Varius,

war vielleicht etws zu kurz&knapp.
Was ich sagen wollte: Die Devise "Leistung muss sich lohnen" kommt doch in dem aufgezeigten Kontext genauso zynisch daher, wie der Schriftzug in Ausschwitz.
Nur dass man bei "Leistung muss sich lohnen" erst mal drauf kommen muss.
Insofern war das heute morgen mal wieder ein wunderbarer Aha-Effekt ... Dank MwM.

Gruß
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