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Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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187 Beiträge • Seite 3 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 13
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon marius » Di Dez 25, 2018 17:41

Ich hab den Betrieb erst vor Kurzem übernommen und hab noch 30-40 Jahre vor mir, aber für mich steht eigentlich schon fest, dass ich auslaufen lasse.


Ich würde ja nie Erbschleicherei unterstellen, aber warum übernimmt man den Betrieb wenn man bei der Übergabe schon weiss das man eh aufhört ?
Solche Betriebe bzw. die Grundstücke gehören auf alle Geschwister ( Erben ) GERECHT aufgeteilt.
Verpachten können die auch, dazu muss man kein Landwirt sein.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon Zement » Di Dez 25, 2018 18:26

marius hat geschrieben:
Ich hab den Betrieb erst vor Kurzem übernommen und hab noch 30-40 Jahre vor mir, aber für mich steht eigentlich schon fest, dass ich auslaufen lasse.


Ich würde ja nie Erbschleicherei unterstellen, aber warum übernimmt man den Betrieb wenn man bei der Übergabe schon weiss das man eh aufhört ?
Solche Betriebe bzw. die Grundstücke gehören auf alle Geschwister ( Erben ) GERECHT aufgeteilt.
Verpachten können die auch, dazu muss man kein Landwirt sein.

Nein , was er damit wahrscheinlich ausdrucken will , das er nicht sich hoch verschulden will , um dem Betrieb Generation 's mäßig fort zu halten .
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon CarpeDiem » Di Dez 25, 2018 21:19

T5060 hat geschrieben:stecke nur noch das Geld in die Landwirtschaft, was die auch verdient und neu Gebäude müssen baulich und rechtlich einfach drittverwendungsfähig sein.

Wenn diese Feststellung, auch nur annähernd von den Betriebsleitern befolgt werden würde, dann hätten wir so gut wie keine generationenübergreifenden Probleme in der Lw! Dann hätten wir keinen Pacht und Wachstumswahn und keine Schuldenberge. Denn die Rentabilität in der Lw, einmal von Pioniergewinnen und Nischenproduktionen abgesehen, ist äusserst bescheiden und die Entlohnung der Faktors Arbeit miserabel.
Nur dies wird landauf landab gesund gebetet, warum wohl......?

Die Überlegungen des @Südbadeners sind an sich nicht falsch, sie werden aber eine Utopie bleiben, die krachend an den Realitäten scheitert. @Freakshow hat keinerlei Tadel verdient, das was er geschrieben hat ist vernünftig und realistisch zugleich.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon marius » Di Dez 25, 2018 22:00

CarpeDiem hat geschrieben: @Freakshow hat keinerlei Tadel verdient, das was er geschrieben hat ist vernünftig und realistisch zugleich.


Das @ dürfte an mich gerichtet sein. :D
Gut, in dem Punkt haben wir unterschiedliche Meinungen aber bei uns beiden wird dies stets ohne Beleidigungen oder ähnliches vorgetragen. Respekt. So soll ein Forum sein. :prost:

Aber wie bereits beschrieben hab ich da eine völlig andere Meinung, allgemein :

Wenn bei der Hofübergane feststeht das der Hof ausläuft, muss dieser auf alle Erben gleich aufgeteilt werden.
Warum hier wieder eine Extrawurst für Landwirte ?
Gibt natürlich Ausnahmen : Kenne Landwirte die haben vor der Übernahme 15 oder 20 Jahre Zuhause praktisch umsonst mitgearbeitet und bekommen dann bei der Übergabe gerade mal lausige 10 oder 15 ha Eigenland.
Da spricht dann natürlich nichts dagegen diesen Hof an den Junior zu übergeben, auch wenn er aufhört.

Aber warum einen auslaufenden Hof mit, z.b., 50 ha Eigenland ( Wert je nach Lage rund 3 Mio Euro ) nur an ein Kind übergeben und die anderen 2, 3 oder 4 Geschwister bekommen nur ein Trinkgeld im Vergleich dazu.
Sowas ist doch völliger Blödsinn.
Hat der Betrieb hingegen groß investiert und meint er kann am Weltmarkt in Zukunft bestehen, sieht das wieder anders aus. Dann Hofübergabe : Ja, auch wenns vermutlich eine Illusion ist.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon marius » Di Dez 25, 2018 22:02

Teure Pachtflächen :
Ich weiss garnicht was ihr da immer schreibt. Wenn sich jemand einen Porsche kauft, leidet er dann unter Autowahn ?
Falls ja, das wird dem herzlich egal sein.

Ebenso bei Pachtflächen. Gut, über 1000 Euro sind nicht normal und nicht nachaltig trotz hochsubventioniertem Biogas. Da sind wir uns einig
Hier bezahlen die Biogaser mit Viehhaltung und Abwärmekonzept für gute Äcker locker 800 Euro /ha.
Und wenn ich sehe wie die einkaufen und nebenher noch Grundstücke kaufen, wird da trotzdem Geld verdient.
Warum soll denn dieser Biogaser an seinen hohen Gewinnen nicht den Pächter teilhaben lassen mit höheren Pachtpreisen, die er auch noch von der Steuer absetzen kann ?

So läuft das bei jedem Unternehmen in der Wirtschaft : Ist der Gewinn höher steigt nicht nur der Aktienwert sondern der Aktionär bekommt auch noch eine höhere Dividende ausbezahlt.
Er wird also am Gewinn % beteiligt.
Sowas könnt ihr 1:1 auf den Pachtpreis umsetzen. Man muss halt an den verpachten, wer Geld verdient und kapitalstark ( viel Eigenfläche ) ist.
Wenn ich an der Börse von faulen Unternehmen Aktien kaufe, muss ich mich nicht wundern wenn ich keine Dividenden erhalte.
Warum braucht die Landwirtschaft hier wieder eine Extrawurst ?
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon marius » Di Dez 25, 2018 22:37

Apro´po Pachtpreiswahn :
Der von mir sehr geschätzte Kollege T5060, predigt da auch nur Wasser, sauft aber Wein.

Zum einen schreibt er man müsse bilig an Kollegen verpachten, zum anderen kauft er, was völlig richtig ist, nur Aktien von den besten Unternehmen, die möglichst viel Dividenden abwerfen.
Also im Prinzip den Unternehmen das Kapital zur Verfügung stellen, die einen hohen Pachtpreis ( Dividende ) für das eingesetzte Geld bezahlen.
Passt nicht zusammen.

Wer ein edler Samariter sein will und sich bilige Pachtpreise wünscht :

Warum kauft ihr nicht von hilfsbedürftigen Banken Aktien, die das Geld vom Anleger wirklich dringend benötigen ? :mrgreen:
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon T5060 » Di Dez 25, 2018 22:43

Egal ob BDM oder BV im bei Hochwald, MUH-Arla und Schwälbchen Lieferanten ist die finanzielle Lage überwiegend katastrophal.
Da ist die letzten 10 Jahre kein Eigenkapital gebildet worden. Deren Glück ist halt noch eine komfortable Flächenausstattung zu akzeptablen Pachtpreisen.
Die Koaltitionsvereinbarungen schaffen auch keine Perspektive. Für BIO Milch gibt es in Hessen so gut wie keine aufnehmende Molkerei.
Alles Larifari was Schwarz-grün verzapft hat.

@Marius : Im neuen Katechismus vom Ratzinger steht das Banker auf ewige Zeiten in der Hölle schmoren :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon marius » Di Dez 25, 2018 22:59

T5060 hat geschrieben:Egal ob BDM oder BV im bei Hochwald, MUH-Arla und Schwälbchen Lieferanten ist die finanzielle Lage überwiegend katastrophal.
Da ist die letzten 10 Jahre kein Eigenkapital gebildet worden. Deren Glück ist halt noch eine komfortable Flächenausstattung zu akzeptablen Pachtpreisen.
Die Koaltitionsvereinbarungen schaffen auch keine Perspektive. Für BIO Milch gibt es in Hessen so gut wie keine aufnehmende Molkerei.
Alles Larifari was Schwarz-grün verzapft hat.

@Marius : Im neuen Katechismus vom Ratzinger steht das Banker auf ewige Zeiten in der Hölle schmoren :mrgreen:


Was die Banken angeht könnt ich hier noch viel mehr erzählen. Da hab ich vertrauliches 1a Insiderwissen praktisch aus erster Hand über fast alle EU Banken. Und damit meine ich wirklich 1a Infos. :mrgreen:
Aber das gehört nicht hierein.

Noch kurz zum Thema :

Man muss ja festhalten das die Bauern den freien Markt wollten, und dieser freie Markt regelt auch den Pachtpreis.
Mehrere Großbetriebe haben dem Quotenende förmlich in Gummistiefeln entgegengefiebert ...und schon rollten die Betonmischer an um die Kuhzahl zu verfünfachen. Dazu ist natürlich, bei steigenden Umweltmaßnahmen, deutlich mehr Fläche auf Pachtbasis nötig.

Jetzt fehlt nur noch das diese eifernden Weltmarktbetriebe nach staatlichen Beschränkungen und Eingriffe bei den Pachtpreisen fordern. Eben auf diese Pachtpreise, die sie selbst erhöht haben.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon wastl90 » Di Dez 25, 2018 23:17

Selbstmord ist in allen Gesellschaftsschichten anzutreffen, vom Harz IV Empfänger bis hin zum Manager. Bei den farmern im Beitrag spielt sicherlich auch die soziale Einsamkeit eine Rolle
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Beitragvon adefrankl » Mi Dez 26, 2018 0:10

Family Guy hat geschrieben:
Freakshow hat geschrieben:Mittlerweile geben doch Betriebe/Betriebsleiter (aus welchen Gründen auch immer) auf, da muss man sich eigentlich nicht mehr schämen wenn man sich dazu gesellt. Man sollte sich da auch keiner Illusion hingeben, denn die Frage ist ja mittlerweile eigentlich nicht mehr ob sondern wann man den Laden zumacht.


Interessant war der Rückgang der Anzahl der Farmen in den letzten 20 Jahren, in Australien, mit relativ wenigen Hilfsmaßnahmen 40 %, in Deutschland doch mindestens gefühlte 50% der Betriebe über 10 ha, wenn nicht noch mehr.

Nun das eigentliche Thema ist eine Sache bei der viele Faktoren reinspielen. Was die Betriebsaufgaben betrifft, so würde ich sagen, dass es da ach eine wichtige Rolle spielt welche Optionen/Perspektiven sich nach einer Betriebsaufgabe ergeben.
Immerhin brummte in den letzen 10 bis 15 Jahren der Bergbau in Australien. Ich kann mir immerhin vrstellen, dass da so mancher ehemalige Farmer dort einen sehr gut bezahlten Job finden konnte. Sofern einen da nicht alte Schulden einen jede Perspektive nehmen, hilft so etwasschon ein Stück. Aber natürlich sind auch dann damit viele Umstellungen für Familie Selbstverständnis etc. verbunden.
Aber grundsätzlich ist ein berufliches Scheitern, warum auch immer, meist weniger schlimm wenn gute Alternativen in sicht sind.
Idealerweise gibt man nicht auf weil man pleite ist, sondern weil es sich nicht mehr lohnt und es bessere Alternativen gibt.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon T5060 » Mi Dez 26, 2018 8:52

Du sitzt in Australien, 200 km um dich ist niemand nur Acker und Steppe.

Opa und Oma sind in der Birne durch, die Kids im Internat, das Personal und die Alte durchgeknallt.

Früher kannten die es nicht anders, heute haben die Internet und erleben so die Welt.

Allerdings zahlen Vahle, BHP (dort schafft ein Neffe von mir) und Rio Tinto für einen Muldenfahrer dort mehr, wie in Münchnen für einen mittelguten Anwalt.

In Bangla Desh kostet ein qm Acker weit mehr wie hier Gewerbeflächen. In Neuseeland gibts 3x mehr Männer wie Frauen, dafür noch mehr Schafe.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon Freakshow » Mi Dez 26, 2018 11:31

Lustig wie meine gewusst provokant gewählte Formulierung hier und da Beißreflexe auslöst. Der, der mich verstehen wollte hat das denke ich und wer nicht der will es auch einfach nicht.

Fakt ist doch: Wenn sich die Entwicklung in der LW so fortsetzt werden in 30 Jahren mindestens 80% von uns nicht mehr da sein und meine Vermutung ist, dass die 20% (wenn überhaupt so viel übrig bleiben) nicht übrig sein werden weil sie die Besten sind sondern die Leidensfähigsten. Anwesende natürlich ausgeschlossen. Wie gesagt stand heute in die Zukunft interpoliert, die Hoffnung dass sich das wieder dreht hab natürlich auch ich. Aber es ist eben nur eine Hoffnung, handfeste Anzeichen dafür gibt es momentan ja nicht, eher das Gegenteil...

Klar gibt es schon große Betriebe mit reichlich Eigentum usw, da kann eigentlich nicht viel schief gehen, ABER: Oft haben gerade solche Betriebe eine miserable Faktorentlohnung. Da kann man am Buchführungsabschluss nur nicht unmittelbar sehen, dass defacto Vermögen verbrannt wird weil im Abschluss Besitz und Arbeit vermengt wird und die Gewinne ja sprudeln.
Murphy´s law: "Everything that can go wrong will go wrong!"
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon Fendt 308 ci » Mi Dez 26, 2018 17:35

Freakshow hat geschrieben:Lustig wie meine gewusst provokant gewählte Formulierung hier und da Beißreflexe auslöst. Der, der mich verstehen wollte hat das denke ich und wer nicht der will es auch einfach nicht.

Fakt ist doch: Wenn sich die Entwicklung in der LW so fortsetzt werden in 30 Jahren mindestens 80% von uns nicht mehr da sein und meine Vermutung ist, dass die 20% (wenn überhaupt so viel übrig bleiben) nicht übrig sein werden weil sie die Besten sind sondern die Leidensfähigsten. Anwesende natürlich ausgeschlossen. Wie gesagt stand heute in die Zukunft interpoliert, die Hoffnung dass sich das wieder dreht hab natürlich auch ich. Aber es ist eben nur eine Hoffnung, handfeste Anzeichen dafür gibt es momentan ja nicht, eher das Gegenteil....


Volle Zustimmung!

Ursache für die miserable Preislage ist doch in vielen Bereichen die massive Marktmacht der Handelsriesen bzw. Discounter.
Marktfrüchte mal ausgenommen.

Ich bin im Bereich Wein- und Obstbau und sehe das bei unseren Vermarktungsorganisationen/Genossenschaften, wie sie einerseits auf den Absatz über Aldi, Lidl und Co. angewiesen sind (Menge), aber diese doch quasi Monopolstellung haben und die Preise und Anforderungen beliebig gestalten können, da der nächste Lieferant schon mit den Hufen scharrt.

Da spielt dann auch die sonst so hoch gelobte Regionalität keine Rolle mehr.

Eigentlich ein Fall fürs Kartellamt.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon Family Guy » Do Dez 27, 2018 13:11

marius hat geschrieben:Noch kurz zum Thema :

Man muss ja festhalten das die Bauern den freien Markt wollten, und dieser freie Markt regelt auch den Pachtpreis.
Mehrere Großbetriebe haben dem Quotenende förmlich in Gummistiefeln entgegengefiebert ...und schon rollten die Betonmischer an um die Kuhzahl zu verfünfachen. Dazu ist natürlich, bei steigenden Umweltmaßnahmen, deutlich mehr Fläche auf Pachtbasis nötig.

Jetzt fehlt nur noch das diese eifernden Weltmarktbetriebe nach staatlichen Beschränkungen und Eingriffe bei den Pachtpreisen fordern. Eben auf diese Pachtpreise, die sie selbst erhöht haben.


Sehe ich nicht so, uns Bauern hat doch, auch im übertragen Sinn, niemand gefragt, Bauernverband/ Landvolk sind eben kein repräsentativer Durchschnitt der Betriebe, auch wenn der Verband meint, Alleinvertretungsanspruch zu besitzen.
Und ein kleiner Sargnagel der bäuerlichen Landwirtschaft ist auch die zu enge Verzahnung CDU Bauernverband, unter keiner SPD Regierung wurde die Lage schlecher als unter einer CDU Regierung.

Ich persönlich finde den von Jahr zu Jahr steigenden Prüfungsdruck in jedem Produktionsbereich belastend. Das ist das, was mir den Spaß am Beruf verdirbt. Geht aber meinem Tierartzt auch so, seine Dokumentation ist für seine Frau als "Rechnungsstelle" kaum noch zu wuppen.
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Re: Australien: Selbstmord unter Farmern | Weltbilder | NDR

Beitragvon Tinyburli » Do Dez 27, 2018 14:11

Selbstmorde gibt es überall, ob in Australien oder Deutschland.
Ein Bekannter, Frührentner wie ich, nahm sich das Leben. Er hatte zwar eine nicht heilende Wunde am Fuß, aber sonst ging es Ihm gut.
Jetzt die Bauern als besonders betroffen zu sehen halte ich übertrieben. Wie Ihr ja wisst, ist da in der Regel Vermögen vorhanden. Und wenn die betriebliche Lage es erfordert, kann man ja die Landwirtschaft aufgeben und verpachten.

Ich persönlich denke aber im Traum nicht an abgeben, übergeben, verpachten oder sonst wie aufhören.
Nein, meine Landwirtschaft bringt mir Vorteile, die ich sonst nicht hätte.

So rate ich denen, die meinen, nicht klar zu kommen, versuchen kürzer zu treten, sich nicht zu übernehmen und vielleicht verpachten oder extensivieren. Guts neues Jahr.
Mit freundlichen Grüssen
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