@tyr: Ist das so schwer zu verstehen? Aus dieser Spirale gibt es nur einen Ausweg: Man muss aus ihr aussteigen. Sonst wird man gefressen. Auch der aller größte Teil der aktuell fressenden wird bald zu den Gefressenen gehören. Siehe USA. Das größte 1% der Betriebe produziert inzwischen 50% der Menge.
Für den Ausstieg gibt es zwei Möglichkeiten: Einzelbetrieblich oder alle zusammen.
Alle zusammen heißt gemeinsame Vermarktung und strenge Mengensteuerung. So entstünden bei weniger Menge deutlich höhere Preise, damit deutlich höhere Margen und damit auch deutlich höhere Gewinne.
Einzelbetrieblich heißt, sich den größten Teil der Wertschöpfungskette auf den Hof zu holen, das Verkaufen zu lernen und alternative Produktionsformen mit reduzierten Investitionskosten zu implementieren.
Da die meisten deutschen Bauern das Konzept einer gemeinsamen, flexiblen Mengensteuerung nicht verstehen, wird sich der Markt weiter spalten. Überleben werden die Einzelaussteiger und -Neueinsteiger. Der Rest wird in den nächsten Jahrzehnten von wenigen Megabetrieben gefressen, allein schon deshalb weil die Wachstumsbetriebe wegen ihrer Größe nicht mehr für externe Einzelpersonen übernahmefähig sind.
Einhalt kann dem höchstens noch die Politik durch einzelbetriebliche Größengrenzen oder noch grundlegendere (und damit noch unwahrscheinlichere) Reformen gebieten.

