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Bauer Willi bei Jauch ARD

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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145 Beiträge • Seite 3 von 10 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 10
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon julius » Mo Mai 11, 2015 21:57

Qtreiber hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Ich wollte schon aus machen, als bei der Busse mehr Kälber im Jahr erschossen wurden als wir überhaupt Kühe haben

Sprach sie da aber nicht von Australien ?


Ja.
julius
 
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Terreblanche » Mo Mai 11, 2015 23:15

Ich halte Mastfärsen, um das Restgrünland zu verwerten. Die bekommen nur Grassilage.
Die Mastfärsen bringen etwas höhere Schlachtgewichtspreise, als Bullen, weil das Fleisch feinfasriger ist.
Meine Viehhändler erzählen mir aber immer wieder, daß das Fleisch eh in die Südländer verkauft wird, denen in D ist es ja zu teuer.

Anderes Beispiel: Kollege von mir aus dem Dorf macht Bio, verkauft auf Wochenmärkten und würde gerne auch ab Hof verkaufen. Aus dem Dorf kommt aber kein Schwein zu ihm, um mal Käse oder Kartoffeln zu kaufen. Er vermutet, weils bei ihm zu teuer ist. Wir hatten bei der letzten Landtagswahl exakt 25 % Grünwähler im Dorf.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Ferengi » Mo Mai 11, 2015 23:36

Der Biofleischmarkt sieht ganz ganz übel aus.
Wenne Glück hast bekommste 5% mehr als für Konvi-Fleisch.
Hast aber teilweise mehr als doppelt so hohe Futterkosten.

Aber das wird den Umstelllungswilligen Landwirten natürlich NICHT gesagt.
Denen werden nur die schönen Umfragen gezeigt, in denen 70-90% der Befragten bereit wären für mehr Tierwohl auch mehr zu zahlen.
Und natürlich das es ja die achsotolle Bioprämie gibt.
Das es die allerdings nicht fürs erste Jahr gibt, obwohl man bereits die vollen Bio-Unkosten hat,
hat man uns auch verschwiegen.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Qtreiber » Di Mai 12, 2015 8:10

Terreblanche hat geschrieben:Aus dem Dorf kommt aber kein Schwein zu ihm, um mal Käse oder Kartoffeln zu kaufen.

Das ist normal. Es gilt immer noch das alte Sprichwort : "Der Prohet gilt nichts im eigenen Land."
Terreblanche hat geschrieben:Er vermutet, weils bei ihm zu teuer ist.

Denke ich nicht Es ist wohl eher so, dass die Dorfbewohner "Sorge" haben, er könnte an ihnen einen Euro verdienen, egal wie billig er ist.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon H.B. » Di Mai 12, 2015 8:25

Ist auch bei unseren Bios ähnlich. Anonyme Produkte wie Milch laufen gut, der Rest findet kaum Absatz. Der Konkurrenzdruck aus dem Ausland ist enorm, ob Bio-Rindfleisch aus Osteuropa, Bioäpfel aus China, oder Biokartoffeln aus Ägypten.

Wahrscheinlich unter Anbau- und Haltungspraktiken, wofür für unsereins lebenslänglich steht.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Ferengi » Di Mai 12, 2015 10:44

Der Biolandbau ist in Deutschland eh dem Tot geweiht.

Immer höhere Unkosten stehen immer geringeren Einnahmen gegenüber.
Und die Discounter fangen grade erst an auf die Schiene Billig-Bio aufzuspringen.
Wenn man sich anguckt was die Discounter mit der Konvi-Landwirtschaft gemacht haben,
kann man sich ausmalen was vom Biolandbau überbleiben wird.

:roll: :roll: :roll:

Aber sollen die Leute halt den Scheiss aus China, Vietnamn und Co fressen.
Das sichert wenigstens die Arbeit in der Krebsforschung!
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon borger » Di Mai 12, 2015 12:08

Ferengi hat geschrieben:Der Biolandbau ist in Deutschland eh dem Tot geweiht.

Immer höhere Unkosten stehen immer geringeren Einnahmen gegenüber.
Und die Discounter fangen grade erst an auf die Schiene Billig-Bio aufzuspringen.
Wenn man sich anguckt was die Discounter mit der Konvi-Landwirtschaft gemacht haben,
kann man sich ausmalen was vom Biolandbau überbleiben wird.


Die erste Einschätzung teile ich. Nicht weil Bio grundsätzlich dem Tode geweiht ist, sondern weil mittels medialer Dauerpropaganda eine künstliche Blase geschaffen wurde, die zwangsläufig irgendwann platzen wird.
Aber dann? Wären die Konvis ohne Discounter wirklich besser dran?
Gerade die Bio-Landwirtschaft leidet doch unter der maßlosen Raffgier des Bio-Handels.
Während dem Erzeuger die Bio-Produktionsweise teuer zu stehen kommt, unterscheidet sich der Vorgang des Handels kaum. Ein Sack Kartoffeln verkaufen ist ein Sack Kartoffeln verkaufen, egal ob da Bio drauf steht oder nicht. Trotzdem berechnet der Bio-Handel für seine Verkaufsdienstleistung das Drei- bis Vierfache des „bösen“ Discounters.
Wenn der Bio-Erzeuger die Kartoffeln dem Handel nicht makellos und vor allem supergünstig anbietet, wird er sie nicht los. Dann kauft der Bio-Handel lieber in Ägypten. Was anderes machen Discounter im Einkauf auch nicht. Nur sie lassen dem Erzeuger alle Möglichkeiten, die Ware marktgerecht zu erzeugen und geben sie auch ebenso günstig an die Kunden weiter. Ich glaube nicht, dass ohne die durch günstige Preise verursachte erhöhte Nachfrage irgendetwas besser wäre.
Die Zeit hatten wir schon, als „Tante Emma“ noch Stand der Verkaufstechnik war. Damals wurde auch noch erheblich weniger erzeugt, da passte es mit dem Vertriebssystem und dem sparsamen Konsum noch. Die heutigen Produktionsmengen kann „Tante Emma“ unmöglich vermarkten.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Welfenprinz » Di Mai 12, 2015 12:34

borger hat geschrieben:Aber dann? Wären die Konvis ohne Discounter wirklich besser dran?
Gerade die Bio-Landwirtschaft leidet doch unter der maßlosen Raffgier des Bio-Handels.
Während dem Erzeuger die Bio-Produktionsweise teuer zu stehen kommt, unterscheidet sich der Vorgang des Handels kaum. Ein Sack Kartoffeln verkaufen ist ein Sack Kartoffeln verkaufen, egal ob da Bio drauf steht oder nicht. Trotzdem berechnet der Bio-Handel für seine Verkaufsdienstleistung das Drei- bis Vierfache des „bösen“ Discounters.


Das sind Sachen, die -glaube ich- von vielen nicht richtig auseinandergehalten und definiert werden. von Laien sowieso nicht, aber auch im Berufsstand.
biomöhren für Hipp anbauen ist dasselbe wie TK-Erbsen für Iglo. Anblauplanung, sortensprektrum, Kontrahierung. Liefertermine....... und dagegen steht die Vorstellung vom glücklichen Bäuerlein, das 40 Sorten alte vergessene Möhrensorten anbaut in grau, violett, krumm und dildo und dann dem schwärmenden Verbraucher stückweise überreicht.

Dass da innerhalb des Berufstandes noch anscheinend eine gewisse Schieflage besteht, dachte ich als diesen Winter in der Grünen ein Bericht über einen norddeutschen Bioverband abgedruckt war. Anbauer gesucht........ es fehlen (zur Verarbeitung) Rote Bete, Sellerie, Äpfel........ im (zweistelligen!!!) Tonnenbereich. hallo...... das sind ein paar ha. Da brauch ich keinen Aufruf im kammerblatt zu.
Also irgendwas klappt da noch nicht so wirklich mit Anspruch und Wirklichkeit.

ich hab keine Ahnung von den Kosten der Auflagen im Biobereich, aber wenn ich rote Bete im Kleinmengenanbau hätte, stünde als vergleichsrechnung dagegen, dass ich konvi ohne QS anbaue, mir russische und osteuropäische Geschäfte /händler als Abnehmer suche und die unbrauchbaren als Futter an Pferdeleute verticke.
Dürfte dann das bessere Geschäft sein.




Die Zeit hatten wir schon, als „Tante Emma“ noch Stand der Verkaufstechnik war. Damals wurde auch noch erheblich weniger erzeugt, da passte es mit dem Vertriebssystem und dem sparsamen Konsum noch. Die heutigen Produktionsmengen kann „Tante Emma“ unmöglich vermarkten.


hast du neulich schon mal erwähnt. Vor allem die Rechnung mit dem Erzeugeranteil am Endverkaufspreis hat mir nochmal zum Nachdenken verholfen.
Ich bin nun mal etwas mehr in der Klein- und Mittelschiene verwurzelt und suche deswegen nach den Strohhalmen :mrgreen:
Es kommt auf die Produkte an. Und damit meine ich nciht die Unterscheidung zwischen Bio und konvi.
Es gibt eben "Masse", wobei das ein relativer Begriff ist.Und damit gewinnt ein Kleinhändler kein Einkommen. Er muss in Sachen gehen, die Edeka und Rewe nicht - in der Form- anbieten und dann , wenn der Kunde da ist versuchen den Einkauf durch ein paar andere Artikel noch zu verumsatzsteigern.
Die Aufgabenstellung dabei ist aber eben ganz klar nicht die eines landwirtschaftlichen Rohstoffproduzenten sondern die eines Einzelhändlers. Das ist vielen glaube ich nciht ganz deutlich.

Dass in obigem Beispiel Kartoffeln auf dem Dorf kein Renner sind ist banal. Auf dem Dorf gibts Gärten. :) und falls der Vermarkter noch nicht begriffen hat, dass heute beim kartoffelverkauf die Gebindegrösse wichtiger ist als die Sorte , hat er ganz verloren.

Ein Beispiel noch für die "Nische": ein bekannter Wochenmarkthändler von mir verkauft in der Stadt pro Woche so ca. 20 kg Löwenzahn(italienischer, ist als Kulturpflanze in der Küche durchaus als Gewürzpflanze bekannt)..... an Kaninchenhalter in der Stadt als Futter. :mrgreen:
Dieser Individuallismus und Einfallsreichtum ist es , der an der Kleinschiene wirklich Spass macht und Erfüllung bringt....... :)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Der Kobi » Di Mai 12, 2015 12:58

Ferengi hat geschrieben:Der Biofleischmarkt sieht ganz ganz übel aus.
Wenne Glück hast bekommste 5% mehr als für Konvi-Fleisch.
Hast aber teilweise mehr als doppelt so hohe Futterkosten.

Aber das wird den Umstelllungswilligen Landwirten natürlich NICHT gesagt.
Denen werden nur die schönen Umfragen gezeigt, in denen 70-90% der Befragten bereit wären für mehr Tierwohl auch mehr zu zahlen.
Und natürlich das es ja die achsotolle Bioprämie gibt.
Das es die allerdings nicht fürs erste Jahr gibt, obwohl man bereits die vollen Bio-Unkosten hat,
hat man uns auch verschwiegen.


Deshalb sollst Du "GRÜN" wählen.. die überweisen Dir das fehlende Geld jeden Monat...
Geholt wirds über Düngenmittel- und Pflanzenschutzsteuer bei den Konventionellen.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon LUV » Di Mai 12, 2015 13:08

Welfenprinz hat geschrieben:

Dass in obigem Beispiel Kartoffeln auf dem Dorf kein Renner sind ist banal. Auf dem Dorf gibts Gärten. :) und falls der Vermarkter noch nicht begriffen hat, dass heute beim kartoffelverkauf die Gebindegrösse wichtiger ist als die Sorte , hat er ganz verloren.



100Pro! Es gibt inzwischen mehr weibliche Regionalkäufer, die wöchentlich 2,5kg Kartoffeln in ihr Cabrio packen, anstatt sich einen 25kg Sack zu besorgen.....ist ja so hip, seinen Lieblingsbauern in der Region zu kennen, und den Freundinnen davon zu erzählen, dass man beim Erzeuger seines Vertrauens einkauft... n8 hei ti tei...
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Südbaden Bauer » Di Mai 12, 2015 14:47

Es
gab wohl kaum eine Bevölkerungsgruppe neben den Kindern Israels, die mehr Abneigungen gegen die nationalen Sozis hatte wie die Bauern.
Auch damals hatte die Landbevölkerung nicht viel über für Slogans wie "Der Patriot isst Roggenbrot" oder "fleischfrei am Suppensonntag"

Die Farbe hat sich geändert, die verachtende Ideologie hat sich nur angepasst.
Damals gab es zu viele nichtsnutzige Essser, heute sind es zu viele nichtsnutzige Foodprintler.


Sorry, aber das ist totaler Quatsch. Die *Zensur* waren überall. Auf dem Land wie in der Stadt. Und Juden waren bei den Bauern auch verhasst. Gerade die Viehändler.
Und wie man auch hier im Forum sehen kann, gibt es immer noch einige rechts denkende in der LW.


Ich denke, man kennt sie.


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Das fällt dann ganz klar unter natürliche Auslese!


Wo ich mal gesagt habe das die gewaltätigen Links und Rechtsextremisten sich doch alleine kloppen sollen, und sich damit dezimieren ohne dass Polizisten ihr Leben riskieren müssen, haben sich einige ganz schön aufgeregt.
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Welfenprinz » Di Mai 12, 2015 14:52

Es macht wohl kaum Sinn hier in rechts und links zu denken.
oben und unten.

Cui bono???
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon borger » Di Mai 12, 2015 15:10

@Welfenprinz

Das mit dem höchsten Erzeugeranteil am Endpreis, da bin ich auch nicht von allein drauf gekommen. Das hat vor vielen Jahren mal ein überzeugter Bio-Fuzzi aus Österreich im Fernsehen erzählt. Weiß nicht mehr, was der herstellte, aber er wollte natürlich möglichst großen Marktanteil. Der Bio-Handel war ihm dafür viel zu teuer und zu langsam. Der sagte klipp und klar, ohne Discounter wird das nichts. Die haben eine super Logistik und sind sehr günstig.

Wir haben einen sehr günstigen Hauptmarkt, deshalb sind die meisten erfolgreich besetzten Nischen im höheren Preisbereich. Die sind schon auf einen gewissen Wohlstand angewiesen, denn die für Lebensmittel ausgegebene Summe lässt sich ebenso wie die Anbaufläche nicht beliebig vermehren. Jeder Taler, den ein teurer Vertrieb im Hauptmarkt schluckt, steht für Nischen nicht mehr zur Verfügung.
Theoretisch könnte man das System umdrehen. In einem teuren Hauptmarkt lassen sich mit günstigerem Angebot leicht Nischen finden. Nur, praktisch wird der Markt dann durch günstige Angebote aus dem Ausland geflutet.

Was Bio angeht: Laut AMI lag der Bio-Anteil am Umsatz 2013 bei 3,77%, da Bio etwas teurer ist liegt den Mengenanteil entsprechend tiefer, wohl 2,x%. Also mit Wähleranteil der Grünen, wo ja noch die Biosympathisanten der anderen Parteien hinzu kämen, darf man da nicht rechen. Eher damit, dass die eifrigsten Wasser-Prediger selbst Wein saufen.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon Welfenprinz » Di Mai 12, 2015 15:25

Die Schimpferei auf Aldi und co - egal ob individuell oder von Verbänden- in dem Sinne, dass die "schuld" seien an unserer wirtschaftlichen lage ist sowieso voll "Thema verfehlt" und destruktiv.
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Re: Bauer Willi bei Jauch ARD

Beitragvon borger » Di Mai 12, 2015 15:47

Welfenprinz hat geschrieben:Die Schimpferei auf Aldi und co - egal ob individuell oder von Verbänden- in dem Sinne, dass die "schuld" seien an unserer wirtschaftlichen lage ist sowieso voll "Thema verfehlt" und destruktiv.


Ja, aber damit kommt man ins Fernsehen, siehe Bauer Willi und der Milchpreis.
Da stand am Anfang der Milchpreissenkung ein unnötiger Wirtschaftskrieg gegen Russland. Aufgrund der in dessen Folge nicht mehr absetzbaren Milchmengen haben die Molkereien die Erzeuger- wie Handelspreise gesenkt.
Wer diesen Teil unterschlägt und nur die erst hierauf folgende Preissenkung der Discounter verantwortlich macht, wie in Jauche-TV, leidet unter massiven Wahrnehmungsstörungen oder will ein Dummvolk vorsätzlich manipulieren.
Nur wenn der Handel Einkaufsvorteile an die Kunden weitergibt, kann zusätzliche Nachfrage zur Bewältigung des Mengenproblems angeregt werden. Macht er das nicht und steckt sich das Geld einfach in die eigene Tasche, wird es auch keine höhere Nachfrage geben. Die Molkereien werden auch weiter ihre Milch nicht los und entsprechend weiter die Preise senken. Wem ist damit geholfen?

Es könnten sich ja alle Milchbauern zu einem Syndikat zusammentun, dann könnten sie höhere Milchpreise diktieren, dafür würden sie dann aber auf einen Teil der Milch sitzenbleiben. So funktioniert nun mal Marktwirtschaft. Nur wenn dieses Milchsyndikat durch Reduzierung des Kuhbestandes das Angebot entsprechend verkleinert, ergeben sich höhere Preise für die gesamte Produktionsmenge.
Auch ohne Syndikat: Entweder weniger Kühe oder neue Absatzmärkte, anders wird das nichts mit einem höheren Milchpreis. Die Discounter haben darauf keinen Einfluss, solange sie nicht selbst Kühe halten.
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