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Bauernsterben

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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173 Beiträge • Seite 2 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 12
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Re: Bauernsterben

Beitragvon katzeck » Di Mai 05, 2015 18:42

Bei uns gab es vor 200 Jahre 4 Landwirte im Haupterwerb und 2 im Nebenerwerb.
Jetzt gibt es 4 Landwirte und von denen 2 im Haupterwerb und 2 im Nebenerwerb die früheren Nebenerwerbsbetriebe gibt es nicht mehr.
Es hat sich nicht viel geändert...
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Paule1 » Di Mai 05, 2015 20:50

Stimmt in unserm Zuchtgebiet hören jedes Jahr ca. 100 Milchviehalter auf, die Zahl der Milchkühe hat sich jedoch leicht erhöht von 95.000 auf 96.000 Milchkühe.

Es gibt ja ständig ein Sterben von Berufen wie

Weber-Müller-Näherin-Schmied-Wagner.....


Gleichzeitig entstehen NEUE wie

Programierer-Systemadiministratoren-Auditoren-u.w.u.s.f
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Re: Bauernsterben

Beitragvon H.B. » Di Mai 05, 2015 20:57

Terreblanche hat geschrieben:Schlimmer ist, daß die weitermachenden Beitriebe einen immer höheren Fremdkapitalanteil haben, denn die Fläche schlucken und größer werden können sie nur mit Fremdkapital.
Die aufgebenden Betriebe waren ja meist gesunde Betriebe, die im zuge des Generationenwechsels aufhören, weil sie zu klein sind.


Was soll daran schlimm sein? Das was du da sagst, wird schon ein halbes Jahrhundert geträllert, die Welt ist nicht unter gegangen, die Lebensmittel sind besser, den Tieren gehts besser, und der Umwelt auch. Und dass Aufgabebetriebe alle gut dastehen, kann man so nicht sagen. Viele haben sich selbst ums Eck gewirtschaftet, und einige konnten sich mit Quotenverkauf noch sauberwaschen - mit dem Geld der anderen.

Man muss sich wirklich um keinen Sorgen machen, denn letztlich ist es jedem seine Sache, welches Risiko er eingeht. Man weiß schon viele Jahre, dass die Märkte volatil sind, und es noch viel mehr werden. Nach oben, wie nach unten. Dass die Zinsen explodieren, halte ich unwahrscheinlich, weil niemand daran Interesse haben kann. Deutschlands, und damit auch Europas Wirtschaft, und auch die Staatsfinanzen, sowie alles vorhandene Geld würde in kürzester Zeit zusammenbrechen, wenn der Leitzins um 2% angehoben würde.
Welche Entscheidung von wem die Richtige war, wird sich ganz von selbst zeigen. Neid ist unangebracht, und Neid mit Spott zu leugnen auch.

Erfolg kommt nur im Duden vor Fleiß
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Re: Bauernsterben

Beitragvon TLH » Di Mai 05, 2015 21:15

Paule1 hat geschrieben:die Lebensmittel sind besser

das ist sehr relativ, durchaus spekulativ und nicht zu normen
selbst ein "sind gesünder" oder "weniger belastet" ließe sich diskutieren ...
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Einhorn64 » Di Mai 05, 2015 23:04

Wenn schon zitieren, dann mit dem richtigen Nick:
H.B. hat geschrieben: ..., die Lebensmittel sind besser, ....


Kann man voll bejahen,
lass mal die Milch die vor einem halben Jahrhundert erzeugt wurde durch die heutige Kontrolle gehen, somatische Zellen, Keimgehalt, Gefrierpunkt, Temperatur.
Der Tankwagen könnte direkt zu einer BGA fahren.
Erkundige dich mal welche PS mittel vor 50 Jahren zugelassen waren, und wie hoch die damaligen Grenzwerte waren, was damals überhaupt technisch möglich war an Nachweis von Verunreinigungen.
Wie hoch die Luftbelastung war, die sich auf Felder mit recht bescheidenen Erträgen niederschlug, will heut niemand mehr wissen.
Da gibt es noch reichlich Beispiele, zb wie auf Schlachthöfen und in Metzgereien gearbeitet wurde, was alles noch Verwertung fand, was als Futtermittel in der Mast zugelassen war...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Guetzli » Mi Mai 06, 2015 7:26

dafür haben wir etwas älteren aber noch ein richtig starkes Immunsystem und keine Allergien :klug:
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Manfred » Mi Mai 06, 2015 18:42

Das ist genau der Punkt. Wer sterile und geschmacklose Eiweiß-Fett-Brühe trinken will, kann das tun. Gute Milch dagegen ist heute kaum noch zu finden.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Qtreiber » Mi Mai 06, 2015 19:04

Manfred hat geschrieben:Gute Milch dagegen ist heute kaum noch zu finden.

Naja, Geschmacksprägung funktioniert eben nicht nur mit Glutamat und Geschmacks-Aromen, sondern auch mit Mist und Grassilage. :lol:
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Re: Bauernsterben

Beitragvon speeder » Mi Mai 06, 2015 20:08

katzeck hat geschrieben:Bei uns gab es vor 200 Jahre 4 Landwirte im Haupterwerb und 2 im Nebenerwerb.
Jetzt gibt es 4 Landwirte und von denen 2 im Haupterwerb und 2 im Nebenerwerb die früheren Nebenerwerbsbetriebe gibt es nicht mehr.
Es hat sich nicht viel geändert...


Das glaubst du ja wohl selber nicht, es sei denn euer Dorf hatte vor 200 Jahren 7 Einwohner. 6 Landwirte und einen Schmied.
Vor 200 Jahren waren garantiert 30 Prozent der Dorfeinwohner Haupterwerbslandwirte und vom Rest 99 % Nebenerwerbler.
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Qtreiber » Mi Mai 06, 2015 20:28

Er hat sich wahrscheinlich um eine 0 verschrieben.
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Re: Bauernsterben

Beitragvon H.B. » Mi Mai 06, 2015 20:32

Manfred hat geschrieben:Das ist genau der Punkt. Wer sterile und geschmacklose Eiweiß-Fett-Brühe trinken will, kann das tun. Gute Milch dagegen ist heute kaum noch zu finden.

Dreck reinzutun, ist nicht Aufgabe der Bauern. Dreck und Zellen sind aber auch nicht das, was es für die Schmackhaftigkeit braucht. Die Milch, welche die Molkereien heute annehmen, ist zweifelsfrei besser den je - und das Problem, dass der Verbraucher keine Frischmilch mit Naturfettgehalt, sondern durch X Verarbeitungsschritte vergewaltigte ESL-Milch kaufen will, können die Bauern nicht lösen. Das korreliert mit der stetigen Verblödung der Gesellschaft.
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Nordhesse » Mi Mai 06, 2015 21:20

A hier in Hessen hat es jetzt vor und nach dem 01.04 keine Welle der Betriebsaufgaben gegeben. Die Kuhzahl im Bundesland steigt seit ca. 5 Jahren auch wieder. Bei den Zuchtsauen sieht der Strukturwandel schlimmer aus . Wir haben halt in der LW das Problem, dass das Auf und Ab der einzelnen Betriebe doch immer sehr an max 1-2 Personen auf dem Betrieb hängt. Dementsprechend gibt's auch viel Wandel
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Rohana » Do Mai 07, 2015 6:43

H.B. hat geschrieben:das Problem, dass der Verbraucher keine Frischmilch mit Naturfettgehalt, sondern durch X Verarbeitungsschritte vergewaltigte ESL-Milch kaufen will, können die Bauern nicht lösen.

Genau, der Verbraucher ist schuld, immer mal druff. Schonmal versucht heutzutage eine nicht-ESL-Milch zu kriegen?
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Paule1 » Do Mai 07, 2015 7:02

Das würde es den Milchmann geben, welcher heutzutage ein Automat ist :prost: :prost:

Aelber Schuld wenn ihr die Kleinen Bauern aus den Dörfern treibt :klug:
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Re: Bauernsterben

Beitragvon Qtreiber » Do Mai 07, 2015 7:52

Rohana hat geschrieben:Genau, der Verbraucher ist schuld, immer mal druff. Schonmal versucht heutzutage eine nicht-ESL-Milch zu kriegen?

Die Industrie produziert das, was sich verkaufen lässt. Alles andere würde nämlich den Ruin bedeuten.
Der Verbraucher wünscht Milch, die nicht aufrahmt, um Himmels Willen nicht nach Kuh schmeckt und möglichst lange haltbar ist. Also bekommt er das. Dass die Milchindustrie nicht für ein paar Naturburschen und -mädels eine Extraproduktion fahren kann, sollte jedem, der sich ein wenig in Betriebswirtschaft auskennt, einleuchtend sein.
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