Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 1:34

Bauernsterben

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
173 Beiträge • Seite 1 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 12
  • Mit Zitat antworten

Bauernsterben

Beitragvon D_Schwabe » So Mai 03, 2015 6:34

Servus

Bei uns südwestliches Bayern / Oberschwaben ist in den letzten 12 Monaten ein massiver Anstieg an Aufgabebetrieben in der Milchviehhaltung zu beobachten
Wesentlich mehr als sonst und teilweise 3-4 Stück in manchen Dörfern ...

Ist das ein regionales Phänomen oder wie schauts da bei euch aus?

Von den 5-25 Kuhbetrieben im Nebenerwerb ist fast niemand mehr da aber auch größere zw 50-70 Kühen mit zT erst 10 Jahre alten laufställen haben aufgehört

Ich denke mal das einige noch Quote verkaufen wollten aber das allein erklärt doch nicht diese Massierung gerade auch in den letzten paar Monaten

Wäre interessant zu wissen ob ihr ähnliche Beobachtungen in euren Regionen gemacht habt
D_Schwabe
 
Beiträge: 64
Registriert: Mo Jun 29, 2009 16:12
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon berger901 » So Mai 03, 2015 7:16

Ich bin Innviertel O.Ö.Nähe zu Bayern.
Vor ca.50 Jahren hat man bei uns mit 1-2 Kühen aufgehört,seither geht es eher regelmäßig nach oben.
Die kleinsten mir bekannten Kuhbetriebe, haben so um die 20 Stück Anbindehaltung.
Laufställe kenn ich ab 40 Kühe.
Ich denke, wer voll einen Kuhbetrieb zu Betreuen hat, muss auf viel Freizeit verzichten.

Gruß Berger
berger901
 
Beiträge: 191
Registriert: Mo Dez 08, 2014 16:47
Wohnort: Österreich-Innviertel
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon LUV » So Mai 03, 2015 10:49

Der Titel ließ Schreckliches erahnen..... :shock:
So ist es doch nur der ganz normale Wandel, ohne Tote denke ich.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon T5060 » So Mai 03, 2015 11:35

Gibt auch wieder Neubauern. Man sollte den STRUKTURWANDEL nicht mehr künstlich an heizen, weil mittlerweile schon zuviele Zukunftsbetriebe abkacken.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35376
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon Frankenbauer » So Mai 03, 2015 12:36

Stimmt, es gibt auch wieder Neubauern. Die verstecken aber nur Geld aus anderen Geschäften in der Landwirtschaft um Steuern zu sparen und da mittlerweile auch der Ertrag aus "endfälliger Liquidation" als Ertrag vom Finanzamt anerkannt wird, haben die auch nicht mehtr mit dem Anwurf der Liebhaberei zu kämpfen. Das Geld ist erstmal gesichert, was irgendwann einmal ist, wenn der Betrieb abgewickelt wird steht in den Sternen, dann gibtes das nächste Steuersparmodell.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
Frankenbauer
 
Beiträge: 3228
Registriert: Mo Feb 12, 2007 23:16
Wohnort: Unterfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon LUV » So Mai 03, 2015 13:15

Man kann Wandel als schlecht oder gut bezeichnen, man kann ihn erleben oder gestalten.....für den einen ist es ein Zeichen für Fortschritt, für den anderen ein Zeichen des Untergangs.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
LUV
 
Beiträge: 9573
Registriert: Mo Jan 12, 2015 8:31
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon "schwabe" » So Mai 03, 2015 13:21

Hallo Schwabe :D ( i bei au a Schwob woesch )

bei uns gibt es noch 2 Milchviehbetriebe im Dorf - vor 10 Jahren waren es noch
8.

Und es ist absehbar dass es diese in 2 Jahren auch nicht mehr gibt.

Der Rest hat biogas ! ( 3 Stück in einem Dorf ) :-(

Ihr wisst was das heisst bzgl. pachtpreis etc. :-(

Wer Baut den heute noch für 100 Kühe und mehr ?
das machende nicht mehr viele ausser man tut sich zusammen mit ein paar
anderen und macht gleich 500 und mehr.

Die restlichen haben biogas - da sind die meisten Anlage aber inzwischen auch schon
10 Jahre alt d.h. die bekommen noch 10 Jahre ihre Vergütung und dann ???

Was machen die dann ?

Die letzten 5 Jahre Geld zur Seite legen um die Anlage wieder rückbauen zu können ?

Glaube nicht das von denen nachher noch jemand einen stall bauen will !
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon hat"
"schwabe"
 
Beiträge: 1009
Registriert: Mo Mär 27, 2006 13:47
Wohnort: Im schönen Oberschwaben
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon T5060 » So Mai 03, 2015 18:46

In 20 Jahren ist BIOGAS Geschichte ..... nur mal zur Erinnerung, bis dahin sind PVA und Speicher billiger.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35376
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon "schwabe" » So Mai 03, 2015 19:09

Naja ich würde eher so sagen:

Diejenigen Anlagen die Strom verkaufen sind Geschichte !

Die Anlagen die ins gasnetz einspeisen gibt es wahrscheinlich immer noch.

Die kleinen Anlagen beliefern dann halt die großen die einspeisen.

Aber sowas kann sich auch ganzschnell ändern, bei einer weltweiten rezzesion / deflation wird das gas/Öl
plötzlich billiger und die gasanlagen sind nun auch nicht mehr wirtschaftlich.
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon hat"
"schwabe"
 
Beiträge: 1009
Registriert: Mo Mär 27, 2006 13:47
Wohnort: Im schönen Oberschwaben
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon xyxy » So Mai 03, 2015 19:25

es wird bald besser:
http://www.n-tv.de/politik/Nachtwoelfe- ... 27426.html
Fifty shades of green
Benutzeravatar
xyxy
 
Beiträge: 9265
Registriert: Fr Dez 23, 2005 9:08
Wohnort: Nordwestdeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon Terreblanche » Di Mai 05, 2015 12:34

Der Strukturwandel geht eben weiter.
Das allein ist noch nicht schlimm.

Schlimmer ist, daß die weitermachenden Beitriebe einen immer höheren Fremdkapitalanteil haben, denn die Fläche schlucken und größer werden können sie nur mit Fremdkapital.
Die aufgebenden Betriebe waren ja meist gesunde Betriebe, die im zuge des Generationenwechsels aufhören, weil sie zu klein sind.

Gesunde Betriebe werden weniger, überschuldete werden mehr, die Landwirtschaft wird also krisenanfälliger.

Was da mal los ist, wenn die Zinsen schnell teuer werden, mag ich mir nicht ausdenken.
Benutzeravatar
Terreblanche
 
Beiträge: 688
Registriert: Sa Jan 10, 2015 20:58
Wohnort: Südschwarzwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon CarpeDiem » Di Mai 05, 2015 13:08

Terreblanche hat geschrieben:Gesunde Betriebe werden weniger, überschuldete werden mehr, die Landwirtschaft wird also krisenanfälliger.


So sehe ich dies eigentlich auch, wobei diese Entwicklung auch keinesfalls aufzuhalten ist bzw. aufgehalten werden soll. Allerdings wird das Gefährungspotential und die Krisenanfälligkeit unterschiedlich hoch sein. Man darf ja nicht vergessen, dass die Lw-Betriebe, im Gegensatz zu vielen in der Industrie und im Handel, etwas zu verlieren haben, denn sie haften ja mit ihrem Eigenland unbeschränkt.

Auch trifft das "Handling" von Fremdkapital die landw. Betriebsleiter von der Ausbildung her ziemlich unvorbereitet. Frag diese mal nach einer, den Kapitalgebern vorlegbaren, Planungsrechnung für die nächsten Jahre und gewichte einmal die Antworten die man bekommt!
CarpeDiem
 
Beiträge: 5313
Registriert: Mi Nov 21, 2007 13:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon Cheffe » Di Mai 05, 2015 14:13

CarpeDiem hat geschrieben:
Terreblanche hat geschrieben:Gesunde Betriebe werden weniger, überschuldete werden mehr, die Landwirtschaft wird also krisenanfälliger.


So sehe ich dies eigentlich auch, wobei diese Entwicklung auch keinesfalls aufzuhalten ist bzw. aufgehalten werden soll. Allerdings wird das Gefährungspotential und die Krisenanfälligkeit unterschiedlich hoch sein. Man darf ja nicht vergessen, dass die Lw-Betriebe, im Gegensatz zu vielen in der Industrie und im Handel, etwas zu verlieren haben, denn sie haften ja mit ihrem Eigenland unbeschränkt.
...


Und wenn die Bauern etwas verlieren, gewinnen es andere. Klingt etwas "verschwörungstheoretisch", aber vorstellbar wäre, dass Banken und Industrie mit System an (unsere) Flächen wollen.
Cheffe
 
Beiträge: 591
Registriert: Sa Feb 07, 2015 14:14
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon cerebro » Di Mai 05, 2015 14:31

Bei uns im Ort sind es 6 Milchviehbetriebe (Alle etwa innerhalb 5 Gehminuten untereinander erreichbar), Durchschnittsgröße etwa 75 Kühe. Vor 10 Jahren waren es ebenfalls 6 Milchviehbetriebe.... :klug:
Immer diese Untergangsszenarien.....*kopfschüttel*
cerebro
 
Beiträge: 1374
Registriert: Fr Mär 05, 2010 13:54
Wohnort: Süddeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauernsterben

Beitragvon julius » Di Mai 05, 2015 16:33

"schwabe" hat geschrieben:
Aber sowas kann sich auch ganzschnell ändern, bei einer weltweiten rezzesion / deflation wird das gas/Öl
plötzlich billiger und die gasanlagen sind nun auch nicht mehr wirtschaftlich.


Langfristig werden die Gelddruckereien zu einer hohen Inflation führen. Da sind locker 5 - 10 % Teuerung pro Jahr möglich wenn das mal ausser Kontrolle gerät.
Kostet dann als Beispiel in 10 Jahren nach Ablauf der Einspeisevergütung der Liter Heizöl 4 Euro und das KW Strom 2 Euro können bestehende Biogasanlagen durchaus wieder rentabel werden, auch wegen der Abwärme die sie zusätzlich zum Strom verkaufen.

Zum Thema. Hier auch. Nach der Reihe hören sie auf. Zum Teil sind 4, 5 oder 6 Kinder vorhanden die alle kein Interesse zeigen obwohl sie teilweise keine berauschenden Jobs haben. Einige vom Nachwuchs hätten einen Partner der ebenfalls einen Hof hat. Man könnte also beide Höfe zusammenlegen und hätte eine vernünftige Flächenaustattung. Aber selbst die zeigen kein Interesse mehr an der Landwirtschaft. Was ich gut verstehen kann.

Gibt hier schon noch einige Betriebe die wirklich gutes Cash verdienen. Sind aber ausschließlich Erbschaften und andere Geschäftereien die bei denen in die Landwirtschaft gesteckt wurden. Würde man bei denen den Erbanteil aus dem Betrieb rausrechnen, wäre der Gewinn dieser Betriebe bei weitem nicht mehr so hoch.
Muss und mußte in der Vergangenheit hingegen jeder Euro aus der Landwirtschaft verdient werden, und zum großen Teil wieder in Wachstum investiert werden, siehts mit Eigenkapitalbildung nicht so üppig aus.
julius
 
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
173 Beiträge • Seite 1 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 12

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], Google Adsense [Bot], Marian

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki