Ach, der Schmied im Nachbardorf verkauft auch einen Chinesen. Der hat meinen Deutz auch schon mal gemacht. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gehe ich zu den.
Bin ja auch ein verkappter Chinafan. Ne Kettensäge für 75€ hat 7 Jahre gehalten und wäre mit passendem Ersatzteil sicher noch reparabel. Ein 180€ Rasenmäher mit Antrieb hält jetzt schon 8 Jahre und sprang im Frühling mit 2x ziehen an. Das Ding hatte 4 Jahre 4000m2 zu mähen bevor das Geld für nen Rasentraktor verfügbar war, dem Verkäufer fielen bald die Augen raus, der konnt nicht glauben was das Ding geschafft hat. Wenn man viele Chinasachen genauso pfleglich mit Wartung und Ölwechsel bedenkt und nicht dauernd überlastet weils ja eh bloß billger Chinaschrott ist der keine Aufmerksamkeit verdient wie der deutschen Benz oder Fendt, dann hält son Teil sicher auch was aus.
Ich finds toll und mutig, daß hier mal einer ehrlich seine Erfahrung teilt, auch wenn er mit Schuhen beworfen wird ohne Ende.
Aber warum hast Du Dir für den Aufwand und Preis nicht gleich nen Foton in Deutschland gekauft? Das wär sicher billiger gekommen und der 50PSer hat auch ne Kabine.
Wer ansonsten noch mit dem Gedanken an nicht EU Chinatrecker spielt, in der Ukraine gibts die in allen Varianten zu kaufen. Das ist nicht weit, man kann sich das Ding vor Ort zusammengebaut anschauen und mit nem normalen Autotransporthänger selber abholen.
Die Kunst der Besteuerung liegt darin die Gans so zu rupfen,daß man möglichst viele Federn bei möglichst wenig Geschrei erhält.
Hab jetzt dann doch Deinen Trick 17 angewendet. 3 Windungen Teflonband reichten nicht aus, hab nochmal 4 Lagen draufgewickelt, jetzt ists dicht.
Danke Berlin.
Pflug hab ich mir jetzt auch gekauft für den Sadin. Zweischarer Niemeyer Wendepflug.
Da ist ein Hebel angebracht, der vom Oberlenker betätigt wird und die Arretierung freigibt. Der soll sich eigentlich selbsständig drehen. Ich muß da aber mit der Hand nachhelfen.
Gibt welche die haben ´ne Feder. Das muss aber genau passen. Nicht zu schwach und nicht zu stark.
Die gespannte Feder "erzeugt" beim lösen der Arretierung eine "gewisse" Geschwindigkeit, der Pflug dreht sich, die Feder spannt sich (hoffentlich nicht zu stark) und der Pflug rastet ein.
Am Holder Pflug gab es auch das System mit einem Gewicht. Konnte man einstellen. Das System mit dem Gewicht kam nach der Federgeschichte, war vermutlich nicht so prickelnd.
Bei dem Niemeyer das ist reine Mechanik, mann kann den Federweg und damit die Auslösekraft des Oberlenkers einstellen, da müsste irgendwo eine Mutter sitzen...Zumindest war das bei meinem Pflug so.
Üblicherweise konnte man bei diesen Pflügen den Drehvorgang nur einmal auslösen. Danach musste der Mechanismus durch absenken des Pfluges und eventuell sogar einige Meter pflügen wieder gespannt werden.
Ich kenne das noch von unserem Frost Pflug in meiner Jugend. Der Mechanismus funktionierte einwandfrei, allerdings war das wenig materialschonend, weil der Pflug am Ende des Wendevorgangs relativ hart gegen einen Anschlag prallte und die Schlepperdreipunkt dadurch jedes mal einen Schlag bekam.
War man unkonzentriert und hatte den Wendevorgang ein 2. Mal ausgelöst, hieß es absteigen und mit der Hand zuende drehen, weil der dann waagerecht stehen blieb.
Ja, ich hab mir das gute Stück nochmal angeschaut. Da ist am Ende des Drehrohres eine Mechanik mit einem Gewicht angebaut. Muß dann halt mal pflügen.
Das Andere ist, dass der Pflug leider keine Stützräder hat. Soll ich das so mal ohne probieren, oder vielleicht gleich einen gleichen mit Rädern für 280,- kaufen?
Der Holderpflug hat sogar eine Mittel- (Rast-) Stellung für den Transport.
Auch da gilt aufpassen. Auslösen, Hebel festhalten bis er weiter als Mittelstellung ist, los lassen. Wenn das Gewicht richtig eingestellt ist rastete er korrekt ein.
Hmm, ohne Regelhydraulik geht's ohne Stützräder wohl nicht.
Entweder Regelhydraulik oder Stützrad. Der Zweischar dürfte für dein Trecker keine große Herausvorderung sein. Dein Pflug hat das Prinzip der „Falldrehung“. Mit so einem habe ich vor ganz langer Zeit auch mal gepflügt. Das bedeutet wenn er angehoben ist und du den Hebel zum drehen betätigst, dann klinkt der Pflug oben im Turm aus. Er fällt dann hinten etwas nach unten und durch das Eigengewicht mit einer Hebelmechanik dreht er. Dann hängt er natürlich weiterhin nach unten und durch das einsetzen auf den Acker wird er wieder nach oben gedrückt. Deshalb klappt das ganze auch nur einmal. Das Problem ist wenn du große Erdanhaftungen auf der falschen Seite vom Pflug hast, dann dreht er nicht. Dann heißt es absteigen und von Hand drehen. Das mußt du auch beachten falls du zusätzliche Stützräder am Pflug anbauen willst.