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Betriebsumstellung

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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133 Beiträge • Seite 2 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon R16 » Di Dez 04, 2018 21:17

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben: Anbindestall für eine 12 Kuh Herde! Kauf dir eine günstige Absauganlage mit 6 Melkzeugen und gut ist.

Nicht dein ernst? :lol: ein Melkzeug für 2 Kühe im Schnitt :roll:
6 Melkzeug lasse ich ab 40 Kühe gelten :wink:
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon stulli » Di Dez 04, 2018 21:28

Hallo, ich mache Färsenmast im Nebenerwerb mit Futtergrundlage Gras und Grassilage und Getreideschrot. Absatz habe ich durch einen örtlichen Metzger. Meine Flächen sind arrondiert um den Hof. Ich habe meine Scheune als Tretmiststall umgebaut. Ich miste die Ställe mit dem Frontlader über den Futtertisch aus und habe einen ebenen Betonboden. Ich habe U-Eisen im Abstand von ca 3 m an einem Rohr (Höhe ca 1,8 m) verschweißt und in einem größerem Rohr verankert, so das ich das kleinere Rohr zum Misten und im Sommer entfernen kann. An dem kleinere Rohr ist die Stallabtrennung durch Gerüstklammern aufgebaut.Die Futtertröge sind mit Ketten an den Rohren aufgehängt. Vor diesen Trögen stelle ich schräge Schwerlastregale auf, die ich alle 3-4 Tage mit Quaderballen beschicke. Die U-Eisen sind 54 cm hoch, in diese schiebe ich 2 Gerüstdielen. Nach 2-3 Monaten (halber Winter) muss der Stall ausgemistet werden. Bei gutem Einstreu tritt in diesem Zeitraum keine Jauche durch die Konstruktion zum Futtertisch aus. So kann ich die Fläche der Scheune im Sommer gut befahren und die Scheune ist bei Beendigung der Färsenmast anderweitig nutzbar. Bei Interesse kann ich Fotos machen.
Ist Morgen­grauen der Moment, in dem man realisiert, dass man wieder zur Arbeit muss?
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Birlbauer » Di Dez 04, 2018 21:49

schaue Dir das mit dem Hühnermobil doch nochmal an - bei den meisten reicht eins nicht. Und wenn Du und Dein Freund Euch zusammentut in der Vermarktung, vielleicht auch abwechselnd der eine für den anderen die Betreuung im Urlaub oder am Wochenende macht, kann jeder seine kleine Struktur behalten und trotzdem die ein paar Vorteile mitnehmen, die es vorher nicht gab.

Josef Braun hat Agroforst als Streifen mit aus dem Gedächtnis 5 oder 6 Reihen Bäume und dann wieder Acker - die Ertragsnachteile direkt neben den Bäumen werden wohl mehr als kompensiert durch höhere Erträge zwischendrin. Aber das beste ist: Agroforst ist die perfekte Hühnerdeckung.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Caseih644 » Di Dez 04, 2018 22:14

stamo hat geschrieben:Was will denn die Frau? Das ist doch erstmal am wichtigsten.


Sie hat Einblick über alle Dinge die den Betrieb betreffen und möchte die Tierhaltung definitiv halten.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Caseih644 » Di Dez 04, 2018 23:34

Hey
@Frankenbauer
Färsenmast könnte ich mir vorstellen, allerdings weiß ich nicht wie es da mit den Preisen aussieht. Wie alt verkaufst du die Tiere ? Welches Schlachtgewicht? Was zahlt dir der örtliche Metzger normaler Wochenblattpreis oder Aufpreise für irgendwas ? Was für Handelsklassen erreichst du ? Welche Rasse hast du ? Kaufpreis für weibliche Jungtiere? Kauf als kleines Kalb oder 6-8 Monate alt ? Woher beziehst du die Tiere, Auktion oder Partnerbetrieb ?
Werde aufjedenfall nochmal mit meinem Metzger an dem ich vermarkten würde sprechen ob Färsenmast eine Option ist. Haben bisher nur mal über Bullen gesprochen.
Das Problem mit dem zu engen Hof habe ich auch.

@Manfred
Das das beweiden der Flächen keinen Sinn macht habe ich mir auch schon die ganze Zeit gesagt. Ich denke der Zeitaufwand für ewiges zäunen und umtreiben ist in meinem Fall absolut zu hoch.
Wenn ich einen Neubau realisieren sollte dann sowieso so einfach wie möglich und schnell umnutzbar. :klug:

@Flecki_aus_Bayern
bewirtschaften tue ich knapp 28 ha. Eigentum sind rund 13 ha.
Eine Melkabsauganlage der Firma Westfalia haben wir bereits, das ist nicht das Problem. Das Problem ist das der Stall so arbeitsintensiv ist, das ich morgens ab 4:20 Uhr im Stall stehe, alles mit der Gabel füttere, miste, die Kälber versorge, die weibliche Nachzucht auf der Scheune versorge etc etc und jeden Tag Stress habe um spätestens 7 Uhr an der Arbeit zu sein. Wenn ich meine Lebensgefährtin nicht hätte die das melken übernimmt ging es garnicht bzw ich müsste um 3 Uhr in den Stall. Das das kein Dauerzustand sein kann wenn man noch Vollzeit arbeiten geht ist doch klar denke ich. :oops: .
Ich mache die Landwirtschaft gern genauso wie jeder andere aus meiner Familie, deshalb steht Tierhaltung aufgeben nicht zur Diskussion für uns alle.
Dennoch muss sich etwas tun auf kurz oder lang. Ich kann das momentan nur so machen, weil mein Arbeitgeber im engen Verhältnis zu mir steht!
Muss dir aber auch zustimmen, dass mich/uns die Arbeit in dem Anbindestall mit meinem Kühen menschlich sehr bereichert :P (wenn man den Aufwand mal ausblendet) .

@stulli
Ich würde mich sehr über Bilder deines Stalles freuen. (Gern auch per Pn)
Wäre dir auch sehr dankbar, wenn du mir die Fragen über deine Färsenmast auch beantworten könntest,die ich Frankenbauer gestellt habe.

@Birlbauer
Mein Kumpel macht leider schon recht viele Nudeln bzw beliefert auch andere Hühnermobil Halter die mehr Absatz mit Eiern haben als er, weil sein Kundenstamm nicht alle Eier abnimmt.
Ich könnte mir so ein Hühnermobil auch vorstellen aber eher noch neben dem Großvieh.

Liebe Grüße
Caseih644
 
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Fassi » Mi Dez 05, 2018 0:22

Warum soll das umtreiben und zäunen zu viel Aufwand sein? Ich mach ja auch in eher kleinem Umfang Weidehaltung mit (mittlerweile) Rindern und Pferden. Die Größen bewegen sich zwischen 12Ar und 2ha, insgesamt sind es knapp 7ha auf 17Schläge verteilt (einige liegen allerdings mehr oder weniger dicht nebeneinander). Wobei ich auch einiges getauscht hab, um Flächen dichter zusammen zu haben oder Kleinstflächen los zu werden.

Zeitmäßig ist es überschaubar. Zaunstecken dauert je nach Fläche und Gelände 0,5 bis 1,5 Stunden und wiederholt idR frühstens nach 14 Tagen wieder. Umtreiben hängt von der Entfernung hab, aber auch eher selten mehr wie ne Stunde. Ich versuche es so einzurichten, dass die Entfernung in etwa bei 500 bis 1000m bleibt. Rinder werden mit Treibwagen und Pferde zu Fuß umgetrieben. Da mir hierbei auch die Familie helfen muss, findet das meist Samstags statt. Zaunstecken meist irgendwann vorher in der Woche.

Das Zaunstecken könnte man sich mit entsprechenden Festzäunen ersparen, würde die Arbeitszeit etwas senken. Ist aber immer noch weniger Aufwand, wie die Tiere das ganze Jahr im Stall zu halten.

Gruß
PS: Hühnermobil lohnt nur wirklich bei 33Cent oder mehr je Ei.
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Lonar » Mi Dez 05, 2018 0:39

Dann zeichne uns mal einen ungefähren Plan des Bestandsgebäudes. Dann kann man weiter gucken.
Fresseraufzucht wäre eigentlich so bei dem was ich bis jetzt so raus höre mein Favorit, weil man da einigermaßen flexibel arbeiten kann mit Tränkeautomat. Melken wäre für mich nicht drin, das macht man nicht lange wenn man pünktlich auf der Arbeit sein muss..
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon emskopp33 » Mi Dez 05, 2018 4:20

Hast du auch schon einmal die möglichen Kosten für eine genehmigte Siloplatte in Erwägung gezogen?
Soll es denn eher ein Güllestall oder eine Strohstall werden? Thema Lagerkapazität... Ich würde mich wenn dann sofort davon verabschieden den Mist auf dem Acker lagern zu wollen. Also Lagermöglichkeit im überdachten Raum und mit Sickersaftauffangung. Dann kann ich mir vorstellen, dass die Genehmigungsbehörde das mittlerweile ohnehin fordern wird. Gleiches bei der Siloplatte. Selbst wenn es jetzt nicht verpflichtend wäre (was mich wundern würde), wird es über ein paar Jahre kommen, das ist Fakt.

Ansonsten würde ich auf den Grundmauern des alten Stalls eine freistehende Halle aufstellen mit rückwärtigen Betonfertigelementen und Windnetzen, sprich wenig Technik und kpl. befahrbar - somit auch nutzbar für eine Zeit falls das Vieh doch einmal abgegeben werden sollte.
Hättest du ggf. die Möglichkeit mit einem örtlichen Kuhbauern zusammen arbeiten zu können , sprich Outsourcing des Jungviehs etc. ?
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon wastl90 » Mi Dez 05, 2018 8:03

Birlbauer hat geschrieben:
Josef Braun hat Agroforst als Streifen mit aus dem Gedächtnis 5 oder 6 Reihen Bäume und dann wieder Acker - die Ertragsnachteile direkt neben den Bäumen werden wohl mehr als kompensiert durch höhere Erträge zwischendrin. Aber das beste ist: Agroforst ist die perfekte Hühnerdeckung.

Nutzt dir aber nicht viel. Du kannst zu war deinen Wald pflanzen aber ein Agroforst so wie ihn der Braun betreibt ist als Freiland für Legehennen nicht anzuerkennen.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon spaßvogel » Mi Dez 05, 2018 9:14

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Wie viele Hektar stehen den zur Verfügung? Wie viele Hektar Eigentum? Bei dem ganzen Auflagenquatsch heutzutage würde ich mir das alles gut überlegen.
Es gibt doch nichts schöneres wie einen Anbindestall für eine 12 Kuh Herde! Kauf dir eine günstige Absauganlage mit 6 Melkzeugen und gut ist.


Was für ein Kommentar ,das von einer Landwirtschaftsmeisterin :roll: .
Sowas war üblich hier in den 70ern und 80ern ,aufgehört haben vor zwei drei Jahren dann die aller Letzen .
Wir hatten das auch bis 2010 .
Von den jüngeren Bäuerinnen wirst aber keine finden die sowas nochmal 40 Jahre jeden Tag mitmacht .
Kritik an meinen Beiträgen ausdrücklich erwünscht .
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Birlbauer » Mi Dez 05, 2018 9:27

wastl90 hat geschrieben:Du kannst zu war deinen Wald pflanzen aber ein Agroforst so wie ihn der Braun betreibt ist als Freiland für Legehennen nicht anzuerkennen.


Wie meinst Du das? Ich war bei Josef Braun vor ein paar Wochen. Seine Hühnerställe sind fest, direkt an einem seiner Baumstreifen. Von dort aus trauen sich die Hühner dann auch geschätzt 30m auf die Wiese. Probleme mit Raubvögeln hat er nach eigenen Angaben nicht. Mir gefällt die Idee, meine Betriebssituation gibt das im Moment nicht her. Aber schauen wir mal. Daher meine Nachfrage.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon wastl90 » Mi Dez 05, 2018 9:53

Birlbauer hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:Du kannst zu war deinen Wald pflanzen aber ein Agroforst so wie ihn der Braun betreibt ist als Freiland für Legehennen nicht anzuerkennen.


Wie meinst Du das? Ich war bei Josef Braun vor ein paar Wochen. Seine Hühnerställe sind fest, direkt an einem seiner Baumstreifen. Von dort aus trauen sich die Hühner dann auch geschätzt 30m auf die Wiese. Probleme mit Raubvögeln hat er nach eigenen Angaben nicht. Mir gefällt die Idee, meine Betriebssituation gibt das im Moment nicht her. Aber schauen wir mal. Daher meine Nachfrage.

Freilandfläche muss immer "grün" sein - also kein Acker. Die Baumstreifen werden sicher anerkannt, das dazwischen jedoch nicht.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Jörken » Mi Dez 05, 2018 10:53

Hm verzwickter Fall besonders wegen den zerstückelten Flächen.

Eins kann man mal ganz sicher raten: verschiebe den Schlepper Kauf. Warum solltest dich festlegen? Dein jetziger Schlepper kann wohl kaum so abgeratzt sein, dass der keine 2 Jahre mehr aushält, oder? Behalte dir das Geld für Planungskosten auf, weil die werden in naher Zukunft anfallen.

Eins ist klar, ein Neubau ist immer erlaubt und diese allgemeinen Meldung erst ab der Zahl x würde sich dies oder das rentieren wurde schon tausend fach widerlegt. So viele Betriebe haben sich irgendwie in Richtung der Zahl x bewegt und gestreckt, und nun stehen sie gleich da wie vor ein paar Jahren. Die Zahl x hat sich verschoben, der junge Bau rentierte sich nie, und wird auch nie rentabel werden. Während dessen wurde zehntausende male in ein Forum geschrieben die Stückzahl x+x wäre nicht ausreichend. Die Stückzahl sagt nichts über die Rentabilität aus.
Jedenfalls unrentabel ist ein gewurschtel im Umbau, und die erste Knie OP mit 55 Jahren, dann Bandscheiben, dann Hüfte.

Meiner Meinung kannst du nur mit der Eigenfläche und mit langfristigen Pachtflächen weiter arbeiten. Unsicherer Pachtflächen solltest abstoßen. Für den Nebenerwerb wäre eine saisonale Haltungsform am besten, zb eben nur Stallhaltung im Winter, keine Tiere im Sommer. Neben dem Job würde das eine sehr große Erleichterung und Möglichkeiten bieten.

Die erzielbaren Preise sind klar. Ohne Weide brauchst du nicht von irgend welchen Direktvermarkter Phantasien träumen. Das ist keine fachliche Frage, aber du kannst 365 Tage Stallhaltung zb von Mukus nicht dem Kunden verkaufen. Sobald Weide dabei ist, sind 1000 Kundenfragen beantwortet. Das geht bei dir aber nicht, also sind die Preise am Weltmarkt fest gezurrt. Mit den kommenden Freihandelsabkommen kannst mit keinen Preissteigerungen rechnen. Aus diesen Preisen lässt sich ganz leicht ausrechnen was ein Stallplatz kosten darf. Daraus folgt dann der Bau und der Traktor.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon motzlarerbauer » Mi Dez 05, 2018 11:51

Fassi hat geschrieben:Warum soll das umtreiben und zäunen zu viel Aufwand sein? Ich mach ja auch in eher kleinem Umfang Weidehaltung mit (mittlerweile) Rindern und Pferden. Die Größen bewegen sich zwischen 12Ar und 2ha, insgesamt sind es knapp 7ha auf 17Schläge verteilt (einige liegen allerdings mehr oder weniger dicht nebeneinander). Wobei ich auch einiges getauscht hab, um Flächen dichter zusammen zu haben oder Kleinstflächen los zu werden.

Zeitmäßig ist es überschaubar. Zaunstecken dauert je nach Fläche und Gelände 0,5 bis 1,5 Stunden und wiederholt idR frühstens nach 14 Tagen wieder. Umtreiben hängt von der Entfernung hab, aber auch eher selten mehr wie ne Stunde. Ich versuche es so einzurichten, dass die Entfernung in etwa bei 500 bis 1000m bleibt. Rinder werden mit Treibwagen und Pferde zu Fuß umgetrieben. Da mir hierbei auch die Familie helfen muss, findet das meist Samstags statt. Zaunstecken meist irgendwann vorher in der Woche.

Das Zaunstecken könnte man sich mit entsprechenden Festzäunen ersparen, würde die Arbeitszeit etwas senken. Ist aber immer noch weniger Aufwand, wie die Tiere das ganze Jahr im Stall zu halten.

Gruß


Handeln wir ziemlich genauso, nur haben ca. 70% unsere Weideflächen Festzäune. Flächengröße zw. 0,30 ha und 3,5 ha. Im Schnitt ca.1,5ha
Wir teilen die Herde auf, immer etwas zu den Flächen passend.
Umgetrieben wird bei uns auch mit Treibwagen, manchmal mit 2 Wagen oder sogar lose. Die alten Kühe kennen den Weg und die Herde folgt.
Ich habe einen Bekannten der hat einen VIehwagen, wo ca. 6 -8 GV drauf gehen. Der teilt seine ca. 20 Mastfärsen auf 3 Herden(jeweils eine Wagenladung) auf und fährt mit diesen 3 Herden die entfernten Weideflächen ab. Klappt wohl recht gut.

Mein Fazit, Weidehaltung ist auch bei kleinen Parzellen sinnvoll und in der MuKu oder Färsenmast zwingend notwendig um rrentabel zu arbeiten.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Mi Dez 05, 2018 11:53

In dem Fall kann man dann die Planung an der Vollkostenrechnung anlehnen. Ausserlandwirtschaftlicher Arbeitsplatz ist vorhanden, Kuhstall ist alt und nicht weiter verwendbar. Wunderbar. Leichter kann man seine Entscheidung nicht machen.

Google halt mal nach Vollkostenrechnung Milchviehhaltung oder Färsenmast. Dort wird dir geholfen.

Beim Bayerischen Staatsministeriumrechnung kommt eine Vollkostenrechnung von minus 300 Euro als Ergebnis raus für eine Färsenmast. Bei der Milchkuh schaut es besser aus, da sind es nur minus 100 Euro je Tier. Sind doch prima Aussichten!
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