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Betriebsumstellung

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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133 Beiträge • Seite 4 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 9
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Caseih644 » Do Dez 06, 2018 18:35

Lonar hat geschrieben:Der 25x12 Stall wäre dann Bullenmast auf Stroh?
Gibt's zum Bestandsgebäude auch ungefähre Maßangaben? Wie ist der allgemeine Zustand? Betondecke oder Holz?
Wie breit ist die Tür vorne?
Fährst du mometan alles mit Karre vor die Kühe und deren Nachzucht?


Ist eine Betondecke. Die Türe nach vorne ist ca 1,10 m. Bei den Kühen fahre ich es mit einer sauberen Karre, die anderen bekommen das Futter so rein getragen mit der Gabel. Es ist halt nicht so kurz geschnitten, was leider nicht groß anders geht, weil ich es ja nicht mit der Schüppe tragen möchte :oops:
Ich werd den Stall gleich mal ausmessen.
Bullen oder Färsenmast wären dann glaub sinnvoller als Mukus im Stall zu halten. Das ist aber wie gesagt bis jetzt nur eine Idee und nicht in Stein gemeißelt. Auf die Färsenmast bin ich ja quasi durch das Forum gekommen. Allerdings hab ich leider noch keine Daten dazu.

@Fassi
Ich glaube du meinst 31,5 Stunden?
Das war natürlich nur mal ein grob geschätzter Wert. Das liegt sicher an der Art und Weise wie man die Mast aufbaut! In meiner Lehrzeit hatte mein Chef Limousin Mukus und Bullen auf Stroh. Die Tiere sind im Anfang des Jahres geboren, blieben den Sommer über bei der Mutter auf der Weide, wurden dann im Herbst selektiert und geimpft und gingen anschließend in die Mast für ca 10-12 Monate.
Die Tiere waren da natürlich schon 6-8 Monate alt als Sie in die Mast gingen und waren relativ pflegeleicht. Wenn man aber mit Kälbern am Automaten anfängt ist der Zeitaufwand ein ganz anderer. Dann kommen evtl Tiere mit unterschiedlichem Keimstatus die empfindlich sind und wenn davon welche während der Aufzucht erkranken ist der Aufwand um einiges höher. Haben beide Systeme Vorteile und Nachteile.
Wenn ich deine Zeitangabe jetzt mal annehme und sage mal 15 h im Monat, dann wird es denke durch eine größere Anzahl an Tieren auch deutlich mehr Stunden.
Die 20 Mukus und Nachzucht müsste ich ja auf mehrere Gruppen aufteilen bei den kleinen Flächen :|

MFG
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Qtreiber » Do Dez 06, 2018 19:03

Caseih644 hat geschrieben:Die 20 Mukus und Nachzucht müsste ich ja auf mehrere Gruppen aufteilen bei den kleinen Flächen

Die Herde sollte sowieso nach einer bestimmten Zeit nach Bullen- und Kuhkälbern getrennt werden.
Qtreiber
 
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Manfred » Do Dez 06, 2018 19:15

Nö. Sollte sie nicht. Mehr Herden = mehr Arbeit und weniger Erholungszeit für die Pflanzen. Man sollte sich darin üben, mit einer Herde auszukommen.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Fassi » Do Dez 06, 2018 19:37

@ Manfred: Ist ne Rassefrage, bei den frühreifen Rassen dürfte eine Herde zu zu jung gedeckten Färsen führen und entsprechenden Inzestpaarungen führen.

@ Case: jop, hab ich nen Rechenfehler drinne, müßten 45h sein. Bei kleinen Flächen sollte man nach Tauschmöglichkeiten suchen und es dem anderen schmackhaft machen. Die 12Ar beweide ich zB nur weil sie am Haus liegen und die Sommerweide der Gänse sind. Ansonsten würde ich so ein Stück abstoßen. Eine 19Ar Parzelle wird zwei Schnitte gemäht, und sollte dann nochmal etwas wachsen vielleicht beweidet oder dem Schäfer angeboten. Dafür kann ich dann gelegentlich mal auf eine seiner Flächen.

Je nach Rasse würde ich mir das mit dem Ausmästen überlegen. Wenn ich überlege, dass man für nen männlichen Charolaisabsetzer 800- 1.000€ bekommt, ist es fraglich ob die Stallausmast dieses Absetzers im kleinen Maßstab wirklich wirtschaftlicher ist. Mit Saugkälbern würde ich zB gar nicht anfangen bzw. nur als rein-raus- System sprich die gesamte Stallkapazität wird immer auf einmal aufgestellt und ausgemästet.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon emskopp33 » Do Dez 06, 2018 19:41

Wenn du von ca. 100k ausgehst für das Gebäude, sowie ca. 40k für Arbeitsmaschinen mag sich das decken, aber was ist mit benanntem Bau einer genehmigungsfähigen Siloplatte + Lagerstätte für den Mist bzw. die Gülle?
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon emskopp33 » Do Dez 06, 2018 20:00

Und die DVO, hier ein Kompaktauszug der LWK Niedersachsen


https://www.lwk-niedersachsen.de/index. ... 31764.html
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon spaßvogel » Do Dez 06, 2018 20:06

Zum Thema selbst ausmästen will ich auch mal was loswerden .Alles schön und gut nur die Mutterkuhherde wird halt dadurch kleiner .
Dann halt so klein das sich ein eigener Deckbulle überhaupt nicht mehr lohnt .
Ein Deckbulle soll ja auch was gescheites sein ,was teures . Der Bulle ist schließlich die halbe Herde ,eine alte bekannte "Weißheit ".
Künstliche Besammung ist auch nicht so einfach in einer Mutterkuhherde ,und wenn es auch nur 8 Kühe sind .

Aber ich lass mich gerne über was Besseres belehren .
Kritik an meinen Beiträgen ausdrücklich erwünscht .
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Qtreiber » Do Dez 06, 2018 20:58

Manfred hat geschrieben:Nö. Sollte sie nicht. Mehr Herden = mehr Arbeit und weniger Erholungszeit für die Pflanzen. Man sollte sich darin üben, mit einer Herde auszukommen.

Ich nehm' das gerne an. Wenn ich aber in Krefeld 9monatige Absetzer sehe, kann ich mir kaum vorstellen, dass die bis zum Schluss in "geschlechtergemischten" Herden waren. :?
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Manfred » Do Dez 06, 2018 21:40

Wenn man mit Linien arbeitet, die zur Frühträchtigkeit neigen, muss man das natürlich ändern, wenn man seine Herde umstellen will.
Seit ich meine Herde ganzjährig auf der Weide und auf natürliches Absetzen umgestellt habe, hatte ich so gearbeitet, dass ich die jungen Bullen des vorherigen Jahrgangs erst nach der Geburt der ersten Kälber (also im Alter von 11 bis 12 Monaten) aus der Herde genommen habe. Dann zum gewünschten Deckzeitpunkt den Deckbullen rein und nach 6 bis 8 Wochen Deckzeit die Jungbullen wieder mit dazu. Ich musste also für 4 bis 4 1/2 Monate eine getrennte Jungbullengruppe halten. In der Zeit hatte ich einmal eine Frühträchtigkeit. Und die war für Angus extrem. Muss rechnerisch mit ca. 5 Monaten trächtig geworden sein. Alle anderen Färsen hatten das gewünschte Erstkalbealter von ca. 2 Jahren.
Um mir auch die Jungbullengruppe zu sparen, habe ich dieses Jahr angefangen zu kastrieren, so dass ich nur noch den Deckbullen einige Zeit getrennt unterbringen muss (+Begleitung, damit er nicht alleine steht). Aber der ist in der fraglichen Zeit eh meist im Fremdeinsatz. (Eine überbetriebliche Deckbullenweide, wie sie in manchen Regionen zur Unterbringung der Bullen in der Wartezeit üblich ist, gibt es hier bisher nicht.)
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon stulli » Do Dez 06, 2018 22:52

Hi. Bei Silo Quaderballen erledigt sich das mit der Siloplatte. Bei einem Neu oder umbau kann man auch den vorhandenen Jauchekeller nutzen, wenn er groß genug ist und vom Anschluss her baulich passend liegt.
Ist Morgen­grauen der Moment, in dem man realisiert, dass man wieder zur Arbeit muss?
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon emskopp33 » Fr Dez 07, 2018 4:41

Ist dann aber auch auf mittlere Sicht eine Kostenfrage, bspw. bei Mais. Die Einsilierung ist doch wesentlich teurer als in der Platte. Neben der Jauche bleibt das Thema Mistlagerung.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon stulli » Fr Dez 07, 2018 6:29

Moin. Ich mach etwa 250 Quaderballen Grassilage im Jahr. Der lu braucht weniger Technik, die Folie,die eigene silotechnik ( Frontlader) ist einfacher und die nicht benötigte siloplatte mit auffangtechnik. Also ich komme insgesamt bei der Grassilage günstiger weg.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon DWEWT » Fr Dez 07, 2018 8:15


Seit ich meine Herde ganzjährig auf der Weide und auf natürliches Absetzen umgestellt habe, hatte ich so gearbeitet, dass ich die jungen Bullen des vorherigen Jahrgangs erst nach der Geburt der ersten Kälber (also im Alter von 11 bis 12 Monaten) aus der Herde genommen habe.


Bei den domestizierten Rinderrassen ist das "natürliche Absetzen" kaum ausgeprägt! D.h., die Altkälber werden nur von wenigen Mutterkühen vertrieben. In der Konsequenz bedeutet das auch, dass es für die anderen Kühe keine Trockenstehzeit gibt. Damit sinkt die Milchleistung der darauffolgenden Laktation um 10 bis 30 %. Das ist kontraproduktiv!
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Lonar » Fr Dez 07, 2018 8:53

Hmm dann ist dein Altbau ja eine Richtige Knochenmühle. Ich dachte erst das wäre einigermaßen sinnvoll da noch wieder was reinzubauen, aber es hört sich nach gewaltigen Aufwand an. Für Schweine werden die Decken zu niedrig wenn man Güllekanäle aufmauert und Luftkanäle einziehen muss.
Bei Fressern muss Grundfutter,Kraftfutter,Mat und Stroh und Mist durch eine 1,10m Tür. Das kann man selbst mit einem Bobcat S70 kaum hinkriegen weil das Ladegut ja immer etwas übersteht.
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Re: Betriebsumstellung

Beitragvon Manfred » Fr Dez 07, 2018 9:12

@DWEWT: Hast du es denn versucht?
Bei mir waren es ca. 20% der Herde, die für die Umstellung gehen mussten.
Und seither hatte ich nur noch eine, die es nicht auf die Reihe gekriegt hat.
Aber letztlich ist natürlich immer eine Frage, was man will.
Ich will eine wirtschaftliche Mutterkuhhaltung. Also brauche ich eine Herde, die für mich arbeitet, statt umgekehrt.
Und dafür müssen natürlich viele züchterische Fehler der Vergangenheit eliminiert werden.
Zu viel Milch ist auch so ein Fehler, geboren aus der einseitigen Fixierung auf hohe Absetzergewichte.
Dabei ist der Weg zum Endprodukt über die Milch wegen der Umwandlungsverluste sehr ineffektiv, zumal eine hohe Milchleistung auch noch die Ansprüche der Kuh an die Futtergrundlage erhöht.
Eine wirtschaftliche Kuh passt zur kostengünstigsten betrieblichen Futtergrundlage, kann damit ihre Kondition (und damit auch Fruchtbarkeit) gut halten und hat ausreichend Milch, um den Kalb einen guten Start und zügiges Wachstum zu ermöglichen, liefert aber ein Kalb, dass früh selbst in der Lage ist, aus Grundfutter Zunahmen zu generieren und so auch nach dem Absetzen zügig weiter aus Grundfutter zu wachsen.
Unter dem Strich zählt nicht ein hohes Gewicht des einzelnen Absetzers, sondern Kosten und Erlös der gesamten Herde.
Kein Getreidezüchter würde auf einen hohen Ertrag der Einzelpflanze oder auf mögl. große Einzelkörner statt auf den Ertrag pro Hektar selektieren.
Viele Mutterkuhhalter machen aber genau das. Die Folge sind große Absetzer und wenig Gewinn.
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