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Brüssel und der Milchmarkt

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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161 Beiträge • Seite 3 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 11
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Beitragvon Hoschscheck » Fr Jan 23, 2009 12:16

fedorow hat geschrieben:
die verbraucher sehen aber günstige nahrungsmittel als selbsverständlich an, weil es schon immer so war.



Bei den Fußballern war mal auch so ein Bauernhasser dabei.
Ich kann den Scheiss nicht mehr hören-
Subvention hier, Entlastungen dort, bla bla.
Ich habe ihm gesagt (ich war schon leicht angesäuert und genervt):
"Den tatsächlichen Preis unserer Erzeugnisse kannst du nicht bezahlen, das wäre zu teuer für dich. Gibt dann kein Urlaub mehr für dich und auch kein Rasenmähen, weil du rund um dein Häuschen Gemüse anpflanzt.
Vielleicht schaffst du es im Jahresurlaub mit deinen kurzen Beinen noch bis ins schöne Sauerland. Das hätte dann aber auch Vorteile für dich, du wärst Top ausgebildet in Kräuter- und Heimatkunde und bräuchtest hier keinen mit deinen Strandgeschichten von Malle zu langweilen.
Und im übrigen würde ich ihn als Fußballspieler auch subventionieren, jedem hier wäre klar, jedes mal wenn ich ihn anspiele wäre der Ball auch gleich verloren."

:wink:

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Beitragvon fedorow » Fr Jan 23, 2009 13:51

Hoschscheck hat geschrieben:[

Bei den Fußballern war mal auch so ein Bauernhasser dabei.
Ich kann den Scheiss nicht mehr hören-


ich hab schon die erfahrung gemacht, wenn man die verbraucher mit sachlichen argumenten aufklärt und man hat den glauben sie habens endlich verstanden, wird von denselben bei der nächsten gelegenheit ähnliches wieder vorgehalten.
ganz schlimm wenn irgendwas investiert wird, da sehen manche den neuen schlepper, der ja mit ihren steuergeldern bezahlt wurde :twisted:
vielleicht muss ich mal den bekanntenkreis wechseln :lol:, andererseits sind sie so ehrlich und sagens direkt, nicht hintenrum wie viele andere.

.
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Beitragvon H.B. » Fr Jan 23, 2009 13:58

Hoschscheck hat geschrieben:Es steht dir auch frei, jetzt schon, nur den Weltmarktpreis für Milch bei deiner Molkerei einzufordern. :wink:
Dann bist du allen anderen Betrieben einen Schritt vorraus.



Ich kann in meiner Molkerei keinen Preis einfordern. Eine Genossenschaftsmolkerei ist verpflichtet, das Erwirtschaftete möglichst gerecht auf die Lieferanten nach ihrer Anlieferung aufzuteilen. Stelle ich eine höhere Forderung, entspricht das nicht dem Genaossenschaftsprinzip, so müssten alle anderen Mitglieder für die Differenz herhalten. Ein Ausschluß aus meinem zT.eigenen wäre klarerweise die Folge.

Anders wäre es, wenn alle Mitglieder diese Forderung stellen würden, dann müsste die Molkerei entweder auf den Verkauf verzichten, oder sie finanziert den Auszahlungspreis über Kredit. Beides führt auf Kosten der Mitglieder zum selben Ergebnis.
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Beitragvon H.B. » Fr Jan 23, 2009 14:04

Mr.T. hat geschrieben:Mir kommt dieses Konzept von schak zumindest sinnvoller vor, als was die EU, alle Bauernverbände und auch der BDM gemeinsam in 30 Jahren zustandegebracht haben. Und das von einem User in einem Beitrag.


Dieses "Konzept" gibt es nicht, weil es nicht im entferntesten Durchführbar ist und wird. Dafür gibt es keine Mehrheiten, und würde es die geben, würde ich schleunigst auf einen anderen Kontinent flüchten, um nicht später rübermachen an der Grenzmauer erschossen zu werden.

Von Planwirtschaft bis zur Abschottung der Grenzen ist es nicht weit. In einem totalitär regierten Staat ohne das Recht auf Eigentum würde ich nicht Leben wollen.
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Beitragvon xyxy » Fr Jan 23, 2009 15:31

Kann ich dann mitkommen? :oops:
Im übrigen kann man auch nicht mehr überall hin, da waren heute morgen in den Sportnachrichten schon Fahrradfahrer in Down Under mit
Milram -Trikots unterwegs!
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Beitragvon Hoschscheck » Fr Jan 23, 2009 19:22

Oha Reini,

du must wohl noch mal bei Hubi zur Schule gehen. :wink:

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Beitragvon H.B. » Fr Jan 23, 2009 21:43

Naja, diese art von Fortbildung ist nicht nur strafbar. Um Reini auf durchschnittlichen BDM-IQ zu bringen, müsste ich ihn 5 Minuten unter Wasser halten. :?
Sowas tut man nicht, is so schon schlimm genug, die Sache mit dem BDM :roll:
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Beitragvon Mr.T. » Fr Jan 23, 2009 22:20

schimmel hat geschrieben:Der wird sich wundern, ich werde einen Auftragspool gründen, aus dem heraus ein Mindestauftragsvolumen für jeden Kollegen garantiert wird. Ferner werde ich einen Mindesthonorar erstreiten - ohne Verhandlungsspielraum für den Bauherrn... die Konjunktur ist uns dann wurscht, die Aufträge garantiert, juhu.
Und wenn die Aufträge weniger werden, kein Problem, dann steigt ja das Honorar pro Auftrag, weil Knappheit besteht, und der Kunde kann nicht anders...häähhää :wink:

Reini


schimmel hat den Markt verstanden, einfach das Hirn einschalten und schon rollt der Rubel, bei weniger Arbeit. Das sind eben richtige Geschäftsmänner.
Ich werde Dich beim BDM oder BV als Verbandsoberhaupt vorschlagen 8)
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Beitragvon maexchen » Sa Jan 24, 2009 9:14

ja, ja, der Gebührenordnungsdienstleister Bild macht sich wieder mal lustig über uns Milchbauern. :evil: :razz:
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Beitragvon maexchen » Sa Jan 24, 2009 10:01

und wenns wieder brummt stellste Deine Mitbewerber wieder ein. Als technische Zeichner. :twisted:

Mr.T. hat schon Recht, bist ein Cleverle. :lol:

Ich finde den 'Vergleich' gut. :wink:
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Beitragvon Mr.T. » Sa Jan 24, 2009 11:08

H.B. hat geschrieben:Hoschscheck, es steht wirklich jedem frei, sich nach einer anderen Beschäftigung umzusehen.


Da sehe ich ein riesen Problem auf die meisten "noch" Milcherzeuger zukommen.
Es sollen oder müssen innerhalb der nächsten 20 Jahre nochmal um die 80 % der Milchviehhalter in Deutschland aufgeben, Strukturwandel.
Wer dann mit einer landw. Ausbildung und selbst noch landw. Fachschule eine Arbeitsstelle sucht hat sehr, sehr, sehr schlechte Karten, selbst wenn er jung ist. Sollte er auch noch 45 Jahre oder älter sein, braucht er keine Bewerbung mehr zu schreiben, sinnlos. Umschulen nützt in dem Alter auch nichts mehr, ohne Berufserfahrung stellt keiner mehr einen sogenannten " alten " ein. Wenn das Rentenalte aber demnächst auf 70 J. erhöht wird, hat ein 45 Jähriger noch 25 jahre. :shock:

Vom Staat bekommt er auch nichts, er hat ja Besitz. Nun kann er ein Grundstück nach dem anderen verkaufen. Wenn alles weg ist, bekommt er 400 Euro Hartz4. In der Rente bekommt er noch weniger, dann wird aber Hartz 4 gestrichen, er hat ja ne Rente. Aber was sind schon ca. 400 € Euro/Monat, bei der Inflation zukünftig, reicht das gerade mal fürs Auto :cry:, Rentenerhöhung gibts ja kaum.
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Beitragvon xyxy » Sa Jan 24, 2009 12:39

Und was wär die Alternative? Doch EMB?
Schimmel plant 40er Einheitsställe (die 300er werden über die BvvG
in einer "Bad Bank" entsorgt) und die Bauern werden bei Gysi und GvB
Franchisenehmer?
Am Besten noch auf jeden "fairen" Kuhstall ein grosses M :roll:
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Beitragvon Mr.T. » Sa Jan 24, 2009 13:20

schimmel hat geschrieben:Machst du dir jetzt um dich selbst Gedanken... 8)
Reini


Ich bin mir zu 99 % sicher, wenn ich keine schwerwiegenden Fehler begehe betrifft mich Hartz4 nicht.
Aber man(n) weiss ja nie : mal eben mit überladener Maschinen in schweren Verkehrsunfall verwickelt mit Personenschaden oder teure Scheidung und Frau hat guten Anwalt :lol: ,sowas in der Art ist schon vielen passiert und die hatten danach nur noch die eigene Unterhose.

xyxy
Schuld haben doch die staatliche Beratungsstellen, die Landwirte über den Strukturwandel jahrelang falsch aufgeklärt haben, sonst hätten die gleich einen anderen Beruf erlernt oder entsprechend gebaut.
Ich hab nur schon oft im Forum gelesen, es steht jedem Landwirt frei eine andere Beschäftigung zu suchen wenn ihm was nicht passt oder er kein Einkommen mehr erzielen kann. Das hört sich schön an, heute verkauf ich mein Kühe, morgen hab ich schon ne Arbeitsstelle. Man könnte meinen alle warten schon auf den Landwirt, bis er endlich kommt.
Mein voriger Beitrag sollte lediglich zeigen, daß dies viel leichter gesagt, als getan ist.
Wenns genug Alternativen gäbe, wärs eben kein Problem.
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Beitragvon Mr.T. » Sa Jan 24, 2009 16:42

schimmel hat geschrieben:Mr. T. , die Beratungsstellen verantwortlich zu machen halte ich für zu einseitig. Reini

Es geht ja nicht um mich persönlich sondern um die angesprochenen 80 % ca. 80 000 Betriebe die es schon bald treffen wird.
Damit meinte ich zum einen die Ausbildungsberater, die um hohe Schülerzahlen zu erreichen, praktisch jeden als Zukunftsbetrieb erklärten.
Zum anderen Landwirtschaftsämter, die Förderungen genehmigen.
Zumindest in unserer Gegend wurden bis vor wenigen Jahren, auch kleinere Ställe mit Staatszuschuß genehmigt und gebaut. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber doch nicht in der Größenordnung um die 50 Kühe. :roll: Da hätte man den Riegel vorschieben müssen, es sein denn er will keinen Zuschuss dann ists seine Sache.
Beim Umbau ists ja noch verständlich aber beim Neubau ? Der Strukturwandel zeichnet sich doch schon längst ab und dann noch auf Staatswegen diese Größenordnung zu bezuschussen und abzusegnen ?
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Beitragvon LW.BW. » Sa Jan 24, 2009 19:33

Mr.T. hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:Mr. T. , die Beratungsstellen verantwortlich zu machen halte ich für zu einseitig. Reini

Dagegen ist nichts einzuwenden, aber doch nicht in der Größenordnung um die 50 Kühe. :roll: Da hätte man den Riegel vorschieben müssen, es sein denn er will keinen Zuschuss dann ists seine Sache.
Beim Umbau ists ja noch verständlich aber beim Neubau ? Der Strukturwandel zeichnet sich doch schon längst ab und dann noch auf Staatswegen diese Größenordnung zu bezuschussen und abzusegnen ?


Hallo bin neu hier bin durch Zufall auf dieses Thema gestoßen. Sehr interessant wie hier manche doch nur noch auf Großbetriebe fixiert sind. Sind die nicht gerade das Problem?
In der Eu gibt es viel zu viel Milch, und jeder Großbetrieb meint er müsste immer mehr wachsen und wachsen erst 300 Kühe dann 500,1000,2000 und und und . Ich würde hier mal den Riegel vor schieben. Wo soll denn das hinführen ?
Irgendwann gibt es dann noch eine Handvoll Milchviehbetriebe ( mit ausländischen FAK, am besten gleich die Molkerei noch dabei) die dann für die ganze EU Milch produzieren. Ist das der Sinn der modernen Landwirtschaft ? Und die wo Standort bedingt nicht mehr als 600000 -800000 kg Milch erzeugen können die haben dann halt Pech gehabt oder was.
Ich finde hier versagt die Politik für mich Total. Und viele Landwirte die diesen Größenwahn von den Politikern und Ämtern eingetrichtert bekommen und auch noch ausführen und sich zu Marionetten diesem Systems zu machen. Das sind für mich keine Landwirte mehr sondern Fabrikanten, Sklaven der Banken und der EU !

Viele Grüße
LW.BW.
 
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