Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 16:39

Brüssel und der Milchmarkt

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
Antwort erstellen
161 Beiträge • Seite 6 von 11 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 11
  • Mit Zitat antworten

Beitragvon H.B. » Di Jan 27, 2009 9:26

An meine Flächen kommen die nicht. "Ackerpiraten" gibts überall, gäbe es sie nicht weltweit, hätten wir noch viel mehr Milch.

Biogaser möchte ich wirklich nicht sein. Die Herausforderung bei ständig steigenden Kosten für 20 Jahre eine festgeschriebene Einspeisevergütung zu haben ist für mich nicht erstrebenswert. Da hab ich lieber den Markt mit seinen Höhen und Tiefen.
Benutzeravatar
H.B.
 
Beiträge: 15806
Registriert: Sa Sep 23, 2006 20:54
Wohnort: BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon LW.BW. » Di Jan 27, 2009 9:27

Mr.T. hat geschrieben:
Das Geld, dass man zukünftig an Quote einspart wär schon gut. Aber wenn ich hier weiter vorne lese, daß Ställe für 400 oder 800 Kühen gebaut werden, was bauen die dann wenn die Quote wegfällt ?
Stall für 3000 Kühe bei weiteren 20 % Leistungssteigerung durch Melkroboter es wird ja öfters gemolken, und mit billigen Mexicanern oder Russen als Arbeitskräfte ? Wer soll dann die Milch saufen ? :lol: Da kommt zumindest die nächsten Jahre oder jahrzehnte, ein riesen Absatzproblem auf uns zu. Die Chinesen rüsten ja auch mit Staatshilfe kräftig auf und kaufen aus Europa immer weniger Milch zu. Die einzige Marktlücke wären , die vielen verarmten weltweit aber die können unsere Milch eh nicht kaufen, die haben ja nichts. :roll: Also bleibt sie wieder im EU Raum, aber wohin damit :roll:


Oh wie Recht du nur hast !! :shock:
LW.BW.
 
Beiträge: 283
Registriert: Sa Jan 24, 2009 18:29
Wohnort: Baden/Württemberg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon LW.BW. » Di Jan 27, 2009 9:34

Cairon hat geschrieben:Die Quoten haben vielen Milchbauern doch über Jahre die Haut gerettet und andern den Ausstieg mit dem Verkauf der Quoten deutlich versüßt. Die Milchbauern müssen sich erst einmal daran gewöhnen was Markt wirklich heißt. Als Schweine- und Kartoffelbauer schlage ich mich von je her mit relativ freien Märkten herum und darauf werden sich auch die Milchbauern einstellen müssen. Und mögen die alternativen System auch noch so schön sein, keines von ihnen wird realisiert werden.


Das ist der Punkt. Und es gab auch eine Zeit vor der Quote aber da waren die Abnehmer auf einmal auch nicht mehr vorhanden auf dem freien Markt! Sie wollen es nicht kapieren.Ich sag nicht das die Quote gut war Sie hätte eben in einigen Punkten verbessert gehört.
LW.BW.
 
Beiträge: 283
Registriert: Sa Jan 24, 2009 18:29
Wohnort: Baden/Württemberg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Cairon » Di Jan 27, 2009 9:38

@xyxy

Ach so, nein Du hast mich nicht getroffen. der größte Teil meines Landes gehört mir auch. Die Pachtflächen habe ich langfristig gepachtet.

Ich weiß aber welche Typen Du damit meinst. Solche "Landjäger" brauchst Du aber nicht nur bei den nicht landwirtschaftlichen Biogasern zu suchen. Solche Leute gibt es auch in unserem Berufsstand mehr als genug. Die schon los rennen wenn es heißt dass ein Bewirtschafter krank ist und versuchen sich seine Flächen zu sichern, schließlich könnte er ja sterben bzw. versuchen Schlupflöcher in langfristigen Pachtverträgen zu finden um sich die Flächen vor Vertragsende sichern zu können.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon H.B. » Di Jan 27, 2009 9:41

Seid doch nicht so pessimistisch. Der "Gesunde" wird gegenüber dem "Kranken" immer Vorteile haben, der Schnelle gegenüber dem Langsamen auch. Die Betriebsgröße hat nur einen geringen Einfluss auf die Zukunft des Betriebes.

Befasst euch mal mit landwirtschaftlichen Immobilienanzeigen.


Andere Bevölkerunggruppen müssen derzeit auch den Gürtel enger schnallen.

Dem Arbeiter, der eine Familie gegründet und ein Haus gebaut hat, geht im Angesicht des Arbeitsmarktes auch nicht viel besser.
Benutzeravatar
H.B.
 
Beiträge: 15806
Registriert: Sa Sep 23, 2006 20:54
Wohnort: BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon xyxy » Di Jan 27, 2009 10:17

Ist zwar Ot aber nicht weniger interessant wie sich einige Familien
durchschlagen müssen:
www.steinhoff-moebel.de
www.infraneu.de/archiv/abfallkonferenz_ ... aecher.pdf
den Rest könnt ihr googeln, Ot ende
Aber kommt mir nicht mehr mit Komamelkern, 400 Kühe und
Grössenwahn, sind doch peanuts!
Fifty shades of green
Benutzeravatar
xyxy
 
Beiträge: 9265
Registriert: Fr Dez 23, 2005 9:08
Wohnort: Nordwestdeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon explicit » Di Jan 27, 2009 21:49

H.B. hat geschrieben:An meine Flächen kommen die nicht. "Ackerpiraten" gibts überall, gäbe es sie nicht weltweit, hätten wir noch viel mehr Milch.

Biogaser möchte ich wirklich nicht sein. Die Herausforderung bei ständig steigenden Kosten für 20 Jahre eine festgeschriebene Einspeisevergütung zu haben ist für mich nicht erstrebenswert. Da hab ich lieber den Markt mit seinen Höhen und Tiefen.


jo hat man ja letztes Jahr gesehen. ganze 5 Jahre hat sie gehalten, die Einspeisevergütung.
explicit
 
Beiträge: 266
Registriert: Mo Okt 30, 2006 19:56
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon fedorow » Di Jan 27, 2009 22:21

explicit hat geschrieben:[
jo hat man ja letztes Jahr gesehen. ganze 5 Jahre hat sie gehalten, die Einspeisevergütung.


ich meine gelesen zu haben, daß die biogasler welche mit gülle arbeiten, neuerdings deutlich mehr einspeisevergütung bekommen sollen ???
jetzt überlegt der größte kuhbauer bei uns im dorf, ob er seine kühe abschafft und eine biogas baut :lol:
fedorow
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon explicit » Di Jan 27, 2009 22:40

er kann die Gülle auch importieren, in Zeiten in der der netto-Milchpreis in Nordwestdeutschland z.T. niedriger ist als die netto-Einspeisevergütung/kWh von Gülleanlagen unter 150kW ist das möglicherweise billiger als die Kühe selbst zu halten :wink:
explicit
 
Beiträge: 266
Registriert: Mo Okt 30, 2006 19:56
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon fedorow » Di Jan 27, 2009 22:43

Mr.T. hat geschrieben:[


Das Geld, dass man zukünftig an Quote einspart wär schon gut. Aber wenn ich hier weiter vorne lese, daß Ställe für 400 oder 800 Kühen gebaut werden, was bauen die dann wenn die Quote wegfällt ?
Stall für 3000 Kühe bei weiteren 20 % Leistungssteigerung durch Melkroboter es wird ja öfters gemolken, und mit billigen Mexicanern oder Russen als Arbeitskräfte ? Wer soll dann die Milch saufen ? :lol: Da kommt zumindest die nächsten Jahre oder jahrzehnte, ein riesen Absatzproblem auf uns zu. Die Chinesen rüsten ja auch mit Staatshilfe kräftig auf und kaufen aus Europa immer weniger Milch zu. Die einzige Marktlücke wären , die vielen verarmten weltweit aber die können unsere Milch eh nicht kaufen, die haben ja nichts. :roll: Also bleibt sie wieder im EU Raum, aber wohin damit :roll:
Es soll ja schon laut schimmels Link neulich, gezüchtete Klon-Kühe geben, aus deren Milch läßt sich 20% mehr Käse herstellen bei gleicher Milchmenge, das drückt nochmal deftig auf den Preis.Ich glaub das Ausmaß was uns bevorsteht sind sich viele noch gar nicht bewusst, na gute Nacht


ich glaub was den milchmarkt betrifft, ist hier alles gesagt und gibt nichts hinzuzufügen :!:
das mit den klon kühen hab ich auch gelesen, ist erschreckend und wissen nur die wenigsten.
ich denke auch, daß viele milchviehhalter noch mit einer rosaroten brille rumlaufen.


er kann die Gülle auch importieren, in Zeiten in der der netto-Milchpreis in Nordwestdeutschland z.T. niedriger ist als die netto-Einspeisevergütung/kWh von Gülleanlagen unter 150kW ist das möglicherweise billiger als die Kühe selbst zu halten


stimmt wohl und werden auch manche umsetzen, denn die milch wird mittelfristig nicht teurer werden. :wink:
fedorow
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Schweinchen » Mi Jan 28, 2009 19:50

fedorow hat geschrieben:das mit den klon kühen hab ich auch gelesen, ist erschreckend und wissen nur die wenigsten.


Soweit ich mich erinnern kann war der Artikel von 2003 oder sogar 1!? Sicherlich ist diese Entwicklung hin zur Gen-Kuh nicht erleichternder für den Milchmarkt. Aber ich glaube, dass sich das auch ersteinmal noch nicht durchsetzen wird. Sollte die Überproduktion weiter steigen wie blöd erst recht nicht. Die Abhängigkeit von irgendwelchen großen Firmen wird auch nicht schrumpfen...

Schafft Brüssel die Quote ab, dann werden erstmal viele Betriebe bei draufgehen. Sicherlich kleine aber auch der ein oder andere Große. Siehts um Betriebe die jetzt noch 300.000€ in Quote stecken besser aus, die in 6 Jahren hoffentlich 0€ wert ist besser aus?
Unsere Benutzer haben insgesamt 222222 Beiträge geschrieben.
Wir haben 8219 registrierte Benutzer.

Es grüßt
Schweinchen
Benutzeravatar
Schweinchen
 
Beiträge: 1033
Registriert: Fr Sep 22, 2006 9:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon H.B. » Mi Jan 28, 2009 21:25

Kein normaler Mensch gibt ohne die nächste Hochrechnung für Quotenausschöpfung der ZMP einen Cent für Quote aus. Dann kann man das Geld auch an einen Heliumballon binden und hoffen, daß der nach der Weltumrundung wieder vor der Haustür runterkommt.

Die Quotenabschaffung entlastet den kleinen wie auch den großen Betrieb. Auf den Milchpreis wird sie in ihrer kompletten Geschichte nie eine Auswirkung gehabt haben.
Benutzeravatar
H.B.
 
Beiträge: 15806
Registriert: Sa Sep 23, 2006 20:54
Wohnort: BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Hoschscheck » Do Jan 29, 2009 18:51

Doppelposting
Zuletzt geändert von Hoschscheck am Fr Jan 30, 2009 10:42, insgesamt 1-mal geändert.
Hoschscheck
 
Beiträge: 2916
Registriert: Mo Mai 07, 2007 11:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Hoschscheck » Do Jan 29, 2009 18:54

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:


H.B. hat geschrieben:
Die Quotenabschaffung entlastet den kleinen wie auch den großen Betrieb. Auf den Milchpreis wird sie in ihrer kompletten Geschichte nie eine Auswirkung gehabt haben.


Mensch Hubi,

falsches wir auch nicht bei der hundert und ersten Wiederholung automatisch Richtig.
Ob hier im Forum oder im RT oder bei Landlive oder wo du sonst noch aktiv dein deformiertes Weltanschauungsbild als Milcherzeuger verbreitest.

Ich glaube nicht mal der MIV wäre stolz auf dich. Auch wenn sie dich auf Grund vielleicht bestehender Statuten mit dem goldenen Milchdeckel am Bande auszeichnen müssten.
Ausgezeichnet hast du dich jedenfalls schon mit dem Button einer lachenden Gänseblümchen kauenden Kuh
und der Aufschrift: Geldverdienen? Nein danke!
8) :mrgreen:

Hoschscheck
Hoschscheck
 
Beiträge: 2916
Registriert: Mo Mai 07, 2007 11:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Beitragvon Gerhart » Fr Jan 30, 2009 0:04

H.B. hat geschrieben:Auf den Milchpreis wird sie in ihrer kompletten Geschichte nie eine Auswirkung gehabt haben.


Das sehe ich anders :arrow: In den Geschichtsbüchern wird geschrieben werden :

Nach Abschaffung der Milchquote ist der Milchpreis auf einen Historischen Tiefstand gefallen ...
Mfg : Einer der vom Milchgeld LEBEN will
Benutzeravatar
Gerhart
 
Beiträge: 397
Registriert: Sa Okt 20, 2007 22:08
Wohnort: Kehdingen (Nds.)
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
161 Beiträge • Seite 6 von 11 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 11

Zurück zu Agrarpolitik

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Fiat 45-66, Google [Bot], Google Adsense [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki