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Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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346 Beiträge • Seite 8 von 24 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 ... 24
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Di Feb 28, 2017 22:44

Ein Dokument des Bundesamtes für Risikobewertung, in dem sich einige Angaben finden, wie die Grenzwerte überhaupt zustande gekommen sind.
http://www.bfr.bund.de/cm/343/nitrit_in ... itteln.pdf

Die Grenzwerte betragen denn 100sten Teil der Werte, bei denen im Tierversuch erste Veränderungen erkennbar waren.
Außerdem stammen nur 5% (1/20) der durchschnittlichen täglichen Aufnahme aus Wasser. Multipliziert also 1/2000 des Ausgangswertes.

Außerdem ist der Grenzwert für Trinkwasser (50 mg/l) für die mit Abstand empfindlichste Gruppe (Säuglinge) angelegt.

Auch die häufig zu hörende Aussage, in den USA gelte für Nitrat in Trinkwasser ein Grenzwert von 10 mg/l erweist sich als falsch.
In den USA wird der Grenzwert für Nitrat-Stickstoff (also für den im Nitrat enthaltenden Stickstoff) festgelegt. Dieser beträgt 10 mg/l.
Umgerechnet auf Nitrat sind das 44,3 mg/l, also fast gleich mit unserem Grenzwert.

Das Dokument ist von 2009 und weißt auf diverse ungeklärte Fragen hin.
Interessant wäre vor allem, ob es inzwischen weitere Daten zur Bildung von Nitrosaminen im Körper und der kanzerogenen Wirkung genau dieser (und nicht irgendwelcher) Nitrosamine gibt.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Di Feb 28, 2017 22:50

Außerdem eine Bekanntmachung des Bundesgesundheitsamtes vom 1986.

https://www.umweltbundesamt.de/sites/de ... wasser.pdf

Da drin steht, dass der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser vorsorglich von 90 mg auf 50 mg abgesenkt wird, um das mögliche aber nicht gesicherte Risiko der Bildung kanzerogener Nitrosamine zu mindern.

Bezüglich der Säuglingsblausucht (das Methämoglobinproblem) seien die 90mg völlig ausreichend gewesen. Es sei innerhalb der letzten 20 Jahre in der Bundesrepublik kein einziger Fall von Säuglingsblausucht aufgrund von Nitrat im Trinkwasser beschrieben worden.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon LUV » Mi Mär 01, 2017 7:57

Die ersten Trinkwasserverbände bestehen auf Null-Nitrat in Zukunft....die Vernunft wird von der Angst überlagert. :roll:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon "schwabe" » Mi Mär 01, 2017 13:18

Wie soll das gehen, bis zu 15mg/l können allein natürlichen Ursprungs sein.
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon hat"
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon LUV » Mi Mär 01, 2017 14:20

Zitat: "Ähnlich beeindruckend, für viele Zuhörer aber vor allem beunruhigend, waren die Zahlen, die einen Bezug zur Nitratbelastung herstellten: Längst müssten mittlerweile Gülle und Gär-Reste als Wirtschaftsdünger in die Region importiert werden: 30.000 Kubikmeter jedes Jahr. Das sind 1.200 Lkw-Ladungen. Uhlen zeigte sich überzeugt, dass auf manchen Flächen viel zu große Mengen aufgebracht würden – vor allem im Herbst, wenn die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser besteht: „Schwarze Schafe gibt es überall.“

Die Problematik dabei: Dieses Fehlverhalten ist nicht nur schwer kontrollierbar, sondern schlägt sich auch erst in vielen Jahren in den Nitratwerten im Grundwasser nieder. Es dauert Jahre, oft Jahrzehnte, ehe das belastete Wasser zum Grundwasser gesickert ist.

Trinkwasserbrunnen halten Grenzwerte ein

Heißt im Klartext: „Wir stellen jetzt die Sünden aus der Vergangenheit fest“, bestätigte Uhlen. Zwar bewegen sich die Messwerte in den meisten der 19 Brunnen im einstelligen Milligramm-Bereich (bei einem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter), drei Brunnen liegen aber bereits bei Werten um 20 Milligramm."

https://www.kreiszeitung.de/lokales/die ... 12118.html

Soweit zu Hysteriebildung im Volke!
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Mi Mär 01, 2017 14:49

"schwabe" hat geschrieben:Wie soll das gehen, bis zu 15mg/l können allein natürlichen Ursprungs sein.


Durch eine Reinigungsstufe an der interessierte Kreise gut verdienen.
Bei Werten von unter 10 mg/l im Brunnenwasser ist es oft so, dass durch den Mangel an Stickstoff diverse andere Stoffe gelöst werden (Eisen, Mangan etc.) die das Wasser verfärben und die aufwändig abgeschieden werden müssen.

Ziemlich teure Hysterie.
Mangelnde Dünung kann außerdem dazu führen, dass die Böden versauern, wie wir das auf vielen bayerischen Kulap-Flächen erleben.
Dann steigt die Löslichkeit von Schwermetallen, die dann ebenfalls im Grundwasser landen.

Ziel muss es sein, ein vernünftiges Gleichgewicht zu entwickeln. Und zwar für die jeweiligen Bedingungen vor Ort.
Diese idiotischen flächendeckenden Regelungen richten viel mehr Schaden an als sie Nutzen bringen, weil sie der Komplexität der unterschiedlichen Bedingungen einfach nicht gerecht werden.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon 210ponys » Fr Mär 17, 2017 19:52

So habe heute vom Amt einen Brief bekommen das Sie Nitrat proben von meiner Bienenweide genommen haben. Die Werte sind bei 0-30 cm 18 Kg N/ha und bei 0-90 cm auch bei 18 Kg N/ha. Bis vor einigen Jahren war die Fläche im Wasserschutzgebiet. Ist der Wert normal oder Hoch?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Einhorn64 » Fr Mär 17, 2017 21:44

Du kennst den Unterschied zwischen einer N-Min probe im Boden und einer Nitratmessung im Grundwasser?

Ohne den Standort, die Bodenart und die standorttypischen Messwerte zu kennen, sagt der N-min wert gar nichts aus.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon 210ponys » Fr Mär 17, 2017 21:48

aber auf dem schreiben steht davon nichts?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Welfenprinz » Fr Mär 17, 2017 22:00

Welches Amt? Auf welcher Gesetzesgrundlage können die dein Land beproben? Liegt das im WSG?

Aussagekräftig werden diese Werte nur wie Einhorn schon sagt nur im Vergleich mit anderen Parametern. Wie hoch sind die Nmin Werte im Lauf der letzten Jahre,wie hoch dies Jahr auf vergleichbaren Flächen,welche Nährstoffab- und Zufuhren erfolgen,uswundsofort.

So,pimaldaumen und ohne Berücksichtigung besonderer Standortfaktoren sind das niedrige Werte.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon 210ponys » Fr Mär 17, 2017 22:17

na das Landwirtschaftsamt. Fläche war bis vor einigen Jahren Wasserschutzgebiet, werde mal dem Kerl vom Amt anrufen und fragen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Welfenprinz » Sa Mär 18, 2017 7:02

Also die Kammer.
Kommt bei uns eigentlich nur mit Voranmeldung.
Auf einem Behördenschreiben muss aber draufstehen in welchen Zusammenhang ( AUM,CC ...???) die tätig waren und auf welchen Paragraphen das beruht.

WS -Beprobung wird bei uns gar nicht von der Kammer sondern von der WS-Kooperation durchgeführt
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon bauer hans » Sa Mär 18, 2017 8:43

die wasserkoop beprobt seit vielen jahren,informiert aber immer im winter,dass wieder beprobt wird.
in 2017 N 57 unter weizen nach z-rüben.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Welfenprinz » Sa Mär 18, 2017 10:16

Edit:....von fotografieren hab ich ja echt keine Ahnung.
Das musste mal gesagt werden
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon 210ponys » Sa Mär 18, 2017 12:41

mein schrieb ist nur mit dem Code versehen.

Standort -Code 1-2016 4131 415 117 I 0029
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