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Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Hauptmann » Fr Sep 16, 2016 12:48

@marius

Wenn es um Nitrat geht ist aber vegetarisch oder gleich gar vegan keine Lösung, das meiste Nitrat das wir aufnehmen kommt vom Gemüse.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Scubi » Fr Sep 16, 2016 14:02

@ marius
So ähnlich hatte ich das auch gemeint. Nitrat im Grundwasser wird nicht als die Gefahr an sich gesehen, sondern dient nur als Indikator für die Belastung der Böden und des Wassers mit organischen Düngern. Wenn der Nitratwert über dem Richtwert liegt, schließt man daraus automatisch auf das Vorhandensein weiterer Probleme, wie Phosphat oder eben Problemkeime.

Das Problem ist nur, dass es sich die Verantwortlichen zu einfach machen mit der Kausalkette: Nitrat = Gülle = Massentierhaltung = e.coli (EHEC)

Aber es ist leider Zeitgeist nach einfachen Antworten auf komplizierte Probleme zu suchen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Hauptmann » Fr Sep 16, 2016 14:23

Scubi hat geschrieben:@ marius
So ähnlich hatte ich das auch gemeint. Nitrat im Grundwasser wird nicht als die Gefahr an sich gesehen, sondern dient nur als Indikator für die Belastung der Böden und des Wassers mit organischen Düngern. Wenn der Nitratwert über dem Richtwert liegt, schließt man daraus automatisch auf das Vorhandensein weiterer Probleme, wie Phosphat oder eben Problemkeime.

Das Problem ist nur, dass es sich die Verantwortlichen zu einfach machen mit der Kausalkette: Nitrat = Gülle = Massentierhaltung = e.coli (EHEC)

Aber es ist leider Zeitgeist nach einfachen Antworten auf komplizierte Probleme zu suchen.


Konsequenterweise sollte man schon mal links und rechts schauen was sich in unserem Wasser alles gelöst hat. Wie Du schon schreibst gibt es da ja auch Phosphate ect. zum Teil aus der Landwirtschaft, zum Teil Waschmittelrückstände...
Wichtiger wären aber Schwermetalle, bzw. Stoffe die unseren Körper wirklich krank machen wie:
Aluminum
Eisen
Barium
Zink
Kupfer
Mangan
Blei
Cadmium
Chrom
Nickel
Arsen
Antimon
Das Problem dabei ist nur, wenn man da anfängt zu wühlen, stößt man auf unangenehme Fragen, wie z.B. wo kommt das Zeug her, und da kann man nicht einfach sagen die Landwirte waren es. Wenn diese Stoffe seit einigen Jahren nicht nur im Grundwasser sondern bereits im Regenwasser vermehrt gemessen werden liegt die "Fehlerursache" weiter oben. Weshalb regen sich die Leute nicht über die "Hinterlassenschaften" aus dem Flugverkehr auf? Wir haben zwar Massentierhaltung, aber auch einen Flugverkehr der jährlich wächst!
Wenn ein Bauer auf seinem Acker mit der Spritze drüber fährt sieht das jeder Spaziergänger und es wird wieder über die Landwirte gewettert, ganz egal was in der Spritze drin ist (könnte ja auch nur Wasser sein). Die meisten Flugzeuge sehen wir gar nicht.
Vielleicht sollte man die Milchquote in ein Flugmeilen-Kontingent umwandeln. ;-)
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon KarlGustav » Fr Sep 16, 2016 18:31

Vielleicht sollte man die Milchquote in ein Flugmeilen-Kontingent umwandeln.

Vielleicht sollte man mal ein Treffen veranstalten.
Karl
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon T5060 » Fr Sep 16, 2016 19:16

Ich haue mal wieder einen raus :

Basaltverwitterungsböden im Vogelsberg sind extrem schwermetallbelastet, man könnte aber auch sagen essentielle Spurenelemente und auch eher von naturaus im unteren ph-bereich.

Jetzt findet es jeder wegen der Staatsknete so toll dort extensive Landwirtschaft zu machen.

Die ph-Werte auf den Flächen sind meist um die 4,5

Verständlich dass dann die Versauerung die Schwermetalle auslöst und Richtung Trinkwasserförderhorizont schickt.

Als ich dann freundlicherweise mir guten Wasserenthärtekalk ( mit Düngezulassung, der riecht aber einwenig faulig ) besorgte, wurde von ein paar besorgten Bürgern ( hatten komischerweise alle an ihren Bruchbuden jede menge Asbestzement verbaut und decken auch heute noch mit Asbestplatten ihr Brennholz ab :mrgreen: ) ein Riesen - Behörden - Bohei losgetreten.

Dann gabs wieder ein paar Schlaue, die haben sich mit der Schubkarre Kalk für den garten geholt.

Mit Extensivlandwirtschaft wird weder der Nitratgehalt im Wasser reduziert, noch die Schwermetalle. Will aber keiner wissen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Fr Sep 16, 2016 20:10

Ist hier auch so. Die KULAP-geförderten Ausmagerungswiesen haben pH-Werte im Bereich 4,5 bis 4,8. Auch die Humusgehalte sind nicht prickelnd. Aber Kalk hilft da nicht viel. Der verbrennt nur noch den restlichen Humus und macht die Schwermetalle noch mobiler. Da hilft auf Dauer nur, wieder gesunde Böden aufzubauen. Irgendwann werden auch die institutionellen "Umweltschützer" verstehen, dass die wirkliche Artenvielfalt im Boden stattfindet. Das KULAP ist ein klassisches Beispiel dafür, wie in einer hochkomplexen Situation durch zu einfache Antworten Schaden angerichtet wird. Gute Absicht alleine bringt leider nichts. Man braucht auch vernünftige Lösungen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon T5060 » Fr Sep 16, 2016 20:31

Es braucht ein ordentliche saubere Bewirtschaftung und nicht irgendwas hingehutzeltes, sei es nun extensiviert oder gar auch BIO.
Um Grünland ordentlich bewirtschaften zu können braucht man schon 3 GV / ha. Heuverkauf mit Prämienabzocke gehört verboten.
Wer nicht 2 GV / ha im eigenen Stall nachweisen kann, dem gehört jede staatl. Zuwendung gestrichen, ebenso bei ph-Werten unter 5.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Fr Sep 16, 2016 20:46

Das der Schlüssel in der Bewirtschaftung liegt, da sind wir uns einig. Das mit dem GV-Besätzen wären wieder zu einfache Antworten. Da gibt es schon deutlich mehr Möglichkeiten. Das Vieh wieder mehr in der Fläche zu verteilen wäre jedenfalls hilfreich. Auch das Mulchverbot im KULAP sollte gestrichen werden. Es würde auf solchen Flächen schon viel bringen, nur einen Schnitt zu machen und den Rest im Herbst zu mulchen. Das wäre dem Bodenleben sehr zuträglich. Auf den reinen Mulchflächen, die es hier auch gibt, verarmt zwar die Pflanzenvielfalt, aber dem Boden geht es deutlich besser als bei den Ausmagerungsflächen.
Über die Ziele sollte man sich einigen und den Bewirtschaftern bei der Wahl der Mittel freie Hand lassen.
Das würde viel mehr bringen als pauschale Bewirtschaftungsauflagen zu fördern, die schon wegen der Unterschiedlichkeit der Standorte nicht flächendecken richtig sein können.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Todde » Fr Sep 16, 2016 21:16

Scubi hat geschrieben:@ marius
So ähnlich hatte ich das auch gemeint. Nitrat im Grundwasser wird nicht als die Gefahr an sich gesehen, sondern dient nur als Indikator für die Belastung der Böden


Wie viel Stickstoff steckt in 1% Humus je Hektar.
Wie viel Nitrat steckt in einem Kilo Rucolasalat?

und des Wassers mit organischen Düngern. Wenn der Nitratwert über dem Richtwert liegt, schließt man daraus automatisch auf das Vorhandensein weiterer Probleme, wie Phosphat oder eben Problemkeime.


Deutschland weist seit Anfang der 1990iger einen gravierenden Phosphatmangel der Ackerflächen auf, weil dies nun mal ein teurer Dünger ist.
Und Problemkeime? Die kommen nachweislich immer aus humanen Quellen.

Die Landwirtschaft in Deutschland mag für viele einfach nur ein Problem sein, weil damit eh kaum noch einer etwas anfangen kann und wenn Landwirtschaft, dann doch bitte als Knecht, wie zu Oppas Zeiten und nicht modern, modern kann das Smartphone oder der PC...
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon elchtestversagt » Sa Sep 17, 2016 6:43

Was denkt ihr währe los, wenn wir eine Millionen mehr, sagen wir mal Schweine, in 2016 gehalten hätten?
Aber dieselbe Summe als Neubürger...
Auch verbrannter Klärschlamm hat eine hohe Konzentration an Inhaltsstoffen.
Das, was wir an Tieren seit Anfang des 20. Jahrhunderts weniger halten, ist als Mitbewohner doppelt dazu gekommen....
Da geht nur keiner ran, könnte man ja auch "Massenmenschhaltung" nennen.

Die (schwarze) Barbara hat es ja "kapiert", nur alle anderen nicht:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... -box-pager

Wir müssen die Menschhaltung in Deutschland um mindestens 50% verringern, wenn wir Deutschland noch retten wollen.
Noch besser: Auf jedem Quadratkilometer dürfen nicht mehr Einwohner sein wie vergleichbar mit Australien.
Und das bis 2030.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Hauptmann » Sa Sep 17, 2016 14:34

KarlGustav hat geschrieben:Vielleicht sollte man die Milchquote in ein Flugmeilen-Kontingent umwandeln.

Vielleicht sollte man mal ein Treffen veranstalten.


Ein Treffen? Für wen oder was?
Als Demo gegen den zunehmenden Flugverkehr?
Rede mal mit einem 3.Startbahngegener im münchner Umland. Das wird ein Kampf gegen Windmühlen. Zumal die wie in diesem Fall die 3.Bahn bereits von Anfang an mit gebaut wurde, und nur hinterher mit Humus überdeckt wurde. Die Volkabstimmung hinterher war reine Show. Aber das ist ein anderes Thema. :-)
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon T5060 » Sa Sep 17, 2016 16:00

Unbenrannt.jpg
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon elchtestversagt » Sa Sep 17, 2016 18:19

Also, was spricht dann dagegen, dass für jedes Haustier, welches der Mensch hier in Deutschland hält, ein Flächennachweiss zu erbringen ist?
Denn auch Kleinvieh macht Mist, und mit den Millionen an Hunden, Katzen, Pferden, Kaninchen, Hamstern und Co. kommt doch einiges zusammen.
Wer keine eigenen Flächen hat, der muss sich um eine ordnungsgemässe Entsorgung kümmern ( Flächennachweis).
Diese Entsorgung ist dann per App an der zuständigen Stelle zu melden incl. "Lieferschein"...

Btw, wieviel GV sind eigentlich 80 Mill. Menschen?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Hauptmann » Sa Sep 17, 2016 18:44

elchtestversagt hat geschrieben:Btw, wieviel GV sind eigentlich 80 Mill. Menschen?


Da würde ich auf Zahlen aus dem Bundesamt für Statistik verweisen und sehen wieviele GV ein Deutschländer "verbraucht", für Fleisch, Milch, aber auch Leder ...

Das würde aber auch nur noch weiter die Pachtpreise nach oben treiben. Aber worum geht es überhaupt, darum dass wir zu viele sind? Oder zu wenig Resourcen haben? Oder dass die vorhandenen Resourcen nicht gleichmässig verteilt sind???
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Südheidjer » Mi Feb 15, 2017 16:06

NDR: "Braunschweig hat zu viel Nitrat im Grundwasser"

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Braunschweig-hat-zu-viel-Nitrat-im-Grundwasser,nitrat164.html
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