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Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Todde » Sa Jul 25, 2020 9:18

meyenburg1975 hat geschrieben:Das meinte ich damit. Eigentlich eine Aufgabe für den DBV. Aber ob man darauf hoffen kann?


Kann der das?
In Niedersachsen unterstützt der BV Klagen von Landwirten.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » So Jul 26, 2020 7:10

Unkorrekte Messungen gehen gar nicht, das ist mal klar. Aber, werte Kollegen, die Nitratrichtliche der EU wird nächstes Jahr 30 Jahre alt! Wo wart ihr denn über 25 Jahre mit euren Bedenken? Habt ihr wirklich geglaubt, dass die Politik die Landwirtschaft für so wichtig hält, dass sie für immer die schützende Hand über euch hält? :lol:
Die NGO´s machen Druck und keine Partei möchte Wähler verlieren, die plötzlich ihr Herz für die Umwelt entdecken. Dabei reicht es diesen Wähler schon aus, sich ökologisch gut zu fühlen, wenn sie den erkannten "Umweltfeind" Landwirtschaft über die Politik reglementiert. Verkehrte Welt, aber damit müsst ihr leben!
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon meyenburg1975 » So Jul 26, 2020 10:21

DWEWT hat geschrieben:Unkorrekte Messungen gehen gar nicht, das ist mal klar. Aber, werte Kollegen, die Nitratrichtliche der EU wird nächstes Jahr 30 Jahre alt! Wo wart ihr denn über 25 Jahre mit euren Bedenken? Habt ihr wirklich geglaubt, dass die Politik die Landwirtschaft für so wichtig hält, dass sie für immer die schützende Hand über euch hält? :lol:
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Hmm, musst Du damit denn nicht leben? Oder steigst du schon kurzfristig aus?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » So Jul 26, 2020 12:06

meyenburg1975 hat geschrieben:
Hmm, musst Du damit denn nicht leben? Oder steigst du schon kurzfristig aus?


Ich habe das Glück, hier in einem tiefgrünen Bereich zu arbeiten/zu leben. Die ermittelten Werte liegen um 4mg/L Grundwasser. Hinzu kommt, dass das N-Niveau im Ökolandbau Meilen entfernt ist vom jetzigen N-Düngungsniveau der konv. Landwirtschaft. Meine N-Bilanz ist stets so, dass ich mehr ernte, als ich an N in das System einbringe. Ich bin halt ein schlimmer Bodenausbeuter. :mrgreen:
Mein Ausstieg ist nicht geplant. Ohne Hofabgabeklausel, kann ich jetzt ja ein Dreifacheinkommen generieren. Da mein Betrieb nach meiner Bewirtschaftung eine Stiftung wird, werde ich dessen Belange wohl bis zu meinem Stoffwechselende bestimmen. :D
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon meyenburg1975 » So Jul 26, 2020 12:12

Hier ist auch alles tiefgrün. Trotzdem sind hier auch die Biobauern genervt vom Papierkram und kalt erwischt worden vom Ausbringungsverbot bei Frost. Das ist in der Marsch in nicht wenigen Jahren das Todesurteil für eine termingerechte organische Düngung. Als Konvi kann ich da eher noch was ausgleichen über die mineralische Gabe. Und in roten Gebieten müssen meines Wissens nach auch die Bios ihre Düngung nach unten anpassen.
Ich frag mich deswegen, nach was Du die Trennung vornimmst, wenn Du von "Ihr" schreibst?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » So Jul 26, 2020 12:42

meyenburg1975 hat geschrieben:Hier ist auch alles tiefgrün. Trotzdem sind hier auch die Biobauern genervt vom Papierkram und kalt erwischt worden vom Ausbringungsverbot bei Frost. Das ist in der Marsch in nicht wenigen Jahren das Todesurteil für eine termingerechte organische Düngung. Als Konvi kann ich da eher noch was ausgleichen über die mineralische Gabe. Und in roten Gebieten müssen meines Wissens nach auch die Bios ihre Düngung nach unten anpassen.
Ich frag mich deswegen, nach was Du die Trennung vornimmst, wenn Du von "Ihr" schreibst?


Bei den Ökos gibt es, außer was die 2-GV-Regelung anbelangt, bisher keine weitergehenden Reglementierungen. Was den Zeitpunkt der Ausbringung anbelangt, werde ich wohl in die betriebliche Ausbringung von Rottemist investieren müssen, um so, wann immer es geht, ausbringen zu können. Im Ackerbau, wird der Rottmist vor der Aussaat der nächsten Marktfrucht ausgebracht. Daran wird sich nichts ändern. Im letzten Winter, wenn man den überhaupt so bezeichnen kann, haben wir schon mal einen Vorgeschmack auf die neue Regelung bekommen. Kein Frost und kaum tragfähige Böden. Für die Technik des LU war da nichts zu machen. Mein TSW, mit nur einer Achse und 750er Bereifung und nur 7t Zuladung, konnte immer mal wieder eingesetzt werden. Das werden wir zukünftig ausbauen. Außer Rottmist fällt bei mir nur Jauche an. Durch zusätzliche Überdachung von Bewegungsflächen, ist der Anfall an Jauche/Schmutzwasser erheblich reduziert worden. Da gibt es jetzt noch Freiraum nach oben. Wiesen und Weiden werden jetzt im Spätherbst mit Rottemist gedüngt werden. Das hat natürlich Einfluss auf das Weidemanagement. Zur Not, könnte ich auch immer noch Mist an meine tierfreien Kollegen verkaufen. :wink:
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Todde » Mo Jul 27, 2020 6:32

DWEWT hat geschrieben:Ich habe das Glück, hier in einem tiefgrünen Bereich zu arbeiten/zu leben. Die ermittelten Werte liegen um 4mg/L Grundwasser. Hinzu kommt, dass das N-Niveau im Ökolandbau Meilen entfernt ist vom jetzigen N-Düngungsniveau der konv. Landwirtschaft.


Unsere Beregnungsbrunnen auf oder an den landwirtschaftlichen Flächen weisen 0,25 bis 0,5 mg/l auf.


Meine N-Bilanz ist stets so, dass ich mehr ernte, als ich an N in das System einbringe. Ich bin halt ein schlimmer Bodenausbeuter. :mrgreen:


Jeder kann sich ausrechnen, woher solche Bilanzen stammen dürften. 1% Humus enthält um die 1600 Kilogramm Stickstoff, ob man den aber mineralisieren will und keine Neubildung möchte?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Englberger » Mo Jul 27, 2020 8:14

DWEWT hat geschrieben:Kein Frost und kaum tragfähige Böden. Für die Technik des LU war da nichts zu machen. Mein TSW, mit nur einer Achse und 750er Bereifung und nur 7t Zuladung, konnte immer mal wieder eingesetzt werden.

Hallo,
da gabs früher Bios die haben den Festmist in der Grube gut gerührt und dann mit Verschlauchung ausgebracht. In Berglagen super das Verfahren.
Gibts das noch?
Hofgut Mariaberg auf der Alb hat das gemacht soweit ich mich erinnere.
Mein jetziger nachbar rührt auch alles an; gefühlt ist der 3 Wochen lang am Güllefahren und rühren.
Bei mir Lohner mit 2Stück18to Streuern und Radlader dauerts 6 Stunden den Jahresmist auszubringen. Aber unsere Verluste durch die Kompostierung sind natürlich enorm. Müsste man mal ne Vergleichsstudie machen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » So Aug 02, 2020 18:11

Englberger hat geschrieben:
da gabs früher Bios die haben den Festmist in der Grube gut gerührt und dann mit Verschlauchung ausgebracht. In Berglagen super das Verfahren.
Gibts das noch?
Hofgut Mariaberg auf der Alb hat das gemacht soweit ich mich erinnere.
Mein jetziger nachbar rührt auch alles an; gefühlt ist der 3 Wochen lang am Güllefahren und rühren.

mfG Christian


Mit der Praxis der Berglandwirtschaft, habe ich keine Erfahrungen. Die Gülleausbringung, über eine Verschlauchung ausgehend von der Hofstelle, dürfte aber nur räumlich sehr begrenzt Bedeutung haben. Das Einrühren von Rottmist in z.B. Jauche, halte ich für wenig zielführend. Hat dein Nachbar keine Ausbringungsechnik für Fest- bzw. Rottemist?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Isarland » So Aug 02, 2020 18:59

DWEWT hat geschrieben:
Englberger hat geschrieben:
da gabs früher Bios die haben den Festmist in der Grube gut gerührt und dann mit Verschlauchung ausgebracht. In Berglagen super das Verfahren.
Gibts das noch?
Hofgut Mariaberg auf der Alb hat das gemacht soweit ich mich erinnere.
Mein jetziger nachbar rührt auch alles an; gefühlt ist der 3 Wochen lang am Güllefahren und rühren.

mfG Christian


Mit der Praxis der Berglandwirtschaft, habe ich keine Erfahrungen. Die Gülleausbringung, über eine Verschlauchung ausgehend von der Hofstelle, dürfte aber nur räumlich sehr begrenzt Bedeutung haben. Das Einrühren von Rottmist in z.B. Jauche, halte ich für wenig zielführend. Hat dein Nachbar keine Ausbringungsechnik für Fest- bzw. Rottemist?

Du schreibst es ja selber, dass du wenig Erfahrung mit der Berglandwirtschaft hast. Ich habe auch nicht viel :mrgreen: aber da gibts Bergbauernhöfe, wo mit der konventionellen Ausbringtechnik nicht hingefahren werden kann.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » Mo Aug 10, 2020 7:30

Läuft das dann noch unter "Landwirtschaft" oder ist das schon Landschaftspflege/Naturschutz mit Zusatznutzen Lebensmittelerzeugung?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 10, 2020 7:42

Wenn die mit Urlaub, Gastronomie und Hofmolkerei den Leuten das Geld abluchsen können, ist das doch nur zu begrüßen.

https://m.youtube.com/watch?v=mOQPomT8zRg
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » Mo Aug 10, 2020 9:38

Das ist doch gar keine Frage!
Wenn allerdigns die vorab beschriebene Technik des Verschlauchens von Gülle/Jauche/verflüssigtem Mist, von den Gästen dann wieder als allgemeiner Stand der Ausbringungstechnik begriffen wird, hat die allgemeine Landwirtschaft schnell wieder ein Problem. Über die Verteilgenauigkeit, will da ja wohl keiner reden. Über die Ausbringung der Stoffe am Hang, ebenfalls nicht.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Englberger » Mo Aug 10, 2020 11:39

DWEWT hat geschrieben:Über die Ausbringung der Stoffe am Hang, ebenfalls nicht.

Hallo,
die Vorschriften sind sehr unterschiedlich in EU.
Wenn wir im Zentralmassiv Skifahren gehen, seh ich jeden Winter Gülle auf Schnee in starken Hanglagen ausgebracht.
Auch das Abbrennen von Gestrüpp hektarweise im Winter ist da üblich.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Kartoffelbluete » Mo Aug 10, 2020 11:57

Die Verteilgenauigkeit muss ja nicht schlechter sein. Wir haben in der Normandie gesehen, das dort
das Verschlauchen von Gülle auf den arrondierten Betrieben weit verbreitet ist. Eben um die Gülle
im Frühjahr rechtzeitig auf die schweren, oft bei feuchten Bedingungen schlecht befahrbaren
Böden zu bringen. Das Ergebniss hat schon beeindruckt! Wird vielleicht auch bei uns mehr Einzug
halten, wenn ab nächstes Jahr nicht mehr auf leicht angefrorenen Boden aufgebracht werden darf.
Die sind uns deshalb in diesem Punkt voraus, weil die durch die Nähe zum Altantik, ausgangs Winter,
zwar gut Feuchte haben, aber fast keinen Nachtfrost mehr.
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