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der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 9:21

julius hat geschrieben:Gut dann alle kleinen landwirtschaftlichen Puppenstuben unter 50 ha Fläche wegrationalisieren und Zwangsschliessen weil sie unrentabel sind wenn ich das richtig verstanden habe.
Was aber wenn der Steuerzahler gerade die kleinen Betriebe fördern und erhalten will mit seinem Steuergeld ? Das ist nämlich der Fall.


Wir müssen die Betriebe nicht schließen; das geht von ganz allein.
Das will der deutsche Steuerzahler genaus so ernsthaft, wie der deutsche Konsument für besondere Produktionsverfahren mehr Geld aufwenden will. Beides sind lediglich Lippenbekenntnisse! Die Politik suggeriert, dass sie mit ihrem Handeln den Willen der Wähler/der gesamten Bevölkerung vertritt. Das ist aber ganz klar nicht der Fall. Die kleinen Puppenstubenbetriebe suggerieren die heile Welt der Lebensmittelproduktion und die Großen produzieren den billigen Ramsch. Das ist die Realität! Und weil die Kleinen da betriebswirtschaftlich ins Hintertreffen geraten, benötigen sie immer neue und höhere Zuwendungen/Vergünstigungen. Wie groß der Rückhalt auch kleinerer konv. Betriebe in der Gesellschaft ist, das kann man doch auch hier häufig lesen.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Di Jun 15, 2021 9:26

DWEWT mit der Betriebswirtschaft das übe ich mit dir dann doch noch mal, so ganz scheint das bei dir mit den "dicken und dünnen Dingern" noch nicht zu klappen. :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 9:32

ChrisB hat geschrieben:Ich kenne Vollerwerb 150 Ha, Veredelungsbetrieb, 100 Milchk und Konvi.
Der kommt je Ha auf die gleiche Förderung wie Ich mit 15 Ha und Öko!!!!!!!!!!!!!!!!


Mit Einführung der eco-schemes wird das nicht mehr die Ausnahme sein. Die Kombinierbarkeit der Maßnahmen kann für konv. Betriebe zu einer Förderung führen, die in der Summe höher als die bisherige Flächenprämie plus Öko-Förderung ist. Finde ich gut! Die Kombinierbarkeit mit dem Öko-Status wird kaum gegeben sein. Deshalb sollten sich die Öko-Kollegen, auch vor dem HIntergrund eines zukünftigen Angebotsmarktes, eine Weiterverpflichtung gut überlegen.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon julius » Di Jun 15, 2021 9:33

Wir müssen die Betriebe nicht schließen; das geht von ganz allein.


Es geht nicht nur um Kleinbetriebe.
Es steigen schon größere Betriebe aus was bedenklich ist.

Nach Einschätzung des hessischen Milchbauern und Landesbauernpräsidenten Karsten Schmal ist die ökonomische Lage für viele Milchbauern kritisch. "Viele Betriebe mit 80 oder 100 Milchkühen, von denen wir gedacht haben, dass sie eine Zukunft haben, gehen den Weg nicht mehr mit", sagte Schmal. Der Grund: Die zunehmende Verschärfung der Dünge- und Umweltregeln.


https://www.agrarheute.com/management/b ... ise-571877

Wenn schon die mit 80 oder 100 Kühen aufhören. Das waren mal Vorzeige und Muster Zukunftsbetriebe was Familienbetriebe angeht.
julius
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 9:36

T5060 hat geschrieben:DWEWT mit der Betriebswirtschaft das übe ich mit dir dann doch noch mal, so ganz scheint das bei dir mit den "dicken und dünnen Dingern" noch nicht zu klappen. :mrgreen:


Wir können uns gern, natürlich bei einem alkoholfreien Hefeweizen, über viele Dinge unterhalten. Wenn nicht die Gefahr bestünde, dass du dich hier bei mir verlaufen würdest, würde ich dich gern dazu einladen. Beim Rechnen, so glaube ich, trennen uns aber Welten. :D
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 9:40

julius hat geschrieben:
Wir müssen die Betriebe nicht schließen; das geht von ganz allein.


Es geht nicht nur um Kleinbetriebe.
Es steigen schon größere Betriebe aus was bedenklich ist.



Wir hatten dazu schon mal in einem anderen thread eine Diskussion. Ich denke, dass heute noch gut dastehende Betriebe aussteigen, weil sie ihr Vermögen schützen wollen. Respekt für eine solche Entscheidung! Ein user hatte sehr treffend geschrieben: "Aussteigen muss man sich leisten können".
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Di Jun 15, 2021 9:47

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:DWEWT mit der Betriebswirtschaft das übe ich mit dir dann doch noch mal, so ganz scheint das bei dir mit den "dicken und dünnen Dingern" noch nicht zu klappen. :mrgreen:


Wir können uns gern, natürlich bei einem alkoholfreien Hefeweizen, über viele Dinge unterhalten. Wenn nicht die Gefahr bestünde, dass du dich hier bei mir verlaufen würdest, würde ich dich gern dazu einladen. Beim Rechnen, so glaube ich, trennen uns aber Welten. :D


Ich freue mich drauf, aber ich trinke am liebsten Leitungswasser mit einem Schuß Johannisbeersaft :mrgreen:

Die Mindestbetriebsgröße im Vollerwerb sollte immer bei dem rationellen Einsatz von 1,5 AK liegen, Kombinationen sind zulässig.
Wer keine 1.000 € Umsatz einschl. Prämie pro ha zzgl. 20.000 € Sockel pro Betrieb macht, wird niemals eine Kostendeckung erreichen,
die eine langfristige Betriebsentwicklung ermöglicht.
Zuletzt geändert von T5060 am Di Jun 15, 2021 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Manfred » Di Jun 15, 2021 10:01

ChrisB hat geschrieben:Werden bei den Veröffentlichungen die Bauförderung mit angezeigt?


Ja
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon anhilde » Di Jun 15, 2021 12:13

ChrisB hat geschrieben:Ich kenne Vollerwerb 150 Ha, Veredelungsbetrieb, 100 Milchk und Konvi.
Der kommt je Ha auf die gleiche Förderung wie Ich mit 15 Ha und Öko!!!!!!!!!!!!!!!!
Werden bei den Veröffentlichungen die Bauförderung mit angezeigt?
Die Leute auf dem Land und teilweise auch aus der Stadt, sind interessiert wo die Lebensmittel herkommen!
Ich könnte soviel Rindfleisch, Schweine, Kartoffel usw. verkaufen, ohne Werbung.
Werde ständig angesprochen, nur leider kann ich nicht Zaubern :(


Geht mir mit meinem Gemüse ähnlich. Läuft einfach ohne Werbung. Netto Gemüsefläche ist nichtmal ein ha. Dazu kommt noch mal 0,5ha für Lagerware wie Kartoffeln. Aber klar sowas machen wir am besten zu…

Ach ja, ich mache das aus Überzeugung komplett Subventionsfrei. Daher gibt es keine versteckten Kosten für die Kunden so wie bei den meisten anderen Betrieben.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Qtreiber » Di Jun 15, 2021 14:34

DWEWT hat geschrieben:Die kleinen Puppenstubenbetriebe suggerieren die heile Welt der Lebensmittelproduktion und die Großen produzieren den billigen Ramsch. Das ist die Realität!

Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.
Qtreiber
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Isarland » Di Jun 15, 2021 15:09

Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Die kleinen Puppenstubenbetriebe suggerieren die heile Welt der Lebensmittelproduktion und die Großen produzieren den billigen Ramsch. Das ist die Realität!

Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.


Was die Molkereien auf den Markt werfen, ist doch nur billiger Ramsch. 1,5%ige H-Milch wäre mir sogar für die Kälber zu schlecht.
Lies mal die Zutatenliste auf dem billigen Zeugs. Was da an Zusatzstoffen drin ist, hat mit Qualität
nichts zu tun.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Qtreiber » Di Jun 15, 2021 15:11

Isarland hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Die kleinen Puppenstubenbetriebe suggerieren die heile Welt der Lebensmittelproduktion und die Großen produzieren den billigen Ramsch. Das ist die Realität!

Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.


Was die Molkereien auf den Markt werfen, ist doch nur billiger Ramsch. 1,5%ige H-Milch wäre mir sogar für die Kälber zu schlecht.
Lies mal die Zutatenliste auf dem billigen Zeugs. Was da an Zusatzstoffen drin ist, hat mit Qualität
nichts zu tun.

Es ging in DWT's Beitrag aber um Landwirtschaftsbetriebe, nicht um die nachgeordneten Lebensmittelproduzenten.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 16:09

Qtreiber hat geschrieben:Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.


Lediglich im Bereich der MIlchproduktion gilt meine Aussage nur eingeschränkt. Dort sind oft die Familienbetriebe mit nicht entlohnten Familienarbeitskräften sogar betriebswirtschaftlich im Vorteil. In fast allen anderen Produktionssystemen ist die Kostendegression bei den Großbetrieben erheblich. 50 ha Weizen am Stück bedingen eben viel geringere Kosten als 25 Schläge mit je 2 ha.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Di Jun 15, 2021 16:23

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.


Lediglich im Bereich der MIlchproduktion gilt meine Aussage nur eingeschränkt. Dort sind oft die Familienbetriebe mit nicht entlohnten Familienarbeitskräften sogar betriebswirtschaftlich im Vorteil. In fast allen anderen Produktionssystemen ist die Kostendegression bei den Großbetrieben erheblich. 50 ha Weizen am Stück bedingen eben viel geringere Kosten als 25 Schläge mit je 2 ha.


6 ha ist die Zielgröße, ab 6 ha ist die Kostendegression nicht mehr der Rede wert und da sind mir 8 Schläge, etwas verteilt, ganz recht.
Grundsätzlich verteile ich unsere 10 ha Mais immer auf 3 Gemarkungsteile, so dass nach einem Hagel oder Wildschaden immer eine Grundversorgung da ist.

Bei 50 ha Schlägen, entstanden durch die völkerrechtswidrige Enteignung von Landwirten, gibt es aber auch gravierende Formverschlechterungen, Zufahrtsprobleme und Erosionsprobleme.

Der halbwegs ebene 50 ha Schlag mit optimalem Länge/Breitenverhältnis in natürlicher Lage dürfte ohnehin eine mitteleuropäische Seltenheit sein.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon anhilde » Di Jun 15, 2021 16:59

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Ich sehe jetzt irgendwie nicht, wo z.B. die Milch des Großbetriebs "ramschiger" sein sollte als die Milch des Puppenstubenbetriebes. Aber ich lasse mich gerne darüber aufklären.


Lediglich im Bereich der MIlchproduktion gilt meine Aussage nur eingeschränkt. Dort sind oft die Familienbetriebe mit nicht entlohnten Familienarbeitskräften sogar betriebswirtschaftlich im Vorteil. In fast allen anderen Produktionssystemen ist die Kostendegression bei den Großbetrieben erheblich. 50 ha Weizen am Stück bedingen eben viel geringere Kosten als 25 Schläge mit je 2 ha.


Wobei die Kosten durch die 50ha Monokultur und daraus entstandene Umweltschäden dann ja auch die Allgemeinheit trägt, gell?
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