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der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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177 Beiträge • Seite 10 von 12 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 17:00

T5060 hat geschrieben:
6 ha ist die Zielgröße, ab 6 ha ist die Kostendegression nicht mehr der Rede wert

Bei 50 ha Schlägen, entstanden durch die völkerrechtswidrige Enteignung von Landwirten,


Ich habe Schläge mit 23, 12 und 6ha Größe direkt nebeneinander liegend. Der geringste relative Zeitaufwand fällt auf dem größten Schlag an. Die Differenz liegt bei minus 12% zum 12 ha-Schlag und bei minus 30% zum 6 ha-Schlag! Der Berufskollege der für mcih den Ackerbau macht, bearbeitet im Auftrag einen 60ha-Schlag, gleich um die Ecke. Die Zeitersparnis im Vergleich mit meinem 23ha-Schlag liegt bei knapp 3%. Beide Schläge sind 1km lang.
Die Historie der legalen Eigentumserlangung, spielt heute keine Rolle mehr! Daran ziehen sich nur die hoch, die die Flächen nicht haben. :wink:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 17:04

anhilde hat geschrieben:
Wobei die Kosten durch die 50ha Monokultur und daraus entstandene Umweltschäden dann ja auch die Allgemeinheit trägt, gell?


Definiere doch bitte mal "Monokultur". Und füge bitte gleich eine Erklärung bei, warum eine 2ha-Monokultur ökologisch positiver zu bewerten ist als eine 50ha Monokultur. Und bitte führe noch kurz aus, welche "Umweltschäden" eine Monokultur hervorruft und wer "die Allgemeinheit" ist. Danke!
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon explicit » Di Jun 15, 2021 17:26

https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5547
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 17:37

explicit hat geschrieben:https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5547


Danke für den link! Jaja, der gute Teja. :wink:
Leider geht der Inhalt jedoch am Thema vorbei. Im link heisst es ja: "Viele kleine Flächen und viele Arten......." .Hier im thread jedoch geht es darum, ob kleine Flächen mit Monokulturen ökologieverträglicher sind als große Flächen. Oder gibt es vielleicht gar keine kleinen Flächen mit Monokulturen?
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon anhilde » Di Jun 15, 2021 17:41

Viele kleine Flächen, viele Randstreifen, Nischen von Lebensraum. Mehr Vielfalt auf selber Fläche, mehr verschiedene Kulturen parallel. Ist Dir aber selber klar, kann man an Deinem Fragenkatalog sehen ;-)
anhilde
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 18:06

anhilde hat geschrieben:Viele kleine Flächen, viele Randstreifen, Nischen von Lebensraum. Mehr Vielfalt auf selber Fläche, mehr verschiedene Kulturen parallel. Ist Dir aber selber klar, kann man an Deinem Fragenkatalog sehen ;-)


Natürlich weiß ich das auch. Ich störe mich einfach daran, dass, sobald bestimmte Größenordnungen aufgerufen werden, die Klischees die Oberhand in der Diskussion gewinnen. Ich hatte es schon einmal geschildert, dass wir hier in der Gemarkung einen 100ha-Schlag haben, der insgesamt 5 Senken mit der entsprechenden Begleitflora und Begleitfauna aufweist. Dazu kommen ca. 6km lange und 10m breite, undurchdringliche Hecken entlang von Gräben. Da sind mehrere ca. 15m breite Baumreihen mit alten Eichen, Erlen, Weißdornbäumen (ja, Bäume!), Kiefern und anderen standortgerechten Bäumen, einzeln oder zu Holzungen zusammengefasst. Eine Vielzahl von Lebensräumen in der Abgeschiedenheit. Das alles weit ab vom menschlichen Kontakt, da von der Kultur umschlossen.
Wenn ich mir die Handtuch-Flächen in meiner ehemaligen Heimat anschaue, graust es mir. Da wo es früher noch einen Feldrain zwischen den Flächen gab, geht heute eine Fläche in die andere über. Die Böschung entlang der Straße ist weggepflügt und der blanke Schotter des Straßenunterbaus ist freigelegt. Büsche und Heckenrudimente haben eher eine Alibi- als eine Ökofunktion. Ja, das ist natürlich auch nur ein Beispiel. Es soll auch nur belegen, dass es unabhängig von den örtlichen/räumlichen Gegebenheiten, ganz erheblich auf das ökologische Bewusstsein der Handelnden ankommt. Dann kann auch der 100ha-Schlag zu einem Lebensraum für viele Arten werden.
Ich hasse diesen Schlag eigentlich nur beim Strohabfahren. :wink:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon anhilde » Di Jun 15, 2021 18:46

Ja, da hast Du recht. Bei den meisten großen Schlägen kommt aber das Weg pflügen von Böschungen und ausputzen von Hecken etc. noch dazu. Und da entstehen gesellschaftliche Kosten genau wie bei kleinen Strukturen wo jeder Quadratzentimeter “wirtschaftlich” genutzt werden “muss”.
anhilde
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Qtreiber » Di Jun 15, 2021 18:47

DWEWT hat geschrieben: In fast allen anderen Produktionssystemen ist die Kostendegression bei den Großbetrieben erheblich. 50 ha Weizen am Stück bedingen eben viel geringere Kosten als 25 Schläge mit je 2 ha.

Seit wann bedeuten "viel geringere Kosten" "ramschigere" Produkte. Nur darum ging es mir.
Zur Erinnerung:
DWEWT hat geschrieben:die Großen produzieren den billigen Ramsch. Das ist die Realität!
:wink:
Qtreiber
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Di Jun 15, 2021 19:10

Qtreiber hat geschrieben:Seit wann bedeuten "viel geringere Kosten" "ramschigere" Produkte. Nur darum ging es mir.


Wer zu geringen Kosten produzieren kann, eben billiger, der kann auch billige produkte produzieren. Genau diese Produkte werden dann i.d.R. verramscht. Somit ist die Billigproduktion die Grundlage für Ramschware. Bisher sind Senkungen bei den Produktionskosten immer voll an die Verarbeiter und den Handel weitergegeben worden. Im Gegensatz zur z.B. Industrie, wo man Kosteneinsparungen für die eigene Tasche kalkuliert und realisiert hat. Kosten runter, Gewinn rauf. In der Landwirtschaft lautet das immer etwas anders, nämlich so: Kosten runter, Gewinn runter, weil Preis runter!
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Kartoffelbluete » Di Jun 15, 2021 19:20

Da muss ich DWEWT schon ein Stück weit Recht geben. Wenn ich höre das die "Freien Bauern" im Nord-Osten bereit
wären km an neuen Hecken anzulegen :roll: , das wäre bei uns auf der Ostalb undenkbar. Vor gut 10 Jahren schon wollte
das LRA zusammen mit dem "Landschaftserhaltungsverband" und "NABU" die ökologischen Inseln in unserer seit der Flurbereinigung
ausgeräumten Landschaft mit Hecken verbinden. - Mann was sind wir damals Sturm gelaufen um das erfolgreich zu verhindern :!: :wink:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon meyenburg1975 » Di Jun 15, 2021 23:04

Feldstreifen und co sind das Eine.
Tatsache ist aber auch, dass in den letzten Jahrzehnten die Vielfalt der Feldfrüchte geringer wurde, bzw nicht mehr überall alles angebaut wird, sondern regionale Konzentrationen entstanden sind. Kleine Strukturen für eigene bzw. regionale Versorgung sind so gut wie verschwunden.
Das ist auch Strukturwandel und hat mMn größeren Einfluss auf die Artenvielfalt als PSM und Co.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon julius » Mi Jun 16, 2021 9:25

Das stimmt.
Gerade in den USA oder Rußland wenn da 1000 ha an einem Stück nur Weizen steht und sonst nichts wächst, ist das schon bedenklich was Artenschutz angeht.
In Deutschland ist das alles noch kleinstrukturierter in Bayern nochmal.
Das sollte eigentlich mit mehr Prämiengelder honoriert werden wenn schon alle von Insekten oder Artenschutz reden und nicht Gesetze einfach ins Naturschutzgesetz aufnehmen damit es praktisch kostenlos umgesetzt werden muss wie in Bayern das Bienenvolksbegehren.
julius
 
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Mi Jun 16, 2021 10:28

Hier geht wöchentlich ein Vorzeigebetrieb den Weg seines irdischen Daseins.
Alles Hochwald-Betriebe.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Südheidjer » Mi Jun 16, 2021 10:55

meyenburg1975 hat geschrieben:Feldstreifen und co sind das Eine.
Tatsache ist aber auch, dass in den letzten Jahrzehnten die Vielfalt der Feldfrüchte geringer wurde, bzw nicht mehr überall alles angebaut wird, sondern regionale Konzentrationen entstanden sind. Kleine Strukturen für eigene bzw. regionale Versorgung sind so gut wie verschwunden.
Das ist auch Strukturwandel und hat mMn größeren Einfluss auf die Artenvielfalt als PSM und Co.

Breitere Fruchtfolgen sollten mehr gefördert werden. Ein passender Absatzmarkt muß für die Produkte aber auch vorhanden sein. Verlangen kann man immer vieles, aber unterm Strich muß sich das auch alles rechnen. Kein Landwirt ist die Wohlfahrt.
Ich kann mir vorstellen, der deutsche Landwirt der Zukunft wird sich teilweise von der vorrangiegen Aufgabe als Nahrungsmittelerzeuger verabschieden und sich zu einem von der Allgemeinheit bezahlten Lebensraum-Manager entwickeln. Je nach Region mal mehr, mal weniger. Da könnte es Betriebe geben, bei denen die erzeugten Nahrungsmittel nur noch zweitrangig sind.
Die Landwirte sollten nur ganz doll aufpassen, daß man ihnen das Ruder nicht noch mehr aus der Hand nimmt. Wenn ich so zurückblicke, wie die anfangs gut gelaufene LSV-Bewegung sich selber zerlegt, dann bin ich skeptisch, daß zukünftig bei den Landwirten an einem Strang gezogen werden wird.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Isarland » Mi Jun 16, 2021 11:19

Südheidjer hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Feldstreifen und co sind das Eine.
Tatsache ist aber auch, dass in den letzten Jahrzehnten die Vielfalt der Feldfrüchte geringer wurde, bzw nicht mehr überall alles angebaut wird, sondern regionale Konzentrationen entstanden sind. Kleine Strukturen für eigene bzw. regionale Versorgung sind so gut wie verschwunden.
Das ist auch Strukturwandel und hat mMn größeren Einfluss auf die Artenvielfalt als PSM und Co.

Breitere Fruchtfolgen sollten mehr gefördert werden. Ein passender Absatzmarkt muß für die Produkte aber auch vorhanden sein. Verlangen kann man immer vieles, aber unterm Strich muß sich das auch alles rechnen. Kein Landwirt ist die Wohlfahrt.
Ich kann mir vorstellen, der deutsche Landwirt der Zukunft wird sich teilweise von der vorrangiegen Aufgabe als Nahrungsmittelerzeuger verabschieden und sich zu einem von der Allgemeinheit bezahlten Lebensraum-Manager entwickeln. Je nach Region mal mehr, mal weniger. Da könnte es Betriebe geben, bei denen die erzeugten Nahrungsmittel nur noch zweitrangig sind.
Die Landwirte sollten nur ganz doll aufpassen, daß man ihnen das Ruder nicht noch mehr aus der Hand nimmt. Wenn ich so zurückblicke, wie die anfangs gut gelaufene LSV-Bewegung sich selber zerlegt, dann bin ich skeptisch, daß zukünftig bei den Landwirten an einem Strang gezogen werden wird.

Niemals wird da an einem Strang gezogen. Wir sind alles Konkurrenten.....Konvi-Bio- Milch- Schweine-Bullen-Mutterkuh-Ackerbau- Gemüsebau- Biogas....wie willst die unter einen Hut bringen? Schau doch nur, wie man sich hier im Landtreff beharkt.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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