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der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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177 Beiträge • Seite 7 von 12 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 12
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jun 03, 2021 17:37

Manfred hat geschrieben:Das mit dem "besseren Drittel" ist auch so eine zweifelhafte Pauschalisierung.
Betriebe, die aussteigen wollen und das über Jahre planen, fahren die Investitionen zurück und rutschen so mit sinkenden Abschreibungen bei den Gewinnen nach oben.
Gibt es Zahlen dazu, welcher Anteil von Betrieben sich längerfristig im oberen Drittel bewegt?
Und wie wird dabei das obere Drittel genau abgegrenzt?

Wie so oft, kann man mit Zahlen hin- und herschieben einiges bewegen. Aber die langfristige Eigenkapitalbilanz ist schon eine annehmbare Größe
Bild
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon langholzbauer » Do Jun 03, 2021 18:14

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Wer sein Fremdkapital über das Vieh - und Umlaufvermögen tilgen kann,


Das dürfte bisher wohl die einzige Aussage von dir sein, der ich vollumfänglich zustimme! :D

Das sollte die Grundlage aller Finanzierungen in jedem Betrieb sein und wurde so auch in jeder soliden Ausbildung gelehrt!
CarpeDiem hat geschrieben:Als allererstes gehört diese Klassifizierung der Betriebe gesetzlich verboten, da sie absolut diskriminierend ist. Hier wird dem Betriebsleiter nur eingeredet, "du musst höher springen", dann wird das schon. Hat denn irgendein geneigter LT Forist schon einmal in der ganzen BRD eine solche Klassifikation von Ärzten, RAten, oder sonsigen Berufsgruppen gesehen??? Nur mit den dummen Lw kann man das machen!

Eine weitere unschöne Folge der ganzen Geschichte ist, dass die Abnehmer landw. Produkte genau wissen wieviel sie denn gerade noch zahlen müssen, damit die Lw nicht reihenweise die Flinte ins Korn werfen. Nur ganz unbelehrbare glauben dann noch, dass dies mit Marktgeschehen irgend etwas zu tun hat.

Dem muss ich 100% zustimmen.
Prinzipiell stellt die Landwirtschaft schon seit vielen Jahren plastisch dar, dass Marktdaten das wichtigste Kapital in der aktuellen Gesellschaft sind.
Zunächst gehören Ernteerwartungen nie veröffentlicht! Und das ist für mich jährlich der wichtigste Grund mit dem BV zu hadern.
Das sind wichtige Betriebsinterna, die keinen Außenstehenden etwas angehen.
Die paar Werbegeschenke von Kleffmann u.Co. zieht uns der Handel expotential vom Preis ab.
Zu den Betriebszweigauswertungen sind auch dringend Datenschutzbelehrungen erforderlich!
An die Öffentlichkeit und in die Politik dürfen nur die Durchschnittswerte der Statistikbehörden gelangen.
Markt funktioniert nur, wenn die besseren den schlechteren gute Angebote unterbreiten können!!!
Leider wird genau dieser wirtschaftliche Spielraum aktuell vom nachgelagerten Gewerbe sehr erfolgreich abgeschöpft und die Gewinne daraus in Bodeneigentum angelegt.
Siehe Boscor.... .
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Lonar » Do Jun 03, 2021 18:48

Schöne Sprüche mit dem Fremdkapital, aber so wird der Kanikelsand in Brandenburg nie zum Emsland. Wer nix hat aber was kann, der kann auch nix verlieren.:D

Ihr glaubt doch nicht ernsthaft das der 60Kuh Betrieb der den 180er Stall mit drei Robbis baut nur das Umlauf und Viehkapital beliehen hat. Das ist doch schon beim 7er Fendt weg :lol:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Do Jun 03, 2021 18:57

Lonar hat geschrieben:Schöne Sprüche mit dem Fremdkapital, aber so wird der Kanikelsand in Brandenburg nie zum Emsland. Wer nix hat aber was kann, der kann auch nix verlieren.:D

Ihr glaubt doch nicht ernsthaft das der 60Kuh Betrieb der den 180er Stall mit drei Robbis baut nur das Umlauf und Viehkapital beliehen hat. Das ist doch schon beim 7er Fendt weg :lol:


Dazu muss das Karnickel in Brandenburg erst mal zum Kaltblut in Emsland werden :-)
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Do Jun 03, 2021 19:08

Lonar hat geschrieben:
Ihr glaubt doch nicht ernsthaft das der 60Kuh Betrieb der den 180er Stall mit drei Robbis baut nur das Umlauf und Viehkapital beliehen hat. Das ist doch schon beim 7er Fendt weg :lol:


Weil das Umlaufkapital so gering oder weil der Fendt so teuer ist?
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jun 03, 2021 19:29

Je niedriger die Eigenkapitalquote, umso höher die Eigenkapitalrendite.
Wenn es denn läuft :mrgreen:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon langholzbauer » Do Jun 03, 2021 19:32

Wer hat denn da in BWL nicht aufgepasst?
Traktoren sind Umlafvermögen!
Einen edlen Fendt gegen einen Schlepper günstigere Hersteller auszutauschen kostet maximal 2 Tage Telefondienst.
Und bringt kurzfristig Liqudidität.
Wenn sowas erforderlich wird, ist aber vorher schon ganz viel schief gelaufen
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Do Jun 03, 2021 19:51

langholzbauer hat geschrieben:Wer hat denn da in BWL nicht aufgepasst?
Traktoren sind Umlafvermögen!


Es geht um den Wert des Umlaufvermögens, noch ohne Fendt.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Do Jun 03, 2021 20:20

T5060 hat geschrieben:Wer sein Fremdkapital über das Vieh - und Umlaufvermögen tilgen kann, ein gepflegtes Wohnhaus sein eigen nennt und gesundheitlich noch einigermaßen ok ist,
gehört nicht zu den dümmsten Bauern, eigentlich schon zu den Erfolgreicheren. :mrgreen:

Jetzt freut sich aber Paule ..... :prost:



Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung,

lest mal genau durch was ich geschrieben habe. Ich habe lediglich geschriebenen wer schon zu den Erfolgreicheren gehört .... Baufinanzierung und größere ( sinnvolle ) Entwicklungsschritte sind eine ganz andere Welt.

Im Anlagevermögen sind gemäß § 247 Abs. 2 HGB nur die Gegenstände auszuweisen, die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Das Anlagevermögen beinhaltet somit die mittel- und langfristig gebundenen Mittel des Unternehmens.[6] Ebenfalls zum Anlagevermögen gerechnet werden Finanzanlagen mit dauerhaftem Charakter, beispielsweise langfristige Anleihen und Beteiligungen, Ausleihungen oder Anteile an anderen Unternehmen.[7]


Das Umlaufvermögen umfasst diejenigen Vermögensgegenstände, die das Unternehmen zur kurzfristigen Verwendung besitzt.[7][11] Dazu zählen beispielsweise die Kassenbestände, Bankguthaben sowie kurzfristig verfügbare Finanzanlagen.[7][11][12] Daneben bilden zum Beispiel auch für die Produktion notwendige Rohstoffe und Vorprodukte sowie kurzfristig verkaufbare Lagerbestände an Fertigprodukten Teile des Umlaufvermögens.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aktiva
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Englberger » Do Jun 03, 2021 20:45

langholzbauer hat geschrieben:Und bringt kurzfristig Liqudidität.
Wenn sowas erforderlich wird, ist aber vorher schon ganz viel schief gelaufen

Hallo,
kurze Geschichte dazu von mir;
in unserer benachbarter Maschinengemeinschaft hatten die 3 Bauern einen Teleskopic zusammen gekauft. Plötzlich war ein anderer da. Antwort des Bauern: jetzt habt euch mal nicht so, hab die alte Kiste verkauft und einen gemietet, es doch einer da. Wenn die Prämien kommen kauf ich wieder einen.
Gruss Christian
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Lonar » Do Jun 03, 2021 23:00

Naja Junges wie dem auch ist. Umlaufvermögen ist für mich kein Trecker aber der Trecker zeigt ganz schön wie Blödsinnig das Schuldengelaber ist. denn wenn ich nen Fendt John Deere oder Kioti zum Neupreis auf dem Hof stehen habe und dementsprechend Fremdkapital habe dann hab ich ohne Trecker genauso viel nur muss ich dann mit Hamstern oder Esel pflügen.
Ob das moderene Lws ist bleibt Fragwürdig
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Do Jun 03, 2021 23:54

Es ist nicht unüblich, das Landwirte die ihre Maschinen vernünftig auslasten, diese auf 5 Jahre finanzieren und dann abstoßen.
Dieses Fremdkapital kann man fast ignorieren, weil es sind am Ende "variable Maschinenkosten", wo bei anderen in der GuV "Kosten LU" steht.
Der Restkredit für die Maschine ist dann ja meist über den Restwert gedeckt, das ist FK was man gerne ignorieren kann wenn der Laden läuft.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Jun 04, 2021 5:44

Lonar hat geschrieben:habe und dementsprechend Fremdkapital habe dann hab ich ohne Trecker genauso viel nur muss ich dann mit Hamstern oder Esel pflügen.
Ob das moderene Lws ist bleibt Fragwürdig

Oder mit dem Telefon :klug:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Lonar » Fr Jun 04, 2021 7:41

meyenburg1975 hat geschrieben:
Lonar hat geschrieben:habe und dementsprechend Fremdkapital habe dann hab ich ohne Trecker genauso viel nur muss ich dann mit Hamstern oder Esel pflügen.
Ob das moderene Lws ist bleibt Fragwürdig

Oder mit dem Telefon :klug:

Das ist ja die Wette. Wenn ich im Vergleich zum Telefon nen Lohnansatz und dreckige 5€ rausziehen kann und der Trecker nach 10Jahren mir gehört, dann ist doch alles gut gelaufen. :D
Nur überall bei solchen Rechnungen oder wetten stolpert man einfach über den Umsatz.
Ist ja auch nicht so das man nicht Recht hat wenn man sagt dass das FK im Rahmen bleiben muss. Nur den Rahmen kann jeder selbst bestimmen, wenn die Bank das macht dann muss man vorsichtig werden ;-)
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon DWEWT » Fr Jun 04, 2021 7:54

Lonar hat geschrieben: Nur den Rahmen kann jeder selbst bestimmen, wenn die Bank das macht dann muss man vorsichtig werden ;-)


Den Rahmen für das FK bestimmen in erster Linie die, die das FK zur Verfügung stellen können. Wenn man sich die Rating-Faktoren anschaut, und deren Weiterentwicklung in den letzten 10 Jahren, dann könnte es in Zukunft eng werden. War bisher die Absicherung über das Betriebsvermögen in Kombination mit dem Wirtschaftsverlauf maßgeblich, wird das Betriebsvermögen, aufgrund der aufgeblasenen Flächenwerte, heute oft anders bewertet. Beleihungsgrenzen von 60% sind nur noch als nominale Größen vorhanden. Längst rechnen die Banken nicht mehr nur mit den Verkehrswerten. Sollte hier das Schiff ins Wanken kommen und daran wird niemand Zweifel haben können, dann ist ein Großteil des FK nicht mehr hinreichend abgesichert. Kommen dann noch wirtschaftliche Schwierigkeiten, unabhängig von deren Ursachen, dazu, werden die Banken zukünftig schneller bei weiteren Investitionen abwinken. Wer dann z.B. nicht mehr auf weitere Ansprüche des Gesetzgebers reagieren kann, für den bleibt nur das "Aus".
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