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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Mi Feb 24, 2010 20:28

@H.B., an ein solches "funktionieren" eines Marktes zu glauben, dazu gehört sehr, sehr viel Mut. Daran glauben noch nicht einmal die (nur noch wenigen) Marktradikalen die bisher noch überlebt haben.

Du solltest dir einmal die mikroökonomischen Thesen des Herrn von Stackelberg besorgen und die einmal aufmerksam durchlesen. Leider wird solch historischer Stoff an den volkswirtschaftlichen Lehrstühlen nur noch in einem Nebensatz erwähnt. Da ist insbesonders von dem Verhalten von Oligopolisten und Monopolisten die Rede, ein Schelm wer böses dabei denkt!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon steel » Mi Feb 24, 2010 20:30

CarpeDiem hat geschrieben:@H.B., an ein solches "funktionieren" eines Marktes zu glauben, dazu gehört sehr, sehr viel Mut. Daran glauben noch nicht einmal die (nur noch wenigen) Marktradikalen die bisher noch überlebt haben.

Du solltest dir einmal die mikroökonomischen Thesen des Herrn von Stackelberg besorgen und die einmal aufmerksam durchlesen. Leider wird solch historischer Stoff an den volkswirtschaftlichen Lehrstühlen nur noch in einem Nebensatz erwähnt. Da ist insbesonders von dem Verhalten von Oligopolisten und Monopolisten die Rede, ein Schelm wer böses dabei denkt!

:!:
Aber doch, es gibt unverbesserliche, die genau das glauben.
:wink:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Mi Feb 24, 2010 21:41

CarpeDiem hat geschrieben:@H.B., an ein solches "funktionieren" eines Marktes zu glauben, dazu gehört sehr, sehr viel Mut. Daran glauben noch nicht einmal die (nur noch wenigen) Marktradikalen die bisher noch überlebt haben.


H.B. hat geschrieben:Nehmen wir mal an und die Kommission irrt sich - die Milch in Neuseeland bricht nicht zusammen - und in den USA fällt der Rückgang geringer aus.... dann könnten diese Preise Realität werden....

Welche realistischen Schlüsse sind aus deiner Sicht daraus zu ziehen?

Im Milchbereich hat in den letzen 2 Jahren laut Monika Wolfarth (ZMB) ein Strukturwandel von 14% stattgefunden. Das heißt, die Aktiven haben an die Aufgebenden eine enorme Summe an Quotengeldern bezahlt. Glaubst du, diese Transfere können wir uns bei Marktdruck noch ewig leisten? Oder sollten wir uns sofort geschlagen geben. Meinst du, wenn dieses Geld auf den Betrieben geblieben wäre, würden sie schlechter da stehen? Oder meinst du, weil der ein oder andere glaubt, die weltweite Strukturveränderung werde ab heute ausgesetzt, könne auf ein Wachstum verzichtet werden?

Wo wären wir heute, wenn das unsere Vorfahren geglaubt hätten? Bei 3 oder bei 11 Kühen? Gewinnanalyse?

CarpeDiem hat geschrieben:Du solltest dir einmal die mikroökonomischen Thesen des Herrn von Stackelberg besorgen und die einmal aufmerksam durchlesen.

Ich richte mich nach der Realität in der Istzeit und mach Jahr für Jahr sogut wie möglich das Beste draus, und wenn man gesund bleibt und es irgendwie schafft Jahr für Jahr zu den besten 90% zu gehören, ist je nach dem auf welchem Niveau man es schafft sich einzuordnen, über die Jahre gesehen auch was zu verdienen. Das war in Vergangenheit nicht anders als es in Zukunft sein wird. In der Gegenwart haben wir zusätzlich mit einem hausgemachten Tief zu beschäftigen. Manchen scheint das noch nicht tief genug zu sein, und fordern nach zusätzlichen Kosten welche andere nicht haben - und nie haben werden.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Feb 24, 2010 22:38

H.B. hat geschrieben:...und es irgendwie schafft Jahr für Jahr zu den besten 90% zu gehören, ...


Damit haste mich gerade zum lachen gebracht, herrlich :D
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon steel » Mi Feb 24, 2010 23:44

H.B, lass es, Carpe Diem hat Recht :!:
Wo ist BV-Frankenvieh ? Hat ihn mein letzter Beitrag so sehr geschockt ? :lol:

Damit haste mich gerade zum lachen gebracht, herrlich

H.B kämpft an mehreren Fronten, da passiert schonmal was. :lol:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon steel » Mi Feb 24, 2010 23:53

Du meintest, der BV hat 24 700 passive Mitglieder :!:
Wieviel Bier sinds heute schon ? :prost:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Do Feb 25, 2010 9:15

2008 hat der BDM massiv Mitglieder verloren und ich glaube kaum, dass er in 2009 eine Trendwende erlebt hat...
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Do Feb 25, 2010 9:23

steel hat geschrieben:H.B, lass es, Carpe Diem hat Recht

Natürlich hat er recht, nur einer ...

H.B. hat geschrieben:
steel hat geschrieben:
H.B. hat geschrieben:Vollpfosten
Ich nehme das Kompliment an. :lol:

Das solltest du auch



....liegt falsch
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Do Feb 25, 2010 11:01

@H.B., ich will mich ja nicht allzu sehr in diese Milchmarktthematik, mit einer sicherlich tw. eigenen Problematik einbringen. Auch schätze ich deine Beiträge sehr, da ich dahinter einen engagierten, fähigen Betriebsleiter mit Sicherheit vermute, der ja auch ganz sicher zu den besten in seinem Fach gehört.

Aber ich warne dich davor, sich allein auf den Milchmarkt zu fokussieren. Die Problematik der Agrarmärkte ist in etwa die gleiche, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dabei stehen sich (leider) unsere Standpunkte diametral gegenüber.

Nach diesen grandiosen WHO Beschlüssen für die Lw weltweit, hat dies zur Folge, dass eine Agrarproduktion in (fast) allen Bereichen und Regionen in Europa-West nicht möglich ist und zwar zu den Bedingungen des Weltmarktes. Hierauf hat bis jetzt niemand eine Antwort auch der Bauernverband laviert hier nur herum. Von der Politik ist nichts zu erwarten, da sie nur die billige Versorgung im Blick hat.

Die Bauern zerfleischen sich selbst. Aktive schimpfen auf Verpächter. Produzenten ruinieren ihre eigenen Vermarktungseinrichtungen, statt sie zu stärken. Tohuwabohu wo hin man blickt. Wir hatten unlängst eine Diskussion mit einem der Vizepräsidenten des DBV. Das erste Mal, seit vielen Jahren habe ich so etwas wie Ratlosigkeit bei ihm festgestellt. Man verliert sich um überhaupt etwas zu sagen, in Nebensächlichkeiten. Was wird nach 2013 sein??? Quo vadis deutsche Bauern!!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Do Feb 25, 2010 14:23

CarpeDiem hat geschrieben: Man verliert sich um überhaupt etwas zu sagen, in Nebensächlichkeiten. Was wird nach 2013 sein??? Quo vadis deutsche Bauern!!


Alles andere ist Augenauswischerei - alles andere was "gepredigt" wird erhöht unsere Kosten, ohne daß davon der geringste positive Preiseffekt zu erzilen wäre.
2007, 2013, 2015 .... oder 1984 oder Agenda 2000. Wenn der Verbraucher heimische Ware will, wird er sie bekommen. Solange auf den Märkten ein Überangebot herrscht, wird die "Ware" nicht ausgehen und solang wird auch produziert (vorwiegend von Bauern). Der Weltmarkt gibt 2013 wie in Vergangenheit nur die Richtung vor, es wird auch dann durch verschiedenste Einflüsse Abweichungen nach oben und nach unten geben. Euro hat mal einen schönen Link eingstellt, wie unterschiedlich zB. die Milchpreise in ganz Europa ausfallen.

Von der ZMB gibts Daten, wonach der Milchpreis in Deutschland in den vergangenen Jahren (vor dem Preishoch) von ca. 2 Cent über EU Schnitt bis auf heute ca. 3 Cent unter dem EU-Schnitt gefallen sind. Auch daran müssen wir arbeiten, mit den Quotenkosten und den tw. überhöhten Pachtpreisen können das beim Einzelbetrieb bis zu 15 Cent am Liter ausmachen. Wenn wir den Pachtanteil weglassen, sind das bis zu -10 Cent, für welche ein Verband mit mehr oder weniger anständigen Mitteln kämpft.
Die nationale Politik geht mit der Wahrheit tw. sehr sorglos um, wenn sie behauptet, jeder Betrieb könne/solle erhalten werden. Zuviele Bauern kämpfen auf einem völlig übersättigen Markt um zunehmend überteuerte Flächen. Ein Ausscheiden von Betrieben ist nicht zu verhindern, meist geht das über den Generationswechsel, leider ist zunehmend zu beobachten, daß auch eine Sortierung über die wirtschschaftliche Kompetenz der Betriebsleiter statt findet - nur wenns Betriebe trifft, welche sich zu den größten Feinden ihrer Berufskollegen machen, seh ich das mit Genugtuung.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon LW.BW. » Do Feb 25, 2010 16:59

H.B. hat geschrieben:Die nationale Politik geht mit der Wahrheit tw. sehr sorglos um, wenn sie behauptet, jeder Betrieb könne/solle erhalten werden. Zuviele Bauern kämpfen auf einem völlig übersättigen Markt um zunehmend überteuerte Flächen. Ein Ausscheiden von Betrieben ist nicht zu verhindern,.....


Du glaubst doch etwa nicht, daß durch den Strukturwandel diese Flächen nacher zum 0 Tarif zur Verfügung stehen?
Und dann noch dazu der Biogasboom, die sich auf dem Flächenmarkt wie der "Graf ROTZ" aufführen.
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Wer im Heuet nicht gabelt, in der Ernte nicht zappelt, im Herbst nicht früh aufsteht, soll guge , wie´s ihm im Winter geht.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Do Feb 25, 2010 19:04

Nein, sicherlich nicht. Aber irgendwo treffen die Linien zwischen erzielbarem Erlös und Flächenpreisen aufeinander, je mehr um eine begrenzte Menge an Flächen kämpfen, desto höher das Niveau, und dieses wird vom Markt leider nicht honoriert - ganz egal ob sich Milch auf 40 oder 20 Cent bewegt, oder Weizen auf 25 oder 12 Euro. Die zur jeweiligen Zeit beste Wertschöpfung gibt den Preis vor. Müssten Biogaser "Quote :roll: " kaufen, wär .....

....Müssen die Milcherzeuger "Quote :roll: " kaufen, eben auch.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon euro » Do Feb 25, 2010 19:06

H.B. hat geschrieben: Müssten Biogaser "Quote :roll: " kaufen, wär .....

....Müssen die Milcherzeuger "Quote :roll: " kaufen, eben auch.


Irgendwann wirst du es tatsächlich doch noch verstehen, hattest du eben "einen lichten Moment"?
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Do Feb 25, 2010 19:13

So hab ich dich nicht erwartet - und wie du mich kennst, weißt du auch, daß ich nix gegen Biogas habe - im Gegenteil. Ich stehe hinter allen inländischen Berufskollgen, egal in welcher Sparte - wir sitzen im selben Boot. Ich will wirklich nicht glauben, daß du für eine Milchquote bist, um dir als Biogaser einen Vorteil zu verschaffen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon euro » Do Feb 25, 2010 19:27

H.B. hat geschrieben:So hab ich dich nicht erwartet - und wie du mich kennst, weißt du auch, daß ich nix gegen Biogas habe - im Gegenteil. Ich stehe hinter allen inländischen Berufskollgen, egal in welcher Sparte - wir sitzen im selben Boot. Ich will wirklich nicht glauben, daß du für eine Milchquote bist, um dir als Biogaser einen Vorteil zu verschaffen.

Quatsch, die Quote war/ ist imho Garant für eine angepasste Produktion.
Das Abschaffen dieser wird genau den Landwirten Vorteile bringen die in Milchgunstregionen produzieren.(also kaum im süddeutschen Hinterland)
Es mag dir jetzt noch nicht klar sein, aber alle die aus der Milchproduktion aussteigen und nicht komplett aufhören haben danach einen höheren Flächenbedarf.Dein Vorteil nur auf Eigenflächen zu produzieren wird spätestens dann zum Nachteil wenn deine Berufskollegen in der Umgegend aufhören und die verarbeitenden Betriebe dir die zusätzlichen Transportkosten aufbürden.
Kenne hier nen Biobauer der liegt soweit "von der Strecke" dass er seine Milch als konventionelle verkaufen muss.
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