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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon schakschirak » Di Feb 02, 2010 14:43

Nun haben Hubert und Euro schöne Tabellen hier reinkopiert. Schön habt ihr das gemacht aber was ist den nun das endgültige Fazit für die Zukunft ?
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon euro » Di Feb 02, 2010 15:03

schakschirak hat geschrieben:Nun haben Hubert und Euro schöne Tabellen hier reinkopiert. Schön habt ihr das gemacht aber was ist den nun das endgültige Fazit für die Zukunft ?


Steht doch da
die-bauern-melken-sich-arm-t41387-383.html

Und das ist nicht mal was Neues, entspricht in etwa dem was die Amis so machen, d.h Ausgleichszahlungen an Betriebe unter 100 Kühe wenn der Preis ein gewisses Niveau unterschreitet.Da wir aber in der EU einen bedeutenden Kontroll- und Verwaltungsbeamtenapparat mit durchfüttern wird das hier natürlich wieder völlig überreglementiert werden.
Und auch wenn Hubert es jetzt nicht glauben will, weder im gelobten Koma-Nirwana Neuseeland noch in den USA kann "jeder soviel wie er will", er muss erst mal Lieferrechte beim Abnehmer kaufen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Direktor » Di Feb 02, 2010 18:22

Der Osten ist rechts vom Westen.
Für unseren Fall zähle ich die neuen Bundesänder dazu, da dort auch günstige Voraussetzungen vorliegen.
Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus.
Was ich eigentlich aussaugen wollte ist, dass beinahe alle deutschen konventionellen Milch-Bauern in der Zukunft so nicht mehr produzieren werden, wenn sie damit gewinnbringend geld verdienen wollen und nicht umsonst arbeiten wollen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Di Feb 02, 2010 18:28

Um dich richtig zu verstehen, könntes du natürlich gleich schreiben, haltet mehr Kühe, dann greift die Stückkostendegression und alles ist gut!! Ist das so richtig??? Ob der Kuhfan umsonst arbeitet oder nicht, das interessiert ja niemanden, das muss er mit sich und seiner Alten ausmachen!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Direktor » Di Feb 02, 2010 19:53

Nein, so hab ichs nicht gemeint, wie ichs meinete ist aber aus meinem erten Beitrag ersichtlich.
So lief und läuft es bis jetzt.
Aber irgendwann ist Schluss damit.
Dann kann man nicht mehr billiger produzieren und man macht dicht.
Man muss die Betrieb neu ausrichten, und andere Abnehmer finden.
Und deshalb ist zu überlegen ob man überhaupt noch Milchkühe (be) halten will.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » Di Feb 02, 2010 20:34

euro hat geschrieben: entspricht in etwa dem was die Amis so machen, d.h Ausgleichszahlungen an Betriebe unter 100 Kühe wenn der Preis ein gewisses Niveau unterschreitet.Da wir aber in der EU einen bedeutenden Kontroll- und Verwaltungsbeamtenapparat mit durchfüttern wird das hier natürlich wieder völlig überreglementiert werden.
Und auch wenn Hubert es jetzt nicht glauben will, weder im gelobten Koma-Nirwana Neuseeland noch in den USA kann "jeder soviel wie er will", er muss erst mal Lieferrechte beim Abnehmer kaufen.

Wird bei uns nicht auf EU-Ebene kommen, vllt. in Bayern. In der EU wird versucht, gleiche Leistung gleich zu behandeln. Lieferrechte geht nur bei Privatmolkereien oder bei Genos, wo die Bauern zugestimmt haben. Geschäftsanteile werden natürlich je nach Satzungen vor oder nach der Lieferung einer bestimmten Menge zu zeichnen sein - eine Menge wird dadurch nicht begrenzt.
Die meisten Molkereien, welche die Menge regeln wollen, werden das mit der Anzahl der Lieferanten tun. Wenn eine Molkerei mit dem Wachstum der verbleibenden Lieferanten (idR Gesamtmenge konstant) nicht klar kommt, muß nur noch geregelt werden, wer als Letzter das Licht ausmacht.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Melker88 » Di Feb 02, 2010 21:37

[quote="schimmel"]....stand doch kürzlich ein Milcherzeuger bei einer Versammlung im LK - DH auf und sagte er (800 Kühe)könne für 18€Cent produzieren, die wollten ihn fast lynchen....
In der neuen DLG - Mitteilung ist der Betrieb Luerssen aus Uthlede mit seinen 760 Kühen dargestellt, auch der sieht die Sache nicht zu schwarz.... :prost: Haben doch noch einige eine Degressionsgleichung vor und rechnen sich was dabei aus: Investition 1.600.000€, Quotenkauf für 1.200.000kg zzgl. 50 Färsen....und dann los....

Reini

Um fur 18ct Milch zu erzeugen brauche ich keine 800 Kuhe. Um aber mit > 150 Kühe für <18ct brauche ich eine sehr kostengunstige Ration, die damit erzeugte Milch schmeckt auch nach billig, Als Trinkmilch ungeeignet.
Wenn das alle machen würden würde der Absatz nochmal einbrechen.
.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon schakschirak » Di Feb 02, 2010 21:48

Nunja, ich denke auch das es mit den Geldern in benachteiligten Gebieten schwierig werden wird. Ein paar Kröten werden die schon bekommen, obs zum überleben reicht ? Kommt immer drauf an was die Preise ( Milch, Pacht....) machen. Im Grünlandgebiet sind die Landwirte auch stark auf den Zukauf von Energie angewiesen. Kostet Getreide 10€/dt haben die wenig Probleme, ansonsten dürfte die Luft bei denen sehr dünn werden, da der Milchpreis weiterhin untenrum dümpeln wird.
In Top Lagen wirds ebenfalls sehr schwierig, da dort die Biogasbetreiber um Flächen sehr hoch mitbieten werden, was hohe Pachtpreise zur Folge haben dürfte und somit wiederum das Einkommen sinkt.

Imho werden v.a. die Überleben, die sehr viel Eigenfläche haben und den Pachtansatz eben nicht berücksichtigen, was nicht Sinn und Zweck sein sollte. Ich denke wir sind uns einig, dass der Pacht in ackerfähigen Gunstlagen auf über 1000 euro/ha steigen dürfte. Fläche ist nunmal der begrenzte Faktor. Das dürfte sich durch weiter steigende Umweltauflagen, weitere Ausdehnung der Energiebranche ( Strom, Sprit, Energie ) weiter verschärfen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon wäldervieh » Di Feb 02, 2010 21:51

na dann ist H.B ja gut aufgestellt,da gehts weiter!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon wäldervieh » Di Feb 02, 2010 22:02

Noch was der Biogasanlagenbauboom wird nicht ständig so weitergehn sonst ist tatsächlich mal der Teller leer !Und wenn doch werden meine Grünlandhanglagen immer wertvoller :wink:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon wäldervieh » Di Feb 02, 2010 22:29

Hm Du predigst von 1000 Kuh Betrieben und jetzt scheibst du bei über 150 ist schluss mit Kostendegression ?
Trotzdem Interessant das mit den 150.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Di Feb 02, 2010 23:02

Xy, die 35-4o Cent sind eine Vollkostenrechnung für D.
Verschiedene Gutachter haben das bestätigt, sogar beim DBV ist diese Zahl angekommen und akzeptiert.
Im Übrigen fühle ich mich nicht angegriffen, noch wollte ich dich angreifen.
Ich hatte mich nur am Begriff Hausaufgaben angehängt.
Wofür macht man Hausaufgaben?
Um für die Probleme der >Zukunft< eine mögliche Antwort zu haben?
Wer hat denn seine Hausaufgaben gemacht?
Nicht die EU, nicht D, nicht die Molkereien, ein paar Milcherzeuger vielleicht.
Hat irgendeiner diese Trendbrüche beim Milchpreis in der Vergangenheit in seine Hausaufgaben eingerechnet?

schimmel hat geschrieben:....stand doch kürzlich ein Milcherzeuger bei einer Versammlung im LK - DH auf und sagte er (800 Kühe)könne für 18€Cent produzieren, die wollten ihn fast lynchen....

Ich kenne seine Kalkulation nicht, ich weiß nicht was er alles als Produktionskosten mit anrechnet. Nur das hatte ja Isermeyer schon im Rahmen der Frage "ob man für 22 Cent/kg Milch produzieren könne" ausgerechnet, man kann.
Ein Betrieb, ohne Altlasten, raus auf die grüne Wiese, Flächen (Ackerfähig) meist umzu = Hurra und Gas geben.
Ich habe kein Problem damit, ich neide ihnen auch nicht ihren Erfolg. Den hat er seiner Aussage ja nach.

Nur kann man die für ganz Deutschland/EU benötigte Milch nicht auf diese Weise erzeugen.
Da wir Milcherzeuger im Moment es ja nicht schaffen unsere Gedanken und Willen abzugleichen, um mit einer Stimme zu sprechen, die Molkerein sich aktuell mit ihren Gedanken auch merklich zurück halten, … - taucht da doch noch vielleicht die Politik auf???????

schimmel hat geschrieben: Haben doch noch einige eine Degressionsgleichung vor und rechnen sich was dabei aus: Investition 1.600.000€, Quotenkauf für 1.200.000kg zzgl. 50 Färsen....und dann los....

1,6 Mio investiert, für zusätzliche 1,2 Mio kg und das mit 5o Färsen mehr als vorher? Wie viel kg Milch gibt denn so’ne Färse im Jahr?
Oder ist da irgendwo ein Zahlendreher?

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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » Mi Feb 03, 2010 6:34

Hosch.:
Zahlendreher wo? Ist ja nicht neunlive hier :D Butter muss im Norden inzwischen so knapp sein, dass uns heute der Tankwagen MPO- Bauernbutter ins Haus gebracht hat 8)
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Mi Feb 03, 2010 9:38

xyxy hat geschrieben:Hosch.:
Zahlendreher wo? Ist ja nicht neunlive hier :D


schimmel hat geschrieben: Haben doch noch einige eine Degressionsgleichung vor und rechnen sich was dabei aus: Investition 1.600.000€, Quotenkauf für 1.200.000kg zzgl. 50 Färsen....und dann los....

Ich verstehe Reini hier so:
Es wurden 1,6 Mio investiert um mit 5o zusätzlichen Färsen wenigstens 1,2 Mio kg neu erworbene Milchquote zu ermelken.
1,2 Mio kg neue Jahresquote geteilt durch 5o neue Färsen gleich 24.ooo kg Leistung im Jahr.
Oder anders, 1,6 Mio investiert um "nur" 5o Kühe mehr zu halten ???
Deshalb meine Frage, "Zahlendreher"???, aber vielleicht siehst du das anders?

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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Mi Feb 03, 2010 9:47

frankenvieh hat geschrieben:Och als Gutachter bekäme man erst Probleme, im Sinne des KWG bei weniger als 15 Cent. Alles was mehr ist kann man ohne Probleme abstempeln, meinetwegen auch 60 Cent.


:roll:
ES geht nicht darum das irgendein Gutachter irgendeine Zahl irgendwo irgendwie begründet vorstellt, sondern das sie bereits von allen Seiten akzeptiert wurde.
Wenn irgendjemand was gegen diese Berechnung sagen wollte, hätte er dies in der Vergangenheit schon getan / tun müssen.
Oder willst du die Debatte soweit wieder reseten, dass wir dort wieder beginnen?

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