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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon clemi » Mo Mai 24, 2021 10:18

moinsen,

naja es herrscht ja auch noch kein "milchmangel"....der deutsche markt ist knapp ausreichend versorgt und der export bietet gute möglichkeiten wenn man denn kann und auch will seitens der molkereien.

das sind schon gute argumente für steigende milchauszahlungspreise, wenn der sommer kühl und nass wird (normaler sommer) wirds auch keine milchknappheit geben...wenn aber mal 6 wochen bei ü30ig grad die sonne knallt dann sind schnell 10 prozent milchmenge weg und da gibts dann auch ne echte milchknappheit und dann gehts auch mal spürbar hoch mittn milchpreis.

im grunde können die molkereien ja auch auszahlen was sie wollen (machen die ja auch,die milch kommt trotzdem)...2 jährige milchlieferveträge mit andienungspflicht und 1 jähriger kündigung sind da kein pfand für den bauern um mal druck zu machen....und wechsel mal die molkerei....das geht mehr über die bittstellerschiene als über ein gesucht und nachgefragt werden...und meg"s können auch nur gute preise aushandeln im nachfragemarkt mit hohen spotpreisen...wenn der markt aber gesättigt ist wird da dann auch schnell unterdurchschnittlich ausgezahlt..

mein tipp für den herbst, hier im norden 35 cent grundpreis im schnitt der molkereien und das gleicht nicht mal die gestiegenen kraftfutterkosten aus....so isses halt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon julius » Mo Mai 24, 2021 10:20

Hosenträger hat geschrieben:Denkt doch z.B. an Zott, nach Abzug von Anbindehaltung kommt Zellzahl > 100000. Und das ist garantiert noch nicht das Ende der Fahnenstange! Wer will da noch von starkt steigenden Auszahlungspreisen träumen? Die Verarbeiter holen lieber die Milch vom Ausland, als die heimische Milch. Begründen kann ich das nicht, ist aber gelebte Praxis.


Da hat man früher gesagt ihr Landwirte müßt euch bündeln in MEG um so unsere Marktmacht zu bessern.
Wenn man dann sieht das diese MEG auch jeden Blödsinn blind unterschreiben muss man fragen wozu brauchen wir eigentlich eine MEG ?

naja es herrscht ja auch noch kein "milchmangel"....der deutsche markt ist knapp ausreichend versorgt und der export bietet gute möglichkeiten wenn man denn kann und auch will seitens der molkereien.

das sind schon gute argumente für steigende milchauszahlungspreise,


Der Euro ist aber relativ stark, was dann wieder schlecht ist für Exporte aus der EU raus. Vor 1 Jahr war der noch viel tiefer.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » Mo Mai 24, 2021 10:24

clemi hat geschrieben:der weltmarkt ist auf hohen preisniveau schön länger und man hofft darauf das der bald wieder schwächelt (zb weidesaison ozeanien beginnt)...

Sorry aber in Ozeanien ist jetzt die Jahreszeit die wir im November haben, sprich die Weidesaison ist eher kurz vor dem Ende.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Mo Mai 24, 2021 10:25

@ clemi,
Zitat aus unseren Milchrundschreiben:

Andererseits sind wir uns bewußt, dass die von uns aus durchgeführten Milchpreisanhebungen die Ko-stensteigerungen auf Ihren Höfenauch nur unzurei-chend ausgeglichen haben.

Also es mangelt nicht am wissen, sondern es werden bewust die Bauern am langen Arm verhungern lassen. Kann man dazu stehen wie man will, ändert nichts an der Realität!
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon clemi » Mo Mai 24, 2021 10:29

moinsen,

ja das sage ich ja, seitens der molkereiwirtschaft sollen wir ja im herbst spürbar höhere milchauszahlungspreise bekommen, und dann läuft ja die weidesaison in ozeanien zb. auf hochtouren, und das wären dann ja wieder argumente dafür warum hierzulande dann doch wieder druck aufkommt wenn dort viel gemolken wird wenn zb das wetter mitspielt....so war das gemeint.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon julius » Mo Mai 24, 2021 10:35

clemi hat geschrieben:wenn aber mal 6 wochen bei ü30ig grad die sonne knallt dann sind schnell 10 prozent milchmenge weg und da gibts dann auch ne echte milchknappheit und dann gehts auch mal spürbar hoch mittn milchpreis.

Tierwohl ist eine Super Sache keine Frage. Da gibt es sogar kühle Kuhduschen im Sommer damit die Kühe abgekühlt werden. Hat hier ein Großagrarier und Vorzeigebetrieb eingebaut mit mehr als 13000 kg Milchleistung pro Kuh im Jahr und die Kühe werden am Tag mehrmals gemolken. Und noch weitere moderne Schnickschnack hat er eingebaut. Da gibt es auch Betriebsführungen über den Hof.

Was ich damit sagen will, die modernen Betriebe heute haben eine Top Tierwohl was auch gut ist. Und das steigert die Milchmenge deutlich somit wird der Strukturwandel nicht die Milchmenge senken wie alle dachten, sondern die Menge wird dann weiter steigen und Preise bremsen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Mo Mai 24, 2021 10:41

@Julius : Die stetigen Zott/Ehrmann/Andechs-Forderungen nach Verschlimmbesserungen lösen doch ein Sonderkündigungsrecht aus, also sollte man gehen. Das sind keine vertrauenswürdigen und zuverlässige Marktpartner mehr. Bei so Leuten darf man nicht Zögern, da muss man Umsetzen : Sofort

@Soja : Wer und für was braucht man in der Milchviehfütterung Soja ? Gibt genügend GVO-freies Rapsschrot, achso der BDM holt mal wieder Luft.... :mrgreen:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Di Mai 25, 2021 10:46

Rohmilch 32,5 Cent Spotmilch 36,5 Cent. Finde den Fehler! https://www.elite-magazin.de/news/newst ... 16540.html
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Mai 25, 2021 10:52

Hosenträger hat geschrieben:Rohmilch 32,5 Cent Spotmilch 36,5 Cent. Finde den Fehler! https://www.elite-magazin.de/news/newst ... 16540.html


Der Fehler ist ganz einfach : Der Spotmarktpreis ist bedeutungslos.
Wann hört der Blödsinn auf dem Spotmarktpreis eine Bedeutung bei zu messen ?

Als wir 2005 zu unserer Molkerei wechselten kostete deren Käse beim ALDI 1,39 €, heute 1,99 €.
Heute wie damals hat der Käse sich gut verkauft. Das ist entscheidend.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Di Mai 25, 2021 11:03

T5060 bekommst Du heute dann um ~30% höheren Auszahlungspreis?
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Mai 25, 2021 11:12

Hosenträger hat geschrieben:T5060 bekommst Du heute dann um ~30% höheren Auszahlungspreis?


Wir liegen stabil unter den bundesweit fünfbesten Auszahlern und unser Problem sind die schlechtauszahlenden Molkereien, die ihr Geschäft und ihre Produktpalette nicht im Griff haben
und die Schlechtauszahler immer, den Gutauszahlern das Geschäft bei Verkaufsverhandlungen verderben. Dann haben wir noch die Besser-Tuer_Molkereien wie ZOTT und EHRMANN,
die gehören gar nicht mehr beliefert. Die Frage der deutschen Bauern ist somit nicht der Weltmarktpreis für Stahlschrott, sondern die Frage ob wir DACIA oder Porsche verkaufen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon clemi » Di Mai 25, 2021 11:13

moinsen,

selbst bei spotmilchpreisen über 40 cent hatten wir die letzten jahre auch nur die 32-33 cent milchauszahlungspreis....richtig ist aber auch beim spotmilchpreis von 18 cent auch die 30-32 cent milchauszahlungspreis.

deutet lediglich darauf hin das der markt nur knapp versorgt ist im moment.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Di Mai 25, 2021 11:34

clemi hat geschrieben:moinsen,

selbst bei spotmilchpreisen über 40 cent hatten wir die letzten jahre auch nur die 32-33 cent milchauszahlungspreis....richtig ist aber auch beim spotmilchpreis von 18 cent auch die 30-32 cent milchauszahlungspreis.

deutet lediglich darauf hin das der markt nur knapp versorgt ist im moment.

Es deutet darauf hin, daß die Verarbeiter unverschämt hohe Gewinnmargen haben, sonst würden die Spotmarktpreise nicht bezahlt werden.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Mai 25, 2021 11:41

Mit Aptamil kann man einen Auszahlungspreis 1,80 € / kg Anlieferungsmilch erzielen, war auch schon mal 2,20 €.
H-Milch ist eigentlich eine Abfallverwertung und der Markt sollte nicht mehr mit Bauerngeld ausgebaut werden.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Di Mai 25, 2021 11:48

T5060 hat geschrieben:Mit Aptamil kann man einen Auszahlungspreis 1,80 € / kg Anlieferungsmilch erzielen, war auch schon mal 2,20 €.
H-Milch ist eigentlich eine Abfallverwertung und der Markt sollte nicht mehr mit Bauerngeld ausgebaut werden.

Oder einfach keine H-Milch unter Preis verscherbelen. Aber beim Verkauf mit dem LEH ziehen sie ja regelmäsig den Schwanz ein. :evil:
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