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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Fr Mai 12, 2023 6:36

Auch wenn nur 2% der Milchmenge am Spotmarkt gehandelt werden, so ist er trotzdem der Gradmesser wie der
Markt gerade läuft! Das der Spotmarktpreis immer der schlechteste ist, stimmt so auch nicht. Schon oft, wenn`s
gut läuft sind dort die Preise höher wie das was die Molkereien an uns Melker auszahlen. Konnte man auch 2022
schön beobachten. Lößt dann auch immer Diskusionen zwischen Melker und Molkerei aus. Bin trotzdem der Meinung,
das von allen landw. Sparten, die Milchbauern den wenigsten Bezug zum realen Markt haben. Vielleicht historisch
bedingt. Und genau da gilt es anzusetzen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » Fr Mai 12, 2023 7:35

Was hätte ein noch so schön überlegtes und ausgestaltetes A/B Modell im letzten Jahr gebracht?
Wer hätte deswegen seinen geplanten Ausstieg aus der Milchviehhaltung nicht um 1 Jahr vertagt?
Wer hätte deswegen die Schlachtkühe zeitiger abgehen lassen, oder die Intensität nicht leicht erhöht?
Die wenigen geplanten Um/Neubauten wären deswegen nicht abgeblasen oder vorgezogen worden.
Das erbärmliche Scheitern der Quotenregelung sollte doch den meisten hier Warnung genug sein um eine Preis und Mengenregelung durch "Andere"( egal ob Staat, EU oder Molkerei) zu befürworten oder gar zu fordern.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Fr Mai 12, 2023 13:23

Muss jede Molkerei für sich entscheiden was sie tun, das ist das schöne.
Man kann selbst handeln, wie man was gestaltet und das ganze sehr flexibel.
In Phasen wo ein hoher Mengenüberschuß entsteht kann eine A/B Preis-Regelung dann schon Sinn machen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » So Mai 14, 2023 14:12

T5060 hat geschrieben:Muss jede Molkerei für sich entscheiden was sie tun, das ist das schöne.
Man kann selbst handeln, wie man was gestaltet und das ganze sehr flexibel.
In Phasen wo ein hoher Mengenüberschuß entsteht kann eine A/B Preis-Regelung dann schon Sinn machen.


Wenn erst mal der Mengenüberschuß da ist, dann regelt der Markt das eh,
interessant wäre es wenn eine Regelung das entstehen eines Mengenüberschusses verhindern kann,
das kann die A/B regelung aber nicht, im Gegenteil:
die zt. rapide schnell ansteigenden Spotmarktpreise kommen da ja viel eher beim Milcherzeuger an, was eine gewisse Motivation darstellt die Menge zu steigern...
Wenn man sich vor Augen hält mit was für einem Abstand die Molkereipreise im 1. halbjahr 2022 hinter dem Spotmarkt herhumpelten.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Peter North » Mo Mai 15, 2023 20:07

Ich habe erst gestern Buchführungsunterlagen von 2006 bis 2016 durchgekramt weil ich was gesucht habe. Dabei sind mir die Milchquotenkosten, Superabgabe, Leasing und der ganze Schmarrn aufgefallen. Was damals Geld verbrannt wurde...
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Mai 21, 2023 16:37

Also: Eben hatte ich Besuch von einem Schulkameraden (ehem. Milchbranche), der behauptete dass bundesweit der Milchpreis nur so hoch schiessen konnte,
weil in Leppersdorf und bei einigen weiteren Privatmolkerei-Spezln die Rohmilch aus der Ukraine weggebrochen ist. Es muss nur aufgepasst werden,
dass der Ukrainemilch-Anteil im Endprodukt nicht so hoch sein darf, dass man im Endprodukt nix findet. Nach Deutschland wiederum geliefert haben vorwiegend
die umgesiedelten niederländischen Bauern.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon langholzbauer » So Mai 21, 2023 17:11

Mal dahin gestellt, ob es da um nennenswerte Mengen Rohmilch ging...
Wie viel GVO- freies Futtereiweiß, Kraftfutter und auch Milch-Vorprodukte wirklich schon aus der Ukraine kam,wurde und wird bewusst verschwiegen!
Vielleicht hat auch Putin deshalb gezündelt, weil der Westen zu viel davon abgegriffen hat???
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » So Mai 21, 2023 20:52

Von der west Ukraine sind es ca 800km bis Leppersdorf, so billig kann die Milch dort gar nicht sein das sich der Rohmilchtransport lohnt...
Dieselben "Scheißhausparolen" wie vor 15Jahren als die "besonders dummen Milchbauern" die (eingebildeten)Milchtransporte aus dem Osten blockieren mussten.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Mai 21, 2023 23:05

Einhorn64 hat geschrieben:Dieselben "Scheißhausparolen" wie vor 15Jahren als die "besonders dummen Milchbauern" die (eingebildeten)Milchtransporte aus dem Osten blockieren mussten.


Die Info kam aus dem BV/Geno Lager, der Mann ist entschiedener BDM-Gegner, sonst hätte ich das hier nicht genannt. :mrgreen:

Die paar Leute aus der BDM Ecke, die ich mal gekannt habe, melken heute alle nicht mehr. :lol:

Aber wenn mir mal überlegen, der Osten hat die Milchanlieferung reduziert, die Molkereien haben ihre billig erzeugten Pulvervorräte mit hohem Gewinn abverkauft.
Milch war übers letzte Jahr dann knapp, störende Abverkäufe gab es keine. Jetzt ist die Anlieferung angestiegen, das Preisniveau ist noch hoch und der Aufbau von
Pulvervorräten ist riskant. Die Situation nutzt der Handel aus, gibt aber weitem nicht die gesunkenen Preise an den Endkunden weiter, der beim Einkauf den Cent zweimal rumdreht.

Vor 2014 gingen immer 4 LKW Molkereiware nach Russland und ein LKW in die UKR in der Woche, danach gingen 3 LKW in der Woche in die UKR.
Das Milchpreistief 2015 ff. war ja letztendlich die Folge aus Merkels Rußland-Sanktionen, die mir Bauern aus eigener Tasche haben tragen müssen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » Mo Mai 22, 2023 8:02

Ist ja alle lange her und gut und schön,
fakt ist das Rohmilchtransporte über lange Strecken extrem unwirtschaftlich sind, da ist der Transport von Sahne oder Vollmilchpulver eher eine Option,
das Wasser muss aus der Milch raus!
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Sa Jun 03, 2023 8:54

Als Antwort auf unsere Aktionen am 1. Juni zum "Tag der Milch" organisiert Greenpeace heute in 32 Städten in Deutschland
Informationsveranstaltungen unter dem Slogan "Milch in Masse, aber ohne Klasse" :mrgreen: Themenschwerpunkt: Die Folgen der Milchproduktion
für Kühe, Artenvielfalt und Klima! Wieder ein Baustein, für weiter sinkenden Verbrauch von Milchprodukten! :roll:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Sa Jun 03, 2023 9:49

Überrascht? Diese Aktionen sind doch so vorhersehbar wie die Tag-Nacht-Folge.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Jun 03, 2023 9:56

Bleibt locker, der Milchpreis GDT geht schon wieder hoch. Dieser ganze Greenpeace und Foodwatch Quak ist dank "letzter Generation" mittlerweile beim Verbraucher negativ besetzt. Der Deutsche ist derzeit bemüht seine Tagesration möglichst preiswert zusammenzustellen und sorry irgendwas müssen die ja essen. Joggen, Mucki-Bude und Radl erhöht ja den Kalorienbedarf und die Facharbeiter-Bimbos freuen sich über die große Auswahl an Fresschen hier und essen viel von dem was ihnen schmeckt. Buisness läuft weiter, Störer waren schon immer da.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon fedorow » Sa Jun 03, 2023 10:14

Es geht eher in die andere Richtung. Die erhöhen auf Kuhmilch und echtes Fleisch die Steuern so ähnlich wie bei den teuren CO² Emissonszertifikaten bei der Verbrennerproduktion in der EU.
So kann man das Kaufverhalten ganz einfach über den Preis steuern. Sieht man das die Produktion von PKW Verbrennertechniken oder nun fossile Heiztechniken aus der EU verschwinden da viele Vorschriften und über allerlei Steuern zu teuer.
Dasselbe werden wir bei Milch und Fleisch sehen und hat Özdemir schon vorgeschlagen und sehen wir ebenfalls in anderen Ländern.
An Alternativen wird mit staatlichen Mitteln geforscht und die sind schon sehr weit. Nestle verkauft im ersten Anlauf schon Milch ohne Kühe in den USA und soll geschmacklich und optisch kaum zu unterscheiden sein :
https://www.blick.ch/wirtschaft/sind-mi ... 73696.html
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Jun 03, 2023 10:33

Mit dem "ökolinks" verschwurbelten Szenarien ist erst mal Feierabend und hättest du nur den blassesten Schimmer von Lebensmittelverarbeitung, dann wüsstest du was für Abfallmengen und unbrauchbares Material bei der "Veganproduktion" anfällt. Prozessführung bei biochemischen Verarbeitung geht beim Schnapsbrennen einfach, bei Bier und Hefeteig wird es schon lustiger, aber bei Veganfleisch sind wir schon fast auf dem Level der Insulinherstellung
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