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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Fr Feb 24, 2023 21:24

DWEWT hat geschrieben:Heute kam in "unser Land" (BR) ein kurzer Beitrag über einen letzten Milchviehbetrieb in einem Dorf in Bayern. In der Vergangenheit waren es wohl mal 20 Betriebe gewesen. Irgendwie standen die Aussagen des Betriebsleiters eher diametral zu den Aussagen des "Sachverständigen".


DWEWT das kennst du nicht: Mein Landgasthof bei Hawangen wo ich immer mal über Nacht bleibe, abends um 5 das Konzert der Vacuumpumpen in allen Sinfonien, also Melkmaschine und Güllefass, von rechts riecht es nach Käserei, von links, nach Brauerei, von vorne nach Silage und von hinten nach Gülle. In der Kneipe unten treffen sich Weltmarktführer in Latzhosen beim Afterwork-Bier und planen den nächsten Millionen-Seller und den Arbeitseinsatz bei Nachbars neuer Garage. DWEWT dort gab es einen Kuhdorf-Spengler, der bekam nachdem Krieg den Auftrag einen Labortisch für die Molkereifachschule in Wangen zu bauen, das ist heute der Weltmarktführer bei Laboreinrichtungen und ein paar Meter weiter zwischen Fendt und Liebherr hat mal einer angefangen mit Füllstandsmesser für Milchtanks, der baut heute für alle Schlepper- und Baggerhersteller sexy Armlehnen und selbst der Wettiner-Prinz (Moritzburg bei Dresden) ging nach dem WKII nach Irland und hat dort auf dem eigenen Hof Kühe gemolken. Von deinem überschlauen Großkotz-Getue hat es noch keiner zu was gebracht. Du musst da unbedingt mal hin und erleben was du verpasst hast.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Bonifaz » Fr Feb 24, 2023 22:45

Im Unterallgäu können sie auch in anderen Dimensionen melken
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Südheidjer » Sa Feb 25, 2023 0:48

T5060 hat geschrieben:... und selbst der Wettiner-Prinz (Moritzburg bei Dresden) ging nach dem WKII nach Irland und hat dort auf dem eigenen Hof Kühe gemolken.

Das war wohl der Ernst Heinrich von Sachsen.

Wikipedia hat geschrieben:Nachkriegszeit

Der Witwer heiratete 1947 die Schauspielerin Gina Dulon (1910–2002), die seitdem den Namen Virginia von Sachsen trug. Er kaufte Ende des gleichen Jahres das Gut Coolamber[4] in Lismacafree[5] in der Grafschaft Westmeath in Irland und übersiedelte wenig später mit seiner zweiten Frau und den Söhnen aus erster Ehe nach Irland. Die Mittel dafür hatte der Flüchtling vom französischen Staat erhalten, dem er 1947 eine Reliquienkrone[6] verkaufte, die der heilige König Ludwig IX. von Frankreich 1255 dem Dominikanerkonvent in Lüttich geschenkt hatte, der während der Französischen Revolution devastiert wurde und die 1802 von den Wettinern erworben worden und vom Prinzen auf der Flucht mitgeführt worden war.[7] Ernst Heinrich wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten ein begeisterter und erfolgreicher Landwirt und lernte rasch seine neue Heimat und deren Menschen und Kultur zu schätzen. Während eines Besuchs in Deutschland verstarb er in Neckarhausen. Seine Heimat Sachsen sah er nach 1945 nie wieder.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Heinrich_von_Sachsen#Nachkriegszeit

Der Welfe Ernst August Senior, bekannt durch seinen Regenschirm, hatte übrigens auch mal Landwirt gelernt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » So Feb 26, 2023 13:17

T5060 hat geschrieben:
DWEWT das kennst du nicht: Mein Landgasthof bei Hawangen wo ich immer mal über Nacht bleibe, abends um 5 das Konzert der Vacuumpumpen in allen Sinfonien, also Melkmaschine und Güllefass, von rechts riecht es nach Käserei, von links, nach Brauerei, von vorne nach Silage und von hinten nach Gülle. In der Kneipe unten treffen sich Weltmarktführer in Latzhosen beim Afterwork-Bier und planen den nächsten Millionen-Seller und den Arbeitseinsatz bei Nachbars neuer Garage. DWEWT dort gab es einen Kuhdorf-Spengler, der bekam nachdem Krieg den Auftrag einen Labortisch für die Molkereifachschule in Wangen zu bauen, das ist heute der Weltmarktführer bei Laboreinrichtungen und ein paar Meter weiter zwischen Fendt und Liebherr hat mal einer angefangen mit Füllstandsmesser für Milchtanks, der baut heute für alle Schlepper- und Baggerhersteller sexy Armlehnen und selbst der Wettiner-Prinz (Moritzburg bei Dresden) ging nach dem WKII nach Irland und hat dort auf dem eigenen Hof Kühe gemolken. Von deinem überschlauen Großkotz-Getue hat es noch keiner zu was gebracht. Du musst da unbedingt mal hin und erleben was du verpasst hast.


Mir ist die Welt da unten nicht komplett fremd. Ich habe ein paar Kollegen die dort ansässig sind. Respekt für die wirtschaftlichen Leistungen der Süddeutschen ganz allgemein. Da kann sich der Norden ein paar Scheiben abschneiden. In der Landwirtschaft, wo fast überall in D. die gleichen Preise für die Erzeugnisse gezahlt werden, ist die kleinteilige Struktur eben nachteilig. Einer Studie aus den späten 90er Jahren konnte man entnehmen, dass über die Hälfte der bayerischen ldw. Betriebe einen erheblichen Teil des Gesamteinkommens eben nicht aus der Landwirtschaft herausholt. Glückwunsch, wenn das aufgrund von Tourismus und anderen außerlandwirtschaftlichen Tätigkeiten möglich ist. Nur darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben das ldw. Einkommen auch aufgrund der geringen Betriebsgröße, eher bescheiden ist.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Feb 26, 2023 14:41

Auch im Norden ist bei den wachsenden Betrieben, das nichtlandwirtschaftliche Einkommen beachtlich, nämlich erst die Windkraft, dann das Biogas und auch an der Küste, die Touristik. Im Norden hat der typische Betrieb auch "nur" zwischen 25 - 50 ha Eigentumsfläche, wie im Süden auch. Typische Großbetriebe mit 300 ha + gibt es in Bayern auch, nur die sind interessanter und im Umfeld großer Betriebe haben sich auch die kleineren besser entwickelt, weil der Große eben Dinge angestoßen hat, wie Zuckerfabriken, Saatzuchten oder Molkereien usw.

Jetzt ist mir das egal, ob ein Bauer ein Teil seines Geldes bei BMW, mit Windkraft oder als selbstständiger Handwerker verdient. Über Strukturen kann man streiten, ab 6 ha Schlaggröße ergeben sich nur noch sehr geringe Effekte und die werden überbewertet. Wichtiger sind leistungsfähige Abnehmer und auch hohe Viehdichten, die viel Zukaufdünger einsparen oder ein landwirtschaftsfreundliches Umfeld. Oft ist schon ein knuffiger Tierarzt in der Gegend mehr Wert als 20 ha Schlaggröße. :lol:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon fedorow » Do Mär 02, 2023 23:46

Das dürfte die Nachfrage wieder deutlich ankurbeln.
https://www.merkur.de/verbraucher/aldi- ... 18854.html
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon fedorow » Do Mär 02, 2023 23:48

DWEWT hat geschrieben: Nur darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass eben das ldw. Einkommen auch aufgrund der geringen Betriebsgröße, eher bescheiden ist.

Bei bis vor kurzem 60 Cent Milchpreis und hohen Schlachtkuhpreisen trifft die Aussage nicht zu.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Fr Mär 03, 2023 1:27

Börse Kempten zeigte diese Woche wieder festere Preise, einzig Molkepulver klemmt beim Absatz. Neuseeland hat etwas zu viel, was aber problemlos nach China abfließt.
Ich glaube Rukwied, Cem und der Deutsche Raiffeisenverband haben einfach nur ein Preis-Harakiri vereinbart, weil Rukwied ja bei Cem in BaWü ins Kabinett möchte.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Mär 07, 2023 0:21

Für 2023 bleibt die 5 davor als gesetzte Zahl.
Soweit zuhören aus gut unterrichteten bayrischen Kreisen und Kreisen des DRV.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon meyenburg1975 » Di Mär 07, 2023 11:06

Dein Wort in Gottes Ohr. Mit Mitte vierzig im Sommer wäre ich schon zufrieden.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Di Mär 07, 2023 12:02

Ihr könnt auch unter Umständen Beide recht behalten, nachdem jetzt auch für Februar nochmal der alte Preis ausgezahlt wurde.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Mär 07, 2023 13:25

Februar Milchgeld geht bei uns von 59 auf 57... geht noch
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hessen-Sibirier » Di Mär 07, 2023 15:02

T5060 hat geschrieben:Februar Milchgeld geht bei uns von 59 auf 57... geht noch


Dagegen gehen die Stundenlöhne beim LAMA ab Januar auf 78€ netto...! Geht´s noch ?
Von Preisen für Neumaschinen und E-Teile mal gar nicht zu reden ! :mrgreen:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T4512 » Di Mär 07, 2023 15:19

Hessen-Sibirier hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Februar Milchgeld geht bei uns von 59 auf 57... geht noch


Dagegen gehen die Stundenlöhne beim LAMA ab Januar auf 78€ netto...! Geht´s noch ?
Von Preisen für Neumaschinen und E-Teile mal gar nicht zu reden ! :mrgreen:


Was ist denn da die Begründung? 78netto. Wie viel kostet eigentlich ein Chefarzt die Stunde im Krankenhaus? Ich denke auch nicht mehr.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon cerebro » Di Mär 07, 2023 15:33

T4512 hat geschrieben:
Hessen-Sibirier hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Februar Milchgeld geht bei uns von 59 auf 57... geht noch


Dagegen gehen die Stundenlöhne beim LAMA ab Januar auf 78€ netto...! Geht´s noch ?
Von Preisen für Neumaschinen und E-Teile mal gar nicht zu reden ! :mrgreen:


Was ist denn da die Begründung? 78netto. Wie viel kostet eigentlich ein Chefarzt die Stunde im Krankenhaus? Ich denke auch nicht mehr.


Ganz einfach....der Mitarbeiter wandert sonst zur Industrie ab. Die grüne baywa hat schon länger Stundensatze über 80 Euro hier regional
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