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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon meyenburg1975 » So Apr 12, 2026 8:13

fleischverkäufer hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:5 km könnte man auch einfach mit dem Fahrrad fahren


Ja schön geschrieben, " könnte" man. Ich kann dir aber genug aufzählen, die fahren mit ihrem Diesel zu Arbeit, da ist im Winter noch nicht mal die Scheibe frei vom Beschlagen, dann wird der schon wieder abgestellt. oder die jeden Morgen die Kinder zur Schule fahren, die gerade mal 1,5 Kilometer entfernt ist. Da kannst du beim Diesel das noch hören, das der noch Kalt ist. Und dann wieder zurück nach Hause und wieder aus. Und morgen früh das selbe, 5 Tage die Woche, außer in den Ferien. Einem Stromer ist das Egal, der Motor muss nicht warm werden.

Das kann wegen mir jeder machen, wie er will. Nur kann man dann schlecht argumentieren sich den neuen Elektrokarren aus ökologischen und ökonomischen Gründen besorgt zu haben.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon ChrisB » So Apr 12, 2026 8:15

Ich fahre seit 40 Jahren Diesel, hatte 3 km zum Arbeitsplatz, selten mit dem Fahrrad gefahren :oops:
Der jetzige Diesel, ist 20 Jahre alt, hat aber erst 180 tsd. km drauf, der muss noch weiter laufen :wink:
Bevor die Masse (Pendler, Schüler und Privateinkäufer) in den ÖNPV umsteigen können!!!!!!!!
Müssen die Fahrpreise runter, sowie das Angebot auf dem Land viel besser werden :klug:
Natürlich auch in der Lüneburger Heide.
Für den derzeitigen Fahrpreis in die Kreisstadt, kann ich mit der Frau sowie Parkgebühr, mit dem Auto fahren :shock:
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon fleischverkäufer » So Apr 12, 2026 8:21

meyenburg1975 hat geschrieben:
fleischverkäufer hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:5 km könnte man auch einfach mit dem Fahrrad fahren


Ja schön geschrieben, " könnte" man. Ich kann dir aber genug aufzählen, die fahren mit ihrem Diesel zu Arbeit, da ist im Winter noch nicht mal die Scheibe frei vom Beschlagen, dann wird der schon wieder abgestellt. oder die jeden Morgen die Kinder zur Schule fahren, die gerade mal 1,5 Kilometer entfernt ist. Da kannst du beim Diesel das noch hören, das der noch Kalt ist. Und dann wieder zurück nach Hause und wieder aus. Und morgen früh das selbe, 5 Tage die Woche, außer in den Ferien. Einem Stromer ist das Egal, der Motor muss nicht warm werden.

Das kann wegen mir jeder machen, wie er will. Nur kann man dann schlecht argumentieren sich den neuen Elektrokarren aus ökologischen und ökonomischen Gründen besorgt zu haben.


Ja Natürlich.- Ich wüsste nur mit meinem Geld etwas besseres anzufangen, als es den Mineralölkonzernen und Ölmultis in den Rachen zu werfen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon 304 » So Apr 12, 2026 8:40

meyenburg1975 hat geschrieben:Das kann wegen mir jeder machen, wie er will. Nur kann man dann schlecht argumentieren sich den neuen Elektrokarren aus ökologischen und ökonomischen Gründen besorgt zu haben.

Das kann in Deutschland quasi keiner.

Einerseits ist der Strommix in Deutschland viel zu dreckig (nur mal auf smard . de schauen, insbesondere in den Wintermonaten. Selbst aktuell ist sehr viel Erdgas und Kohle im Einsatz)

Andererseits brauchst du viel Fahrtleistung die nicht andersweitig abgedeckt werden kann. Wenn du problemlos mit (E-) Fahrrad, Bahn oder Bus fahren kannst, dann ist ein PKW antriebsunabhängig absolute Energieverschwendung.

Und die Fahrtleistung muss dann auch noch rein mit EE zurückgelegt werden. Ab ~90tkm schneiden die BEV´s besser ab.

fleischverkäufer hat geschrieben:Ja Natürlich.- Ich wüsste nur mit meinem Geld etwas besseres anzufangen, als es den Mineralölkonzernen und Ölmultis in den Rachen zu werfen.

Und deswegen wirfst du das Geld lieber den Automobilkonzernen hinterher, die ihre Modelle zu Wucherpreisen verkaufen?

Das ganze funktioniert nur, weil du das vom AG gestellt bekommst und der massiv von Steuervorteilen profitiert.

Und glaube ja nicht, dass das lange funktioniert.
Der Staat möchte gar keinen Umstieg sondern nur ständig noch höhere Steuerreinnahmen ohne viel Gegenwind.
Sobald zuviele umsteigen, wird man kreativ mit verhindern, genauso wie bei Rapsöl, BHKW´s und bei PV schon geschehen oder aktuell langsam aber sicher bei Wärmepumpen anfängt. Imho kommt demnächst eine Mobilitätssteuer die nach gefahrenen Kilometern abgerechnet wird. Tachostand wird dann bei der demnächst jährlichen HU erfasst.

Wenn man wirklich den massenhaften Umstieg auf BEV´s wollen würde, hätte man nicht versucht sämtliche Importe zu unterbinden. Es ist nichtmal der Import deutscher Modelle die in China gefertigt werden und dort erheblich günstiger verkauft werden erwünscht. Offiziell begründet wird das mit unfairen Wettbewerbsvorteilen bei einer Produktion in China.
Bei Lebensmitteln aus den Mercosur-Staaten, aus der Ukraine, etc spielts dann aber keine Rolle mehr, da gibts keine Strafzölle sondern zollfreie Importe dank Freihandelsabkommen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langholzbauer » So Apr 12, 2026 8:49

@Fleischi
"Mit dem Bezahlen das ist bei meinem Chef aber genauso, wie bei jedem Privat Bürger. "
Das stimmt so nicht.
Du bekommst pauschal und beim BEV noch vergünstigt unabhängig von der täglichen Strecke zur Arbeit den geldwerten Vorteil der privaten Nutzung steuerlich angerechnet.
Die Kosten des Dienstwagens zahlt der Betrieb vor Steuern.

Der " Normalverbraucher " zahlt jeden €ct Fahrzeugkosten aus seinem bereits versteuerten Familieneinkommen und kann nur den Weg zur Arbeit über die Pendlerpauschale von seiner Steuerlast abziehen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon fleischverkäufer » So Apr 12, 2026 10:05

langholzbauer hat geschrieben:@Fleischi
"Mit dem Bezahlen das ist bei meinem Chef aber genauso, wie bei jedem Privat Bürger. "
Das stimmt so nicht.
Du bekommst pauschal und beim BEV noch vergünstigt unabhängig von der täglichen Strecke zur Arbeit den geldwerten Vorteil der privaten Nutzung steuerlich angerechnet.
Die Kosten des Dienstwagens zahlt der Betrieb vor Steuern.

Der " Normalverbraucher " zahlt jeden €ct Fahrzeugkosten aus seinem bereits versteuerten Familieneinkommen und kann nur den Weg zur Arbeit über die Pendlerpauschale von seiner Steuerlast abziehen.


Das ist bei mir auch nicht anders. Dafür muss ich 0,25 % vom LP versteuern, und 0,03 % pro Kilometer zum Arbeitsplatz. Die Entfernungspauschale ist aber bei allen gleich. Die bekommt auch einer, der einen Stromer fährt, hat aber nicht die Spritkosten. Und die Möglichkeit hat jeder, auch ohne Dienstwagen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon fleischverkäufer » So Apr 12, 2026 10:14

Und deswegen wirfst du das Geld lieber den Automobilkonzernen hinterher, die ihre Modelle zu Wucherpreisen verkaufen?

Nein, umgekehrt, der vergleichbare Stromer ist gebraucht günstiger als der Verbrenner.
Und das Thema Umwelt, sauberer Strom, Klimawandel usw. kannst du dir sparen. Was möchtest du denn gerne lesen ? Das Stromer nicht Umweltfreundlicher sind, oder es doch sind ? Kannst du dir aussuchen, kann ich dir 1000 Seiten Googeln in beider Richtungen, ist immer nur die Frage, welches Interessen ich vertrete und welches Ergebnis ich haben möchte. Dann rechne ich das vorher passend. Ist mit Atomstrom und allem anderen das selbe. Also nicht mit beschäftigen, sondern nur mit den persönlichen Kosten des einzelnen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Obelix » So Apr 12, 2026 10:23

304 hat geschrieben: ... Einerseits ist der Strommix in Deutschland viel zu dreckig ...

Das ist so.

Das ist aber nicht die Schuld des Elektro-Autos oder?

Es ist das Verschulden einer falschen Politik der vergangen 15 Jahre:
- die auf Storm aus Erdgas aus Russland oder aus LNG gesetzt hat
- die Atomkraftwerke vorschnell abschalten und direkt abbrechen lies
-- (Komisch: in allen anderen Ländern sind Grüne pro Kernkraft, nur in Deutschland nicht.)
-- (Komisch: Man importiert, obwohl man dagegen ist, enorme Mengen an Atomstrom aus dem Ausland.)
- die keine Speichermöglichkeiten von Solar- oder Windstrom in Form von Pumpspeicherkraftwerken geschaffen hat
-- (Diese Pumpspeicherkraftwerke hätten nebenbei noch zu einer stabileren Wasserversorgung im Land beigetragen.)
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Obelix » So Apr 12, 2026 10:34

fleischverkäufer hat geschrieben: ... Nein, umgekehrt, der vergleichbare Stromer ist gebraucht günstiger als der Verbrenner. ...

Das wird aber ignoriert.

Vorwände gegen Elektroautos haben sich verfestigt und der deutsche Michel ändert seine Meinung, die er einmal
gefunden und oft vertreten hat, nur sehr ungern. Da wird alles Mögliche an den Haaren herbei gezogen, nur um
bei der Alten Meinung bleiben zu können.

Aber es ist gut, dass so Viele am Verbrenner festhalten.
Das entschärft die Probleme mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und dem steigenden Strombedarf.
Wir Elektroautofahrer müssen den Verbrennerfans dafür dankbar sein, dass sie am Verbrenner fest halten.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » So Apr 12, 2026 10:40

Also mein Auto läd gerade, beim Börsenstrompreis unter 1ct.
Bei diesem Preis lohnt sich weder Kohle- noch Gaskraftwerk zu betreiben.
Folglich werden beide weitestgehend abgeregelt sein oder komplett aus.

Ein Blick in die ElectricityMap bestätigt dies.
Soviel zum „dreckigen Strom“
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon 304 » So Apr 12, 2026 10:57

fleischverkäufer hat geschrieben:ist immer nur die Frage, welches Interessen ich vertrete und welches Ergebnis ich haben möchte.

Nö

Es gibt immer eine Belastung der Umwelt durch die Produktion, an der kannst du nichts ändern (außer deinen Verbrenner bis zum wirtschaftlichen Totalschaden weiterzufahren)
Und es gibt immer eine Belastung der Umwelt beim Betrieb. Auf die hast du mit deinem Ladeverhalten massiven Einfluss. Du kannst 70% des Jahresbedarfes deines BEV´s mit Überschuss mit deiner eigenen PV (bzw. der PV deines Arbeitgebers) abdecken oder du kannst nach Feierabend mit dreckigem Strom aus Kohle oder Gas laden.

Das ganze ist eine rein technische Frage. Was steckst du rein und was kommt raus.

Obelix hat geschrieben:
fleischverkäufer hat geschrieben:Das entschärft die Probleme mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und dem steigenden Strombedarf.
Wir Elektroautofahrer müssen den Verbrennerfans dafür dankbar sein, dass sie am Verbrenner fest halten.

Wir haben hier absolut kein Problem, gibt mittlerweile mehr als genügend CCS-Ladesäulen mit 100-300kW für alle die nicht an der heimischen Wallbox laden können. Allerdings mit 50-89ct/kWh nicht gerade günstig.

Strom ist auch kein Problem. Die Ladesäulen sind von den Netzbetreibern steuerbar und wir haben Gas- und Kohlekraftwerke in der Reserve und wenn alle Stricke reißen kommen die Dieselkraftwerke zum Einsatz. Rein technisch also möglich, aber aber absolut sinnlos Strom aus Kohle/Gas/Diesel zu erzeugen um ein Elektroauto zu laden.

langer711 hat geschrieben:Also mein Auto läd gerade, beim Börsenstrompreis unter 1ct.
Bei diesem Preis lohnt sich weder Kohle- noch Gaskraftwerk zu betreiben.
Folglich werden beide weitestgehend abgeregelt sein oder komplett aus.

Ein Blick in die ElectricityMap bestätigt dies.
Soviel zum „dreckigen Strom“

Dir schon klar, dass Deutschland nur aus einer einzigen Strompreiszone besteht die keineswegs die Netzsituation abbildet?

Da läuft Kohle und Gas während gleichzeitig Wind und PV abgeregelt werden müssen, weil der Erneuerbare Strom aufgrund von limitierenden Übertragungskapazitäten nicht zum Verbraucher transportiert werden kann.

Du lädst daher aktuell (Stand 11:00) rechnerisch einen Strommix mit ~20% Strom aus Kohle/Erdgas.
Überschuss aus der eigenen PV wäre hingegen 100% EE.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » So Apr 12, 2026 11:26

Naja, ich nutze natürlich den Überschuss der PV, weil es für mich finanziell interessant ist.

Wäre das Auto nicht beim Laden, würde ich den Strom in ein Netz einspeisen, was vermutlich schon so manche Groß PVA oder WKA abgestellt hat.
Grund:
Es gibt heute (Sonntag) deutlich weniger Stromverbrauch, als z.B. Dienstag.
Darum lade ich heute.

Jetzt zum anderen Argument:
„Auch BEV werden bald zur Kasse gebeten, genau wie die Verbrenner auch!“

Ja klar!
Irgendwann wird das kommen.
Aber ist das ein Argument für den Verbrenner?

Dann könnte man es auch anders formulieren:
„Ich zahle mit meinem Diesel gern für meinen E-Auto Nachbarn mit, denn solange ich Diesel fahre, spart mein Nachbar mit dem Stromer“

Das Argument ist ziemlich bekloppt, find ich.

Nochmal:
Wer ein Auto hat, was funktioniert, fährt weiter.
Wer sich ein Auto für 5000€ kauft, fährt Verbrenner.
Wer schwere Anhänger ziehen will, hat auch kaum E-Auswahl.
usw…
Das ist völlig in Ordnung…darum gehts doch garnicht.

Wer sich aber für 20.000 und mehr ein Auto kauft, der sollte sich auch mal die Akkus angucken, und nicht mit aller Gewalt irgendwelche Argumente aus dem Arm schütteln für den Verbrenner.

Und das nicht, weil ich das will, oder Merz oder Habeck, sondern für sein eigenes Konto.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon fleischverkäufer » So Apr 12, 2026 11:46

304 hat geschrieben:
fleischverkäufer hat geschrieben:ist immer nur die Frage, welches Interessen ich vertrete und welches Ergebnis ich haben möchte.

Nö

Es gibt immer eine Belastung der Umwelt durch die Produktion, an der kannst du nichts ändern (außer deinen Verbrenner bis zum wirtschaftlichen Totalschaden weiterzufahren)
Und es gibt immer eine Belastung der Umwelt beim Betrieb. Auf die hast du mit deinem Ladeverhalten massiven Einfluss. Du kannst 70% des Jahresbedarfes deines BEV´s mit Überschuss mit deiner eigenen PV (bzw. der PV deines Arbeitgebers) abdecken oder du kannst nach Feierabend mit dreckigem Strom aus Kohle oder Gas laden.

Das ganze ist eine rein technische Frage. Was steckst du rein und was kommt raus.

Obelix hat geschrieben:
fleischverkäufer hat geschrieben:Das entschärft die Probleme mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und dem steigenden Strombedarf.
Wir Elektroautofahrer müssen den Verbrennerfans dafür dankbar sein, dass sie am Verbrenner fest halten.

Wir haben hier absolut kein Problem, gibt mittlerweile mehr als genügend CCS-Ladesäulen mit 100-300kW für alle die nicht an der heimischen Wallbox laden können. Allerdings mit 50-89ct/kWh nicht gerade günstig.

Strom ist auch kein Problem. Die Ladesäulen sind von den Netzbetreibern steuerbar und wir haben Gas- und Kohlekraftwerke in der Reserve und wenn alle Stricke reißen kommen die Dieselkraftwerke zum Einsatz. Rein technisch also möglich, aber aber absolut sinnlos Strom aus Kohle/Gas/Diesel zu erzeugen um ein Elektroauto zu laden.

langer711 hat geschrieben:Also mein Auto läd gerade, beim Börsenstrompreis unter 1ct.
Bei diesem Preis lohnt sich weder Kohle- noch Gaskraftwerk zu betreiben.
Folglich werden beide weitestgehend abgeregelt sein oder komplett aus.

Ein Blick in die ElectricityMap bestätigt dies.
Soviel zum „dreckigen Strom“

Dir schon klar, dass Deutschland nur aus einer einzigen Strompreiszone besteht die keineswegs die Netzsituation abbildet?

Da läuft Kohle und Gas während gleichzeitig Wind und PV abgeregelt werden müssen, weil der Erneuerbare Strom aufgrund von limitierenden Übertragungskapazitäten nicht zum Verbraucher transportiert werden kann.

Du lädst daher aktuell (Stand 11:00) rechnerisch einen Strommix mit ~20% Strom aus Kohle/Erdgas.
Überschuss aus der eigenen PV wäre hingegen 100% EE.

Wenn du der Meinung bist dich damit zu beschäftigen, dann mach das wenn dir das guttut. Ich beschäftige mich damit, wie ich möglichst für mich am besten klarkomme. Und da gibt es eine Regierung und einen Markt. Und den kann ich nicht ändern, ich habe aber die Chance für mich das zu machen, was am wirtschaftlichsten ist. Und alles andere interessiert mich nicht. Und wenn dann abends Leute an der Tanke vor der Kamera stehen, und heulen wie ein Schlosshund, dann kann ich nur sagen selbst schuld. Gilt nicht für alle, aber für viele. So, ich mache jetzt Sonntag.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon 304 » So Apr 12, 2026 19:32

fleischverkäufer hat geschrieben:Wenn du der Meinung bist dich damit zu beschäftigen, dann mach das wenn dir das guttut. Ich beschäftige mich damit, wie ich möglichst für mich am besten klarkomme. Und da gibt es eine Regierung und einen Markt. Und den kann ich nicht ändern, ich habe aber die Chance für mich das zu machen, was am wirtschaftlichsten ist. Und alles andere interessiert mich nicht.

Und da gibt es eine Regierung mit Stimmungsschwankungen die munter mit Fördergeldern und Steuern um sich wirft, je nachdem wie gut die Staatskasse gerade gefüllt ist.

Schau dir die Geschichte von 26 Jahren EEG an, dann weißt du, was einem BEV Besitzer bevorstehen kann. Und da ein Auto doch eher eine lanfgristige Investition für >10 Jahre ist ...

Von Rapsöl im Tank oder im BHKW mitsamt den Rapspressen ist heute nichts mehr übrig, wurde zu Tode besteuert. Von KWK mit EE ist heute auch nicht mehr viel übrig. PV wurde mit Steuer und EEG-Umlage auf Eigneverbrauch auch beerdigt, aber da wurde Mitte 2022 der Druck zu groß, auch weil dank Modulwechselrichter aus CN einfach ohne Anmeldung gebaut wurde.

Und beim Elektroauto bist auch auch davon abhängig wie lange noch die Kfz-Steuervorteile toleriert werden, die Netzentgelte mit Steuermitteln niedrig gehalten werden, keine zusätzliche Abgabe auf die gefahrenen Kilometer erhoben werden, keine Bereitstellungsgebühr für die Leistung der Wallbox anfällt, usw.

Und dann kann natürlich auch jederzeit die CO2-Steuer, Abgasnachbehandlung mit Adblue, Energiesteuer, Kfz-Steuer für Verbrenner gesenkt, aussgesetzt oder komplett abgeschafft werden (siehe z.b. USA). Dann ist dein Kostenvorteil auch dahin.

Daher bei Anschaffungen immer langfristig denken. Die Zeiten ändern sich seher schnell, wie auch der Käufer des vermeintlichen "sauberen Diesels" erfahren musste. Meine Gedanken gehen da eher in Richtung ~20 Jahre und nicht nur ein paar Monate. Ob jetzt die PV die dann fürs heizen herhalten muss, oder die neue Aufstallung die absichtlich nur geschraubt ist ...
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Fassi » So Apr 12, 2026 20:24

Das ist auch so ein Punkt, warum Leasing beliebt ist. Ich hab einige Kollegen, die sagen, bei den Schwankungen der Regierungen bin ich den Karren in 3 Jahren wieder los und kann auf erneut auf die Politik reagieren. Wäre für mich nix, ist aber durchaus nachvollziehbar.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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