langholzbauer hat geschrieben:Und in Zukunft kann ich mir auch für Haushaltsgeräte wieder mehr Flexibilität, gesteuert über Frequenz und Spannung vorstellen.
Da sollten viele Verbraucher aus ihrer Luxus- Blase heraus zu einer vernünftigen Flexibilität zurückkehren.
Und das wird vermutlich nur über den Geldbeutel und deutliche viertelstündliche Preisunterschiede ankommen...
Was kann Otto-Normal-Verbraucher an seinem Stromverbrauch flexibel "steuern"?
Da ich aktuell überwiegend Heimarbeit mache, könnte ich meine wöchentlich einmaligen Nutzung der Waschmaschine in den günstigen Bereich schieben. Und sonst? Meine Rechner müssen fast rund um die Uhr laufen. Da gehen so 250 Watt stündlich weg...oder mehr.
Was habe ich sonst noch für Verbrauch? Kühlgefrier-Kombi, die will auch Strom, wenn der Temperaturfühler Kühlbedarf meldet.
Was machst du eigentlich mit deiner Wäsche, wenn du nach 30 Minuten einen Preissprung beim Strompreis nach oben hast? Die Waschmaschine unverzüglich stoppen und auf einen günstigeren Preis warten?
Als ich noch täglich im Büro bei meinem Arbeitgeber gearbeitet hatte und in einem Mehrfamilienhaus wohnte, da war gar nichts mit flexibel Strom verbrauchen. Da hatte ich eine komplett durchgetaktete Woche. Da mußte alles passen. Waschmaschine-Schleudern um 23:00 Uhr ist da nicht.
Mit einer gesteuerten Rationierung des Stroms (Planwirtschaft) könnten wir natürlich den Verbrauch gut an die Erzeugung anpassen.
Aber wer will das?
Energiewende geht nur, wenn der Verbraucher es akzeptiert bzw. es toll findet. Abstriche im Wohlstand wird kaum einer machen wollen. So sind wir Menschen nun mal.
Wieviele Milliarden Menschen auf dem Erdball warten noch auf den Wohlstand wie in der westlichen Welt? Viele!
Die juckt das CO2 so ziemlich gar nicht. Die wollen Strom aus der Steckdose und ein Auto vor der Hütte.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet