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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Hauptmann » So Okt 16, 2022 16:18

beihei hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Die German Angst vor Atomen und Genen ist schon beeindruckend.


Was ist denn jetzt an Atomen als Solches gefährlich was einen Angst machen sollte? Vielleicht liegt der Fehler in der Bezeichnung dieser Kraftwerke?
Und Hinterfragen hat überhaupt nichts mit Angst zu tun. Dann würde jeden Tag vor Angst sterben.


Ich denke die Problematik ist ganz einfach dass AKWs relativ leicht zu stören sind, bzw. nicht besonders gut gegen Terrorismus geschützt werden können. Sei es die Kühlleitungen die man ohne großen Aufwand beschädigen kann, was zu einer sehr ernsten und kritischen Situation führen kann, sowie Cyberangriffe die von Jahr zu Jahr mehr werden. Gegen ein mit Absicht in das AKW gesteuerte Flugzeug oder Rakete ist man praktisch machtlos. Das kann schnell zu einem neuen "Fukushima" werden.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon beihei » So Okt 16, 2022 17:47

@ Hauptmann
Danke, das meine ich. Man muß nicht grundsätzlich gegen etwas sein oder " Angst" haben, wenn auch solche Dinge hinterfragt werden.
Ich kann auch provokant feststellen , das ein Angriff, in welcher Form auch immer, auf ein AKW ungleich schwerwiegender ist als auf eine WKA /PVA .
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » So Okt 16, 2022 20:01

Vario_TA hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Der staatliche Konzern Vattenfall wird angewiesen neue AKWs zu bauen.

Das ist einfach falsch. Du zitierst ja sogar selber, dass Vattenfall nur mit der Planung beginnen soll, sonst nichts.

Zusammengefasst:
Derzeit wird noch nichts geplant.
Es soll bald etwas geplant werden.
Dass am Ende tatsächlich irgendwas gebaut wird, ist aber eher unwahrscheinlich.


Es sollen in D WKA und PV gebaut werden, ob da in den nächsten Jahrzehnten aber wirklich nennenswerte Zuwachsraten zu erwarten sind?
Offenbar sitzt bei vielen Investoren das Geld nicht mehr so locker dafür.

In Deutschland plant man die Wende seit über 20 Jahren und hat nichts erreicht außer, dass man abgeschaltete Kohlekraftwerke wieder ans Netz bringen muss.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon meyenburg1975 » So Okt 16, 2022 20:19

Vario_TA hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:Abgesehen davon ist es immernoch ein großer Unterschied, ob es wegen hoher Preise oder wegen Gasrationierungen zu Produktionsdrosselungen kommt. Letzteres war nämlich der Tenor hier im Forum und davon sind wir meilenweit entfernt.

Für jemanden, der in Kurzarbeit fällt und möglicherweise seinen Job mittelfristig verliert, ist es kein Unterschied.

Da das nicht die gleichen Menschen sind und auch eine völlig andere Anzahl macht das natürlich sehr wohl einen Unterschied für die Menschen.
Und für eine gesunde Wirtschaft ist es sowieso zwingend notwendig, dass unwirtschaftliche Unternehmen bzw Tätigkeiten aussortiert werden. Die Insolvenzen in Deutschland sind wegen der vielen Coronahilfen bereits auf einem historischen Tief, das ist auf Dauer überhaupt nicht gesund.
Und von dem, was ich ursprünglich geschrieben hatte haben wir uns jetzt auch schon wieder meilenweit entfernt. Ich hatte nur gesagt, dass entgegen der Schwarzmaler im Forum der Industrie nicht ab November das Gas abgedreht wird. Das war einfach nur eine Feststellung eines Fakts, keine Ahnung was es daran so ewig herumzuinterpretieren und zu diskutieren gibt.

meyenburg1975 hat geschrieben:Das so kurzfristig etliche Unternehmen Schwierigkeiten kommen, ist ein absolutes Warnsignal.

Was heißt denn "etliche Unternehmen"? Und was soll uns dieses angebliche Warnsignal anzeigen? Das sind doch nur leere Worthülsen, genau wie die Panikmache der Medien.
Guck dir den ifo Geschäftsklimaindex an, das ist einer der neutralsten Überblicke, die es so gibt. Dort sieht man sehr schön, dass zwar die Sorge um die Zukunft groß ist (weil sich nunmal die Entwicklung der Energiepreise nicht abschätzen lässt), die aktuelle Lage aber bei weitem nicht so düster ist wie es offenbar viele glauben.
Die Insolvenzen sind wie gesagt an einem historischen Tief.
Ich gehe mal davon aus, dass viele überhaupt nicht wissen, wie winzig der Energiekostenanteil durchschnittlich in der Industrie ist, anders kann ich mir die Weltunergangsgesänge hier nicht erklären.

Für die Menschen, die jobmäßig in die Bredouille kommen aufgrund der Energiepreise ist es egal ob sich das Unternehmen das Zeug nicht leisten kann, bzw die Produkte unverkäuflich werden, wegen der Preise, oder es gar nicht bekommen kann. In welchem Szenario es mehr Menschen betreffen würde, ist Spekulation.
Insolvenzen sind noch kein Maßstab wieder, nach den Eingriffen in das Insolvenzrecht. Eine gesunde Wirtschaft braucht vor allem eine gesunde Kostenstruktur und Produktivität im Vergleich zu Mitbewerbern. Nicht nur innerhalb der eigenen Volkswirtschaft, sondern auch gegenüber anderen.
Etliche ist natürlich relativ. Hier gibt es schon einige kleine und mittlere, die deutlich weniger produzieren oder komplett eingestellt haben. Große Industrie gibt es hier kaum. Das Baugewerbe ist erst ab Mitte nächsten Jahres dran, aber dann mit voller Wucht.
Und ich fände es gut, wenn auch die energieintensive Industrie in Deutschland eine Chance hat.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fedorow » So Okt 16, 2022 21:58

Es gibt schon Crashpropheten sie seit vielen Jahren den Kollaps, Euroende und Währungsreform vorhersagen. Vermutlich um ihre Crashbücher besser verkaufen zu können.
Aber seit wir die günstige Energie aus Rußland nicht mehr haben wollen.....

https://www.youtube.com/shorts/rVfk3qN1F1Q

......muss man sich schon fragen wie energieintensive Unternehmen in Deutschland auf dem Weltmarkt bestehen wollen.
Bau wäre weiter gut gelaufen weil viele Vermögende ihr Cash in Immobilien investiert hätten. Wohnungen werden benötigt. Aber nachdem die Politik die Mieterrechte immer mehr stärkt und Mieterhöhungen unabhängig der Inflation eindämmen, werden viele Investoren die Anlage Immobilien links liegen lassen, und das Geld an der Börse investieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Okt 17, 2022 5:23

fedorow hat geschrieben:Aber seit wir die günstige Energie aus Rußland nicht mehr haben wollen.....

https://www.youtube.com/shorts/rVfk3qN1F1Q

......muss man sich schon fragen wie energieintensive Unternehmen in Deutschland auf dem Weltmarkt bestehen wollen.

Produktion verlagern.

Beim Bau kommen nun mehrere Sachen zusammen. Erst die Preise wegen Lieferproblemen, dann die Preise aufgrund teurer Energie. Wobei letzteres noch gar nicht alles angekommen ist.
Und natürlich die Zinswende. Die aber zu spät und dadurch umso deutlicher eingeführt werden musste.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon weissnich » Mo Okt 17, 2022 12:27

Todde hat geschrieben:Die German Angst vor Atomen und Genen ist schon beeindruckend.



es geht garnicht so sehr um die angst vorm atom.. es geht auch um bezahlbare energie ohen abhängikeit.. da atomenergie 10x +x so teuer ist wie regnerative kann sich ein land wie unseres mit dem hohen verbrauch auf dauer nicht leisten solche luxusprojekte zu betreiben.. was ein setzen aut atom bedeutet zeigt uns ja recht gut der nachbar frankreich der durch den konzern edf immer näher an die staatspleite rückt..

es ist halt völlig irre so projekte wie hinkley point oder flamanville nicht zu beachten bei der debatte um neue akw.. das kann sich unser land schlicht nicht mehr leisten diesen steuerfinanzierten unsinn - ich denk eh würden die bürger wissen was sie für ne kwh atomstrom wirklich bezahlt haben bzw bezahlen müssen, wäre die diskussion bald zuende.. das märchen vom billigen atomstrom hält sich aber wacker.. da hat F.J.Strauss ganze arbeit geleistet
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon John Deere 6320Premium » Mo Okt 17, 2022 12:53

weissnich hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Die German Angst vor Atomen und Genen ist schon beeindruckend.



es geht garnicht so sehr um die angst vorm atom.. es geht auch um bezahlbare energie ohen abhängikeit.. da atomenergie 10x +x so teuer ist wie regnerative kann sich ein land wie unseres mit dem hohen verbrauch auf dauer nicht leisten solche luxusprojekte zu betreiben.. was ein setzen aut atom bedeutet zeigt uns ja recht gut der nachbar frankreich der durch den konzern edf immer näher an die staatspleite rückt..

es ist halt völlig irre so projekte wie hinkley point oder flamanville nicht zu beachten bei der debatte um neue akw.. das kann sich unser land schlicht nicht mehr leisten diesen steuerfinanzierten unsinn - ich denk eh würden die bürger wissen was sie für ne kwh atomstrom wirklich bezahlt haben bzw bezahlen müssen, wäre die diskussion bald zuende.. das märchen vom billigen atomstrom hält sich aber wacker.. da hat F.J.Strauss ganze arbeit geleistet


Alles, wirklich alles, was du da zusammengeschrieben hast, ist irgendwie falsch.
Angefangen bei der Rechtschreibung bis hin zum Inhalt.
Der ganze Beitrag ist fast unleserlich.
Das ist schon eine saubere Leistung.
Darauf kannst du fast stolz sein.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Todde » Mo Okt 17, 2022 14:13

weissnich hat geschrieben: es geht auch um bezahlbare energie ohen abhängikeit..


Ohne Abhänigkeit wird in Deutschland kein Windrad mehr aufgebaut und keine PV Zelle aufs Dach geschraubt.
Und warum die Strompreise steigen, obwohl seit Jahren die AKWs abgebaut werden in D, das kannst Du endlich mal mit Deiner "billigen" Energie belegen.
In Finnland scheint das wohl anders zu laufen, da sinken durch das neue AKW die Strompreise, weil EE zu teuer ist.
Schweden will nun den gleich Weg gehen, die Energiepreise senken durch den AKW Bau.

Aber hier wird seit 20 Jahren behauptet, der Flatterstrom kostet maximal eine Kugel Eis. Mittlerweile kostet die Kwh eine Kugel Eis.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon ChrisB » Mo Okt 17, 2022 14:39

In mehreren Nachbardörfern, wollen die je bis zu 18 Ha PV, auf Äcker montieren,
jeweils die Gemeinden, den Eigentümern, wurden schon gute Pachten angeboten,
im Sommer werden die dann Abschalten müssen, und im Winter :regen:
Bekannter hat drinnen über 4 Ha, verdient jetzt endlich mal was?????????
Ich habe Ihm geraten, eine Inflationsklausel mit reinnehmen!
Hallo Weissnich wieviel Ha PV, auf den Äckern, brauchen wir noch ?
Damit wir im Winter endlich die Akws abschalten können :roll:
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Mo Okt 17, 2022 17:18

meyenburg1975 hat geschrieben:Für die Menschen, die jobmäßig in die Bredouille kommen aufgrund der Energiepreise ist es egal ob sich das Unternehmen das Zeug nicht leisten kann, bzw die Produkte unverkäuflich werden, wegen der Preise, oder es gar nicht bekommen kann.

Und es ist auch vollkommen egal, ob die Menschen wegen der Energiepreise oder Corona oder Materialmangel oder sonstwas ihren Job los werden. Sinnfrei, darüber zu diskutieren. Schon immer gab es Menschen, die ihren Job aus irgendwelchen Gründen verloren haben. Aus welchen Gründen das passiert, ändert sich natürlich, bleibt für die Menschen aber erstmal trotzdem doof. Da lässt sich aber auch grundsätzlich nichts dran ändern.
Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland übrigens auch auf einem historischen Tief. Die große Arbeitslosigkeit greift entgegen mancher Untergangspropheten also definitiv nicht um sich.
Aber ja, ich weiß schon... "noch ist alles gut, aber bald geht alles den Bach runter". War ja schon immer so :roll:

meyenburg1975 hat geschrieben:In welchem Szenario es mehr Menschen betreffen würde, ist Spekulation.

Nein, ist es nicht. Dazu muss man sich einfach nur den Notfallplan Gas anschauen. Bevor die Behörden irgendwem das Gas abdrehen, werden marktwirtschaftliche Maßnahmen ergriffen und natürlich regelt sich der Markt auch ein Stück weit selbst.
Es ist so, dass erst dann behördlich irgendwem das Gas abgedreht wird, wenn Marktversagen droht. Dass einzelne Unternehmen ihre Produktion drosseln oder aussetzen, passiert rein marktwirtschaftlich also zwangsläufig viel früher und betrifft entsprechend viel weniger Unternehmen bzw Menschen als behördliche Gasrationierungen.

meyenburg1975 hat geschrieben:Eine gesunde Wirtschaft braucht vor allem eine gesunde Kostenstruktur und Produktivität im Vergleich zu Mitbewerbern. Nicht nur innerhalb der eigenen Volkswirtschaft, sondern auch gegenüber anderen.

Und um gesunde Kostenstrukturen zu erhalten ist es zwingend notwendig, dass Unternehmen, die nicht konkurrenzfähig sind, vom Markt verschwinden.

meyenburg1975 hat geschrieben:Etliche ist natürlich relativ. Hier gibt es schon einige [...]

Ahja, danke für die Präzisierung. :lol:

meyenburg1975 hat geschrieben:Und ich fände es gut, wenn auch die energieintensive Industrie in Deutschland eine Chance hat.

Hat sie ja. Energiepreise sind auch für energieintensive Industrien nicht so entscheidend wie viele glauben.
Der Energiekostenanteil an der Bruttowertschöpfung lag in der energieintensiven Industrie zuletzt je nach Branche bei rund 15-25%.
Geht man in die Automobilindustrie (die natürlich nicht zu den energieintensiven Industrien gehört, aber nur mal zur Einordnung wie "unbedeutend" die Energiekosten in vielen Fällen sind) liegt der Energiekostenanteil sogar nur irgendwo um 2-4%.
Es ist völlig klar, dass die Energiekosten insbesondere in der energieintensiven Industrie eine Rolle spielen und geringere Energiekosten für die Industrie grundsätzlich attraktiv sind. Man sollte die Bedeutung aber auch nicht überschätzen. Zumal Energie ja jetzt auch nicht nur in Deutschland teurer wurde und die Bundesregierung wie immer großzügige Unterstützung für alle möglichen Betroffenen organisiert.
Komischerweise stört sich ja auch keiner daran, dass die Lohnkosten für Unternehmen in Deutschland deutlich höher sind als anderswo. Wieso ist das bei Energie plötzlich so wichtig?

Todde hat geschrieben:Und warum die Strompreise steigen, obwohl seit Jahren die AKWs abgebaut werden in D, das kannst Du endlich mal mit Deiner "billigen" Energie belegen.

Ganz einfach: fossile Energie wird immer teurer. Es sind immer die fossilen Kraftwerke preissetzend. Jede Steigerung der Börsenpreise ist auf die fossile Energie zurückzuführen, mehr erneuerbarer Strom kann den Börsenpreis nur senken. Der Emissionshandel dürfte mittlerweile den meisten geläufig sein, im EU ETS kostet eine Tonne CO2 aktuell knapp 70€. Für eine kWh Kohlestrom ergeben sich allein daraus zusätzliche Kosten von rund 7ct/kWh (wobei die Betreiber einen Teil der Zertifikate geschenkt bekommen, im Durchschnitt ist es also nicht ganz so viel). Dass Erdgas zuletzt teuer geworden ist, dürfte ebenfalls bekannt sein.

Und in Großbritannien garantiert der Staat für Hinkley Point C zusätzlich zu Sicherheitsgarantien und anderen Subventionen eine Einspeisevergütung über 35 Jahre von über 12ct/kWh plus Inflationsausgleich, während in Deutschland Windkraftanlagen ausgeschrieben werden, wo potentielle Betreiber nicht mehr als 5,88ct/kWh für 20 Jahre fordern dürfen.
Und dann stellen sich hier ernsthaft Leute hin und behaupten, dass Erneuerbare sich nicht lohnen weil die Ausschreibungen ja unterzeichnet sind und man dringend AKW braucht weil ja alle Welt ach so billige Reaktoren baut. Zum totlachen!
Wissenschaftler und Ökonomen aus aller Welt warnen vor AKW, weil sie mit umfangreicher Leistungsregelung viel zu teuer sind und hier wird ernsthaft behauptet, irgendwer würde AKW bauen, um erneuerbare Energien zu ergänzen. Da kann man sich echt nur noch an den Kopf fassen.

Gasturbinen zur Stromerzeugung kosten in der Installation selbst bei optimistischen Annahmen für Atomkraft nur ein Zehntel dessen, was AKW kosten. Es wäre absoluter Irrsinn, teure AKW billigen Gasturbinen und erneuerbaren Stromerzeugern vorzuziehen, insbesondere wenn man die großen Unsicherheiten bei den Kosten für Atomkraft bedenkt, siehe Flamanville 3 oder Hinkleypoint C. Man wäre doch bescheuert, sich allein das wirtschaftliche Risiko eines solchen Projekts freiwillig ans Bein zu binden.

Todde hat geschrieben:Aber hier wird seit 20 Jahren behauptet, der Flatterstrom kostet maximal eine Kugel Eis. Mittlerweile kostet die Kwh eine Kugel Eis.

Aktuell hat der Flatterstrom deutlich negative Kosten, die Betreiber der allermeisten Anlagen werden deutlich unter Marktwert vergütet.
Und Preissetzend ist wie gesagt immer ein nicht erneuerbares Kraftwerk. Die derzeitigen hohen Strompreise sind mehr als eindeutig der fossilen Energie anzulasten, da gibt es nichts dran zu diskutieren.

ChrisB hat geschrieben:wieviel Ha PV, auf den Äckern, brauchen wir noch ?
Damit wir im Winter endlich die Akws abschalten können :roll:

Exakt NULL.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Okt 17, 2022 18:23

Abrechnen kann man in 2 bis 3 Jahren, da kannst viel schreiben.

Gasrationierungen würde es nur bei einem "Gaspreisdeckel" geben. Da dort der Preisdruck fehlen würde um Unternehmen zur Aufgabe zu zwingen. Inwieweit das greifen würde, hinge wiederum vom Preis ab. Das Szenario ist und bleibt also theoretisch.
Da nach wie vor in vielen Bereichen Personal fehlt, wird die Arbeitslosigkeit vorerst kein großes gesellschaftliches Problem werden. Das heißt aber nicht, dass es für einzelne nicht zu Verwerfungen in der Lebensplanung führen kann und auch wird.

Das Unternehmen kann innerhalb der eigenen Volkswirtschaft noch so gesund sein, wenn in einem Hochlohnland noch die höchsten Energiepreise dazu kommen, kann der Punkt erreicht werden, wo diese Nachteile nicht mehr durch steigende Produktivität ausgeglichen werden. Dann verlagern gesunde Unternehmen (Teile) der Produktion ins Ausland.

Was jetzt daran genau zum Lachen ist, dass hier einige Unternehmen im direkten Umfeld, auch persönlich bekannte, ihre Produktion (vorübergehend oder dauerhaft) einstellen, Leute in Kurzarbeit schicken, die Winterpause verlängern (stempeln), ist mir schleierhaft.
Kann natürlich ein rein ostfriesisches Phänomen sein. Halte ich aber eher für unwahrscheinlich.

Egal wäre die Ursache der aktuellen Problemlage nur dann, wenn man sie nicht beeinflussen könnte. Bzw zum Teil auch in der Vergangenheit hätte beeinflussen können.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Mo Okt 17, 2022 18:50

meyenburg1975 hat geschrieben:Gasrationierungen würde es nur bei einem "Gaspreisdeckel" geben.

Das ist nicht richtig. Ich wiederhole: guck dir den Notfallplan Gas an.

meyenburg1975 hat geschrieben:Da nach wie vor in vielen Bereichen Personal fehlt, wird die Arbeitslosigkeit vorerst kein großes gesellschaftliches Problem werden. Das heißt aber nicht, dass es für einzelne nicht zu Verwerfungen in der Lebensplanung führen kann und auch wird.

Richtig. Und zwar völlig unabhängig von der Gasversorgung.

meyenburg1975 hat geschrieben:Das Unternehmen kann innerhalb der eigenen Volkswirtschaft noch so gesund sein, wenn in einem Hochlohnland noch die höchsten Energiepreise dazu kommen, kann der Punkt erreicht werden, wo diese Nachteile nicht mehr durch steigende Produktivität ausgeglichen werden. Dann verlagern gesunde Unternehmen (Teile) der Produktion ins Ausland.

Ja... und? Es gibt absolut nichts, was man dagegen tun kann. Subventionen für strukturell unwirtschaftliche Unternehmen sind wohl zweifelsfrei Unsinn. Das einzige, was man staatlich wegpuffern kann und sollte, sind kurzfristige extreme Preisspitzen. Genau das wird ja derzeit auch getan bzw wird dran gearbeitet.

meyenburg1975 hat geschrieben:Was jetzt daran genau zum Lachen ist, dass hier einige Unternehmen im direkten Umfeld, auch persönlich bekannte, ihre Produktion (vorübergehend oder dauerhaft) einstellen, Leute in Kurzarbeit schicken, die Winterpause verlängern (stempeln), ist mir schleierhaft.

Mir auch. Ich weiß aber auch nicht, wie du überhaupt darauf kommst.

meyenburg1975 hat geschrieben:Egal wäre die Ursache der aktuellen Problemlage nur dann, wenn man sie nicht beeinflussen könnte. Bzw zum Teil auch in der Vergangenheit hätte beeinflussen können.

Willst du damit etwa sagen du hast einen Plan, wie wir in Europa kurzfristig an billige Energie kommen? Na dann hau mal raus!
Wieso die Vergangenheit dafür relevant sein soll, verstehe ich nicht so ganz. Daran lässt sich nichts ändern.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon weissnich » Mo Okt 17, 2022 18:55

ChrisB hat geschrieben:In mehreren Nachbardörfern, wollen die je bis zu 18 Ha PV, auf Äcker montieren,
jeweils die Gemeinden, den Eigentümern, wurden schon gute Pachten angeboten,
im Sommer werden die dann Abschalten müssen, und im Winter :regen:
Bekannter hat drinnen über 4 Ha, verdient jetzt endlich mal was?????????
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wir hatten bei den akw nen guten kompromiss.. jetzt hat der scholz lingen wieder mit reingenommen.. k.a. wie bayner den strom produzieren soll der dann ins ausland verkauft wird weil wir in nds gerade zuviel haben.. es ist schlimm das die politiker selber nicht verstehen welche seltsamen dinge der markt gebildet hat.. ich zitiere mal:

Netzengpässe treten nur auf, weil der Strommarkt die begrenzten Leitungskapazitäten nicht berücksichtigt. In dem im Stresstest beschriebenen „kritischen“ Szenario fürs Stromnetz ist nicht zu wenig, sondern sehr viel Strom im Angebot: In Situationen mit besonders hohem Windstrom-Angebot (starker Wind im Norden Deutschlands) decken sich wegen der dann fallenden Börsenstrompreise auch viele Stromkunden aus dem Ausland mit günstigem Strom aus Deutschland ein. Das aktuelle Strommarktdesign erlaubt dies, auch wenn die vorhandenen Stromleitungen nicht ausreichen, um diese große Menge Strom quer durch die Republik und bis in die Nachbarländer zu transportieren. Nach gängiger Praxis wird dieser zwar verkaufte, aber nicht transportierbare Strom dann im Norden abgeregelt. Zugleich werden in Süddeutschland oder im benachbarten Ausland Kraftwerke hochgefahren, die den Strom dann ersatzweise dort erzeugen, wo er verbraucht werden soll oder von wo aus er weitertransportiert werden kann. Dieses symmetrische Ab- und Hochfahren von Kraftwerken heißt „Redispatch“. Bezahlt wird dies vom Netzbetreiber und letztlich von den Stromkund*innen.

In den Extremszenarien (+), (++), und (+++) des Stresstests reicht der Simulation zufolge die im Süden für solche Situationen zur Verfügung stehende Kraftwerkskapazität – einschließlich der eigens dafür unter Vertrag genommenen Reservekraftwerke – nicht aus, um den gesamten nicht-transportierbaren und deshalb im Norden abgeregelten Strom ersatzweise im Süden zu erzeugen. Die Netzbetreiber warnen, dass für diesen Stromhandel die Leitungen oder ersatzweise Kraftwerkskapazitäten im Süden in Höhe von mehreren Gigawatt fehlen. Tatsächlich aber kann in solchen Situationen lediglich nicht so viel Strom exportiert werden, wie das Marktmodell der Netzbetreiber es vorsieht. Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist selbst in den extremsten Szenarien nicht gefährdet, denn die vorhandenen Leitungen und Reservekraftwerke reichen völlig aus, um Süddeutschland auch in solchen Situationen sicher zu versorgen.


Quelle: https://www.ausgestrahlt.de/themen/ener ... tresstest/


demnach sollte der blödsinn mit lingen in verbidnung mit dem kürzlich in nds reaktiviertem kohlekraftwerk die bayern ganz schön in bedrängniss bringen..
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Mo Okt 17, 2022 19:02

Vario_TA hat geschrieben:Aktuell hat der Flatterstrom deutlich negative Kosten, die Betreiber der allermeisten Anlagen werden deutlich unter Marktwert vergütet.
Und Preissetzend ist wie gesagt immer ein nicht erneuerbares Kraftwerk. Die derzeitigen hohen Strompreise sind mehr als eindeutig der fossilen Energie anzulasten, da gibt es nichts dran zu diskutieren.

Ich habe leider noch nicht verstanden, warum das so ist. Man könnte doch jedem Kraftwerksbetreiber den Preis zahlen, für den er angeboten hat. (macht man das nicht normalerweise so?) Und die reg. Energien bekommen dann einen gewichteten Mittelwert dessen bezahlt, was verkauft wurde. Oder wo liegt mein Denkfehler?
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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