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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon fedorow » Fr Apr 28, 2023 10:36

Wenn es um die Umwelt geht wäre das o.k.
Darum gehts aber nicht.
Ebenso wie es bei der Nord Stream Sprengung nicht um Rußland geht. Da sollen die einen gefördert, die andere abgehängt werden.
Wenn man den Rubel und die dortige Wirtschaft sieht weiss man wer wen geschädigt hat und Rußland verkraftet sogar derzeit 7,5 % Zinsen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/IWF-Russ ... 82978.html

Bleibt noch das letzte Argument des Umweltschutzes was die Sanktionen bewirken könnten. Auch unwarscheinlich wenn man umweltschädliches Frackinggas mit hohen Verlusten um die halbe Welt karrt und unser umwelfreundliches und billiges Pipelinegas nun nach Asien und Indien umleitet.
Also auch bei den Sanktionen stecken andere Interessen dahinter, als Rußland zu schaden.
Wobei sich nichtmal G7 Länder wie Japan an die beschlossenen Sanktionen hält.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 94695.html
fedorow
 
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Fr Apr 28, 2023 10:45

Schritt 1: Energetische Optimierung der Bestandsimmobilien. Also Fenster, Türen, Decken, Dach.
Vorranging bei den Immobilien, wo sich am meisten Einsparung von Energie rausholen läßt.

Schritt 2: Eventuell bei einem eh anstehenden späteren Heizungstausch auf eine andere Technologie wechseln, je nach Gegebenheiten. Das kann eine WP sein oder eine Pelletheizung oder der Anschluß an ein lokales Wärmenetz oder was auch immer sinnvoll, verfügbar und "regenerativ" ist.

Vorteil dieser Strategie: Es wird kontinuierlich weniger fossile Energie genutzt. Die deutschen CO2-Emissionen werden sinken.

Ich kann mir auch vorstellen, daß man Wasserstoff oder andere regenerativ erzeugten Gase ins übliche Gasnetz einspeisen wird und auch für den Winter bunkern wird. Jetzt kommt wieder das Argument, daß der Wasserstoff für die Stahlindustrie benötigt wird. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer dafür legen, daß wir in 20 Jahren noch nennenswerte Stahlindustrie oder andere Industrien mit hohem Energiebedarf in Deutschland haben werden. Global agierende Industrie-Konzerne werden zukünftig dort produzieren, wo sie entweder den Rohstoff vor der Haustür haben und/oder Energie sehr preiswert ist und die Löhne niedrig. Das trifft auf Deutschland alles nicht zu.

Ich habe den Eindruck, daß alle Wärmewende-Befürworter nach Habeckscher Strategie eine Glaskugel haben, mit der sie in die Zukunft schauen können.
Ich kann das leider nicht. Deshalb halte ich eine Technologieoffenheit bei der Energiewende für zwingend erforderlich.
Zuletzt geändert von Südheidjer am Fr Apr 28, 2023 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon waelder » Fr Apr 28, 2023 10:49

fedorow hat geschrieben:Wenn es um die Umwelt geht wäre das o.k.
Darum gehts aber nicht.
Ebenso wie es bei der Nord Stream Sprengung nicht um Rußland geht. Da sollen die einen gefördert, die andere abgehängt werden.
Wenn man den Rubel und die dortige Wirtschaft sieht weiss man wer wen geschädigt hat und Rußland verkraftet sogar derzeit 7,5 % Zinsen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/IWF-Russ ... 82978.html

Bleibt noch das letzte Argument des Umweltschutzes was die Sanktionen bewirken könnten. Auch unwarscheinlich wenn man umweltschädliches Frackinggas mit hohen Verlusten um die halbe Welt karrt und unser umwelfreundliches und billiges Pipelinegas nun nach Asien und Indien umleitet.
Also auch bei den Sanktionen stecken andere Interessen dahinter, als Rußland zu schaden.
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Deine RuSSenpropaganda kannst du dir da hin stecken wo Sie hin gehört :klug:
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Tinyburli » Fr Apr 28, 2023 11:58

Ja, Südheidjer,
so sollte das möglichtst halt ablaufen, die Bestandsgebäude zu sanieren und dann nach Möglichkeit Wärmepumpen einzubauen!

Wasserstoff ist halt momentan viel zu teuer und zu aufwändig im Gasnetz zu verfeuern.

Ja, und ich arbeite ja auch da drauf hin, mit meiner dann schon vierten Wärmepumpe.

Ich denke mir auch, dass wohl in so 75 % der Einfamilienhäuser im Bestand Wärmepumpen möglich sein würden.

Aber ja, der Foirtschritt nimmt ja zu. Und da wird bestimmt noch neues kommen.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon beihei » Fr Apr 28, 2023 12:20

Tiny richtig, Bestandsgebäude sanieren und zwar energetisch sanieren.
Falsch ist,dann sich auf die WP zu versteifen..... technologieoffen ist das Stichwort.
Eine WP kann in diesem Zusammenhang sinnbefreit sein, weil die Voraussetzungen nicht stimmen. Eine optimierte Gas- oder Ölheizung kann wesentlich besser sein als vier WP :wink: .
Ich hab nichts gegen WP . Auch ich plane eine WP an mein bestehendes System zu installieren .... aber nur wenn es Sinn macht.

Ja ,möglich ist viel. Man könnte auch in 100 % der Bestandsimmobilien Wärmepumpen einbauen . Kommt es dann auf die Größe und Anzahl an...... :shock:
Meinungsfreiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Landerbe » Fr Apr 28, 2023 14:56

Südheidjer hat geschrieben:Schritt 1: Energetische Optimierung der Bestandsimmobilien. Also Fenster, Türen, Decken, Dach.
Vorranging bei den Immobilien, wo sich am meisten Einsparung von Energie rausholen läßt.

Schritt 2: Eventuell bei einem eh anstehenden späteren Heizungstausch auf eine andere Technologie wechseln, je nach Gegebenheiten. Das kann eine WP sein oder eine Pelletheizung oder der Anschluß an ein lokales Wärmenetz oder was auch immer sinnvoll, verfügbar und "regenerativ" ist.

Vorteil dieser Strategie: Es wird kontinuierlich weniger fossile Energie genutzt. Die deutschen CO2-Emissionen werden sinken.

Ich kann mir auch vorstellen, daß man Wasserstoff oder andere regenerativ erzeugten Gase ins übliche Gasnetz einspeisen wird und auch für den Winter bunkern wird. Jetzt kommt wieder das Argument, daß der Wasserstoff für die Stahlindustrie benötigt wird. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer dafür legen, daß wir in 20 Jahren noch nennenswerte Stahlindustrie oder andere Industrien mit hohem Energiebedarf in Deutschland haben werden. Global agierende Industrie-Konzerne werden zukünftig dort produzieren, wo sie entweder den Rohstoff vor der Haustür haben und/oder Energie sehr preiswert ist und die Löhne niedrig. Das trifft auf Deutschland alles nicht zu.

Ich habe den Eindruck, daß alle Wärmewende-Befürworter nach Habeckscher Strategie eine Glaskugel haben, mit der sie in die Zukunft schauen können.
Ich kann das leider nicht. Deshalb halte ich eine Technologieoffenheit bei der Energiewende für zwingend erforderlich.


Ich würde mal sagen: "setzen, eins" :prost:

Energieoffenheit müssen wir unbedingt haben- alles Andere was derzeit von der Regierung angepriesen wird, treibt uns in die Abhängigkeit Chinas oder Japan, da dort die Technik produziert wird. Wir sind in der Produktion sogar für uns selber zu teuer- also abhaken. Ich werfe die Pelletheizung in den Raum als Alternative zur WP. Hauptsache weg vom Rohstoff Öl und Kohle! Wasserstoff wäre schon möglich für die industrieelle Nutzung- nur dmüssten wir dann von der bescheuerten Idee wegkommen, es als Antriebsenergie für Pkw´s zu fördern. In der Industrie arbeiten mit dem Wasserstoff auch nicht hochsensible Brennstoffzellen, die reinen Wasserstoff brauchen um nicht zu verdrecken durch Ablagerungen (Ausfällung)....Braungas reicht zum Heizen der Öfen völlig aus! Wenn ich mir in Linz die Vöst-Alpine ansehe, muss ich über "deutsche Stahlproduktion" schon jetzt lachen :lol: Diese wird in Deutschland ebenso ein Auslaufmodell sein, wie der dafür benötigte Kohleabbau, der Erdölimport (wegen CO2 Grenzen) und schlicht weg der Wirtschaftlichkeit/ Marktfähigkeit im internationalen Wettbewerb. Strom wird ja auch durch Abschaltung der AKW´s erstmal bestimmt nicht billiger.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Hauptmann » Fr Apr 28, 2023 17:04

Landerbe hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:Schritt 1: Energetische Optimierung der Bestandsimmobilien. Also Fenster, Türen, Decken, Dach.
Vorranging bei den Immobilien, wo sich am meisten Einsparung von Energie rausholen läßt.

Schritt 2: Eventuell bei einem eh anstehenden späteren Heizungstausch auf eine andere Technologie wechseln, je nach Gegebenheiten. Das kann eine WP sein oder eine Pelletheizung oder der Anschluß an ein lokales Wärmenetz oder was auch immer sinnvoll, verfügbar und "regenerativ" ist.

Vorteil dieser Strategie: Es wird kontinuierlich weniger fossile Energie genutzt. Die deutschen CO2-Emissionen werden sinken.

Ich kann mir auch vorstellen, daß man Wasserstoff oder andere regenerativ erzeugten Gase ins übliche Gasnetz einspeisen wird und auch für den Winter bunkern wird. Jetzt kommt wieder das Argument, daß der Wasserstoff für die Stahlindustrie benötigt wird. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer dafür legen, daß wir in 20 Jahren noch nennenswerte Stahlindustrie oder andere Industrien mit hohem Energiebedarf in Deutschland haben werden. Global agierende Industrie-Konzerne werden zukünftig dort produzieren, wo sie entweder den Rohstoff vor der Haustür haben und/oder Energie sehr preiswert ist und die Löhne niedrig. Das trifft auf Deutschland alles nicht zu.

Ich habe den Eindruck, daß alle Wärmewende-Befürworter nach Habeckscher Strategie eine Glaskugel haben, mit der sie in die Zukunft schauen können.
Ich kann das leider nicht. Deshalb halte ich eine Technologieoffenheit bei der Energiewende für zwingend erforderlich.


Ich würde mal sagen: "setzen, eins" :prost:

Energieoffenheit müssen wir unbedingt haben- alles Andere was derzeit von der Regierung angepriesen wird, treibt uns in die Abhängigkeit Chinas oder Japan, da dort die Technik produziert wird. Wir sind in der Produktion sogar für uns selber zu teuer- also abhaken. Ich werfe die Pelletheizung in den Raum als Alternative zur WP. Hauptsache weg vom Rohstoff Öl und Kohle! Wasserstoff wäre schon möglich für die industrieelle Nutzung- nur dmüssten wir dann von der bescheuerten Idee wegkommen, es als Antriebsenergie für Pkw´s zu fördern. In der Industrie arbeiten mit dem Wasserstoff auch nicht hochsensible Brennstoffzellen, die reinen Wasserstoff brauchen um nicht zu verdrecken durch Ablagerungen (Ausfällung)....Braungas reicht zum Heizen der Öfen völlig aus! Wenn ich mir in Linz die Vöst-Alpine ansehe, muss ich über "deutsche Stahlproduktion" schon jetzt lachen :lol: Diese wird in Deutschland ebenso ein Auslaufmodell sein, wie der dafür benötigte Kohleabbau, der Erdölimport (wegen CO2 Grenzen) und schlicht weg der Wirtschaftlichkeit/ Marktfähigkeit im internationalen Wettbewerb. Strom wird ja auch durch Abschaltung der AKW´s erstmal bestimmt nicht billiger.

Na das sagst Du jetzt. Und ich übrigens auch. ;-)
Die Katrin Göhring-Eckhardt sagt das Gegenteil:
https://www.zeit.de/politik/deutschland ... gle.com%2F

Wir sind nur Techniker und haben von Wirtschaft keine Ahnung, wie der Preis sinkt wenn das Angebot verknappt wird kann uns die Katrin sicher erklären, sie weiß das weil sie Theologie studiert hat. :|

Im übrigen ist es mir prinzipiell egal welcher Energieträger meine Bude warm hält, und mein Geschoss beschleunigt. Ich befürchte nur dass wir in Zukunft von allem zu wenig haben werden. :regen:
Deutschland ist durchgeknallt.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Tinyburli » Fr Apr 28, 2023 17:29

Der Fachwerker vergleicht da jetzt Gasheizung mit Wärmepumpe und sagt, wird alles nicht so schlimm werden.

Der Einbau einer Splitklima als zusatz zur Gasheizung wäre möglich und nicht teuer!

https://youtu.be/-q_5xZc-aVs

Ja, und ich habe ja die Hybridewärmepumpe mit Heizöl wenns mal ganz kalt werden sollte!
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Fr Apr 28, 2023 21:50

Gegenfrage
An wievielen Tagen im Jahr ist die Außentemperatur unter 10 Grad?
Und wie lange?
Und wieviele Tage davon sind auch tagsüber unter Null Grad?

Es gibt diese Tage, ja.
Aber sie sind zumindest bei mir die Ausnahme.
Darum baue ich die WP auf in meiner Freizeit.
Der Pufferspeicher 1000 L hilft mir, die wärmeren Stunden von 11:00 bis 15:00 zu nutzen.
Die Kosten sind überschaubar
Ich bin mir 100% sicher, das ich den Ölverbrauch drastisch reduzieren kann, ohne den Stromverbrauch deutlich erhöhen zu müssen.

Die WP komplett kaputt zu reden halte ich für einen fatalen Fehler.
Die meisten Häuser können mit einer Wärmepumpe geheizt werden.
Im Schlimmsten Fall läuft 10 Tage im Jahr der Heizstab oder eben die alte Heizung.
Den Rest des Jahres schafft es die WP dafür ganz gut.
Nächste Woche ist der 1. Mai
Soweit mein Wetterbericht blicken kann hab ich nicht über 15 Grad Außentemperatur zu erwarten.
Also wird die Heizung gebraucht.

Und bei solchen Temperaturen schafft jede WP ein COP 4

Der Lange
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon waelder » Fr Apr 28, 2023 22:56

Ich will die Wärmepumpe nicht schlecht reden , nur die verlogenen Milchmädchen Rechnungen gehen wir auf den Sack
Die Wärmepumpe hat viele Stärken, aber leider auch Schwächen
Immer bei der Realität bleiben nur so funktioniert es mit der Energie Wende :prost:
Ach ja mit einem günstigen Strompreis, würde sich diese Technologie von alleine durchsetzen
Viele Länder in Europa machen es uns vor :mrgreen:
Aber da steht ja wieder Ideologie im Weg :roll:
Zuletzt geändert von waelder am Fr Apr 28, 2023 23:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon kontofux » Fr Apr 28, 2023 23:04

So ist es mit Vielem. Heute Vormittag in NRW an einem großen Windpark, die Hälfte "abgeschaltet"?, schlechtes Wetter on Top.
Will keiner die Energie haben?
Grüße aus Selkirk :lol:
Ave Contofux, lucrifacturi te salutant! Abducet praedam, qui occurit prior
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Groaßraider » Fr Apr 28, 2023 23:12

langer711 hat geschrieben:An wievielen Tagen im Jahr ist die Außentemperatur unter 10 Grad?
Und wie lange?
Und wieviele Tage davon sind auch tagsüber unter Null Grad?

Es gibt diese Tage, ja.
Aber sie sind zumindest bei mir die Ausnahme.
Der Lange


Anno 2023 waren bis heute 7 Nächte über 10°C
Dezember 2022 waren 7 Tage am Stück unter 0°C teils bis - 18°C in der Nacht
Anno 2023 seit 12 Jahren die meisten Nächte unter 3°C
Anno 2023 erst einmalig für 1Std die 20°C überschritten.
Seit Nikolaus 2022 bis Ostern 2023 regelmäßig frostige Nächte... In Summe ein langer und mäßig kalter Winter.
Größter Hackgut Verbrauch seit 2012.


Lebst du auf Mallorca? Oder ist das grüne Dummheit?
Gruß R. M.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Tinyburli » Sa Apr 29, 2023 2:52

Nein, das ist das weder noch.
Da der Lange ja in Norddeutschland wohnt, sind die dortigen Temperaturen halt nicht so tief wie bei Dir in Österreich, Großraider!
Ich selber wohne halt da dazwischen.
Bei mir ist die Wärmepumpe das Mittel der Wahl und auch Mittel zum Zweck.
Jetzt Ende April kann ich mit so ziemlich 100 % mit PV- Strom heizen. Im Winter halt nur zu geringem Teil.
Aber immerhin habe ich guten Verwendungszweck für den PV- Strom.
Und ich bin optimistisch dann im Jahr mit so ca. 6000 kWh gekauftem Strom aus zu kommen.
Bei 30 Cent Strompreis dann knapp 2000,-. Ist halt teuer das Heizen im Jahr 2023.
Mit Heizöl würde ich wohl auch so etwa den Preis zahlen müssen. Halt Heizöl.

Ja, und der Habeck sagt ja, das Heizöl wird zukünftig exorbitant teurer werden.

Ja, den Verlustfaktor beim Kohlestrom rechnet der weissnich nicht rein in seinem Video die Seite vorher.

Von daher ist momentan die Umwelt nicht zu retten. Es wird Gas, Öl und Kohle verbrannt auf Teufel komm raus.

Umweltfreundliche Holzverbrennung solls ja auch nicht mehr geben.
Im Winter fehlt die PV- Energie.
Müßten halt viel viel mehr Windräder gebaut werden!
Oder halt Atomkraftwerke! Die Nachbarländer werden uns den Strom dann im Winter verkaufen!
Naja, immerhin besser als Kohle, Öl und Gas im Ausland zu kaufen!
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Sa Apr 29, 2023 4:58

Tinyburli hat geschrieben:Nein, das ist das weder noch.
Da der Lange ja in Norddeutschland wohnt, sind die dortigen Temperaturen halt nicht so tief wie bei Dir in Österreich, Großraider!
Ich selber wohne halt da dazwischen

Norddeutschland ist nicht Norddeutschland. An der Küste ist es milder als im Landesinnneren. Die Lüneburger Heide ist seit Jahrhunderten dafür bekannt, daß es arschkalt werden kann.
Ich hab eben mal bei einer privaten Wetterstation ein paar Dörfer weiter geschaut, wie es Nov. 2022 bis jetzt April 2023 ausschaut mit den kalten Tagen (T_Max < 10 Grad) und den Eistagen (T_Max < 0 Grad).
Ergebnis:

Kalte Tage (T_Max < 10 Grad): 112
Eistage (T_Max < 0 Grad): 9

Tiefste Temperatur dort: -14,1 Grad

So, die Wetterstation ist in einem Dorf. Wenn ich nachts mit dem Rad nach Hause fahre und aus dem Dorf rauskomme, dann fahre ich gefühlt manchmal gegen eine Wand, weil die Temperatur ein paar Grad niedriger ist. Man spürt direkt am Ortsschild, wenn die Bebauung aufhört, daß es spürbar kälter wird.
Ich kann also bei obigen Temperaturen immer noch ein bischen Temp. abziehen. Ich glaube im Dez. hatten wir die eine Nacht -18.

Fazit: 1/3 der Tage im Jahr ist die Maximal-Temperatur unter 10 Grad. Das sind die Zeiten, wo geheizt wird. Wenn es richtig knackig kalt ist, dann zieht die Ölbrennwertheizung 50 Liter oder mehr auf 24 Stunden durch. 50 Liter Heizöl sind 500 kWh Heizleistung. Angenommen die Wärmepumpe würde noch COP 2,5 schaffen, dann sind das immer noch 200 kWh Strom/24h, also pro Stunde wird durchgehend mit 8-9 KW der Strom gesaugt. 200 kWh Strom bei 0,40 Euro/kWh heißt also ca. 80 Euro am Tag. Heizöl zu 1,00 Euro/Liter bei 50 Liter sind 50 Euro/Tag. Das ist eine Differenz von 30 Euro am Tag.
Im Sommer und den Übergangszeiten liefern die Solar-Kollektoren ganz gut Brauchwasser und Heizungsunterstützung. Rückblickend wäre stattdessen eine Wärmepumpe mit PV eventuell sinnvoll.
Aber wenn es kalt ist und besonders bitter kalt, dann ist der Stromverbrauch exorbitant.
Und dieser Strom im Winter muß irgendwo erzeugt werden, vermutlich in Kraftwerken. Und da es mit PV im Winter oftmals mau aussieht, bleiben entweder Kohle-, Gas-, oder Öl-Kraftwerke oder Windenergie. Wenn ich mir so überschlage, daß wir ca. 25 Windräder in der Gemeinde haben und das ist schon recht üppig, dann liefern die bei Volllast jeweils irgendwas um 2000 kWh/h.
Das würde vielleicht reichen für alle Haushalte in unserer ländlichen Gemeinde, wenn die mit Wärmepumpe heizen, aber es gibt die Kreisstadt, die ungefähr fast nochmal dieselbe Einwohnerzahl hat, wie der übrige Landkreis. Und die wollen also nochmal genauso viel Strom. Und alle anderen Gemeinden im Landkreis benötigen genauso 25 WKA aufwärts.
Wie soll das alles gehen? Es wird weiterhin so sein, daß im Winter fossile Kraftwerke, oder Kraftwerke mit regenerativ erzeugten Energieträgern laufen müssen. Dann kann ich diese Energieträger auch selber verheizen statt dem Umweg über Kraftwerk->Strom->WP.

Und was den Heizölpreis anbelangt: Der liegt aktuell schon wieder bei knapp über 90 Cent/Liter. Vor ein paar Wochen hatte ich mal kurz überschlagen, wo der Heizölpreis bei den zuküftigen CO2-Preis-Erhöhungen liegen könnte. Da kam irgendwas um 1,30 Euro/Liter raus. Also weniger, als wir jetzt letztes Jahre hatten, wo viel Spekulation im Heizölpreis war. Da ich die Rechnung auf die Schnelle gmacht hatte, garantiere ich nicht für das Ergebnis, also OHNE Gewähr.

Und wenn Frau Göring-Eckard meint, der Strompreis würde (merklich) günstiger werden, dann frage ich mich, in welcher Welt sie lebt. Es wäre schön, wenn sie recht behalten würde, aber ich glaube das nicht. Ich kenne Zeit meines Lebens beim Strompreis nur eine Richtung und die ging nach oben. Es müssen Kraftwerks-Strukturen weiterhin am Laufen gehalten werden. Diese Kraftwerke kosten auch Geld, wenn sie auf Standby stehen. Oder schickt man den Großteil der Kraftwerks-Mitarbeiter dann im Sommer in die Arbeitslosigkeit, wie es einige Bundesländer mit ihren Lehrern machen, die Zeitarbeitsverträge für außerhalb der Sommerferien haben, also jedes Jahr in den Sommerferien arbeitslos sind.

Die habe inzwischen den Eindruck, daß die Grünen wirklich das Land hinrichten wollen. Nur mit Unwissenheit kann ich mir soviel Blödsinn und unausgegorenen Scheiss nicht erklären.

Als ich als Student in der Stadt lebte, wohnte ich auch mal in einem Mehrfamilienblock aus den 1950er/1960er, halt Nachkriegsbauten. Alle Wohnungen hatten eine Gastherme und Brauchwasser über Durchlauferhitzer. Wie will man diese Wohnungen auf Wärmepumpe umstellen? Alle Mieter 4 Wochen ausquartieren, umbauen und dann wieder in ihre Wohnungen einziehen lassen? Und in den Städten reiht sich einer dieser Wohnblocks an den anderen. Und es herrscht jetzt schon Wohnungsnot.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Tinyburli » Sa Apr 29, 2023 5:32

Ja, Südheidjer, ist bisschen Unterschied, ob man für den Strom 30 Cent oder 40 Cent rechnet!
Und beim Heizöl ja genau so.
Und der Strom ist immer teurer geworden, ja ist so.
Und ja, ich denke auch ein bivalenter Betrieb mit Heizöl an den ganz kalten Tagen wird wohl das sinnvollste sein.
Oder halt mein Eisspeicher mit dann COP bei 2,2.

Der Fachwerker rechnet aus, dass eine Gasheizung immer noch das billigste Invest sein würde.

Ja, ich denke auch, ist bei jedem immer bisschen unterschiedlich zum anderen.
Aber dass das Öl und Gas mit CO2 Abgabe belegt werden und dann stärker im Preis steigen werden als der Strom, das denke ich schon.

Und in 10 Jahren ist mein Ölkessel vermutlich nicht mehr funktionsfähig und wie das da dann ausschaut, weiss man nicht!
Mit freundlichen Grüssen
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