LUV hat geschrieben:Wie willst du wissen, beurteilen, ob das Tier zum Lkw geschleift wurde? Steht das auf der Verpackung? Es bleibt beim Glauben.
Genau da liegt doch mein Vorstoß: Der Weg des Tieres zwischen Stall und LKW sollte dokumentiert werden. Er sollte zum öffentlichen Raum erklärt werden.
Dann sieht man schon, ob und wie die Tiere laufen, oder ob sie "geschleift" werden (den Begriff habe ich doch einfach mal so gegriffen). Und wie die Tiere aussehen, dreckig, sauber, blutig .... optische Kriterien gibt es genug. Wenn das keine Hinweise auf Tierwohl sind? Noch mal: ich hätte auch gerne gewußt, was genau mit den Halbtoten aus den Einbruchsvideos danach geschehen ist, Fleischtheke, Wurst, Salami, Export....? WAS GENAU? Dann würde man nämlich erkennen können, wie dieses System der Verschleierung von Tatsachen funktioniert, wer die Beteiligten sind, und wo und wie sie Hand anlegen.
Videocams gibt's inzwischen an jeder Kreuzung, warum nicht an der Bordwand der LKW´s?
Dann ist man auch das Problem los, dass in Ställe eingebrochen wird, um die ekligen Videos zu machen.
Dann kann das "Dokument" auch auf der Verpackung gezeigt werden, weil es WAHR ist, was da gezeigt wird, und keine Lügen, wie die Bildchen von den glücklichen Hühnern in Bodenhaltung.
Erinnert mich sofort wieder an den "Meistermäster von Tönnies".
Glaubst Du, der hätte ein Problem damit, wenn seine Schweine bei der Verladung per Video aufgenommen werden und so für alle Welt dokumentiert wird, wie sie aussehen, und wie es ihnen "persönlich" geht?
Im Gegenteil, vermute ich, wenn er von Tönnies (und der holt es sich von seiner Lieferkette) dafür einen Aufschlag von 10cents bekäme, für Transparenz FÜR Tierwohl.
Diese Transparenz könnte die Marktwirtschaft leisten, wenn die Politik und die dadurch auffallenden Verlierer im Wettbewerb dieses nicht systematisch (und erfolgreich!) verhindern würden.
Andersrum gefragt. Warum scheuen die allermeisten Bauern die Wahrheit herzuzeigen?
Was genau wollen sie verbergen?
Daher das Misstrauen, oder?
Führt der Weg des Verschleierns nicht in eine Sackgasse?
Ich als Verbraucher möchte doch ehrliche, wahre Ware, und keine ukrainischen Schweinehälften oder Salami.
Wer soll denn die ehrliche Ware erzeugen, wenn nicht die Bauern hier vor Ort!?
Genau das hat hat der Block House Manager gesagt. er bekommt in Südamerika immer wenige die "Qualität" (was immer er darunter versteht, das ist sein Betriebsgeimnis), die er will.
Er bekommt sie jetzt aus Deutschland. Vor zehn Jahren wäre das undenkbar gewesen!
Ganz viele der schweigenden Leser unsrer Diskussionen, vermute ich mal, dürften hiervon auch betroffen sein. Sorum oder sorum. Warum beteiligen sie sich nicht an der Diskussion? Ich vermisse argumentative Gegenpositionen der Praktiker, denn LUV und ExLW sind keine.
Herr Falke?
