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"Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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91 Beiträge • Seite 4 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Rohana » Mo Nov 07, 2016 18:24

ExLW hat geschrieben:Wer zahlt den Sprit für den LKW, seine Reinigung, seine neuen Reifen, die Gehaltserhöhung des Fahrers, die neue Kupplung, den Fahrtenschreiber - das meinst Du doch nicht im Ernst, dass das Preis-Kosten-System überlastet wird, wenn eine popelige Kamera zum Einsatz käme? Die Kamera ist doch nur ein gegriffenes Beispiel, das mir heute morgen beim Kaffee eingefallen ist, wie man mit minimalem Aufwand einen sehr großen Transparenzeffekt bekäme---vorausgesetzt man ist an Transparenz interessiert. Und genau daran scheint es zu mangeln.

Die Kamera ist ein Extra, was kostet und gewartet werden muss. Wer soll sich denn diese drölfzig Stunden Aufnahmen überhaupt angucken? Mit Kamera kaufen und installieren ist es doch nicht getan... denk das mal zuende.
Oder wäre Dir eine Vorschrift lieber, dass - wie an jeder Strassenkreuzung - in jedem Stall eine Kamera anzubringen wäre? Wie soll Glaubwürdigkeit und kaputtes Vertrauen hergestellt werden, wenn man sich so der Transparenz verweigert, wie es aus deiner Haltung erscheint? Darauf gehst Du nicht ein, schade.

Transparenz schön und gut - aber wem nützten tausend erzwungene Videokameras? Kann der Verbraucher überhaupt beurteilen ob eine Kuh "glücklich" ist die er sieht? Und: Will er das überhaupt wissen & ist er bereit für diese spezielle "Transparenz" zu zahlen? Es sind Mehrkosten, warum sollten die NUR vom Landwirt oder evtl der verarbeitenden Zunft getragen werden? Es gehören ALLE Seiten zum System - die Erzeuger, die Transporteure, die Schlachter, die Verarbeiter, die Einzelhändler... und die Käufer.
Abgesehen von den Kosten glaube ich nicht, dass Stallkameras helfen, wenn der einzelne Verbraucher dem Landwirt nicht traut. Als nächstes sollen LKV-Daten öffentlich einsehbar werden, am besten noch die Futtermittel dazu, die Tierarztdaten, die Inhaltsstoffe der Gülle, weiss der Geier... am besten ALLES. Ob der gemeine Verbraucher damit irgendwas anfangen kann, sei dahingestellt - ich wage es sehr zu bezweifeln! Reine Dokumentation verbessert absolut gar nichts, sondern frisst Zeit und Ressourcen, die besser darin aufgehoben wären, tatsächlich etwas für die Tiere zu tun - Zeit, eine weitere Runde im Stall zu drehen statt stundenlang zu schreiben oder zu tippen und sich mit Software rumzuärgern.

Du möchtest Transparenz? Komm vorbei und schau dich um, dafür findet sich bestimmt Zeit.

Nachtrag: Ich habe zur Zeit des ZLF sehr gerne die "Kuhcam" auf dem Livestream geschaut und weiss auch von einigen Ställen, die freiwillig Kameras installiert haben um den Leuten Einblicke zu gewähren. Sowas finde ich durchaus nicht schlecht - als freiwillige Marketingmassnahme. Ist ja schon ein gewisser Unterschied zu der Forderung jede/r müsste sowas haben damit die "Transparenz" gewährleistet wird.
Zuletzt geändert von Rohana am Mo Nov 07, 2016 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon LUV » Mo Nov 07, 2016 18:36

Rohrana, das Kernproblem beim Exlw ist wohl eher, dass er sich als zur "Zunft" gehörig fühlend, sich gegenüber den Vorurteilen seines Umfeldes aufgrund von Nichtwissen unsicher fühlt, und dann lieber reflexartig die Pseudoargumente und Wunschbilder der anderen annimmt. Es ist auch denkbar schwer, andere zu überzeugen, wenn man selbst nicht überzeugt ist.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Rohana » Mo Nov 07, 2016 18:39

Das mag so sein, aber das möchte ich weniger dem ExLW anlasten, sondern denen, die jene "Pseudoargumente und Wunschbilder" in die Welt setzen und hypen. Die glauben da wirklich dran und treten auch überzeugend auf. Fakten zu finden in diesem Dschungel, das ist nicht so einfach - und die Fakten selber sind es auch nicht. Es GIBT schwarze Schafe und jedes ist eins zuviel.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon LUV » Mo Nov 07, 2016 18:48

Die Benennung und Bestrafung von Schwarzen Schafen ist ja auch legitim und notwendig. Aber nicht jeder Autofahrer, der bei Rot über die Ampel fährt wird medial an den Pranger gestellt und nicht die gesamten Autofahrer des Landes werden daraufhin grundsätzlich der wiederholten gleichen Tat bezichtigt.
Bezüglich der Faktenresistenz gibt es einen guten Artikel in der letzten ZEIT mit dem Titel : "Der Untergang der Fakten " sehr lesenswert und gut übertragbar.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Lonar » Mo Nov 07, 2016 20:01

Hier kannst du dich ja mal auf den neuesten Stand bringen.

https://www.massentierhaltung-aufgedeckt.de/index.php

Das ist meiner Meinung nach eine sehr gut gelunge Seite.
Was denkst du darüber?

Ein Nachtrag zu deiner Kamera Idee. Ich hatte ganz vergessen das beim Schlachthof auf der Rampe immer ein Amtstierarzt steht der die Schweine kontrolliert und damit eigentlich die Kameraüberwachung überflüssig machen sollte.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon ExLW » Di Nov 08, 2016 16:08

Alles gut, was die Studenten da machen. Die Jungen sind fast immer einsichtiger als die Alten ;)
Die haben verstanden, dass sie ihre Branche nach außen öffnen müssen.
Und wer nichts zu verbergen hat, kann und wird das guten Gewissens auch tun.

Was meist fehlt, ist die Durchreichung dieser Klarheiten und Wahrheiten über sehr gute Haltung und Tiergerechtheit mindestens nach Vorschrift bis zur Theke, wo der Produktionsabschluß durch ein Letzthandelsgeschäft im Grunde erst stattfindet.

Die ganze Siegelei der vergangenen Jahre hat durch die Skandalvideos doch sehr gelitten. Wer glaubt noch daran? Und wie viele entscheiden beim Einkauf noch danach? Gerade an Fleischtheken sind die meisten Labels wieder verschwunden. Warum wohl?
Jetzt machen viele auf "regional" als würde die Region "Wetterau" schlechtere Produkte als "Vorderpfalz" liefern. Wie umweltfreundlich ist denn ein "regionaler" Apfel, der 7 Monate im Kühlhaus verbracht hat?

Der Trend geht dahin, dass die Verbraucher eine diffuse Angst haben, und nicht behumpst werden wollen. Wenn ich als Konsument ein Auto kaufe vertraue ich wahrscheinlich 95 % der Marke, und habe sogar sowas wie eine Garantie. Wenn ich ein Stück Fleisch kaufe, wem soll ich da vertrauen?
Wenn Dich Dein Saatguthändler bescheisst, suchst Du ja auch nach einer Alternative. Und genau das machen die Leute, sie sind auf der Suche nach glaubwürdigen Erzeugnissen.

P.S.
Und wie siehts bei Bio aus? besser?
Was ist dort der "neueste Stand"?
http://www.biowahrheit.de/inhalt/eier.htm
Das läßt sich alles nicht mehr unter den Teppich kehren, das ist das Problem der Funktionäre.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon LUV » Di Nov 08, 2016 16:16

Exlw die Entscheidung eines Kunden für ein Produkt wird umso schwieriger, je mehr Auswahl er hat und wie er dann für seine Entscheidungsfindung beeinflusst wird. Lebensmittel, Auto und Haus sind da völlig unterschiedlichen Handlungsmustern unterworfen. Deshalb sind Vergleiche dahingehend eigentlich auch nicht möglich.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Rohana » Di Nov 08, 2016 16:17

Sie wollen glauben, aber sie wollen keine Fakten, die sind nämlich zu umständlich und müssen aufgenommen, verstanden und bewertet werden.
Ich meine, wenn Frau X an der Fleischtheke steht möchte sie wahrscheinlich innerhalb der nächsten 5 min bedient werden und dann ihr wasauchimmer im Korb haben und sich nicht den Namen, die Ahnenreihe und die Lebensgeschichte des Tieres anhören von dem das Stück Fleisch stammt - oder doch?
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon LUV » Di Nov 08, 2016 16:49

Die Entscheidung wird immer zwischen der Vernunft/dem Ratio und den Emotionen getroffen. Jeder Einkauf ist eine emotionale Entscheidung, auch wenn man meint rational zu handeln. Das läuft unterbewusst sb, deshalb wird ja auch in der Werbung mit Emotionen gearbeitet. ..und eben auch auf Seiten der Aktivisten. Und deshalb meine ich ja auch, daß wir die Menschen dort abholen müssen. Vorzugsweise Frauen! !!!
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon KarlGustav » Di Nov 08, 2016 21:01

Und deshalb meine ich ja auch, daß wir die Menschen dort abholen müssen. Vorzugsweise Frauen! !!!


Vorzugsweise Frauen willst Du abholen, LUV?
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Rohana » Di Nov 08, 2016 21:23

LUV hat geschrieben:Die Entscheidung wird immer zwischen der Vernunft/dem Ratio und den Emotionen getroffen. Jeder Einkauf ist eine emotionale Entscheidung, auch wenn man meint rational zu handeln. Das läuft unterbewusst sb, deshalb wird ja auch in der Werbung mit Emotionen gearbeitet. ..und eben auch auf Seiten der Aktivisten. Und deshalb meine ich ja auch, daß wir die Menschen dort abholen müssen. Vorzugsweise Frauen! !!!

Prinzipiell stimme ich dir zu. Hey, bei Männern klappt das ja schon ganz prima, hab im Bahnhofsbuchladen die BEEF! gleich neben der aktuellen Veggie-Kochzeitschrift gefunden :roll: Mit Emotionen allein funktioniert es aber nur begrenzt, da kann die "Gegenseite" der Aktivisten einfach durch das Thema mehr auf die Tränendrüse drücken. Passend zum Thema: https://www.youtube.com/watch?v=uHplGaJioMo
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Südbaden Bauer » Di Nov 08, 2016 21:38

Ich glaube, dass Problem sind doch weniger die Veganer, die sind auch mal wieder out. Ich glaube das Problem sind doch eher die ganz normalen Leute. Die dann plötzlich sowas nachlabern wie gutes Fleisch und dafür weniger. Also klassische Grünwähler. Nur was sie unter guter Qualität verstehen, bleibt außen vor. Oder die ein schlechtes Gewissen haben etc. Diesen Leuten muss man sagen, wie es aussieht, dass sie kein schlechtes Gewissen haben müssen und ihnen Alternativen geben, wie der Aktivstall. Das ist meiner Meinung nach ein Sinnvoller Ansatz. Ich könnte mir vorstellen, dass ich auch so Fleisch kaufen würde, wenn ich die Wahl an der Theke hab und es etwas teurer ist.
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Südheidjer » Di Nov 08, 2016 21:46

Rohana hat geschrieben:..., hab im Bahnhofsbuchladen die BEEF! gleich neben der aktuellen Veggie-Kochzeitschrift gefunden.


Ich lebe scheinbar hinterm Mond.....wat es nich allles gibt.
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon Lonar » Di Nov 08, 2016 23:06

Ich war vor ca. 3 Jahren mal auf Werksbesichtigung bei einem größeren Geflügelschlachter aus dem Emsland.
Vertikale Intergration wie es im Hähnchenbereich üblich ist.
Die haben ja perfekte Vorraussetzungen sowas einfach mal zu probieren.
Davor war gerade die Hänchenmast im medialen Dauerfeuer.
Dieser Geflügelschlachter hat dann darauf hin mit den Mästen zusammen sich überlegt die Ställe nur noch halb voll zu machen und das Fleisch aus diesem Programm teurer zu verkaufen.
2 Wochen lief der Absatz gut. Dannach könnte man zum normalen Preis verkaufen und schon war fast ne Millionen in den Sand gesetzt.
Der Massenmarkt kauft über den Preis, wer was anderes will soll Bio kaufen.
Wenn es diesen Markt gibt von dem ihr redet würde es doch einer machen, die Verarbeitung und der Einzelhandel sind doch nicht doof.
Ich würde auch mitziehen, wenns sich für mich lohnt und das Baugesetz das hergibt!;-)
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Re: "Fleisch für Block House aus Meck-Pom

Beitragvon LUV » Mi Nov 09, 2016 11:44

Der LEH bestimmt, was er seinen Kunden andienen möchte, nicht der Kunde bestimmt, was er haben will. Das wird immer anders dargestellt. Der LEH will sich abgrenzen gegenüber seinen Mitbewerbern und bewirbt mit political correct und umweltbewusst, tierfreundlich und fair seine Produkte, damit er seinen Marktanteil erhöhen oder halten kann. Im Kühlregal bei EDEKA steht die Bioland - Biomilch (0,99€) neben der Biomilch des regionalen Vorzugsmilchbetrieb (1,29€) genau in der Mitte des Regals. Oben und unten sind die anderen aufgestellt. Nach den Regeln der Vermarktung greift der Kunde immer die in der optimalen Höhe gelegenen Produkte.....kein Kunde schreibt ihnen vor, wo sie was positionieren müssen.
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